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Zitate von Krishnamurti












@ VanTast

Danke für deine Antwort. Allerdings mußte ich sofort "oh oh" denken. Seine Botschaft lautet ja nun eben gerade NICHT "denkt ganzheitlicher!".

Gerade das (gewöhnliche) Denken entlarvte er als widersprüchlich, fragmentarisch und mitverantwortlich für die Probleme dieser Welt.

Richtig dagegen ist der Punkt der Verantwortlichkeit. Hier aber auch in einem tieferen Sinne, indem man erkennt, daß das eigene Ego identisch ist mit dem Ego der anderen und daß es dieses Ego ist, welches die Welt spaltet und somit zu Besitzdenken, Rücksichtslosigkeit usw. führt und all den anderen Problemen, die diese nach sich ziehen.
Man könnte anhand Deiner Interpretation darauf kommen zu sagen, die Lehre des Lebens besteht im Widerspruch zwischen Schöpfungsgeschichte und Evolution.

Ich hab Krishnamurti in Saanen im Kanton Bern ungefähr 1979 reden gehört und ich habe ganz klar und hauptsächlich die Worte in meinem sonst schlechten Gedächtnis:
Think more Wholestical
Ich weiß nicht warum mir dazu keine andere Übersetzung einfällt als:
"Denk(t) ganzheitlicher!"

Deine Darstellung vom Ego, jenem Selbst zu dem wir alle gehören, sozusagen die geistige Einheit, welche, wenn sie Leben erzeugt, sich mit der materiellen Einheit vereinigt und so in Erscheinung tritt um auch aktiv zu werden, also jenes Ego das wir alle sind (ich sage dem das höhere Selbst), welchem man mehr Aufmerksamkeit schenken sollte als dem Ego, welches hier nach Milch brüllt, kaum ist es geboren und danach kaum aufhört zu brüllen nach mehr besser billiger und sofort, aber doch sind es die Brüller und Hamsterer und die rücksichtslosen Geschäftsmenschen, welche in der Evolution Erfolg haben, genau so wie es entweder die raffinierteren oder die stärkeren Lebewesen sind und vor allem jene, welche unter allen erdenklichen Umständen überleben und sich weiter vermehren können, nicht unbedingt die sozial aussehenden und staatenbildenden, auch wenn die ebenso eine überlebensfähige Existenz haben.

Autsch, das ist ja ein Satz gewesen.

Also ich meine, die Geistige Welt hat andere evolutionäre Gesetze als die raumzeitliche Welt, die geistige Welt baut auf sozial, auf Liebe und auf Güte, Mitgefühl, Hingabe und allem dem.

Die raumzeitlichen Überlebensgesetze bauen auf sich durchsetzen gegen andere, Kampf, Aggression, nur für sich sehen, Gewinn, Profit und allem was rentabel ist.

Und Leben: Das ist der Clinch zwischen beiden Gesetzmäßigkeiten und meistens sieht es so aus, als wären die geistigen Gewinner eher spärlich verteilt und die materiellen Gewinner der Normalfall.

Denkt ganzheitlicher ist eben eine ziemlich komplizierte Anforderung, würde z.B. bedeuten: Sorge für Dein Überleben, indem Du für das Überleben Deines Dich nährende Ökosystems sorgst.

Und wie sollen wir das begreifen, wenn es unseren Planeten überschreitet?
Versuchs besser gar nicht erst, der Weg in die Klapsmühle ist gar kurz...
@ VanTast

Okaaaaaaay. Wenn Krishnamurti das so gesagt hat, dann muß man den Zusammenhang kennen, in dem er dies sagte. Ich kenne die Aussagen Kirshnamurtis sehr sehr gut und habe viele Texte gelesen. Daher kann ich mit Sicherheit sagen, daß Kirshnamurti das denken als eine der Ursachen unserer Probleme angesehen hat. Dies würde auch jeder Kenner , z. B. aus den Krishnamurti Foundations, bestätigen.

