Homosexualität: Erlaubt oder Sünde?



Ist Homosexualität eine Sünde?
Ja, Gott will nur Beziehung/Ehe zwischen Mann und Frau
20%
 20%  [ 3 ]
Nein, jeder sollte die freie Wahl haben und nicht aufgrund seiner sexuellen Neigung verurteilt werden
73%
 73%  [ 11 ]
Gleichgeschlechtliche Beziehung sollte zwar geduldet, das Heiraten jedoch verboten werden
6%
 6%  [ 1 ]
Keine Meinung
0%
 0%  [ 0 ]
Stimmen insgesamt : 15

Liebe Freunde!

Ich möchte auf diesem Weg ein heikles Thema ansprechen: Sind homosexuelle Beziehungen als Sünde zu bezeichnen? Sollen gleichgeschlechtliche Paare heiraten dürfen? Was ist Eure Meinung und wie stehen die einzelnen Religionen bzw die Aussagen der Offenbarer dazu?

Liebe Grüße
Tanja
ich habe für Punkt 2 gestimmt
Hallo Tanja!

hier gab's schon mal eine Diskussion zu diesem Thema - sieh Dir das ein wenig an,
dann haben wir eine solide Grundlage zum Diskutieren - sonst werden nur die
alten Argumente neu aufgewärmt... (geht erst weiter unten los)
Hallo Wu!

Ich hab die damalige Diskussion nun verfolgt, mir ist aber aufgefallen, dass ihr ein wenig vom Thema abgekommen seid.

Ich will auf keinen Fall alte Argumente aufwerfen. Es gibt zur Zeit eine aktuelle Diskussion ob homosexuelle Paare heiraten dürfen. Ich würde gleichgeschlechtliche Ehe nicht als Sünde bezeichnen, denn im Grunde ist jeder für sein Handeln selbst verantwortlich. Allerdings hätte ich Schwierigkeiten, wenn in dieser Ehe ein Kind adoptiert wird und es von 2 Mamas oder 2 Papas aufgezogen wird. Die Kinder werden nunmal von den Eltern geprägt. Jedes Kind bzw. später Jugendlicher sollte frei entscheiden können, ob es hetero- oder homosexuell ist. Dies sollte aber nicht infolge der Prägung durch gleichgeschlechtliche Ehe (oder auch Lebenspartnerschaft) erfolgen. Also vertrete ich die Meinung, gleichgeschlechtliche Ehe wäre möglich (obwohl sie sicher nicht den herkömmlichen Wertvorstellungen ensptricht), aber keine Familie gründen. Was sagt die Religion dazu?

Also, alles Liebe!
Tanja
Liebe Tanja!
Es ist sehr schwierig in unserer Neoliberalen Gesellschaft zu solch einem Thema Stellung zu beziehen ohne damit zu polarisieren.
Zu Deiner Aussage
Zitat:
Ich würde gleichgeschlechtliche Ehe nicht als Sünde bezeichnen, denn im Grunde ist jeder für sein Handeln selbst verantwortlich

Ich bin immer vorsichtig mit dem Begriff Sünde denn es ist so denke ich nicht unser Recht, andere als Sünder zu bezeichen. Es geht vielmehr um die Wahrung von WERTEN.
Was verstehe ich unter Werten? Für mich sind Werte sozusagen ein Moralischer Kompass um den Fortbestand unserer Spezies zu sichern. Alle Religionen (bzw. die jeweiligen Offenbarer) haben bestimmte Grundwerte (wie z.B. die 10 Gebote,...) aufgestellt und diese sind inhaltlich in allen Konfessionen ziemlich ähnlich. Zu diesen Grundwerten zählt unter Anderen auch die Einzigartigkeit der Gemeinschaft (Ehe) zwischen Mann und Frau. Wie würde sich sonst die Menschheit fortpflanzen???
Stellt Euch mal vor, Homosexualität wäre genauso "normal" wie Heterosexualität - unsere Kinder würden in diesem Bewußtsein aufwachsen und eines schönen Tages entscheidet sich 90 % der Bevölkerung eine Beziehung mit einem gleichgeschlechtlichen Partner einzugehen.
Ich will es mal etwas zynisch sagen: Des Thema Überbevölkerung hätte sich damit wohl erledigt....
Ich muß dazu sagen, ich habe zwei Freunde die offen zu ihrer Homosexualität stehen. Ich schätze diese beiden Menschen sehr. Das heißt jedoch nicht daß ich Ihre Neigung (aus Sicht der Gesellschaft) gutheiße.

