den Verstand abschalten - und dennoch mit ihm arbeiten?


Hallo Majong,
Zitat:
gibt es eine meditation, mit der ich lernen kann, anstatt das unkraut die rosen zu betrachten? mein problem ist, dass ich positive gedanken kaum fassen kann, sagen wir mal, mir fallen keine ein. denke ich an schöne dinge, dann habe ich das gefühl, als wenn sie irreal sind, alle negativen gedanken aber halte ich (oder mein verstand) als sehr real. das ist eine angewohnheit. der tip, sich eine schöne blume vorzustellen bringt mich genauso weiter wie die vorstellung eines blauen elefanten.

Ja, es gibt zweifellos solche Meditationen - nur weiß ich zu wenig davon, und habe auch nicht selten den Verdacht, dass viel davon die Probleme nicht abbaut, sondern zudeckt und verschüttet, und gerade bei Angststörungen ist das wohl nicht unbedingt die wahre Lösung...

Zitat:
PS: ich habe mal meine atempausen gezählt: es sind ganze 5 sekunden, in denen ich nicht atme. und die können verdammt lang werden, wenn man nicht geübt ist, in der stille zu verweilen

Damit bist Du sicherlich nicht weit außerhalb der 'Norm'; ich würde denken, dass da eher Deine 'Affenherde' 'voll in Fahrt' ist...
Hm - mal überlegen - es könnte sein, dass ich da was habe, das vielleicht hilfreich sein könnte und sicher nicht risikobehaftet ist - vor Jahren habe ich mal 'geführte Meditationen' gemacht mit Thich Nhat Hanh, dem bekannten vietnamesischen Zen-Meister und Träger des 'alternativen Friedensnobelpreises' - bei mir hat die Methode nicht sonderlich gewirkt, ich bin wohl zu 'herzlos' dazu - aber Andere haben darauf sehr positiv angesprochen. Und Gruppen in seiner Tradition und Nachfolge gibt es weit verstreut auf der ganzen Welt...

Zitat:
es erscheint mir gradezu widersinnig darüber zu meditieren. meine negativität (die ihren ursprung in meiner angststörung hat) ist so stark, dass manchmal "einfache" schöne bilder nicht ausreichen, um mich abzulenken. hingegen ich ein meister darin bin, das "Unkraut" zu hegen und zu pflegen..........

Vielleicht habe ich da auch etwas - eine Freundin, die sich speziell auf den weiblichen Aspekt des Buddhismus konzentriert und die mehr von der 'tibetischen Seite' her kommt, hat sich mit negativen Gefühlen und der Auseinandersetzung damit - gerade für Frauen - intensiv beschäftigt. Ich suche da mal was 'raus, kann aber natürlich nichts versprechen...

Liebe Grüße