Gewalt...


ich weiß nicht, was das bedeuten könnte:

Zwischen jemandem und mir bestehen sehr große
Konflikte. Er hat mir schon sehr oft sowohl
psychische als auch physische Gewalt angetan,
und alles grundlos. Ich habe mit ihm gebrochen
und seit über zwei Jahren keinerlei Kontakt mehr.

Aber immer wieder träume ich von ihm, wie er
versucht, in mein Haus, mein Leben einzudringen,
mir etwas zerstört, mir wieder Gewalt antut. In
diesen Träumen geht er sogar bis zum allerletzten.

Soll ich dieses nun als Warnung auffassen?
Oder was könnte es sonst bedeuten? Manchmal
macht es mir richtig Angst.
Hallo Suchende, sprichst Du von Deinem Bruder, über den Du schon mal hier erzählt hast?

Ich erlebe in meinen Träumen immer wieder Konflikte oder Erinnerungen, von denen ich geglaubt hatte, dass ich sie schon längst abgearbeitet hatte. Vielleicht erlebst Du das alles, weil Dich das immer noch sehr beschäftigt, vielleicht auch nur im Unterbewußtsein. Irgendwer, ich glaub Yojo, hat geschrieben, dass man sehr oft von Leuten träumt, wenn man tagsüber mit ihnen in Gedanken "spricht", zb sich an sie erinnert oder mit ihnen Phantasiegespräche führt... Denkst Du an diese Person tagsüber oft nach? Denkst Du daran vielleicht, was passieren könnte, wenn Du ihm begegnen würdest und was Du ihm alles sagen wolltest?

Ich kann mir vorstellen, was Du in diesem Zusammenhang mit Konflikt meinst: Spannungen mit anderen Personen, die einfach nicht weggehen, auch wenn man sich bemüht freundlich zu sein; man denkt sich immer wieder es ist vorbei, und trotzdem hängt es einem nach und geht nicht weg.

Vielleicht solltest Du mit aller Kraft versuchen, nicht an die Person zu denken und tagsüber vermeiden an ihn zu denken. Und jedes Mal wenn die Person in Deinen Sinn kommt, kannst Du dich BEWUSST zwingen und sagen: Ich will nicht mehr daran denken. Nein ich will jetzt nicht! Vielleicht gehen dann diese Träume weg... ich wünsche es Dir auf jeden Fall.
Liebe Suchende,

die Tatsache, daß deine Träume wechseln, und die Vorgehensweise dieser Person schlimmer wird, zum einen -
die Tatsache, daß du von der Person als Person träumst, - zum anderen -

werte ich dahingehende daß es sich nicht um eine "Vorwarnung" für einen neuen Angriff dieser Person auf dich handelt.

Du erwähnst das Wort "grundlos", das bedeutet für mich daß du diese für dich so schlimmen Übergriffe noch nicht "verarbeitet" hast. Nach wie vor attackieren diese Angriffe deine Seele. Es sind keine neuen, es sind die Verletzungen durch die alten Angriffe.

Es ist eine Person die dir sehr nahesteht oder stehen sollte. Ich hoffe nicht daß friend recht hat, daß es sich um deinen Bruder handelt... Du kannst es einfach nicht fassen, nicht begreifen, und diese Fassungslosigkeit "nagt an dir", "bricht in dein Haus (dein Ich) ein".

Gegenüber deinem Wesen, deinem ich, erfährst du diese Person als absolut unverständlich und gefühlstot / kalt. Sie steht dir nahe, und bricht deshalb in dich ein.

Als Trost kann ich dir sagen, daß Bahá'u'lláh sehr viele Schwierigkeiten mit manchen seiner engsten Verwandten hatte, und Abdu'l-Bahá ebenso. Es ist eine ganz ganz schwere Prüfung. Und diese ganz schweren Prüfungen haben Bahá'u'lláh und Abdu'l-Bahá, auch Jesus und Mohammed, alle selber durchlebt, und sie können uns Kraft geben sie
durchzustehen, und zu überwinden.

Laß die Liebe in deinem Herzen zu dieser Person nicht abreißen! Aber, lege sie in aller Liebe in Gottes Hand. Empfiehl diese Person Seiner Fürsorge und Seiner Obhut.

Wie friend sagt: Diese Aufgabe ist für dich nicht lösbar. Es ist ein unlösbarer Konflikt, den nur Gott bereinigen kann. Das ist Seine Aufgabe. Dafür ist Er da. Setze dein ganzes Vertrauen und deine Hoffnungen auf Gott. Denke an Gott. Jedesmal, wenn du an diese Person denkst, übergib sie in Liebe Gott. Bedanke dich dafür daß Gott sich seiner annimmt. Und du wirst sehen, daß es geht, daß es funktioniert.

Deine Seele, dein ich nimmt Schaden. Und das darf nicht sein. Das will Gott niemals!

Zitat:
O Gott! Erquicke und erfreue meinen Geist. Läutere mein Herz. Entflamme meine Kraft. Alles lege ich in Deine Hand. Du bist mein Führer und meine Zuflucht. Ich will nicht mehr traurig und bekümmert, sondern glücklich und fröhlich sein. O Gott, Angst soll mich nicht länger plagen und Sorge mich nicht quälen. Ich will nicht bei den Widrigkeiten dieses Lebens verharren.

O Gott! Du meinst es besser mit mir als ich selbst. Ich weihe mich Dir, o Herr. (Abdu'l-Bahá)


Auch hat in solchen Fällen Abdu'l-Bahá immer mit dem Hinweis auf unsere Seelenbrüder und Schwestern getröstet. Diese sind sich oft viel näher als Blutsverwandte!

Alles Liebe von Yojo
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"Es ist die Sehnsucht Gottes an diesem Tage, alle Menschen als eine Seele und einen Körper zu betrachten" (Bahá'u'lláh)