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(Anmerkung Deas, Beitrag geteilt aus http://www.geistigenahrung.org/ftopic7966.html )
Zu diesem Thema fallen mir auch einige Zitate von Krishnamurti ein. Krishnamurti ist zwar mit seinen unkonventionellen Lehren den Religionen ein Dorn im Auge, trotzdem hat er wie keine Anderer eine Spiritualität der eigenständigen Suche gelehrt.
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| In diesem ständigen Kampf, den wir Leben nennen, versuchen wir einen Kodex des Verhaltens aufzustellen, der der Gesellschaft entspricht, in der wir aufgewachsen sind, ganz gleich, ob es sich dabei um eine kommunistische oder sogenannte freie Gesellschaft handelt. Wir akzeptieren eine genormte Lebenshaltung als Bestandteil einer Tradition, der wir als Hindus, Moslems oder Christen oder was wir sonst zufällig sein mögen, angehören. Wir schauen nach jemandem aus, der uns sagt, was rechtes oder falsches Betragen, was rechtes oder falsches Denken ist, und indem wir uns nach dieser Norm ausrichten, wird unser Verhalten, unser Denken mechanisch, werden unsere Reaktionen automatisch. Wir können das sehr leicht an uns beobachten. Seit Jahrhunderten sind wir durch unsere Lehrer, durch unsere Autoritäten, durch unsere Bücher und unsere Heiligen gegängelt worden. Wir erwarten, daß sie uns alles offenbaren, was hinter den Hügeln, den Bergen und der Erde liegt. Und wir sind mit ihrer Darstellung zufrieden, das bedeutet, daß wir von Worten leben und unser Leben hohl und leer ist. Wir sind Menschen aus zweiter Hand. Wir haben von dem gezehrt, was man uns gesagt hat, und ließen uns entweder durch unsere Neigungen und Absichten leiten oder durch das, was uns durch die Umstände und die Umwelt aufgezwungen wurde. Wir sind das Resultat aller möglichen Einflüsse. In uns ist nichts Neues, nichts, das wir selbst entdeckt haben, nichts Ursprüngliches, Urtümliches, Leuchtendes. Während der ganzen theologischen Vergangenheit ist uns von religiösen Lehrern versichert worden, daß wir, wenn wir bestimmte Riten verrichten, bestimmte Gebete oder Mantras wiederholen, uns gewissen Normen anpassen, unsere Wünsche unterdrücken, unsere Gedanken kontrollieren, unsere Leidenschaften sublimieren, unsere Triebe eindämmen und uns sexueller Ausschweifungen enthalten, daß wir - wenn Geist und Körper ausreichend gefoltert sind - dann etwas jenseits dieses bedeutungslosen Lebens finden werden. Und das haben Millionen sogenannter religiöser Menschen Jahrhunderte hindurch getan, entweder in der Abgeschiedenheit, indem sie in die Wüste oder in die Berge oder in eine Höhle gingen oder mit der Bettelschale von Dorf zu Dorf wanderten oder sich in einem Kloster als Gruppe zusammenfanden und ihren Geist zwangen, sich einem festgelegten Vorbild anzupassen. Aber ein gequälter Mensch mit einem zerbrochenen Geist, ein Mensch, der diesem ganzen Tumult zu entrinnen trachtet, der der äußeren Welt entsagt hat und durch Disziplin und Anpassung abgestumpft wurde, solch ein Mensch, wie lange er auch suchen mag, wird nur finden, was seinem irregeleiteten Geist entspricht. |
Wie gesagt, die Menschen sollten die Reife besitzen sich nicht hinter den Regeln und Vorschriften einer Religion zu verstecken sondern die Wahrheit selbst zu suchen
| Zitat: |
| Können Sie und ich nun ohne äußeren Einfluß, ohne jeden Zwang, ohne Furcht vor Bestrafung - können wir im Kern unseres Wesens eine totale Revolution, eine psychologische Umwandlung hervorbringen? Dann wären wir nicht länger brutal, heftig, wetteifernd, unruhig, furchtsam, gierig, neidisch und was sonst noch zu den Ausdrucksformen unserer Natur gehört, womit wir diese verrottete Gesellschaft aufgebaut haben, in der sich unser tägliches Leben abspielt. |
In diesem Sinne, habt Mut Verantwortung zu übernehmen!!!!
Alles Liebe
Mukunda
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Lieber Mukunda -
- auch wenn ich kein Anhänger von Krishnamurti bin -
| Zitat: |
Anhänger verstehen nicht ihr Leben zu leben,
einen Räuber nehmen sie an Sohnesstatt an!
[Yung-chia] |
halte ich ihn doch für die vielleicht erwachteste Gestalt des 20. Jh....
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Ja lieber Wu!
Jiddu Krishnamurti hat es ohnehin immer abgelehnt ihn als Guru oder Heiligen zu verehren.
Trotzdem haben seine Worte eine Tiefe und Weisheit die seinesgleichen sucht. Sie können für viele Menschen - egal welcher Konfession sie angehören - eine große Bereicherung sein um die eigenen (festgefahrenen) Überzeugungen neu zu überdenken.
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Hallo Mukunda!
Ich habe gerade seine Abschiedsrede, mit der er den 'Sternenorden' auflöste,
in einer Teilübersetzung hier unter 'Geschichten und Weisheiten' 'reingestellt...
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Danke Wu!
Ich hab diese Rede erst vor kurzem ausgedruckt. Um hier nicht vom ursprünglichem Thema "Sexualität" abzukommen schlage ich vor über Krishnamurti einen eigenen Thread zu eröffnen. Wäre doch interressant wie andere die Worte dieses besonderen Menschen sehen.
Liebe Grüße
Mukunda
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