Was ist eigentlich die Seele


Burkl hat folgendes geschrieben:
"Du, sei froh! Die Oma lebt jetzt erst wirklich, weil sie ihren Körper losgeworden ist!"


Ja, so stelle ich es mir vor, wobei ich sagen würde, dass sie dann nicht erst 'wirklich' lebt, sondern, dass sie in eine neue Daseinsstufe übergetreten ist.
Ich muss aber dazu sagen, dass ich die Vorstellung vom Leben in einem Körper, so wie er Jesus nach der Auferstehung zugeschrieben wird, schon schön finde.
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»Du sollst den Herrn, deinen Gott, lieben von ganzem Herzen, von ganzer Seele und von ganzem Gemüt«
Dies ist das höchste und größte Gebot.
Das andere aber ist dem gleich: »Du sollst deinen Nächsten lieben wie dich selbst«.
In diesen beiden Geboten hängt das ganze Gesetz und die Propheten
Minou hat folgendes geschrieben:
Burkl hat folgendes geschrieben:
"Du, sei froh! Die Oma lebt jetzt erst wirklich, weil sie ihren Körper losgeworden ist!"


Ja, so stelle ich es mir vor, wobei ich sagen würde, dass sie dann nicht erst 'wirklich' lebt, sondern, dass sie in eine neue Daseinsstufe übergetreten ist.


Nur widerspricht es eben dem inneren Empfinden, froh zu sein, wenn der Leib eines geliebten Menschen tot daliegt. Der Tod ist nichts Gutes. Die Oma ist tot und wir sind zu Recht traurig. Sie liegt da im Sarg und kommt nicht wieder. Wir sind getrennt. Eine Kinderseele hat da ein tiefes Wissen, dass der leibliche Tod ein Übel und kein Grund zur Freude ist, keine "Befreiung" zum eigentlichen Leben. Das wird erst die Auferstehung sein. Auf die wir aber wirklich ernsthaft und mit gutem Grund hoffen dürfen - weil sie durch Jesus schon Wirklichkeit ist. Das Schöne im christlichen Glauben ist es, den Kindern diese reale Hoffnung vermitteln zu dürfen - dass es die Oma wirklich einmal wieder geben wird - und zwar so wie sie daliegt, nur schöner und vollkommener.

Zitat:
Ich muss aber dazu sagen, dass ich die Vorstellung vom Leben in einem Körper, so wie er Jesus nach der Auferstehung zugeschrieben wird, schon schön finde.


Ja. Weil unsere Seele das in Wahrheit auch ersehnt, es ist ihr ja eingeschrieben, was Gott für uns vorgesehen hat. Und das Schöne ist - die Auferstehung ist nicht nur eine von hunderten "Vorstellungen" über das Leben nach dem Tod, sondern Realität. Dafür gibt es eben Zeugnis.
Burkl hat folgendes geschrieben:
Ja. Weil unsere Seele das in Wahrheit auch ersehnt, es ist ihr ja eingeschrieben, was Gott für uns vorgesehen hat. Und das schöne ist - die Auferstehung ist nicht nur eine von hunderten "Vorstellungen" über das Leben nach dem Tod, sondern Realität. Dafür gibt es eben Zeugnis.


Ich finde es immer wieder amüsant, dass von Wahrheit gesprochen wird, obwohl wir nicht das geringste über Auferstehung oder die selbst die Seele wissen.
luschn hat folgendes geschrieben:
Burkl hat folgendes geschrieben:
Ja. Weil unsere Seele das in Wahrheit auch ersehnt, es ist ihr ja eingeschrieben, was Gott für uns vorgesehen hat. Und das schöne ist - die Auferstehung ist nicht nur eine von hunderten "Vorstellungen" über das Leben nach dem Tod, sondern Realität. Dafür gibt es eben Zeugnis.


Ich finde es immer wieder amüsant, dass von Wahrheit gesprochen wird, obwohl wir nicht das geringste über Auferstehung oder die selbst die Seele wissen.


Es kommt darauf an - wie du "Wahrheit" definierst. Wenn du ausschließlich den Maßstab von naturwissenschaftlich belegten Vorgängen anlegst - dann wissen wir nichts über die Auferstehung.

