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Hallo,
ich bin ganz neu hier, aber ich brauche ein paar Antworten auf meine Fragen und da ich gelesen habe, dass Ochi mit einem Moslem verheiratet ist, denke ich dass ich die Antworten bekommen werde.
Die Sachlage ist folgende:
Ich habe einen netten, sehr sympathischen und gutaussehenden Mann kennengelernt, der seit 2,5 Jahren in Deutschland lebt. Ursprünglich kommt er aus Marokko. Er ist sehr gläubig und geht auch relativ oft in die Moschee. Er betet zwar nicht 5 mal am Tag, aber glaubt trotzdem in allen Punkten des Lebens an Gott.
Ich dagegen bin evangelisch. Glaube aber auch an Gott.
Noch sind wir beide nicht zusammen, obwohl er mir immer sagt, dass er mich liebt und mich für sich alleine haben will.
Ich habe jetzt ein wenig Zweifel.
Vor allem nachdem ich weiß, dass es im Islam den Männern erlaubt ist mehrere Frauen zu haben. Ich habe dann einfach Angst, dass er das in Anspruch nimmt. Zwar sagt er er ist treu und liebt n u r mich, aber sagen kann man immer sehr viel. Woher weiß ich, dass er nicht schon in Marokko verheiratet ist? (um die Sache mal ein wenig zu übertreiben).
Meine zweite Frage wäre, wie das mit der Hochzeit aussehen würde, wenn wir (angenommen) heiraten wollen. Wie würde die Ehe in Deutschland rechtlich anerkannt sein können? Muss man in der Moschee heiraten?
Ich habe davon so wenig Wissen und ich bin sehr interessiert daran, weil ich mir nicht sicher bin, ob ich mich tatsächlich für ihn entscheiden kann, obwohl ich ihn ja liebe. Aber der Islam ist doch ein sehr komplexes Thema.
Ich hoffe sehr, dass ihr mir Antworten auf meine Fragen geben könnt.
Liebe Grüße,
smow
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Hallo Smow!
Allgemeine Aussagen helfen da natürlich wenig, weil niemand Dich oder Deinen Freund kennt. Eine Ehe wird in Deutschland rechtlich anerkannt, wenn sie staatlich gültig geschlossen ist (in Deutschland am Standesamt).
Es ist auch kontraproduktiv, Misstrauen zu schüren - ich würde Dir aber trotzdem empfehlen, Dich an einen Rechtsanwalt zu wenden und einen Ehevertrag zu machen - dazu kann Dir der mehr sagen. Ich kenne zwei Frauen, die mit Nordafrikanern verheiratet sind/waren. Eine lebt seit vielen Jahren in einer glücklichen und gut funktionierenden Ehe in Europa; das einzige Problem ist, dass der Mann trotz erstklassiger Kompetenz nur sehr schwer Arbeit findet. Die andere war ebenfalls sehr glücklich verheiratet, solange sie in Europa lebten. Dann sind sie in seine Heimat übersiedelt, und dort kamen sie unter den Einfluss des Familienclans, gegen den sich auch der Mann nicht durchsetzen konnte oder wollte. Nach wenigen Jahren war sie todunglücklich und wollte nur mehr nach Hause - das war aber rechtlich offenbar nicht durchzusetzen. Schließlich ist sie auf recht abenteuerliche Weise 'illegal' wieder heimgekommen...
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Mir fällt zu Wu's Geschichte die Geschichte meines ehemaligen Geografie-Lehrers ein, der auch in Afrika eine Frau hatte, die er aber wegen der Kultur verlor, die dort verwurzelt war!
Leider kenn ich mich im Koran in solchen Sachen noch unzureichend aus was die Heirat und die Rituale angeht! da muss ich leider passen!
Ich hoffe, dass Gott dir helfen wird!
Das was Wu vorschlägt ist zweifellos das sicherste, was man momentan tun könnte.
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| Dazu muss man allerdings auch sagen, dass diese Dinge häufig mit dem Islam als Religion gar nicht unbedingt zu tun haben - sehr Vieles ist einfach bedingt durch die 'andere' Kultur an sich, die dann aber religiös 'rationalisiert' wird...
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Nun ja, da hast du völlig recht, leider!
Wenn einige Mitglieder im Forum schon so 'rationalisiert' sind, dass das Händeschütteln sogar zur Religion gehört, dann weiss ich auch nicht mehr weiter...
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