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Sexualität und Partnerschaft












Ich möchte folgenden Kommentar von Mukunda etwas näher beleuchten:

Mukunda schrieb:
"Also, ich denke daß du, wenn du mit jemandem in einer stabilen Beziehung lebst, egal ob verheiratet oder nicht sehrwohl sexuellen Kontakt haben kannst ohne ein schlechtes Gewissen zu haben. Glaub mir, ich weiß wovon ich rede. ich bin Bahai und bin mit einer Christin zusammen. Das Verbot von außerehelichem Sex kann auf unsere Zeit folgendermaßen definiert werden: "Kein Sex ohne gefestigte Beziehung" Und das steht für mich außer Frage."

Ich habe ein bisschen in den Schriften recherchiert und bin auf einige Textstellen gestoßen, die für mich eindeutig beweisen, dass Sex nur zwischen gesetzlich verheirateten Menschen als legitim betrachtet werden kann. Insofern bin ich mir nicht sicher, ob Mukunda mit seiner Interpretation recht hat. Man müsste darüber sprechen, was eine "gefestigte Beziehung" ist, denn es gibt (ganz allgemein betrachtet)viele Paare, die jahrelang in einer solchen Beziehung zusammenleben und erst nach langer Zeit die Ehe eingehen oder aber auch niemals heiraten. Es gibt unter diesen Menschen sicher auch solche, die selbst darauf wert legen, dass ihre Beziehung als "gefestigte Beziehung" und nicht als "Ehe" gesehen wird. Insofern denke ich, ist der Begriff "Ehe" von dem Begriff der "gefestigten Beziehung" zu unterscheiden. In der Bahá'i Religion nimmt die Ehe eine erhabene Stellung ein und steht unter dem göttlichen Schutz. Partnerschaftliche Sexualität und Bahá'i-Ehe gehören für mich zusammen und ich sehe aufgrund der Schriften keine Möglichkeit, das eine vom anderen getrennt zu betrachten. Wer auch immer mir das Gegenteil beweisen kann, möge es tun. Wofür ich schon bin, ist, dass man versucht, rationale Argumente dafür zu finden, was der Sinn dieser Bahá'i Gesetzgebung ist, um ein besseres Verständnis dafür zu erlangen.

Hier die Zitate, auf die ich mich in meinem Kommentar beziehe:

"Kurz gesagt, beruht die Bahá'i Haltung von der Sexualität auf der Überzeugung, dass beide Geschlechter strenge Keuschheit üben sollten, nicht nur, weil sie ehtisch höchst empfehlenswert ist, sondern auch, weil sie der einizige Weg zu einem glücklichen und erfolgreichen Eheleben ist. Sexuelle Beziehungen irgendwelcher Art außerhalb der Ehe sind deshalb nicht erlaubt, und wer diesen Grundsatz verletzt, wird nicht nur vor Gott verantwortlich sein, sondern auch die notwendige Strafe der Gesellschaft auf sich ziehen.
Der Bahá'i Glaube anerkennt den Wert des Geschlechtstriebes; er verurteilt jedoch den unrechtsmäßigen und unschicklichen Gebrauch dieses Triebes, wie er in sogenannter freier Liebe, in der Partnerschaftsehe und anderen Erscheinungen zum Ausdruck kommt. All diese erachtet er als zweifelsfrei schädlich für den Menschen und die Gesellschaft, in der lebt. Der richtige Gebrauch des Geschlechtstriebes ist das natürliche Recht jedes Menschen, und genau für diesen Zweck ist die Institution der Ehe geschaffen worden. Die BaháÄi halten nichts von der Unterdrückung des Geschlechtstriebs, aber viel von seiner Steuerung und Beherrschung."

"Was ihre Frage betriff, ob es legitime Ausdrucksformen des Geschlechtstriebes außerhalb der Ehe gibt, so ist nach den Bahá'i Lehren keine sexuelle Handlung als legitim zu betrachten, außer wenn sie zwischen gesetzlich verheirateten Personen stattfindet. Außerhalb des Ehelebens kann es keinen legitimen oder gesunden Gebrauch des Geschlechtstriebes geben."