Die Wahrheit ist aber mehr als das - es gibt eben die größere Wahrheit, die sich nicht mittels Experimenten und Formeln belegen lässt. So ist meine Überzeugung.
Burkl hat folgendes geschrieben:
Es kommt darauf an - wie du "Wahrheit" definierst. Wenn du ausschließlich den Maßstab von naturwissenschaftlich belegten Vorgängen anlegst - dann wissen wir nichts über die Auferstehung.

Die Wahrheit ist aber mehr als das - es gibt eben die größere Wahrheit, die sich nicht mittels Experimenten und Formeln belegen lässt. So ist meine Überzeugung.


Nein. Das sind Glaubenssätze, die mit Wahrheit nichts zu tun haben. Egal wie sehr du daran glaubst, es ist nichts weiteres als Wunschdenken.
luschn hat folgendes geschrieben:
Burkl hat folgendes geschrieben:
Es kommt darauf an - wie du "Wahrheit" definierst. Wenn du ausschließlich den Maßstab von naturwissenschaftlich belegten Vorgängen anlegst - dann wissen wir nichts über die Auferstehung.

Die Wahrheit ist aber mehr als das - es gibt eben die größere Wahrheit, die sich nicht mittels Experimenten und Formeln belegen lässt. So ist meine Überzeugung.


Nein. Das sind Glaubenssätze, die mit Wahrheit nichts zu tun haben. Egal wie sehr du daran glaubst, es ist nichts weiteres als Wunschdenken.


Ich würde es als "Glaubenswissen" bezeichnen. Das entsteht immer dann, wenn man auf etwas vertraut und sich innerlich sicher ist, ohne es aber "in der Hand" zu haben. Das machen alle Menschen - anders könnte man gar nicht leben. Wir vertrauen hundertmal am Tag auf Dinge, die wir nicht sicher wissen können. Dass der Bus kommt, dass der eingeladene Freund auch wirklich zum Abendessen kommt. Dass unser Gehalt am Konto sein wird. Dass wir den aufgenommenen Kredit auch zurückbezahlen werden können. Dass unser Geschäftspartner seriös ist usw. Ohne Vertrauen auf Glaub-Würdiges könnten wir gar nicht leben.

Das ist vor Allem in der Liebe so - auch Atheisten haben beim Jawort das "Wunschdenken", dass die Ehe halten wird - ohne jeden "Beweis", im Gegenteil: statistisch gesehen ist es eher unwahrscheinlich. Man ist ist sich innerlich der Liebe sicher - ohne dafür einen "Nachweis" zu haben. Nach deinem Maßstab wären alle Brautleute naive "Wunschdenker".

Und der Kern des Glaubens ist ja die Liebe. Und die lässt sich niemals in unsere Denkschemata pressen. Weil sie eben größer ist als wir. Sie kommt "von oben" - sie ist göttlich. Sie ist Alles.
Burkl hat folgendes geschrieben:

Ich würde es als "Glaubenswissen" bezeichnen. Das entsteht immer dann, wenn man auf etwas vertraut und sich innerlich sicher ist, ohne es aber "in der Hand" zu haben. Das machen alle Menschen - anders könnte man gar nicht leben. Wir vertrauen hundertmal am Tag auf Dinge, die wir nicht sicher wissen können. Dass der Bus kommt, dass der eingeladene Freund auch wirklich zum Abendessen kommt. Dass unser Gehalt am Konto sein wird. Dass wir den aufgenommenen Kredit auch zurückbezahlen werden können. Dass unser Geschäftspartner seriös ist usw. Ohne Vertrauen auf Glaub-Würdiges könnten wir gar nicht leben.

Da hast du recht. Und oft genug werden wir auch enttäuscht, wenn der Bus wieder mal ausfällt, der Freund kurz vorher absagt, wir unseren Job verlieren und die Kreditrate nicht zurückzahlen können oder vom Geschäftspartner über den Tisch gezogen werden. Trotzdem rappeln wir uns auf und probieren es weiter. Was bleibt uns auch sonst über ...

Burkl hat folgendes geschrieben:

Das ist vor Allem in der Liebe so - auch Atheisten haben beim Jawort das "Wunschdenken", dass die Ehe halten wird - ohne jeden "Beweis", im Gegenteil: statistisch gesehen ist es eher unwahrscheinlich. Man ist ist sich innerlich der Liebe sicher - ohne dafür einen "Nachweis" zu haben. Nach deinem Maßstab wären alle Brautleute naive "Wunschdenker".

