...und zwar in Form von Unterstützungserklärungen, damit die Partei überhaupt zur Nationalratswahl 2017 antreten kann!

Ich habe gerade die Forensuche verwendet und festgestellt, dass offenbar noch kein Artikel über
EU Austrittspartei
Austrittspartei
EU-Austrittspartei
existiert, also nehme ich an, dass dieses Thema hier noch nie besprochen wurde.

Die EU-Austrittspartei ist eine österreichische Partei, die sich für einen EU-Austritt Österreichs (ÖXIT) einsetzt, hier das Parteiprogramm:
http://www.euaustrittspartei.at/parteiprogramm/

Es käme JETZT - in einem engen Zeitfenster von ca. Mitte Juli bis Mitte August 2017 - darauf an, österreichische Leser darüber zu informieren, dass sie nunmehr Unterstützungserklärungen für die EU-Austrittspartei
http://www.euaustrittspartei.at/wah.....nterstuetzungserklaerung/
unterschreiben können, damit die EU-Austrittspartei zur Nationalratswahl 2017 antreten kann und am Stimmzettel stehen wird (bzw. in möglichst vielen Bundesländern am Stimmzettel stehen wird).
Hier das Unterstützungserklärungsformular
http://www.euaus.at/bild/Startseite.....gserklaerung-NRW-2017.pdf
und hier die "Anleitung" zum Unterstützungserklärungsformular:
http://www.euaus.at/bild/Startseite/NRW-2017-Anleitung.pdf
die man z. Bsp. auf die Rückseite der Unterstützungserklärung aufdrucken kann.

Die gegenwärtige Massenzuwanderung ist ja ganz klar auf die EU zurückzuführen, die ihre Grenzen nicht schützt und die Nationalstaaten massiv beim Grenzschutz behindert, d.h. nur ein Austritt Österreichs aus der EU kann die Massenzuwanderung stoppen. Dasselbe gilt natürlich für Deutschland.
(Osteuropäische Staaten wie Polen oder Ungarn, die auch EU-Mitglieder sind und die ihre Grenzen dennoch schützen, tun das GEGEN den Willen der EU, bzw. verletzen sogar die EU-Verträge...)

Dass die EU-Austrittspartei zur österreichischen NR-Wahl 2017 antritt, ist übrigens alleine schon deswegen wichtig, damit die Bevölkerung "vor der Geschichte" nicht sagen kann, dass sie keine politische Wahl gehabt hätte bzw. keine Parteien am Stimmzettel gestanden seien, die einen EU-Austritt befürworteten.

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Was Deutschland betrifft, in Deutschland gibt es meines Wissens keine Partei, die sich für einen EU-Austritt einsetzt.

Ich habe allerdings im Parteiprogramm der "Deutschen Mitte" von Christoph Hörstel gelesen, dass die "Deutsche Mitte" zunächst versuchen möchte, die EU bzw. die EU-Kommission zu reformieren - was natürlich niemals gelingen wird - und dass man sich, falls das nicht gelingt, für einen EU-Austritt Deutschlands (DEXIT) einsetzen wolle. Somit wird sich die "Deutsche Mitte" früher oder später sozusagen zwangsläufig für einen EU-Austritt Deutschlands einsetzen (müssen), wenigstens, wenn sie sich an ihr eigenes Parteiprogramm hält.

Hier der genaue Wortlaut:
"Gleichzeitig legt die Bundesregierung abgesprochene Vorschläge für eine umfassende EU-Reform vor.
Europa wird gestärkt und deutlich demokratisiert, mit mehr Mitbestimmung durch die Euro-Völker, Wahl aller Gremien, Beendigung der Entscheidungsmacht der jetzigen EU-Kommission. Notfalls kann Deutschland auch die EU verlassen."
siehe
https://deutsche-mitte.de/wp-conten...../DM-Kurzprogramm-2017.pdf
unter "Außenpolitik".
Lieber medizinmann,

könntest du mir bitte den Titel, den dein Beitrag eigentlich bekommen sollte, hier noch einmal posten, damit ich ihn einfügen kann? Die Software des Forums hat neuerdings Probleme mit der Darstellung von Umlauten in Thread-Namen.

Danke!

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"Nicht mitzuhassen, mitzulieben bin ich da." Sophokles: Antigone, Vers 523
Was den Inhalt deines Beitrages angeht, möchte ich darauf aufmerksam machen, dass das Forum Geistige Nahrung keine Werbeplattform für eine bestimmte Partei oder politische Position ist oder sein soll. Selbstverständlich steht es jedem frei, eine politische Meinung zu haben und die öffentlich zu kommunizieren, aber aktiv für die Unterstützung einer bestimmten Partei zu werben empfinde ich persönlich als ebenso problematisch wie das Missionieren von Andersgläubigen. Daher möchte ich dich bitten, deinen Beitrag entsprechend zu ändern und das Thema, nicht die Partei, die es vertritt, in den Vordergrund zu stellen.
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"Nicht mitzuhassen, mitzulieben bin ich da." Sophokles: Antigone, Vers 523
Hallo Medizinmann,

in meinen Augen wäre aus der EU auszutreten, nur weil es Probleme mit Einwanderung gibt, etwa so, als ob man einen Patienten umbringt, weil er eine Erkältung hat und man diese dadurch beseitigen will.