Mit deiner Wortverwendung habe ich etwas Probleme, weil das "höhere" Ego eigentlich als das "Selbst" oder höhere Selbst bezeichnet wird.

Den Satz, daß die Rücksichtslosen in der Evolution Erfolg haben , muß ich beanstanden. Erstens ist die Evolution ein Begriff aus der Biologie, der nicht ohne Vorbehalte auf die menschliche Gesellschaft übertragen werden kann.

Zweitens, nehmen wir aber an, die Evolution schreite voran und wirke - in geistiger Form sage ich jetzt mal- auch in der menschlichen Gesellschaft. Dann kann man doch kaum behaupten, daß die Rücksichtslosen dauerhaft Erfolg haben. Sie haben sicher Erfolg, aber der ist - gerade in der heutigen komplexen und vernetzten Welt - kurzlebig und kontraproduktiv. Die Probleme , die durch diese Egozentrik entstehen, nehmen ja weltweit dramatisch zu.

Die "Natur" läßt ihre Geschöpfe immer an der langen Leine. Die Dinosaurier waren ja auch mal "erfolgreich". Die großen Reiche mit ihren kriegerischen Führern haben prachtvoll exisitiert.
Überlebt hat keines dieser Reiche.

Ich sehe keine Trennung in raumzeitliche und geistige Gesetze in deinem Sinne. Die Struktur der Psyche, die Wirkmechanismen des Unterbewußtseins sind die wirksamen "raumzeitlichen" Gesetze. Krishnamurti sah in den Widersprüchen der Psyche , in den Prägungen durch die Gesellschaft , aber auch durch sich selbst, die Ursache des Leidens in der Gesellschaft.

Umweltschutz ist sicherlich auch ganzheitliches Denken. Aber das Anliegen KR ist generell tiefer angesiedelt und nicht auf vernünftige Überlegungen bezogen. Er wollte den Menschen radikal befreien, genauer , das Gehirn von seinem Bewußtseinsinhalt. Es geht ausschließlich um psychische Fragen. Es ist nicht die übliche Diskussion um ökologisches Verhalten.

Ich meine, ich gebe dir Recht, wenn du sagst , es sei grausam, was in der Welt geschieht und es ist haarsträubend, wie wenig Intelligenz es gibt bzw. wie sehr dies emißbraucht wird für zuhöchst menschenverachtende Ziele einzelner Machtgieriger.
Eine Änderung ist wie die Geschichte zeigt, immer eingetreten, wenn die Existenz der Menschen auf dem Spiel stand , wenn das Maß voll war, wie auch immer. Das Kind muß immer erst tot im Brunnen liegen ehe eine Bombe platzt.

Aber unterschwellig, latent ist diese Zeitbombe längst am Ticken, hörbar. Und es ist mal wieder Zeit für drastische Veränderungen. Für mich ist es imemr eine Frage des Bewußtseins. Der Mensch läßt sich anscheinend sehr stark in die Enge treiben ehe er sich wehrt. Das ist zuhöchst dekadent. In dieser Hinsicht ist jede Ameise höherentwickelt.
Interessant, was Jiddu Krishnamurti noch so alles sagte.

http://wiki.anthroposophie.net/Jiddu_Krishnamurti
Zitat:

