Baha'u'llah, Medizin und andere Fragen


Hallo ziraki,

Zitat:
Pjotr Kala hat folgendes geschrieben:
Tendenz zum Atheisten deswegen, weil es bis heute keine einzige logisch begründbare Erklärung dafür gibt, daß es einen "Gott" geben muß.

Doch, ich denke die gibt es. Ich muss zurücknehmen, was ich früher im Thread geschrieben habe, dass der unbewegte Beweger aus meiner Sicht kein Argument für die Existenz Gottes ist. Ich denke ich hatte es falsch verstanden. Jetzt habe ich mich nochmals damit befasst und es kommt mir sehr überzeugend vor.
Edward Feser hat mehrere Blogs und Vorträge in englischer Sprache online, in denen er die Philosophie von Aristoteles sehr gut erklärt.


Ich habe mir das Video nicht in Gänze angetan, da ich die Idee des "unbewegten Bewegers" bzw die sich daraus ergebenden Folgerungen für die Existenz einer Seele für eine Scheinargumentation halte, die gar nichts
erklärt.
Ob ich nun den Urknall auf einen "ersten Beweger" zurückführe, ist eine Glaubenssache, aber kein Fakt. Fakt ist einfach die Existenz einer Singularität, die zur Zeit nicht erklärt werden kann.
Hawkins hat wohl mal sinngemäß gesagt: Die Frage nach dem, was vor dem Urknall war ist genau so sinnvoll wie die Frage, was hinter dem Nordpol liegt.

Pjotr Kala
_________________
Hüte dich vor Institutionen, die dir das Denken abnehmen wollen!
Hallo FriededemLand,


Zitat:
Vielleicht stecken diese Berge eher in den Köpfen der Menschen, denn reale Berge versetzten Menschen schon lange. Einzig durch den Glauben das dies machbar sei. Diese Menschen wurden grundsätzlich ausgelacht, nicht erst genommen selbst innerhalb Fachkreisen. Dazu zählt auch das Versetzen echter Berge schon vor ganz-ganz vielen Jahren. Möchtest Du ein paar Fotos dazu sehen?


gg, das ist meiner Meinung nach eine dumme Argumentation.
Reale Berge werden, wenn sie nicht durch Naturkatastrophen versetzt werden, auschließlich durch Menschenhand und oftmals mit vielen Menschenopfern versetzt. Falls dem nicht so sein sollte, bitte ich um Beispiele deinerseits.
Durch den Glauben selbst werden keine Berge versetzt, sondern nur duch menschliche Aktionen.
Was in den Köpfen von Menschen geschieht, ist bis heute nicht vollständig geklärt. Daher kann durch den Glauben an "Irgendetwas" durchaus dazu führen, daß irgendwelche Aktionen besonders zielgerichtet durchgeführt werden. Das muß aber nicht immer positiv sein. So ist die Unterdrückung der Frau Bestandteil vieler Religionen und auch Philosophien. Hier hat in der Vergangenheit der Glaube den "Berg" auf die Frau geworfen.


Zitat:
Kommst Du nüchtern einem Gottesgedanken zwischenzeitlich näher?

Je länger ich darüber nachdenke, desto weiter entferne ich mich davon.
Und je mehr Scheinargumente ich hier lese, desto kritischer werde ich.

Zitat:
Sag, was bedeuten laut Deinem Ermessen's Anführungszeichen vor wie hinter Gott


Für mich stehen sie für die absolute Unbestimmtheit und die widersprüchlichen Auslegungen dieses Begriffes.

Pjotr Kala
_________________
Hüte dich vor Institutionen, die dir das Denken abnehmen wollen!
Pjotr Kala hat folgendes geschrieben:

gg, das ist meiner Meinung nach eine dumme Argumentation.
Reale Berge werden, wenn sie nicht durch Naturkatastrophen versetzt werden, auschließlich durch Menschenhand und oftmals mit vielen Menschenopfern versetzt. Falls dem nicht so sein sollte, bitte ich um Beispiele deinerseits.
Durch den Glauben selbst werden keine Berge versetzt, sondern nur duch menschliche Aktionen.
Was in den Köpfen von Menschen geschieht, ist bis heute nicht vollständig geklärt. Daher kann durch den Glauben an "Irgendetwas" durchaus dazu führen, daß irgendwelche Aktionen besonders zielgerichtet durchgeführt werden. Das muß aber nicht immer positiv sein. So ist die Unterdrückung der Frau Bestandteil vieler Religionen und auch Philosophien. Hier hat in der Vergangenheit der Glaube den "Berg" auf die Frau geworfen.

