Heilende Weisheiten des Islam in der Coronakrise


Inhaltsverzeichnis

1. Anlass und Bedeutung dieser Arbeit

2. Ein Blick auf das Schöne an Krankheiten und anderen Leiden

3. Wahrer Mut und vernünftige Zuversicht in Krisenzeiten durch islamische Weisheiten

4. Aussprüche (Hadithe) des Propheten, die zu korrekten Verhaltensweisen in Bezug auf die Coronapandemie anspornen

4.1 Körperhygiene

4.2 Händehygiene

4.3 Mundhygiene

4.4 Geduld und Motivation in Krankheitsfällen

4.5 Maßnahmen gegen Pandemien

5. Warum die Überzeugung von der Existenz eines Schöpfers gerechtfertigt ist

5.1 Vorbereitung auf den Gedankengang des Hauptteils

5.1.1 Wortverwendung und Vorgehensweise des Hauptteils

5.1.2 Klärung möglicher Einwände im Vorfeld

5.2 Hauptteil

5.2.1 Das Atom und sein „Verhalten“

5.2.2 Eine Betrachtung des Coronavirus im Lichte der genannten Wahrheiten

5.2.3 Wie die Coronapandemie die Existenz eines Schöpfers bezeugt

6. Schlusswort







1. Anlass und Bedeutung dieser Arbeit
Wir Muslime möchten als ein Teil der deutschen Gesellschaft auch einen konstruktiven Beitrag zur Bewältigung der aktuellen Coronakrise beitragen.

Während die Ärzte und Pflegekräfte unter uns im Kampf gegen das Virus SARS-CoV-2 ihren Schlaf opfern, die Postboten und Paketzusteller Überstunden machen, damit wir alle zuhause bleiben können und weitere Berufsgruppen unter uns ihr Bestes für das Wohl der Menschen hierzulande geben, bleibt den übrigen, die aufgrund der Ausgangsbeschränkungen zuhause bleiben müssen, nicht viel anderes übrig, als auf anderem Wege zu helfen, nämlich mit Worten statt mit Taten: also uns gegenseitig Mut zuzusprechen, zu motivieren und gutgemeinte Ratschläge zu geben. Denn unsere Geduld ist wegen den Einschränkungen auf die Probe gestellt und jedes Wort könnte helfen, indirekt die Welle an Neuinfektionen zu reduzieren. Alle Bürger tragen eine große Verantwortung in einem solchen weitverbreiteten Ereignis katastrophalen Ausmaßes. Wobei gerade diese Coronakrise für die meisten Menschen eine neuartige Situation ist, in der sie nicht nur Regeln der sinnvollen Verhaltensweisen, sondern auch eine geistige Orientierung und nützliche innere Einstellungen benötigen.

Der vorliegende Text ist der Versuch mithilfe islamischer Weisheiten Kraft und Mut zu spenden. Schließlich ist es nicht schwer zu erahnen, was für eine gewaltige Kraft aus dem muslimischen Glauben erwächst, wenn man sich die knochenmarkerschütternden Krisen der letzten Jahrzehnte in den muslimischen Ländern anschaut. Es gab Leute, die es nervlich nicht mehr bewältigen konnten und kollabiert sind, aber auch solche, die Welten an Lasten auf den Schultern trugen, ohne dabei selbst einzugehen. Die letztgenannten Leute haben diese Leistung immer mit ihrer starken Verbundenheit zu den trostspendenden, ermutigenden und aufbauenden Heilmitteln der islamischen Glaubenswahrheiten begründet und ihre große Kraft darauf zurückgeführt.

Anmerkung: In Bezug auf die individuelle Betroffenheit ist die Analyse der lokalen Auswirkungen von Katastrophen sinnvoller als die Betrachtung ihres globalen Ausmaßes. So weltbewegend das Coronavirus auch sein mag, es kann bei dem Einzelnen nur so viel Leid erzeugen, wie er sich dadurch betroffen und eingeschränkt fühlt bzw. daran erkrankt. In diesem Sinne können bereits kleinere Erdbeben, denen in den Medien so wenig Bedeutung zugemessen wird, dass sie nicht einmal darüber berichten, zu mehr Leid bei der lokal betroffenen Bevölkerung führen, als wir durch die aktuelle Pandemie je erfahren haben oder überhaupt je erfahren werden.

2. Ein Blick auf das Schöne an Krankheiten und anderen Leiden
Alle Eigenschaften des Schöpfers, dessen unendlich majestätische Schönheiten sich im gesamten Kosmos manifestieren, sind ihrerseits unermesslich schön. Darauf verweist auch der Titel "Esma-i Hüsna" im Koran, was wörtlich übersetzt "schöne Namen" heißt.

Unten allen Dingen dieser Welt bietet das Leben den vielseitigsten und umfassendsten Spiegel für die Künste Gottes. Was auch immer sie ereilt, ob es nun Wachstum und Gedeihen oder eben eine Krankheit ist, ist in Wirklichkeit gut. Denn die Reflexionen und Ausstellungen der schönen Künste und die Manifestationen der schönen Eigenschaften Gottes sind natürlich ebenfalls schön. Diese Schönheit mag direkt im Wesen einer Sache liegen oder indirekt in den Ergebnissen der Sache. Sie mag offenkundig sein oder latent. Unabhängig davon, wie diese Schönheit auch eintreten mag, sie ist immer vorhanden.