"Ich behaupte, dass die Wahrheit ein pfadloses Land ist und dass es keine Pfade gibt, die zu ihr hinführen - keine Religionen, keine Sekten. Das ist mein Standpunkt, den ich absolut und bedingunglos vertrete. Die Wahrheit ist grenzenlos, sie kann nicht konditioniert, sie kann nicht auf vorgegebenen Wegen erreicht und daher auch nicht organisiert werden. Deshalb sollten keine Organisationen gegründet werden, die die Menschen auf einen bestimmten Pfad führen oder nötigen. Wenn ihr das einmal verstanden habt, werdet ihr einsehen, dass es vollkommen unmöglich ist, einen Glauben zu organisieren. Der Glaube ist eine absolut individuelle Angelegenheit und man kann und darf ihn nicht in Organisationen pressen. Falls man es tut, wird er zu etwas Totem, Starrem; er wird zu Gier, zu einer Sekte, einer Religion, die anderen aufgezwungen wird. Die Wahrheit wird in Formen gepreßt und zu einem Konsumgut für die Schwachen, die nur eine momentane Unzufriedenheit spüren. Der Mensch kann die Wahrheit nicht zu sich herabziehen, sondern muß sich bemühen, zu ihr aufzusteigen. (...) Ich möchte keiner spirituellen Organisation, ganz gleich welcher Art, angehören, und ich bitte euch, das zu verstehen. Ich betone noch einmal, dass keine Organisation einen Menschen zur Spiritualität führen kann. Wenn eine Organisation zu diesem Zweck gegründet wird, so wird sie zu einer Krücke, die euch schwächt, zu einem Gefängnis. Solche Organisationen verkrüppeln das Individuum, hindern es daran zu wachsen und seine Einzigartigkeit zu leben, die ja darin liegt, dass es ganz alleine diese absolute, uneingeschränkte Wahrheit entdeckt. Das ist ein weiterer Grund dafür, dass ich mich - da ich der Präsident des Ordens bin - entschlossen habe, den Orden aufzulösen. Niemand hat mich zu dieser Entscheidung gedrängt oder überredet. Das ist keine großartige Tat, denn ich will keine Jünger oder Anhänger; ich meine das so, wie ich es sage. In dem Moment, in dem man beginnt, jemandem zu folgen, hört man auf, der Wahrheit zu folgen." (Jayakar, P. 1988, S. 86f). Doch erst nach 1947 begann Krishnamurtis breitangelegtes öffentliches Wirken, welches er mit unverminderter Kraft und den Bedürfnissen der sich wandelnden Zeit angepassten Themen bis zu seinem Tod fortsetzen sollte. Gab Krishnamurti in den frühen Jahren nach der Lösung von der theosophischen Gesellschaft viele Interviews und führte zahlreiche Diskussionen, so traten diese später zugunsten seiner Vortragstätigkeit in den Hintergrund.


Zitat:
"Um jenseits der Gewalt zu sein, darf ich sie nicht unterdrücken, sie nicht ablehnen, darf ich nicht sagen, 'Sie ist nun mal ein Teil von mir ... Ich muß auf sie schauen, ich muß sie erforschen, ich muß mit ihr vertraut werden, und das kann ich nicht, wenn ich sie verurteile oder rechtfertige" (Krishnamurti, J. 1985, S. 49). Krishnamurti verschließt damit auch gleichzeitig jeden Fluchtweg, wenn er zu Bedenken gibt, dass dieses Forschen nie auf der Ebene des Ichs, oder des Denkens liegen kann. Hierdurch würde der Konflikt gerade wieder erzeugt. So werden Ideen, Ideale, das Denken und das Ich im Zusammenspiel zum Ursprung der Konflikte und bedingen sich gegenseitig. Krishnamurtis Umgang, seine Betrachtung des Problems, der Konflikte, entzieht sich wiederum jeder intellektuellen, analytischen Methode:
Ich möchte jetzt nicht, wie ich das gewöhnlich tue, die einzelnen Zitate beantworten aus Deinem Statement.

Ich denke, das würde unzumutbar.

Darum erst mal nur so viel:

Ich sehe das Phänomen Leben als Zusammenspiel des Nichtraumzeitlichen mit dem Raumzeitlichen.
Ein Beispiel für "jenseits" ist die Anwendung des Wortes im Ausdruck: "Das ist jenseits von gut und böse" will heissen, das ist in der Dimension gut <--> böse nicht mehr enthalten, das ist ein anderer Bereich.

Dasselbe erkenne ich im Zusammenspiel der Geistwelt und der Raumzeit, welches wir mit "Leben" bezeichnen, und wenn das Zusammenspiel in seiner hoch organisierten Form wie der einer Tier- oder Pflanzenart nicht mehr in der veränderten Umwelt stattfinden kann, wird eben eine andere Form Zusammenspiel Erfolg haben.