Zitatquelle: Das Universale Haus der Gerechtigkeit, Aus einem Brief auf die Anfrage eines Bahá'i Arztes, zitiert im Schreiben vom 6.Februar 1973 an alle Nationalen Geistigen Räte in: Liebe und Ehe (1981): Eine Auswahl aus den Schriften. Bahá'i Verlag. Hofheim-Langenhain, S.21
Ich habe nicht behauptet daß meine Interpretation richtig ist. Ich wollte euch nur meinen Umgang mit diesem Thema erzählen. Ich sehe mich nicht als Sünder weil ich mit meiner Freundin Sex hab. Ganz im Gegenteil: Sexualität ist bei uns ein Zeichen für Zuneigung, Respekt und Liebe.
Wie will dann ein Universales Haus der Gerechtigkeit dies beurteilen können??? Sorry, ich bin in meiner Bahai Gemeinde bekannt als Querdenker und Freigeist. Nehmt daher meine Lebensart nicht als Vorbild eines Bahai Ideals!!!!

Liebe Grüße
Mukunda
Hi Mukunda,

Danke für deine Klarstellung. Bitte verstehe meinen Kommentar nicht als persönliche Kritik, mir war nur wichtig, klarzustellen, dass es in den Schriften keinen Hinweis darauf gibt, dass außerehelicher Sex erlaubt wäre. Wenn du das dennoch anders interpretierst, so ist das dein gutes Recht und deine eigene Entscheidung.

Bloffim
Hi RED HOOD

- SEX ausserhalb der EHE findest DU auch in der BIBEL im Alten Testament - Hier konnte ja die Frau von Abrahm mit Namen Sarah NICHT schwanger werden - so dass ja Abraham mit seiner Magd Hagar einen Sohn zeugte - der Ismael hieß.

Du siehst auch hier war der Seitensprung oder ONE NIGHT STAND im Auftrag des Herrn erlaubt - um den Erben oder Stammhalter zu zeugen!

Ciao - Micha - biogral - Seid fruchtbar und vermehret EUCH - ist gesund für die Gene!
Lieber biogral,

Dass Abraham mit Hagar, der ägyptischen Magd Sarahs einen Sohn gezeugt hat, ist nicht im Auftrag Gottes geschehen, sondern es war die Idee Sarahs, welche in derlänge der Zeit ihrer Unfruchtbarkeit zum Schluss kam, dass ja Gott dem Abraham verheissen hatte, dass er Vater vieler Völker werde, und nicht ihr. So meinte sie und konnte auch Abraham davon überzeugen, dass es nötig sei, der Erfüllung der göttlichen Verheissung 'nachzuhelfen'.

Es ist dann aber klar ins Licht gestellt, dass beide danach noch lernen mussten, dass:

WAS GOTT VERHEISSEN HAT, ER AUCH MÄCHTIG IST. ZU TUN!

Darum ging es dann noch weitere Jahrzehnte, bis sie in ihrer Glaubensentwicklung ausgereift waren und erkannten, dass Ismael nicht der verheissene Same sein konnte, von welchem Gott sprach, sondern dass dieser gerade aus ihrem Unglauben heraus daran, dass Gott mächtig sei, was er verheissen hat auch zu tun, - aus ihrem eigenen Wirken und Wollen gezeugt und geboren wurde.

Abraham liebte Ismael trotzdem und er und seine Nachfahren sind auch von der Liebe Gottes nicht ausgeschlossen, niemand ist das, und es wurde auch ihm die Verheissung gegeben, dass aus ihm zwölf Fürstenvölker werden.

Für die Glaubensentwicklung soll uns dieser Anschauungsunterricht jedoch dazu dienen, zu lernen, dass wir dem, was Gott verheissen hat, NICHT NACHHELFEN MÜSSEN, GOTT TUT ES, - er hat es beschlossen und führt es auch aus, so wie er will, nicht wie wir meinen, es tun zu müssen, für ihn.

So wurde Isaak von der Sarah dann geboren, als sie und Abraham schon erstorbenen Leibes, also alte Leute waren (90 / 100 Jahre alt).

Auch hier zeigt Gott, dass nur bei im alles möglich ist, - gerade und besonders auch, weil es nach der Naturordnung und nach menschlichem Ermessen unmöglich scheint, dass in dem Alter noch Kinder gezeugt und geboren werden könnten, liegt darin der Beweis des Willens Gottes, wie NUR ER es durchführen KANN, in seiner ALLMACHT.

So ist also das ganze Zwölfstämmevolk Israel aus Isaak entstanden, und dieser ist nicht nach den Gesetzen der Naturordnung, sondern nach dem Willen Gottes geboren und darum ist das ganze Volk SEIN VOLK, gemäss seinem vor Grundlegung der Welt gefassten Beschluss. (Genesis 17; Röm. 4, 19; Hebr. 11, 12)
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