Zitat:
Kommst Du nüchtern einem Gottesgedanken zwischenzeitlich näher?

Je länger ich darüber nachdenke, desto weiter entferne ich mich davon.
Und je mehr Scheinargumente ich hier lese, desto kritischer werde ich.

Zitat:
Sag, was bedeuten laut Deinem Ermessen's Anführungszeichen vor wie hinter Gott


Für mich stehen sie für die absolute Unbestimmtheit und die widersprüchlichen Auslegungen dieses Begriffes.

Pjotr Kala


Deine Eingabe zeigt schlicht erneut und x-ten male wie sehr Du die Dinge worauf Du eingehst überfliegst, kein Stück bereit bist darüber nach zu sinnen, bei Unklarheit zu fragen. Wie will man auf dieser Art weitere Erkenntnisse erlangen? Deine Vorstellungswelt ist wie ein Relief in Dir. Das ist nichts anderes als eine Religion. Deine Religion, eine Form geistigen Fundamentalismus. Sie lässt nichts anderes zu als die Richtigkeit der eigenen Annahme.

Wenn man meint derart Recht zu haben begeht man Reihenweise Bestätigungsfehler. Diese Welt ist voll davon. Deshalb zeigt sie sich Dato auch so wie sie derzeit ist: Voller Krieg{Definition Krieg nötig}, Unverständnis und Hass mit all dem Elend welches dieses nach sich zieht. Und das werden auch Menschen vor sich selbst zu verantworten haben welche Dato meinen der Welt nichts schlechtes zu tun völlig unabhänig ob sie einer Religion -gleich welcher- angehören und ebenso gleich sei es wie intensiv sie diese auch betreiben mögen.

Du wirfst mir U.a. vor ich könne nicht richtig lesen, {siehe vor-vorheriger Spalt dieses Threads} gleichzeitig meinst Du tatsächlich meine Eingabe gebe her dass ich davon spräche das Berge durch einen Willensakt umherschwebten und sich wieder woanders niederließen? Das zeigt superdeutlich wie weit Du von den Dingen welche Dich umgeben entfernt bist; wie sehr Du in einer kleinen Vorstellungswelt fest steckst. Meine Eingaben für Dich sind völlig zwecklos so wie wahrscheinlich all die anderen für den ganzen Rest der Aktuere des Forums. Schade

Du hast keinen rationalen Bezug zu Deinen göttlichen Geist denn Du weist offensichtlich auch nichts darüber Beziehungsweise willst nichts davon wissen.

Glaubt man dass Zufallsmutation Fertigkeiten wie Hypnose und so vieles mehr welches es zu nennen gäbe erzeugen könne?


Dinge welche man der Nicht-Existenz wahrhaft sicher ist setzt man nicht in Zeichen um diesen -gleich welchen- damit einen Anschliff zu vermachen. Dein "ich" sucht und etwas in Dir hofft zu finden und lässt Dich derartiges verfassen. Es hofft insgeheim auf einen für Dich passenden Beweis zu treffen aber irgendetwas in Dir macht Dir große Angst vor einem Gott. Das kommt von der allg. menschlichen Vermenschlichung eines Gottes. Diese Macht ist dem menschlichen Geist nur in einem einzigen Bereich ähnlich: Der Phantasie, die schöpferische. Das ist alles. Wovor hat man also Angst? Alles wird neu gemacht allem voran die Vorstellungen zur menschlichen Werten/Moral welche die humistische Biologie im Sinne universellen Friedens und der maximal möglichen Entwickungsmöglichkeit vorgeben wird

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Pjotr Kala hat folgendes geschrieben:


Ich habe mir das Video nicht in Gänze angetan, da ich die Idee des "unbewegten Bewegers" bzw die sich daraus ergebenden Folgerungen für die Existenz einer Seele für eine Scheinargumentation halte, die gar nichts
erklärt.
Ob ich nun den Urknall auf einen "ersten Beweger" zurückführe, ist eine Glaubenssache, aber kein Fakt. Fakt ist einfach die Existenz einer Singularität, die zur Zeit nicht erklärt werden kann.
Hawkins hat wohl mal sinngemäß gesagt: Die Frage nach dem, was vor dem Urknall war ist genau so sinnvoll wie die Frage, was hinter dem Nordpol liegt.