Wenn nun also das Verhaltensmuster des Individualegoismus nicht mehr funktioniert, und die Menschen und andere Lebewesen eben nicht mehr mit dem durchkommen, dass jeder auf möglichst erfolgreiche Art für sich selber und seine Nachkommen schaut,

SONDERN

vielleicht ein Zusammenspiel mehrere Arten, Individuen und Ökosysteme besser mit der Umwelt zurecht kommen (wofür wir heute auch die globale Vernetzung haben)

DANN

dürfte es nicht mehr um tote Kinder im Brunnen gehen sondern um den Anbruch eines neuen Denkens in einer neuen Zeit.

Organisationen wie UNO UNESCO und weitere, ebenso das Internet weisen deutlich in diese Richtung.

Ähnlich wie mit Jesus Christus das Zeitalter der Liebe angebrochen ist, gegen welche sich immer noch eine große Zahl Individuen wehren, bricht nun ein Zeitalter an, in dem die Liebe vorausgesetzt wird und zusätzlich etwas Neues kommt, von dem ich nicht sagen kann was es ist, weil ich kein Prophet bin und nicht hellsichtig und auch nicht in der Akasha-Chronik lesen kann.

Mensch und Natur zu trennen ist ein Irrsinn, welcher aus dem biblischen Gedanken des Menschen als "Hüter und Pfleger" der Natur (der Erde) kommen mag, eine Idee, welche mehrheitlich missverstanden und in egoistischem Sinne missbraucht wurde.

Ich bin absolut dagegen, geschehen zu lassen, was Du hier prophezeist:
Warmzeit hat folgendes geschrieben:
Eine Änderung ist wie die Geschichte zeigt, immer eingetreten, wenn die Existenz der Menschen auf dem Spiel stand , wenn das Maß voll war, wie auch immer. Das Kind muß immer erst tot im Brunnen liegen ehe eine Bombe platzt.
Wir haben die Möglichkeiten, auch in einem wärmeren Klima zu existieren und wir haben die Möglichkeit, Naturkatastrophen die abzusehen sind insoweit zu mildern, dass wir den bedrohten Menschen eben Rettung gewährleisten, BEVOR sie im Brunnen landen.

Man braucht es nur so darzustellen, dass ein gutes Geschäft draus wird, und dazu müsste ich mir noch was einfallen lassen.
Aber ein Religionskrieg ist nun einmal das Letzte, was wir jetzt brauchen können und dessen Vermeidung sollte trotz Bushmännern möglich sein.
Amerika ist mächtig, aber Amerika ist nicht der Chef!



DENN:
Ein gemeinsamer Feind verbindet Menschen immer, das hat immer wieder geholfen, mal waren die Römer schuld, mal die Barbaren, mal die Franzosen, mal die Juden, mal die Christen, mal die weissdergeierwer...

und dasselbe versucht das Bushi mit den "Schurkenstaaten" Fronten setzen und Säbelrasseln.

Aber der FEIND ist nicht aussen, er ist das was unser Verhalten so steuert, dass die Umwelt draufgeht!

Darum ist es nicht so einfach, man kann nicht die Bösen bekämpfen und die Guten füttern, sondern man muss anfangen menschliches Verhalten so zu regeln, dass eben die Natur nicht zur Sau geht dabei, aber das alles hat eigentlich mit dem Leib-Seele - Problem nichts zu tun so ganz direkt.

Es ist einfach ein weiteres Phänomen und wenn Liebe die letzten 2000 Jahre geprägt haben soll, wird es vielleicht Mitgefühl sein, was die nächsten 2000 Jahre prägt.
Vielleicht mag ja Liebe zusammen mit Mitgefühl ein ganzheitliches Lebewesen Gaja = Erde hervorbringen und mensch sieht sich als ORGAN und nicht als Beherrscher in diesem großen symphonischen Werk Welt, welches die Raumzeit UND die spirituelle Wirklichkeit umfasst.
Forum -> Hinduismus, Buddhismus, Zoroastrische Religion

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