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Adam und Eva - was bedeutet diese Geschichte?












Mit freundlicher Erlaubnis von Kypros - danke.

Irgendwo im Paradies - zur Faschingszeit

Es war einmal ein androgynes Wesen, das sich die Frage stellte, ob es denn möglich wäre, sich selbst zu betrachten. Und zwar genau mit dem gleichen Bewußtsein, das es selbst hatte.
Sich selbst betrachten, so wurde ihm klar, geht nur, wenn ich aus mir selbst heraustrete, um mich zu sehen. Aber dann bin ich doch immer noch – ICH ? Stimmt, dachte es und sann sich etwa aus, um sich weiter entwickeln zu können. Die Idee kam als Eingebung und fing an, geistige Früchte zu tragen.
Ich muß mich selbst vergessen und so tun, als kenne ich mich selbst nicht mehr. Dazu muß ich aber einen Teil meines Bewußtseins hier lassen, damit ich die Verbindung habe zu dem ICH, das erkennen will. Also bleibt meine Wesenheit hier, und die andere Seite meines ICH´s wird in der Schwingung einfach heruntergesetzt, bis es Materie gleicht. Dann wird, was ich denke, so langsam, daß ich es beobachten kann. Es nimmt dann Gestallt an. Erst dann, wenn ich mich von mir selbst getrennt fühle, kann ich mich beobachten, als ein neutraler Beobachter. Ich habe nun einen Menschen geschaffen, der nichts von sich weiß, aber jederzeit über die Ahnung mit mir verbunden ist.
Nachdem Adam dies alles durchgedacht hatte, wagte er einen Versuch in diese neue Welt. Aber er konnte den Ort nicht verlassen, an den er noch gebunden schien. Es war die Anziehungskraft des Schöpfers zu seinem Geschöpf, das ihn festhielt.
Er mußte vom Baum der Erkenntnis essen, um zu erkennen, wie er sich als Geschöpf fühlen konnte, und doch geschaffen war. Und er erkannte, daß er nun nicht mehr ganz war, sondern Teil des Ganzen und doch ein Individuum. Er hatte alles, was er zum Erkennen seiner selbst benötigte in sich und schuf nun die Realität, die er sofort wahr nahm. Aber das, was er erschuf, war nicht von Dauer. Was er noch brauchte, war Leben, und zwar ein ewiges. Aber das wiederum konnte er nicht in die geschaffene Realität mitnehmen, da es nur für einen Teil des Bewußtseins bestimmt war – um sich selbst vergessen zu können. Seine Erkenntnis half ihm nun, vom Baum des Lebens zu essen, was wiederum die Zeit hervorbrachte, die ihm nun ermöglichte, das Paradies jetzt erst zu verlassen. Er mußt laufend transformieren, und gleichzeitig vergessen, wer er war. Seine Gedanken fingen an, Form zu schaffen und die Zeit gab der Form Halt. Als er sich von sich selbst zu entfernen begann, spürte er die Trennung derart, daß ihm die Zeit zu viel, oder zu wenig Energie lieferte, die er im Außerparadiesischen Raum brauchte. Das Gefühl der Trennung war derart, daß er sich andauernd unvollständig fühlte. Dieses Gefühl begann sehr schnell, so etwas wie Macht über ihn auszuüben. Das Wesen schien in sich selbst zu verharren. Jeder Gedanke schwebte im Raum und wußte nicht, wie er sich vervollständigen sollte. Adam spürte die Dualität als etwas, daß sein Bewußtsein gefangen zu nehmen schien. Er brauchte einen gegenteiligen Bezugspunkt innerhalb der Energie, die ihm zur Verfügung stand. Er konnte sich selbst nicht die Erkenntnis geben, da diese nicht mit in die Realität konnte, sonst hätte er sich dort wieder erinnert, wer er ist. In diese neue Welt mußte noch einmal ein ICH, um diese Energie der Einsamkeit und dessen Gefühl aus zugleichen. Es mußte ein anderer Adam mit in diese Welt, um das Energiepotential im Gleichgewicht zu halten, das ihm zur Verfügung stand. Erst jetzt, nach Schaffung eines anderen ICH´s, konnte die Energie des Baumes des ewigen Lebens auch hinüber in die neue Welt, ohne daß er sich noch an sich erinnerte. Diese Erinnerung nahm nun das neue Wesen auf, um ihn zu ergänzen.
Beide wurden nun mit Hilfe der Zeit physisch – und immer mehr physisch.
Und alles geschah, bevor ich das hier geschrieben habe. Oder, es geschieht noch immer. Oder, es hat noch gar nicht angefangen zu existieren.

Kypros © – im Mai des Jahres 2006 n. Chr.
Hallo Hanel,

ich finde Deinen Aufsatz, den ich schon mal gelesen habe, ja auch toll. Aber er ist meiner Meinung
nach nicht immer ganz so richtig. Das beginnt schon bei Adam und Eva.