Wie lange hast du denn reingeschaut? Hast du es verstanden? Es geht in dem Vortrag um eine Begriffsdefinition, die überhaupt nichts mit dem Urknall zu tun hat.

Der Terminus "unbewegter Beweger" wird eben nicht als lineare Ursache erklärt, sondern als hierarchische. Es geht nicht um eine erste Ursache im zeitlichen Ablauf, sondern um die aktuelle Abhängigkeit von allem Verursachten von einem unverursachten Grund. Das ist ein ganz entscheidender Unterschied zu den Vertretern von Intelligent Design. Auch in dem daraus folgenden theologischen Verständnis, ein anthropomorphes Gottesverständnis und Deismus wird damit ausgeschlossen.

Für diese Überlegungen ist es wirklich völlig egal, wie das Universum entstanden ist, es bleibt der Wissenschaft überlassen das zu klären, ohne dass das irgendeinen Einfluß auf einen Glauben an Gott haben könnte.

Seit ich mich etwas mehr damit befasse sehe ich in den Aussagen von Abdul-Baha viel Bezug zur aristotelischen Logik und bedaure dass ich in dem Bereich keine besseren Vorkenntnisse habe.
Hallo FriededemLand,

Zitat:
Wenn man meint derart Recht zu haben begeht man Reihenweise Bestätigungsfehler. Diese Welt ist voll davon. Deshalb zeigt sie sich Dato auch so wie sie derzeit ist: Voller Krieg{Definition Krieg nötig}, Unverständnis und Hass mit all dem Elend welches dieses nach sich zieht.


gg, na ja, dafür haben wir ja dich, der den einzig wahren Durchblick hat.

Zitat:
Du wirfst mir U.a. vor ich könne nicht richtig lesen, {siehe vor-vorheriger Spalt dieses Threads} gleichzeitig meinst Du tatsächlich meine Eingabe gebe her dass ich davon spräche das Berge durch einen Willensakt umherschwebten und sich wieder woanders niederließen? Das zeigt superdeutlich wie weit Du von den Dingen welche Dich umgeben entfernt bist; wie sehr Du in einer kleinen Vorstellungswelt fest steckst. Meine Eingaben für Dich sind völlig zwecklos so wie wahrscheinlich all die anderen für den ganzen Rest der Aktuere des Forums. Schade


Es sieht doch wohl so aus, als könntest du nicht lesen. Ich habe nirgendwo geschrieben, daß sich Berge durch einen Willensakt bewegen lassen. Ich habe dich lediglich gebeten, mir ein Beispiel zu nennen, wo sich Berge außer durch Naturkatastrophen oder durch menschlichen Eingriff in die Natur bewegen lassen. Es ist mir schon klar, daß du darauf keine Antwort hast. Und es ist mir auch klar, daß Religionen sich hier hauptsächlich auf eine metaphysische Deutung beziehen, die allerdings immer den Menschen als ausführendes Wesen benötigt.

Zitat:
Dein "ich" sucht und etwas in Dir hofft zu finden und lässt Dich derartiges verfassen. Es hofft insgeheim auf einen für Dich passenden Beweis zu treffen aber irgendetwas in Dir macht Dir große Angst vor einem Gott.


Komisch, ich dachte, ich hätte mich jahrelang mit der Frage nach einem "Gott" beschäftigt. Aber wahrscheinlich habe ich das nur geträumt.
Allerdings gönne ich jedem seine Metaphysik (solange sie sich wenigstens einigermaßen logisch vertreten läßt, bzw. nicht allzu große moralische Schwachstellen hat).

Pjotr Kala
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Hüte dich vor Institutionen, die dir das Denken abnehmen wollen!
Hallo ziraki,

Zitat:
Der Terminus "unbewegter Beweger" wird eben nicht als lineare Ursache erklärt, sondern als hierarchische. Es geht nicht um eine erste Ursache im zeitlichen Ablauf, sondern um die aktuelle Abhängigkeit von allem Verursachten von einem unverursachten Grund.


Ich habe tatsächlich nur kurz hineingeschaut. Bei meinen Englischkenntnissen war mir das zu mühsam.

