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Beweise für ein Leben nach dem Tod












Hallo Lieber van der Ruck,

Zitat:
...wie sieht denn das nun in der Ethik (Moral) aus? Gibt es auch dort nichts absolutes? (Ist fast meine Meinung!).


Ja, so sehe ich es auch.
Doch bevor wir soweit sind diese Wahrheit auch auf die Ethik anwenden zu können, müssen wir sie erst mal Vervollkommnen. Durch die sich daraus ergebende Ruhe ( geistig ), ist es wesentlich einfacher diese Zusammenhänge zu erkennen.
In einem unruhigen Teich das vom Schlamm aufgewühlt ist, ist es nur sehr schwer Einzelheiten, die sich auf dem Grund befinden, zu erkennen.
Ist jedoch Ruhe eingekehrt, sieht man viel klarer.
Die Ethik ( Tugend ) ist die Grundvoraussetzung um hier Klarheit zu erhalten um den nächsten Schritt ( welches ausserhalb von Logik und Abstraktheit ist ), zu begehen.
Deshalb haben es sehr tiefsinnige Wissenschaftler ( insbes. Mathematiker... ) sehr schwer alles zu erklären. Ihre Grundlage stützt sich auf ein Teilaspekt der Wirklichkeit, in der die Ethik ( Glaube ) oft, gar keine Rolle spielt. Wissenschaftler die es schaffen diese Hürde zu überbrücken, gewinnen zwangsläufig den Glauben an eine Ordnung ( Dharma ( buddh.)) oder Gott, zurück.

Es wäre schön, wenn mehr Menschen lernen könnten aus ihrem Wissen mehr Glauben zu schöpfen um aus dem Glauben ihr Wissen zu erweitern .

Mit lieben Gedanken für uns alle

Natha

P.S. Mir gefällt deine Tiefsinnige und Positive Art , der Argumentation.
Liebe Natha:
der Teich ist ein gutes Beispiel und wer mag schon nicht klares Wasser nach der Truebung sehen.
Deinen Satz, aus dem Wissen Glauben schoepfen zu koennen und dann aus dem Glauben erweitertes Wissen, schaetze ich sehr.
Ueber die erste These haben wir als Studenten vor langer Zeit eingehend und hoechst engagiert diskutiert. Es ging um den Beweis, dass nach Hegel'scher dialekticher Methode das Christentum als Religion im Vergleich zu anderen Religionen am weitesten den Begriff in allen Stufen der Dialektik erfuellt hat:
These: Gott
Antithese: Gott als Mensch (Christus)
Synthese: Heiliger Geist:Trinitaet.
Mit diesem geschichtsmethodischen "Beweis" koennte fuer philosophierende Studenten der Funke zum Glauben gezuendet werden...so sagten wir damals.

und natuerlich gingen wir noch einen Schritt weiter, naemlich, dass These und Antithese bereits verwirklicht seien und dass jetzt moeglicherweise das Gewicht auf die dritte Stufe: Heiliger Geist im Rahmen der Trinitaet gelegt werden und in den Vordergrund treten muesse.
Das Ganze war mit dem lange verstorbenen Professor Gerhard Dulkeit, auf der Basis seines Buches "Die Idee Gottes im Geiste der Philosophie Hegels".
P.S. Ich mag es gern, wie Du auf Gedanken eingehst und sie weiterfuehrst.
Hallo Lieber von der Ruck,

vielleicht könntest du die Sache mit These und Antithese deutlicher
beschreiben. Habe Mühe nachzuvollziehen was du damit meinst.

Mit lieben Gedanken
Natha
...da war doch was mit "Leben nach dem Tode" - und nun sind wir beim "Sein und Schein"....

Und ich stimme euch beiden zu: Sein und Schein hat sehr viel mit Leben und Tod zutun; denn der oft als schmerlich empfundene Tod ist durchaus nur ein "Schein". Denn nur scheinbar erlöscht die eigene Existenz; wir gehen lediglich in eine andere Existenzform über.

