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Abraham's Feuer












(aufgegriffen aus Traumforum: treffen wir unsere verstorbenen Tiere im Jenseits ....)

Liebe Minou,


Minou hat folgendes geschrieben:
Lieber Yojo,

im Land, das man Ewigkeit nennt, oder biblisch Neues Jerusalem
werden Dir Tiger und Löwe nichts mehr tun ! Lies´ mal in der
Bibel nach.

Außerdem geht es mir um Disprekanzen zwischen Aussagen von
Baha'u'llah und Abdu'l Baha und der Bibel.
In einem Parallelthema geht es da um ein Zitat Baha'u'llahs, demnach
Abraham von seinem Volk ins Feuer geworfen worden sein soll, während
im AT steht, dass er steinalt wurde und noch nach Sara´s Tod etliche
Kinder gezeugt hat. Shoshina hat das recherchiert.
Auch haben wir in dieser Diskussion eine Bibelstelle, dass sehr wohl mit
der Tierseele dasselbe geschieht wie mit der Menschenseele.
Noch ein Thema, das nicht hierhin gehört: Auferstehung Jesu. In der
Bibel minuziös aufgezeigt, habe ich schon mal beschrieben; Abdu'l Baha
sieht in der Auferstehung Jesu aber nur die Festmachung des Glaubens
der Jünger, legt sie also sehr symbolisch aus.
Was mich stört ist, dass man keine direkten Antworten von den Baha'i
Vertretern bekommt! Wenn man handfeste Punkte liefert, bekommt man
einfach keine Antwort mehr. Das ging mir auch so, als ich viele Stellen
über die Göttlichkeit Jesu zitiert habe.
Tut mir Leid, dass jetzt ein Mischmasch an Themen zusammengekommen
ist, aber sonst müsste ich das in jedes Thema reinschreiben .
Liebe Grüße, Minou


Es gibt hier keinerlei Diskrepanz! Denn Bahá'u'lláh sagt keineswegs, daß Abraham im Feuer gestorben wäre. Er sagt, daß Er dort hinein geworfen wurde. Das Feuer wurde indes von Gott für Abraham kalt gemacht. Lies hierzu auch von Mohammed, im Quran:

Zitat:
21:65 Dann machten sie eine Kehrtwende: Du weißt doch, dass diese nicht reden können.
66 Er sagte: Wie könnt ihr anstelle Gottes das verehren, was euch nichts nützen und nichts schaden kann?
67 Pfui über euch und über das, was ihr anstelle Gottes verehrt! Habt ihr denn keinen Verstand?
68 Sie sagten: Verbrennt ihn und helft euren Göttern, so ihr etwas tun wollt.
69 Wir sprachen: O Feuer, sei kühl und harmlos für Abraham.
70 Sie wollten mit einer List gegen ihn vorgehen. Da machten Wir, dass sie die waren, die den größten Verlust hatten.
71 Und Wir erretteten ihn und Lot in das Land, das Wir für die Weltenbewohner gesegnet haben.
72 Und Wir schenkten ihm Isaak und Jakob dazu. Und jeden machten Wir
rechtschaffen.
73 Und Wir machten sie zu Vorbildern, die (die Menschen) nach unserem Befehl leiteten. Und Wir offenbarten ihnen, die guten Werke zu tun, das Gebet zu verrichten und die Abgabe zu entrichten. Und Uns haben sie gedient.
(QURAN , Sure 21)


Abraham wurde also steinalt, zeugte Kinder noch nach Sara und wurde auch ins Feuer geworfen. Alle drei Dinge treffen zu. Kein Wiederspruch.

Liebe Minou, du siehst hieran, wie leicht man sich in Verwirrung begibt, die Klarheit der Seelenruhe im Schoße des Glaubens verläßt, menschlicher Äußerung wegen. Sobald jemand einen "Wiederspruch" bekundet zwischen den Äußerungen der Gottesoffenbarer, verlieren wir unseren Glauben an die Lehre Gottes? Und nun schau, wie sich diese Wiedersprüche als null und nichtig entpuppen! Schau in deinem Herzen, versuche dich noch einmal daran zu erinnern, wie es war, als die Sonne darin schien, die Sonne der Wahrheit und der Gewißheit.