Die Annahme eines unverursachten Grundes ist meines Erachtens eine rein metaphysische Deutung, da er sich weder aus der vorhandenden Materie noch aus dem menschlichen Verstand und seiner Logik zwingend ergibt.

Es bleibt dabei, daß Singularitäten in ihrer Deutung nicht bestimmt werden können. Jeder Versuch, es doch zu tun, endet letztlich entweder in der Metaphysik oder in mathematischen Modellen, die aber alle ihre Schwachstellen haben. Hier statt mit der zeitlichen mit der hirarchischen Erklärung zu arbeiten, endet genau da, wo sie Erklärungen liefern will, nämlich bei der Singularität.
Sie bleibt offen und jeder kann sich die Erklärung zusammen basteln, die seiner religösen oder nichtreligiösen Einstellung am nächsten kommt.

Pjotr Kala
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Hüte dich vor Institutionen, die dir das Denken abnehmen wollen!
Pjotr Kala hat folgendes geschrieben:
[...]gg, na ja, dafür haben wir ja dich, der den einzig wahren Durchblick hat.

Mag ja sein dass es sich wie Besserwissertum anhört wenn man seine eigene Oberflächlichkeit vor Augen geführt bekommt

Pjotr Kala hat folgendes geschrieben:
[...]Es ist mir schon klar, daß du darauf keine Antwort hast. [...] Pjotr Kala

Sogar auf die Möglichkeit dessen {Sache mit dem Berg} lässt sich nicht Risikofrei Wetten.
Hallo ziraki,

ich habe eine Seite gefunden, die meine Einstellung besser erklärt als ich es kann.
Hier das Zitat daraus:
Dazu Karl Rahner:

"Es ist hier das zu sagen, was schon Thomas von Aquin gesagt hat, wenn er betonte, daß Gott durch zweite Ursachen wirke. (Natürlich ist dieser Satz sehr differenziert zu verstehen. Die Unmittelbarkeit zu Gott, seine Vermitteltheit, seine Anwesenheit und seine Entzogenheit sind von vornherein differenzierte Größen, schon darum, weil Geist als Transzendenz nicht die Auszeichnung innerweltlichen Seienden ist, aber hier kommt es uns zunächst auf den genannten Satz bei Thomas an). Er besagt, wenn man ihn nicht verharmlost, daß Gott die Welt wirkt und nicht eigentlich in die Welt wirkt. Daß er die Kette der Ursächlichkeiten trägt, nicht aber sich als ein Glied durch sein Handeln in dieser Kette der Ursachen als eine unter ihnen hinein schiebt. Die Kette selbst als ganze also die Welt in ihrer Verflochtenheit und nicht nur ihrer abstrakt formalen Einheit, sondern ihrer konkreten Differenzierung und den tiefgreifenden Unterschieden der Momente am Ganzen der Weltwirklichkeit, ist die Selbstoffenbarung des Grundes. Und er selber ist in dieser Ganzheit als solcher nicht unmittelbar zu finden. Denn eben der Grund kommt nicht innerhalb des Begründeten vor, wenn er wirklich der radikale, also der göttliche Grund und nicht eine Funktion in einem Geflecht von Funktionen ist." (Karl Rahner, Grundkurs des Glaubens, Seite 93,94)

Der Geist wird hier zum Göttlichen im Menschen, aber der Geist ist auch Gott selbst, was noch deutlicher wird, wenn Thomas von Aquin das Wesen der Seele erklärt: "Da die Seele die erste Urheit des Lebens in dem ist, was hier auf der Welt lebt, so ist sie unmöglich ein Körper, sondern das, was einen Körper wirklicht."

Solche Gottesbilder entstanden, weil man sich die physikalischen und chemischen Zusammenhänge nicht anders erklären konnte. Die aus damaliger Sicht logisch einwandfreie und - wie noch gezeigt wird - doch falsche Argumentation des Aristoteles und des Thomas von Aquin sollte auch heute eine Warnung für all’ jene sein, die sich die Wahrheiten dieser Welt allein aus der Logik oder aus dem gesunden Menschenverstand erschließen wollen.

Unbekannt war Aristoteles und Thomas von Aquin der Energieinhalt der Materie (1), die Funktionsweise des Nervensystems (2) und die Infinitesimalrechnung (3). Auch das Entstehen neuer Eigenschaften aus Systemwirkungen (etwa bei chemischen Reaktionen) war unbekannt. Es ist durchaus möglich das Nichts und das Sein als zwei verschiedene Systemzustände des Raumes zu deuten. Der Unterschied zwischen Sein und Nichts muß nicht immer in der Weise bestanden haben, wie er heute besteht.