Das keine wirtschaftliche Probleme da waren, ist dem biblischen (!) Text nicht zu entnehmen. Adams Aufgabe war ja, in dem Garten zu arbeiten - Gen 2,15. Ein "Garten" ist ein von Menschenhand gestaltetes Land. Hier wurde der "Garten" aber bereits von Gott zur "Besiedelung" für die Menschen geschaffen. Sonst wäre es ja "Wildnis". Zum anderen Bestand die "Arbeit" Adams ja auch darin, den Tieren Namen zu geben - Gen 2,19. Kurz: Adam und Eva arbeiteten. Sie investierten Zeit in das bewahren und bebauen des Gartens sowie in die Bezeichnung der Tiere, dies war wohl zeitaufwendig, denn: Namen waren damals "Magie" - den richtigen Namen zu finden, dazu bedurfte es wohl einer gewissen Vertrautheit mit dem "Charakter" und der Lebensweise der Tiere. Und: letztlich ist der Zeitaufwand, der für die Herstellung einer Sache verwendet wird, die stets gültige "Währung". Der Zeitaufwand bestimmt quasi den "Tauschwert". So war es nur fair von Gott, den Menschen für diese "Arbeit" zu entlohnen. Dies geschah durch Wärme und Lebensmittel, die die Menschen wohl auch noch selbst pflücken mussten.

Aus dem Text in Genesis läßt sich keine "Schuld" herleiten - weder Unschuld noch "Urschuld" - wie Du schreibst. Auch ist nicht klar, wer denn der "Gewinner" ist, wenn Gott die Menschen aus dem Garten vertreibt und dann noch eine "Wache" aufziehen läßt. Denn: welche "Erkenntnis" haben die Menschen denn gewonnen ? Die von "Gut" und "Böse" ? - Wo doch alles nur "gut" war ? Immerhin stattete Gott die Menschen noch mit Fellen aus - als Bekleidung gegen die Kälte ? - gewissermassen als eine Art "Abfindung" ? Wir Menschen denken heute ja noch darüber nach, was das denn ist, das "Gut" und das "Böse" - und woher denn das "Böse" kommt. Was ist das wohl für ein Vergehen, wenn es nicht klar ist, woher denn das "Böse" kommt ? Wo ist der ErkenntnisGEWINN - für den die Menschen einen so hohen Preis zahlen mussten ? Etwa: dass sie "nackt" waren ? Wir sind doch heute noch ratlos !

Weiter hat Gott auch den Erdboden, den Ackerboden "verflucht" - der doch völlig unschuldig ist - nur um sich an die ersten Menschen zu "rächen" ? Damit sie sich plagen sollen ? Natürlich konnte Gott auch die Gaben des verfluchten Ackerbodens von Kain nicht annehmen - und so geht die Geschichte weiter: Kain tötet Abel ! HIER kann zum ersten Male von SCHULD gesprochen werden.


Gruß

Reinhard
Hallo Reinhard
Zitat:
er ist meiner Meinung nach nicht immer ganz so richtig. Das beginnt schon bei Adam und Eva

Ein Aufsatz, eine "Geschichte" ist nicht immer ganz so richtig?
Wie könnte sie.
Diese Adam und Eva Geschichte, mit der alles (das nicht richtige?) beginnt, erhebt gar keinen Anspruch auf "Richtigkeit" und ich in dieser Beziehung auch nicht auf Wichtigkeit.

Der restliche Aufsatz, die restliche Geschichte ist zwar auch nur eine Geschichte - die ist allerdings schon richtig und auch wichtig ist es, sie zu verstehen.
"Adam und Eva - hier heißt ja EVA übersetzt LEBEN - und EVA wurde ja symbolisch aus der Rippe von ADAM geformt. Ist EUCH schon aufgefallen, dass das männliche Chromosom ist - XX - und das weibliche Chromosom ist - XY - hier fehlt ja auch symbolisch ein bisschen bei dem Buchstaben - Y - Chromosom - wir sehen irgendwie passt das auch hier auch biologisch - ganz modern."


Es ist genau andersherum, der Mann hat XY und die Frau XX

Ist ja auch logischer, dem Mann müsste ja ein Teil fehlen, dass er für die Frau gegeben hat.
Viele Grüße
Wie lange Adam wohl dafür noch bezahlen kann?
Er kann es sich leisten, denn schließlich ist er ja ein ganzer Mann.

Wie hoch ist heutzutage der zu bezahlende Beziehungsaufwand für einen Mann, damit er durch eine Frau welchen Nutzen haben kann?
Macht ihn etwas an ihr an, so sorgt sie dafür, zumeist über ihr muttersprachliches Unterhaltungstalent, dass er auch mal abschalten kann. Rastet er (aufgrund ihrer Zerredungskunst, die auf seine scharfe Konzentration abzielt) daraufhin aus, so heißt es: „Typisch Mann, wie der nur immer vor dem, der ihn (über seine Wunschfantasien) beherrscht, so sehr die Beherrschung verlieren kann?“
Sie ist darauf bedacht und macht ihn an, um ganz im Gegensatz zu dem, was sie jeden Tag (süß harmlos und kritisch Darstellendes) erzählt, anzutesten wie weit er sich beherrschen kann, und wenn sie dadurch mal wieder seinen Kurzschluss provoziert hat, so heißt es für sie: „Typisch Mann, wenn er immer wieder nach unten hin abgeht, hat er denn dabei überhaupt keine Angst, dass das mal für sein Leben gefährlich werden kann? Denn schließlich muss er dabei ja immer wieder oben abschalten, damit es unten besser laufen kann.“
Wo man die ungeklärten Ursachen jeden Tag lesen kann, unter dem Motto: „Unschuldige Frau wird ermordet von ihrem brutalen Mann.“

Durch diese Tat hat der moderne Adam nun in die Frucht gebissen, und Eva, die das als Frucht körperlich nicht überlebte, die ist jetzt im Jenseits und wird dort höllisch geplagt durch ihr schlechtes Gewissen, unter dem Motto: "Ich gab mich vor seinem Auge ständig als Köder, und er hat angebissen. Wieso konnte ich das vorher nicht wissen?"

beziehungsWEISE
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