Ja, Brautleute sind Wunschdenker, wie jeder Mensch. Jeder Mensch hat Wünsche, was auch gut ist. Doch ein Wunsch ist ein Traum, erst wenn man seinen Wunsch als Ziel formuliert, dafür hart arbeitet und dran bleibt, wird sich der Wunsch erfüllen. Doch es gibt Wünsche, die ein Traum bleiben, da wir sie aus eigener Kraft nicht erfüllen können. Das gilt vor allem bei Religionen.

Burkl hat folgendes geschrieben:

Und der Kern des Glaubens ist ja die Liebe. Und die läßt sich niemals in unsere Denkschemata pressen. Weil sie eben größer ist als wir. Sie kommt "von oben" - sie ist göttlich. Sie ist Alles.

Die Liebe die ich erfahren habe und erfahre kommt von innen. Aus den Menschen und ausschließlich von dort. Von oben habe ich noch keine wahrgenommen oder bin blind dafür ...
luschn hat folgendes geschrieben:
Trotzdem rappeln wir uns auf und probieren es weiter. Was bleibt uns auch sonst über ...


Aber warum rappeln wir uns auf? Und sind wir immer aus Eigenem stark genug dazu? Das sind doch die entscheidenden Fragen.

Die Christliche Antwort ist eben die Auferstehung. Das letzte Wort hat nicht der Tod, sondern das Leben. Damit hat es immer Sinn weiterzukämpfen - egal was das Leben bringt.

Zitat:
Die Liebe die ich erfahren habe und erfahre kommt von innen. Aus den Menschen und ausschließlich von dort. Von oben habe ich noch keine wahrgenommen oder bin blind dafür ...

 
Glauben hat viel mit "Sehen" im umfassenden Sinn zu tun. Diese übernatürliche Sicht ist aber letztlich etwas, das geschenkt werden muss. Es gibt da dieses Gebet des Blinden, der Jesus begegnet und sich mit all seinen Kräften zu ihm durch die Menge "vorkämpft". "Herr, ich will sehen können!" Ich glaube darauf sind wir Alle angewiesen, dass uns dieses besondere Sehen geschenkt wird. Aber jeder kann darum bitten. Wer darum bittet ist schon mitten im Gespräch mit Gott.
Burkl hat folgendes geschrieben:
luschn hat folgendes geschrieben:
Trotzdem rappeln wir uns auf und probieren es weiter. Was bleibt uns auch sonst über ...


Aber warum rappeln wir uns auf? Und sind wir immer aus Eigenem stark genug dazu? Das sind doch die entscheidenden Fragen.

Die Christliche Antwort ist eben die Auferstehung. Das letzte Wort hat nicht der Tod, sondern das Leben. Damit hat es immer Sinn weiterzukämpfen - egal was das Leben bringt.


Da bin ich gegenteiliger Meinung. Wozu aufrappeln und kämpfen, wenn danach alles besser ist ohne irdisches Gefängnis?
Meiner Auffassung nach ist der Tod des Individuums unser persönliches Ende. Doch was wir in unserer Lebenszeit schaffen, ist die Grundlage für zukünftiges Leben. Das unserer Kinder und der zukünftigen Generationen. Genug Sinn für mich, in meinem Leben das Beste daraus zu machen. Aus Liebe zu allen Menschen.
luschn hat folgendes geschrieben:
Doch was wir in unserer Lebenszeit schaffen, ist die Grundlage für zukünftiges Leben. Das unserer Kinder und der zukünftigen Generationen. Genug Sinn für mich, in meinem Leben das Beste daraus zu machen. Aus Liebe zu allen Menschen.


Du könntest genauso sagen: Nach mir die Sintflut. Aber du spürst, dass das falsch wäre.
Wenn du an die Zukunft deiner Kinder denkst ist also das Motiv deines Handelns die Liebe zu ihnen - und diese Perspektive reicht über deinen Tod hinaus. Du handelst so, weil es in dein Herz geschrieben ist: Die Liebe hat Zukunft. Das ist auch die Grundaussage des christlichen Glaubens.