Dies gilt auch für uns als Lebewesen. Alles was uns trifft, sind die Eingriffe des urewig Schönen in seiner Einzigartigkeit und verschönern uns, selbst wenn es negativ empfundene Ereignisse wie z.B. Krankheiten und Unheil sind.

Um einen Aspekt dieser verborgenen Schönheit im Ergebnis einer Plage zu erkennen, sei folgendes Beispiel erwähnt:

Das Leben wäre kein vollkommener Spiegel des Schönen (wie es oben erwähnt wurde), wenn es ständig in Gesundheit und Wohlergehen verginge, wenn es eine Konstante und Monotonie in seinem Zustandsverlauf zeigen würde. Weil in diesem Falle verschiedenartige Lebenszustände nicht existierten, würfe dies einen nihilistischen Schatten über das Leben, infolgedessen wir, selbst wenn nur teilweise bewusst, in gewisser Hinsicht eine Nichtexistenz und eine Art der Nichtigkeit, eine Nähe des "Nichts" spürten. Das aber engte uns so sehr ein, dass dies zu einem Lebensüberdruss und Seelenleid bei einer gleichzeitigen unbegeisterten, übersättigten Haltung gegenüber dem materiellen Konsum führte. Dadurch würde der Wert des Lebens sinken und seine Genüsse sich in Langeweile verwandeln.

Es gibt viele lebende Exemplare dieser beschriebenen Lage. Sie schauen uns i.d.R. mit einem depressiven Gesicht an und verwechseln verhängnisvollerweise die Ursache ihres Leidens mit dessen Heilmittel, indem sie den materiellen Konsum steigern oder radikalisieren.

Diese beiden unheilvollen Faktoren schaukeln sich nicht nur gegenseitig auf, sondern verwandeln die wertvolle Lebenszeit in eine quälende Gefängnishaft, aus der sie flüchten möchten. Mit verschiedensten Abschweifungen und Ablenkungen versuchen sie ihre "Zeit totzuschlagen" und merken nicht einmal, dass sie ihre eigene Lebensdauer mit feindseligen Augen betrachten.

Doch wenn das Leben einen Wandlungsprozess durchmacht, in Bewegung bleibt und verschiedenste Zustände und Lebenslagen durchläuft, spürt man plötzlich den Wert und Genuss des Lebens. Selbst wenn es voller Mühen und Plagen ist, hält man an seinem Leben fest und möchte nicht, dass es schnell vergeht. Man seufzt und wehklagt nicht, weil der Tag bzw. die Nacht einfach nicht enden will.

Überzeuge dich doch einfach mal selbst von dieser Tatsache und frage zunächst reiche Leute, die mühelos und müßig im perfekten Luxus leben, wie es ihnen geht. Du wirst überrascht, dass allzu oft die erwarteten Freudenrufe ausbleiben und stattdessen die gefragte Person sich leidvoll darüber beschwert, dass die Zeit einfach nicht vergehen will und deshalb nach einer kurzweiligen Beschäftigung sucht. Oft hört man auch, wie die Person (aus Gier nach noch mehr) nörgelt: "Ach, hätte ich doch bloß auch dieses und jenes gehabt oder gemacht!"

Nach dieser Erfahrung wirst du dich womöglich fragen, wie sehr sich dann wohl Leute in Armut, anstrengender Arbeit oder sogar nach einem Schicksalsschlag beklagen müssten. Die Antwort ist erstaunlich. Denn du wirst merken, dass hier der Anteil an dankbaren, geduldigen Menschen, die den Wert des Lebens zu schätzen wissen, weitaus höher ist als unter den zuerst genannten und in Muße lebenden Leuten, welche nichts zu meckern haben, aber es dennoch tun.

Diese bescheidene Eigenstudie sollte schon ausreichen, dir auch empirisch offenzulegen, dass eine mühsame und anstrengende Zeit dazu führt, dass man hinterher den Wert und sogar den Genuss des Lebens wieder besser versteht und fühlt, während ständige Muße und Gesundheit das Leben verbittern, sodass man sich wünscht, dass die Lebenszeit schneller vergeht.

Diese tiefsinnigen Zusammenhänge finden wir in der aktuellen Coronakrise natürlich wieder. Sie durchbricht die Monotonie, macht unbemerkte Gaben wieder sichtbar, das Leben lebenswerter, die Welt schöner und uns als Menschen dankbarer. Sie beschenkt uns noch mit vielen weiteren augenscheinlichen und latenten Vorteilen und Nutzen. Mit einer (im Vergleich zum vorherigen Zustand) reineren Seele sind wir empfänglicher für Gottes schönen Kunstwerke, sodass uns schon ein Spaziergang im Park erheitern kann, während zuvor immer heftigere Unterhaltungsmittel den sich immer weiter verschlimmernden Überdruss übertönen mussten.

Es bleibt zu hoffen, dass viele unter uns aus diesen Zeiten vernünftige und nützliche Lehren ziehen, zu besseren Menschen werden und nach der Erholung aus dieser Krise die Welt mit anderen Augen betrachten und ein neues Lebenskapitel aufschlagen werden.


Noch mehr gibt es in folgende Blogbeitrag:
https://friedenimherzen.blogspot.co.....akrise-im-lichte-der.html

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