Vor ein par Tagen aß ich eine Kaki-Frucht. Begeistert von dem Geschmack, ertappte ich mein Herz beim Ausruf: "Das ist so vollkommen, das muß Gott gemacht haben". Ich wurde dessen dann schmunzelnd gewahr, denn: Selbstverständlich hat Gott das gemacht.

Und nun sieh was du erlebt hast. Du beschreibst wie es war, und es war von Gott gemacht. Wenn jetzt jemand behaupten würde die Kaki schmecke nicht gut und stehe im Wiederspruch zur Apfelsine, würde der Geschmack der Kaki dadurch geschmälert? Keineswegs! Ich würde sofort die nächste essen, und die wiedersprechende Apfelsine noch dazu.

Und somit lehrt dich der Geschmack des Glaubens, von dem du gekostet, von Wem der Glaube ist. Der nächste Schritt liegt bei dir, nämlich deine Erkenntnis zum Ausdruck zu bringen, daß es Gott ist, dessen Stimme du gehört und gelesen hast, in Seinen Schriften.

Die Vorgehensweise, die Worte Bahá'u'lláhs auf der Waage menschlicher Äußerung zu bewerten, wird deinem Glauben nicht gerecht. Die Freude, das wahre Heimatgefühl deines Glaubens rührte daher, daß du angenommen hast, daß du geglaubt hast, daß dies das Wort Gottes ist. Wenn du dies glaubst, dann hast du deinen Fuß in ein neues Land gesetzt. Der Boden dieses Landes ist der Glaube an das Wort Gottes, und dies geht nur mit Standhaftigkeit. Das heißt daß in diesem neuen Lande alleine das Wort Gottes dich trägt. Zweifeln wir es dann an, brechen wir durch den Boden als wäre er nicht da, und landen dort, von wo wir einst kamen, mit leeren Händen, und enttäuscht, verzweifelt wie einst zuvor.

Es geht soweit, wie Hujjat es zum Ausdruck gebracht hat, als Er den Glauben annahm: "Wenn Derjenige, der dies geschrieben hat, sagt, der Tag ist die Nacht, und die Nacht ist der Tag, dann würde ich dem ohne zu zögern zustimmen". Dies ist mit Standhaftigkeit und mit Glauben gemeint.

Wenn also Abdu'l-Bahá sagt daß die Auferstehen symbolisch zu verstehen ist, dann ist sie symbolisch zu verstehen. Meine liebe Martina, die reine Liebe Gottes auf dieser Erde in Person, wachte vor einiger Zeit nachts auf weil sie Stimmen in ihrem Bett vernahm. Dort lagen Bahá'u'lláh und Abdu'l-Bahá, und noch drei Frauen, und sie unterhielten sich und machten lachend witzige Bemerkungen. Sie rückte ganz an den Rand, damit alle Platz hatten. Das bedeutet auch nicht, daß Bahá'u'lláh nun wiederauferstanden ist im körperlichen Sinne! Aber es bedeutet daß Er immer bei uns ist, näher als unsere Halsschlagader, und uns tausendmal besser kennt als wir selbst uns kennen. Und das wollte Jesus den Jüngern vermitteln, daß Er nicht fort ist. Und sie sahen Ihn so deutlich wir zuvor. Auch dies ist keinerlei Wiederspruch.

So ist die Wiederauferstehung auch ein Sinnbild für uns! Wir sind es, die Wiederauferstehen sollen von den Toten, und Ihr erkennen, in seinem neuen Gewande, und somit lebendig werden. Jesus betrachtete also Seine Jünger als lebendig, als Wiederauferstanden, und jene, die nicht an Ihn glaubten, als tot, wie den Vater von einem der Jünger.