Liebe Grüße
Mukunda
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Es ist ganz einfach: Man sieht nur mit dem Herzen gut. Das Wesentliche ist für die Augen unsichtbar."
Liebe Tanja, lieber Mukunda,

diese Frage ist im alten thread aber auch schon behandelt worden: Homosexualität ist -
weitgehend gesichert - weder an- noch aberziehbar. Irgendwo hab' ich schon mal die
Langzeitstudie einer englischen Wissenschaftlerin gepostet, aus der klar hervorgeht,
dass auch Kinder, die in einer homosexuellen Partnerschaft aufwachsen, weder mehr
psychische Probleme haben noch häufiger homosexuell sind als Kinder in 'normalen'
Ehen. Das stimmt auch mit der historischen Erkenntnis überein, dass in Gesellschaften,
in denen Homosexualität gesellschaftlich anerkannt ist, der Prozentsatz der Schwulen
und Lesben nicht merklich höher ist als in anderen.
Hy Tanja!

Dieses Thema wird derzeit auch in einem großen österreichischen Nachrichtenmagazin diskutiert.

www.profil.at/?/articles/0546/560/126360.shtml

Liebe Grüße

Mukunda
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Es ist ganz einfach: Man sieht nur mit dem Herzen gut. Das Wesentliche ist für die Augen unsichtbar."
Vor einigen Tagen ist ein Dokument aus dem Vatikan aufgetaucht in dem Papst Benedikt der 16. alle Priesterseminarleiter dazu aufruft, keine Männer zu Pristern zu weihen, wenn sie eine gleichgeschlechtliche Beziehung gutheißen.
Wenn unsere religiösen Oberhäupter schon eine so konservative Stellungnahme zu diesem Thema abgeben, die keine Diskussion auf Glaubensgrundsätzen zulässt, wie soll die christliche Bevölkerung offen zu der Meinung stehen können, dass homosexuelle Paare keine Sünde sind?
Die Kirche engt die individuelle Meinung zu diesem Thema ein, und vermitteln das Gefühl, sich gegen die Kirche aufzulehnen, wenn man sich dieser völlig intolleranten Einstellung wiedersetzt.
Wie kommt die Kirche aber zu dieser Meinung? Sie beurteilt Liebe als Sünde, nur weil sie in ihren Augen nicht den "gottgewollten" Weg geht. Ist Liebe denn wirklich eine Sünde, nur weil sie sich nicht steuern lässt? Und bedeutet das, dass eine gleichgeschlechtliche sexuelle Beziehung einem Diebstahl gleichgesetzt wird? Und warum sollte der Mensch die Urteilsfähigkeit besitzen, Liebe -egal auf welcher Basis- zu bewerten?
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Das Heute gehört ihnen,
aber die Zukunft gehört uns!
vgl. hier
Zitat:

Wie kommt die Kirche aber zu dieser Meinung? Sie beurteilt Liebe als Sünde, nur weil sie in ihren Augen nicht den "gottgewollten" Weg geht. Ist Liebe denn wirklich eine Sünde, nur weil sie sich nicht steuern lässt? Und bedeutet das, dass eine gleichgeschlechtliche sexuelle Beziehung einem Diebstahl gleichgesetzt wird? Und warum sollte der Mensch die Urteilsfähigkeit besitzen, Liebe -egal auf welcher Basis- zu bewerten?


Also, ich habe zu diesem Thema eine sagen wir mal nicht so liberale Meinung.
Ich möchte euch folgende Frage stellen: Wenn Homosexualität Liebe ist, wie verhält es sich dann mit anderen fragwürdigen sexuellen Praktiken? Garät man dann nicht leicht in Versuchung Sodomie, Pädophilie, Nekrophilie usw auch unter dem Deckmantel der Liebe zu legalisieren?
Liebe kann ich zwar für jedes Wesen empfinden: Ich liebe meine Kinder, meine Eltern, Freunde usw.... aber sollte Partnerschaftliche Liebe nicht Mann und Frau vorbehalten sein?
Einen zwanghaften Drang zum gleichen Geschlecht sollte man meiner Meinung nach auf Psychologischer Ebene untersuchen, nicht auf religiöser.

Liebe Grüße
Mukunda
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Es ist ganz einfach: Man sieht nur mit dem Herzen gut. Das Wesentliche ist für die Augen unsichtbar."