Baha'u'llah, Medizin und andere Fragen


Ich halte es nicht für ganz ausgeschlossen, dass Pjotr recht hat.
Friededemland hat folgendes geschrieben:

[...]Wenn man nun die Massen des Universums betrachtet und erkennt dass dieses wie ein Gehirn anmutet [Foto Avatar links] [...]

Eine Netzstruktur ähnelt einer anderen Netzstruktur, zumindest in Bezug darauf dass sie netzartig ist.

Ich bin mir nicht sicher, ob du den Inhalt des Threads ähnlich begreifst, wie ich ihn verstehe.

Falls ich es richtig verstehe geht Pjotr davon aus, dass es für alles was wir beobachten können natürliche Erklärungen gibt und dass das den Glauben an einen Gott überflüssig macht.

Ich stimme ihm insofern zu, dass es tatsächlich diese Erklärungen gibt, auch welche, die wir vielleicht noch nicht kennen. Nur halte ich es für ein Strohmannargument. Es mag sein dass füher gläubige Menschen aus der damaligen Nichterklärbarkeit von natürlichen Phänomenen auf die Existenz Gottes schlossen, also dass es einen Schöpfer geben muss.

Berühmt ist zB das Argument von William Paley, wenn man eine Uhr findet, geht man davon aus, dass es einen Uhrmacher gab und nicht davon, dass sie sich entwickelt hat. Das übertrug er auf die Komplexität eines menschlichen Organismus und ähnlich argumentieren die Vertreter von Intelligent Design, mit angeblich irreduziblen (nicht mehr zu vereinfachenden, nicht ableitbaren) biologischen Organismen. Das führt zum Glauben an den Gott der Lücken. Jede neue naturwissenschaftliche Erklärung macht solch einen Glauben lächerlich und die atheistische Positionen glaubwürdiger.

Das ist aber nicht die Bahai-Position, die davon ausgeht, dass Religion und Wissenschaft vereinbar sein müssen, weil sich sonst Religion als Aberglauben erweist.
Hallo ziraki,



Zitat:
Falls ich es richtig verstehe geht Pjotr davon aus, dass es für alles was wir beobachten können natürliche Erklärungen gibt und dass das den Glauben an einen Gott überflüssig macht.

Ich stimme ihm insofern zu, dass es tatsächlich diese Erklärungen gibt, auch welche, die wir vielleicht noch nicht kennen. Nur halte ich es für ein Strohmannargument. Es mag sein dass füher gläubige Menschen aus der damaligen Nichterklärbarkeit von natürlichen Phänomenen auf die Existenz Gottes schlossen, also dass es einen Schöpfer geben muss.


Das ist nicht so ganz meine Argumentation.
Ich bezeichne mich als Agnostiker mit Tendenz zum Atheismus.
Agnostiker deswegen, weil es wahrscheinlich immer irgendwelche offenen und nicht zu beantwortende Fragen geben wird. Tendenz zum Atheisten deswegen, weil es bis heute keine einzige logisch begründbare Erklärung dafür gibt, daß es einen "Gott" geben muß.

Das Argument von William Pey ist heute nur noch lächerlich. Es haut in die gleiche Kerbe, wie das von Deas gepostete Bildchen oder die Entstehung der Bibel durch die Explosion einer Buchdruckerei.
Jeder einigermaßen logisch denkender Mensch sollte inzwischen solche Argumentationen nicht mehr benutzen. Sie sind gerade wegen ihrer demagogischen Tendenz einfach nur dumm.

Pjotr Kala
_________________
Hüte dich vor Institutionen, die dir das Denken abnehmen wollen!
Ob es Gott geben muss, mag man diskutieren. Es gibt Gott, und das reicht.
Es muss keinen Pjotr geben, aber es gibt ihn
Hallo Templer,

gg, der Glaube versetzt bekanntlich Berge!
Nüchtern betrachtet, befinden sich die Berge aber immer noch an alter Stelle.
Pjotr existiert zumindest im Netz und ist greifbar und angreifbar. "Gott"
ist es nicht.

Pjotr Kala
_________________
Hüte dich vor Institutionen, die dir das Denken abnehmen wollen!
Ich stimme dir 100prozentig zu: Gott ist nicht angreifbar. Hat Hiob schon rausgekriegt
Schönen sonntag!
Pjotr Kala hat folgendes geschrieben:
Tendenz zum Atheisten deswegen, weil es bis heute keine einzige logisch begründbare Erklärung dafür gibt, daß es einen "Gott" geben muß.

Doch, ich denke die gibt es. Ich muss zurücknehmen, was ich früher im Thread geschrieben habe, dass der unbewegte Beweger aus meiner Sicht kein Argument für die Existenz Gottes ist. Ich denke ich hatte es falsch verstanden. Jetzt habe ich mich nochmals damit befasst und es kommt mir sehr überzeugend vor.
Edward Feser hat mehrere Blogs und Vorträge in englischer Sprache online, in denen er die Philosophie von Aristoteles sehr gut erklärt.
Hier einer seiner Vorträge: https://www.youtube.com/watch?v=BAIHs5TJRqQ
Als deutsche Ausgabe gibt es das Buch "Der letzte Aberglaube" von ihm. Mir ist es zu polemisch und manche seiner Ansichten sind für meinen Geschmack zu konservativ, aber die Erklärungen zu der Philosophie von Aristoteles waren für mich gut zu verstehen.
Pjotr Kala hat folgendes geschrieben:
Hallo Templer,

gg, der Glaube versetzt bekanntlich Berge!
Nüchtern betrachtet, befinden sich die Berge aber immer noch an alter Stelle.
Pjotr existiert zumindest im Netz und ist greifbar und angreifbar. "Gott"
ist es nicht. Pjotr Kala


Vielleicht stecken diese Berge eher in den Köpfen der Menschen, denn reale Berge versetzten Menschen schon lange. Einzig durch den Glauben das dies machbar sei. Diese Menschen wurden grundsätzlich ausgelacht, nicht erst genommen selbst innerhalb Fachkreisen. Dazu zählt auch das Versetzen echter Berge schon vor ganz-ganz vielen Jahren. Möchtest Du ein paar Fotos dazu sehen?

Zwei Fragen

Kommst Du nüchtern einem Gottesgedanken zwischenzeitlich näher?

Sag, was bedeuten laut Deinem Ermessen's Anführungszeichen vor wie hinter Gott?
Gottesbeweise und deren Gegenteil sind nicht ganz uninteressante Hirnakrobatik - Gott amüsiert sich über beides.
ziraki hat folgendes geschrieben:
Was meinst du mit Kriegsmodus? Tatsächlich gibt es weniger Kriege und Gewalt als früher. Dazu ein Link zu einem Video, in dem entsprechende Fakten visuell dargestellt werden. Unten rechts, beim Zahnradsymbol, können deutsche Untertitel gewählt werden.
https://www.youtube.com/watch?v=NbuUW9i-mHs&vl=de


Damit meine ich die steigende Dimension/Perversion der Waffen und seiner Einsatzformen.

Welche Schlüsse lässt Deine Information zu?