Denn alle Dinge sind durch Sein Wort erschaffen. Und glaub mir, würden diese Worte offenbart, daß der Tag Nacht und die Nacht Tag ist, dann wäre der Tag Nacht und die Nacht Tag, auch wenn alle Wissenschafter und Beobachter der Welt dies bestreiten und sich dagegen zur Wehr setzen. Am Ende hätte sich das Leben auf der Erde an den neuen Umstand gewöhnt. Der Tag wäre zur Nacht, und die Nacht zum Tage geworden. Das ist die innere Bedeutung der Wirkkraft des Wortes Gottes.

So sagst du:

Zitat:
Auch haben wir in dieser Diskussion eine Bibelstelle, dass sehr wohl mit der Tierseele dasselbe geschieht wie mit der Menschenseele.


Welcher Wiederspruch soll da zu sehen sein zu den Aussagen von Bahá'u'lláh? Die Worte der Offenbarer müssen immer im Lichte der Stufe betrachtet werden, auf der sie geäußert werden! Auf einer Stufe ist der Offenbarer mit Gott gleichzusetzen, wenn Er Sein Wort offenbart. Auf einer anderen Stufe ist Er Mensch, wenn Er Seelenpein ausgeliefert ist!

Bahá'u'lláh macht auch deutlich, daß der Mensch sich auf eine Stufe in der Seele aufschwingen k a n n , die das Tier niemals erreichen kann, kann aber auch auf eine so tiefe Stufe sinken, die das Tier ebenso niemals erreichen kann! Lies nur:

Zitat:
Der Offenbarung jedes himmlischen Buches, ja jedes von Gott offenbarten Verses liegt die Absicht zugrunde, alle Menschen mit Rechtschaffenheit und Verstand zu begaben, damit Friede und Ruhe fest unter ihnen begründet seien. Was immer den Herzen der Menschen Zuversicht einflößt, was ihre Stufe erhöht oder ihre Zufriedenheit fördert, ist vor Gott annehmbar. Wie erhaben ist die Stufe, die der Mensch erreichen kann, wenn er sich nur entschließt, seine hohe Bestimmung zu erfüllen! In welche Tiefen der Erniedrigung kann er absinken, Tiefen, die die niedrigsten Geschöpfe nie erreicht haben! O Freunde, ergreift die Gelegenheit, die dieser Tag euch bietet, und verscherzt nicht die großmütigen Gaben Seiner Gnade!
(Baha'u'llah, Aehrenlese 101)


Also siehst du an wen sich die Bibelstelle richtet! Und im Lichte dieser Umstände müssen die Worte Gottes betrachtet werden, wie Er selbst bezeugt:

Zitat:
Kraft dieser Stufe erheben sie für sich den Anspruch, die Stimme der Gottheit und dergleichen zu sein, während sie kraft ihrer Stufe als Gottgesandte sich als die Gesandten Gottes erklären. In jedem Fall tun sie einen Ausspruch, der den Gegebenheiten des Augenblicks angepaßt ist, und schreiben alle diese Erklärungen sich selbst zu, Erklärungen, die sich vom Reich göttlicher Offenbarung bis zum Reich der Schöpfung erstrecken und vom Bereich der Göttlichkeit bis zum Bereich irdischen Daseins. Daher kommt es, daß alle ihre Aussprüche, ob sie dem Bereich der Gottheit, des Herrn, des Propheten, des Gottgesandten, des Hüters, des Apostels oder des Dieners zugehören, alle ohne den Schatten eines Zweifels wahr sind. So müssen diese Sprüche, die Wir zur Stützung Unseres Beweises angeführt haben, aufmerksam erwogen werden, damit die voneinander abweichenden Worte der Manifestationen des Unsichtbaren und der Morgendämmerungen der Heiligkeit nicht länger die Seele erregen und den Geist verwirren .
(Baha'u'llah, Aehrenlese 22:10)


So seien diese Zeilen dir gewidmet, und ich erbitte von Ihm für dich Seinen Segen und den Hauch Seiner Gunst! Die Herrlichkeit Gottes ruhe auf dir, werde zur Bewohnerin des Landes der Herzenssehnsucht -

Alles Liebe von Yojo, Königin Helga Maria's Zweig
Forum -> Baha'i-Religion


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