1. Der Energieinhalt der Materie gilt heute als die treibende Kraft in unserem Universum. Eine Sonne gewinnt die Energie, die sie abstrahlt, aus Kernreaktionen, die infolge des ungeheueren Gravitationsdrucks zustande kommen. Eine Sonne entzündet sich selbst, ähnlich wie eine Atombombe, wenn sie eine kritische Masse überschreitet. Nur im Unterschied zur Atombombe explodiert sie nicht, sondern wird durch die Gravitation und andere Phänomene zusammengehalten. Die Sonne ist also ein Körper, der die Ursache seiner Wirkung ist.

2. Das Nervensystem gilt heute als Quelle des Bewußtseins. Jede Verletzung des Gehirns ist verbunden mit einer typischen Funktionsstörung unseres Bewußtseins oder unseres Gedächtnisses oder unserer Gefühlswelt. Das gleiche gilt für chemische Einflüsse. Durch eine Narkose kann das Bewußtseins gezielt abgeschaltet werden, ohne daß man sich mit dem Willen dagegen wehren kann. Das Bewußtsein ist also abhängig von der Funktionsweise des Gehirns. Es existiert nicht als autonome Einheit. Die logischen Funktionen des Gehirns lassen sich heute in einem Computer als Programm darstellen. Unsere Gefühlswelt läßt sich als Systemwirkung des Gehirns erklären. Mit Sonden, an die eine Spannung von wenigen Millivolt angelegt wird, lassen sich Gefühlszentren im Gehirn lokalisieren und aktivieren. (siehe Hoimar von Ditfurth - Der Geist fiel nicht vom Himmel)

3. Seitdem wir gelernt haben mit Symbolen anstatt mit Zahlen zu rechnen, läßt sich auch mit dem Wert unendlich rechnen. In der Infinitesimalrechnung wird uns heute vorgeführt, daß man eine Kausalkette sehr wohl in’s Unendliche verlängern kann, und trotzdem zu einem brauchbaren Ergebnis kommen kann. Es besteht also keine Notwendigkeit des Abbruchs einer Kausalkette mit einem Gott als Schlußpunkt. Die Regeln für das Rechnen mit Symbolen lassen sich sogar als Computerprogramm darstellen. D. h. auch ein Computer kann mit dem Wert Unendlich rechnen. Die Unendlichkeit begegnet uns in der Mathematik als der Grenzwert von unendlichen Reihen. Sie begegnet uns in der unendlichen Teilbarkeit einer Wegstrecke und sie begegnet uns in der Unendlichkeit des Weltraums. Die Unendlichkeit verliert damit mehr und mehr ihre mystische Bedeutung. Die Unendlichkeit läßt sich durch Vergleiche, logische Rückschlüsse und die Einführung von Grenzwerten handhaben. Aber man kann nicht einfach unendlich + 1 rechnen und dann behaupten man habe hier Grenzen überschritten und damit Gott entdeckt. Unendlich ist per Definition endlos. Dies ist per Definition bereits die größte, nicht zu vermehrende Zahl.

Wenn die Kausalkette für die Vergangenheit begrenzt wird, dann ist sie aus der Zukunft rückblickend betrachtet begrenzt. Ewiges Leben als ein zeitlich unbegrenztes Leben wäre demnach nicht möglich. Der Theologe Hans Küng meint denn auch: "Ewiges Leben ist keine Fortsetzung des raumzeitlichen Lebens. Die Ewigkeit ist nicht bestimmt durch Vor und Nach. Sie meint vielmehr ein die Dimension von Raum und Zeit sprengendes neues Leben in Gottes unsichtbarem, unvergänglichen, unbegreiflichem Bereich."

