Abraham, Jesus - die ersten Fluechtlinge


Zu Zeiten des Alten Testaments gab es noch keine Genfer Konvention, die eine Unterscheidung trifft zwischen Flüchtlingen und illegalen Einwanderern (Elends- u. Wirtschaftsflüchtlingen).

Weil der Stammvater der sogenannten abrahamitischen Religionen selbst als Wirtschaftsflüchtling in ein anderes Land kam:
Es kam aber eine Hungersnot über das Land. Da zog Abram nach Ägypten hinab, um sich dort als Fremder niederzulassen; denn die Hungersnot lastete schwer auf dem Land. (1.Mo.12,10)

waren seine Nachkommen immer wieder angewiesen, selbst die "Fremden" gut zu behandeln:
Wenn ein Fremdling bei dir in eurem Lande wohnen wird, den sollt ihr nicht schinden. Er soll bei euch wohnen wie ein Einheimischer unter euch, und du sollst ihn lieben wie dich selbst; denn ihr seid auch Fremdlinge gewesen in Ägyptenland. Ich bin der HERR, euer Gott. (3Mo.19,33 u.34)


Jesus hingegen war ein "echter Flüchtling":
Steh auf, nimm das Kind und seine Mutter und flieh nach Ägypten; dort bleibe, bis ich dir etwas anderes auftrage; denn Herodes wird das Kind suchen, um es zu töten. (Matth. 2,13)

und später sagt Jesus über die Gottwohlgefälligen:
...ich war fremd und ihr habt mich aufgenommen...
...Was ihr für einen meiner geringsten Brüder getan habt, das habt ihr mir getan. (Matth. 25,35 u.40)


Wir sind also als Zugehörige einer der abrahamitischen Religionen aufgefordert uns gut um die Fremden in unserem Land zu kümmern und die Frage stellt sich, wie wir jenen Flüchtlingen begegnen, die vor Elend und Hunger aus ihrem Land geflohen sind.

LG Mara
_________________
***************************************
OM LOKAH SAMASTHA SUKHINO BHAVANTHU
Mögen alle Wesen in allen Welten glücklich sein.
Abdu'l Baha sagt zum Thema "Ausländer" Folgendes:

Zitat:
Alle Menschen sind seine Brüder. Vermeidet, wenn ihr mit Ausländern zusammenkommt, durch überkommene Förmlichkeit den Anschein von Kälte und mangelnder Anteilnahme zu erwecken, Schaut sie nicht an, als ob ihr sie für Tunichtgute, Diebe oder Flegel hieltet. Es mag euch geraten erscheinen, vorsichtig zu sein, um euch nicht den Gefahren einer Bekanntschaft mit solchen vielleicht unerwünschten Elementen auszusetzen.

Ich bitte euch, denkt nicht nur an euch selbst. Seid freundlich zu den Fremden, gleichviel ob sie aus der Türkei, aus Japan, Persien, Rußland, China oder irgendeinem anderen Land der Erde kommen.

Helft ihnen, sich daheim zu fühlen, erkundigt euch nach ihrer Unterkunft, fragt, ob ihr ihnen nicht irgendeinen Dienst erweisen könnt, und versucht, ihr Leben ein wenig glücklicher zu gestalten.

Bleibt auch dann noch weiterhin freundlich, wenn sich euer ursprünglicher Verdacht bestätigt - derartige Freundlichkeit wird ihnen helfen, sich zu bessern.


Ich habe dazu mal einen witzigen Satz gehört: "Eigentlich gibt es auf der ganzen Welt zu viele Auslaender.
_________________
»Du sollst den Herrn, deinen Gott, lieben von ganzem Herzen, von ganzer Seele und von ganzem Gemüt«
Dies ist das höchste und größte Gebot.
Das andere aber ist dem gleich: »Du sollst deinen Nächsten lieben wie dich selbst«.
In diesen beiden Geboten hängt das ganze Gesetz und die Propheten
Abdu'l Baha sagt zum Thema "Ausländer" Folgendes:

Zitat:
Alle Menschen sind seine Brüder. Vermeidet, wenn ihr mit Ausländern zusammenkommt, durch überkommene Förmlichkeit den Anschein von Kälte und mangelnder Anteilnahme zu erwecken, Schaut sie nicht an, als ob ihr sie für Tunichtgute, Diebe oder Flegel hieltet. Es mag euch geraten erscheinen, vorsichtig zu sein, um euch nicht den Gefahren einer Bekanntschaft mit solchen vielleicht unerwünschten Elementen auszusetzen.

Ich bitte euch, denkt nicht nur an euch selbst. Seid freundlich zu den Fremden, gleichviel ob sie aus der Türkei, aus Japan, Persien, Rußland, China oder irgendeinem anderen Land der Erde kommen.

Helft ihnen, sich daheim zu fühlen, erkundigt euch nach ihrer Unterkunft, fragt, ob ihr ihnen nicht irgendeinen Dienst erweisen könnt, und versucht, ihr Leben ein wenig glücklicher zu gestalten.

Bleibt auch dann noch weiterhin freundlich, wenn sich euer ursprünglicher Verdacht bestätigt - derartige Freundlichkeit wird ihnen helfen, sich zu bessern.


Das Problem liegt noch etwas anders.
Bei sehr vielen, die vehement gegen Flüchtlinge sind, stecken eigene Existenzängste dahinter.
Und so oft ich mit solchen Leuten gesprochen habe, stellte sich zu meinem Entsetzen heraus, dass sie nicht einen einzigen Flüchtling kennen.


Als ich vor ein paar Wochen in der Stadt an einer falsch gesicherten Baustelle gestürzt bin, sind die Leute einfach alle weiter gelaufen, nur ein dunkelhäutiger Mann, der gebrochen Deutsch sprach, kam zu mir um zu helfen.
_________________
***************************************
OM LOKAH SAMASTHA SUKHINO BHAVANTHU
Mögen alle Wesen in allen Welten glücklich sein.