Wobei wir "Leben" definieren müssten: Leben kann auch ein Stein, ein Sandkorn, ein Berg, das Wasser, die Luft. Leben lässt sich nicht am Massstab des pflanzlichen, tierischen, menschlichen Lebens festmachen; Leben ist vielmehr Existenz. Existenz verlangt nach Existenzebenen: Das Leben des Steins beginnt mit der Felswerdung durch ausströmende Lava und Magma und endet als Staub; vom Riesigen zum mikroskopisch Kleinen. So wie der Stein eine Existenzebene hat, die in völlig anderen Zeitbegriffen existiert, so hat das organische Leben ebenfalls eine Existenzebene, die trotz des Nebeneinander der Ebenen für andere Ebenen unverständlich ist.

Nun erfahren wir, das alleine auf der materiellen Ebene schon verschiedene Zeitabläufe für verschiedene Existenzebenen existieren - und mit den Mittel von Geist, Verstand und Seele nehmen wir an, das wenn auf der materiellen Basis soviele Existenzen existieren, es durchaus auch eine geistige Basis (vielleicht sogar mehrere geistige Basen) geben könnte, die dann ebenfalls unterschiedlichste Existenzebenen kennt. Die meisten abrahamitschen Religionen bezeichnen die Ebenen "Himmel/Paradies", "Hölle", "Ebene der Engel", "Wohnsitz Gottes".
Einen direkten Bezug auf die Ebenen geistiger Existenz nimmt Jesus: "In meines Vater`s Haus sind viele Wohnungen". Es dürfte klar sein, das damit nicht der Tempel Salomos gemeint war, da gab es nur ein Allerheiligstes und zwei Vorräume... Und als Abdul`Baha in Paris gefragt wurde, ob es andere bewohnte Welten gibt, antwortete er sinngemäss, das die materielle und die jenseitige Ebene des Lebens voll mit bewohnten Welten sei.

Der Mensch hat die Tendenz als "Schein" das zu bezeichnen, für das er keinen greifbaren Beweis erhält. Diese Betrachtungsweise ist aber reichlich kurzsichtig; Paranoiker tragen die Vorstellung ständiger Verfolgung mit sich herum, diese Vorstellung ist für sie real und doch nur ein Schein. Die Realität des Paranoikers liegt in seiner Einbildung, die real von anderen als Einbildung erkannt wird..... Ergo liegt Realität selbst im Schein verborgen; es kommt halt nur auf den Blickwinkel an...
zunaechst an Natha:
Die dialektische Philosophie (stammt aus der Zeit des Idealismus: Hegel nach Kant) geht davon aus, dass ein Begriff nur dann vollkommen ist, wenn er aus der
1. Position, Grundbegriff, positiv
2. Negation, aus der Position sichnotwendig ergebendes Gegenteil, Verneinung, und
3. Synthesis, zur Gesamtheit und Vollstaendigkeit draengende allumfassende Vereinigung aller Teile

besteht. Das ist eine recht gefaehrliche Methode, die sich leicht missbrauchen laesst und auch z.B. bei der materiellen Dialektik (Karl Marx) verwendet wurde. Ich benutze die Methode gern zur Erklaerung des Rechts (Gesetz - Verbrechen - Bestrafung) oder der Bindung an Vertraege: (Versprechen einer Seite - Versprechen der anderen Seite - Einigung als hoehere Ebene), woraus zum Beispiel folgt, dass eine einseitige formlose Erkllaerung nicht bindend ist.
Habe ich Dialektik genug erklaert? Sonst nachzulesen bei Hegel, wenngleich der schwer verstaendlich ist.

Lieber Thomas: der Hinweis auf Sein und Schein ist grossartig...und doch sehe ich (oder erscheint es mir nur so?) dass Leben immer mit Erschaffung/Geburt beginnt und mit Tod endet und daher auf die Materie (einschliesslich Stein, All, Meer) bezogen ist, waehrend Geist unendlich gedacht werden kann. Den Schein koennte ich wohl dem Geist gleichstellen, er braucht nicht zu sterben. Sehe ich das richtig?
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