Aber ist es nicht sehr seltsam, daß die angeblich göttliche Seele Gott erst nach dem Tod erkennen kann und nicht schon zu Lebzeiten. Der Seele wird eine eigene Dimension zugeschrieben, dabei zeigt sich doch die materielle Abhängigkeit der Seele schon zu Beginn ihrer Laufbahn. Bekanntlich kann man einen Zellverband zu Beginn des Embryonalstadiums teilen. Aus einem Wesen entstehen so - ein Messerchen machts möglich - zwei oder mehr, die womöglich auch noch erlöst werden müssen. Auch die geschlechtsspezifische Gefühlswelt ist ein Hinweis auf die materielle Abhängigkeit der Seele.
Zitat:


zitiert von: http://www.kreudenstein-online.de/R.....k/Gottesbeweise_Teil2.htm

Pjotr Kala

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@Pjotr Kala
Danke, aber ich glaube mit dem Hinweis auf diese atheistische Seite liegst du daneben.
Du glaubst doch nicht im Ernst, dass einem Philosophieprofessor mit universitären Lehrauftrag grundlegende Informationen über die Energieerhaltung, das Nervensystem oder Mathematik nicht bekannt sind oder dass ich von seinen Ausführungen beeindruckt bin, weil ich noch nicht davon gehört habe?
Das heißt nicht, dass seine Position jeden überzeugen muss, hier gibt es eine Diskussion mit einem Atheisten: https://www.youtube.com/watch?v=A48zsMFodG4

Pjotr Kala hat folgendes geschrieben:
Es bleibt dabei, daß Singularitäten in ihrer Deutung nicht bestimmt werden können. Jeder Versuch, es doch zu tun, endet letztlich entweder in der Metaphysik oder in mathematischen Modellen, die aber alle ihre Schwachstellen haben. Hier statt mit der zeitlichen mit der hirarchischen Erklärung zu arbeiten, endet genau da, wo sie Erklärungen liefern will, nämlich bei der Singularität.
Sie bleibt offen und jeder kann sich die Erklärung zusammen basteln, die seiner religösen oder nichtreligiösen Einstellung am nächsten kommt.

Es geht aber wie schon gesagt nicht um den Urknall und auch nicht um den Beginn des Universums. Sondern um Ursachen, die sich nicht zeitlich zurückverfolgen lassen, sondern simultan bestehen.
Aber ich habe das Argument des unbewegten Bewegers bis ich den Erklärungen Fesers begegnet bin auch so verstanden, deshalb war es ja für mich nicht überzeugend.

Jetzt schweife ich mal kurz ab und frage, weil du dich damit sicher besser auskennst, als ich: Es gibt doch in der theoretischen Physik inzwischen Modelle, die von einem Multiversum oder unserem Universum als Zweig von anderen Universen ausgehen. Würde man da auch noch von einer Singularität am Anfang ausgehen?
Hallo ziraki,

simultane Ursachen, sind Ursachen die gleichzeitig nebeneinander ablaufen.
Wo soll da das klassische Gottesbild noch Bestand haben. Ein Gott, der zumindest in der Vergangenheit angeblich in das Weltgeschehen eingegriffen hat. Wohlbemerkt, vorstellen kann ich mir vieles, aber das meiste davon scheitert an logischen Zusammenhängen.
Erklär mir bitte einmal, was dir an der atheistischen Argumentation unlogisch vorkommt.

Zitat:

Jetzt schweife ich mal kurz ab und frage, weil du dich damit sicher besser auskennst, als ich: Es gibt doch in der theoretischen Physik inzwischen Modelle, die von einem Multiversum oder unserem Universum als Zweig von anderen Universen ausgehen. Würde man da auch noch von einer Singularität am Anfang ausgehen?


Nein, so besonders kenne ich mich da auch nicht aus. Hauptsächlich sind das mathematische Berechnungen, aus denen sich mehr Dimensionen
ergeben als die bekannte Raum-Zeit Dimension. Und durch diese Berechnungen ergibt sich eben auch die Möglichkeit von Multiversen.
Wenn diese Multiversen keinen Anfang gehabt hätten, sondern quasi immer vorhanden waren, bräuchte es auch keinen Urgrund und die Singularität des Urknalls wäre dann nur ein noch nicht geklärtes physikalisches Phänomen.
Aber wie gesagt, das sind hauptsächlich mathemathische Berechnungen, die zwar Erklärung für einzelne Phänomene bieten, sonst aber nicht durch Fakten belegt werden können. Das Gebiet der Astronomie bleibt wahrscheinlich in den nächsten Jahrhunderten der spannendste und mit den meisten neuen Ergebnissen aufwartende Wissenschaftsbereich.
Ein weiterer sehr spannender Bereich ist die Hirnforschung. Dort wird es aber wohl eher zu mehr umfassenden Erklärungen kommen.

Pjotr Kala
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