Gruß,
Bernhard
Und jetzt mein persönlicher Kommentar zu den Themen EU-Austritt, Zuwanderung und Grenzschutz.

Ich persönlich glaube als Bahá'í an eine progressive Weiterentwicklung der Weltpolitik. Über die Stadien der Sippe, des Stammes, des Volkes, der Nation und aktuell der Staatenverbünde bzw. internationalen Wertegemeinschaften, als die sich die Europäische Union versteht, wird schließlich eine vereinte Menschheit in gemeinsamen politischen Strukturen entstehen, in denen keine Unterschiede mehr nach Herkunft, Hautfarbe, Sprache, Religion, Volkszugehörigkeit oder Geschlecht gemacht werden. Dieser vereinten Weltgemeinschaft gilt mein politisches Streben.

Die EU betrachte ich als ein Übergangsstadium dieser Entwicklung, da es meist die Staaten eines Kontinents sind, die am meisten dafür arbeiten müssen, alte Gräben zuzuschütten und Wunden der Vergangenheit zu heilen. Die europäische Integration hat diesem Prozess in meinem Empfinden gut gedient, sodass heute z.B. ein Krieg zwischen Frankreich und Deutschland, für 400 Jahre quasi Dauerzustand, heute den meisten völlig absurd erscheinen würde. Dass dem so ist, ist das Verdienst einer Wertegemeinschaft, die sich nicht auf das Trennende wie Sprache oder Geschichte, sondern auf die verbindenden Grundlagen der europäischen Zivilisation besonnen hat. Zu den Werten, die diese Gemeinschaft tragen, gehören auch christliche. Zu diesen christlichen Werten gehört auch die Caritas, also die tätige Zuwendung zum Nächsten, insbesondere natürlich den Armen und Bedürftigen, den Kranken und Hungernden.

Insofern muss in meinen Augen ein Unterschied gemacht werden zwischen Flüchtlingen und Zuwanderern. Beides zu vermischen halte ich für unlauter. Zuwanderung ist (noch) eine Angelegenheit der Nationalstaaten, Flucht eine europäische Frage. Und Flüchtlinge an den Toren Europas abzuweisen oder ertrinken zu lassen, nachdem europäisches Geld und europäische Waffen geholfen haben, ihre Heimatländer zu zerstören, ist ein Verbrechen gegen die Menschlichkeit und nichts Anderes. Flüchtlingen gehört Asyl geboten. Punkt.

Das ändert aber nichts daran, dass ich auch glaube, dass Fluchtbewegungen nur dann wirksam "bekämpft" werden können, wenn man die Fluchtursachen bekämpft. Dazu gehören Krieg und Terror, dazu gehört aber auch wirtschaftliche Not, wie sie die meisten Afrikaner treibt. Europäische Großmächte haben Afrika seine eigene Entwicklung geraubt und die Völker dieses Kontinents klein gehalten, sodass sich nie eine stabile, eigenständige, wettbewerbsfähige Wirtschaft entwickeln konnte. Dieses Versäumnis gilt es heute zu überwinden, damit Afrika auf die eigenen Beine kommen und seinen Teil zum Aufbau einer gerechten und vereinten Welt beitragen kann. Bevor das nicht erreicht ist und "die Erde nur ein Land und alle Menschen seine Bürger" sind, betrachte ich es als das Mindeste, dass Europa, und dazu gehören nunmal Deutschland und Österreich ebenso wie Polen und Ungarn, Schutzsuchenden Hilfe gewährt und sie nicht ihrem "Schicksal" überlässt, in von Europa mitverursachten Zuständen dahinzuvegetieren.
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"Nicht mitzuhassen, mitzulieben bin ich da." Sophokles: Antigone, Vers 523
Hallo Soeren,

im Prinzip stimme ich dir da zu. Deine Zielsetzung teile ich.

Aber ich glaube schon, dass es praktische Grenzen dabei gibt, wieviel Zuwanderung bzw. Aufnahme von Flüchtlingen für ein Land wie Österreich oder Deutschland praktikabel ist.

Eine Rolle dabei spielt durchaus auch, psychologisch, Aufnahmebereitschaft der Bevölkerung. Es bringt nichts, ein Volk mit Zuwanderung zu überfordern, wenn sie als Reaktion das Vierte Reich an die Macht wählen, oder eine Nummer kleiner, dann hasserfüllte Gegenbewegungen aller Art entstehen.

Zuwanderer wollen in aller Regel ja hierher, weil sie sich erhoffen, hier eine bessere Gesellschaft vorzufinden als die, die sie verlassen haben. Aber, rein theoretisch gesprochen: Wenn alle, die das gerne wollten, einfach hier aufgenommen würden, dann würden sie alle die Probleme, die ihre Heimatländer so lebensunwert machen, mit importieren. Dann wäre es bald hier genauso unangenehm wie dort, und keinem wäre geholfen -- weder denen, die geflüchtet/ausgewandert sind, noch uns.

Sicher fehlt es vielen hier an der nötigen geistigen Reife oder Einstellung, mit "Fremdem" klarzukommen. Aber nur weil man das falsch finden mag, wäre es dennoch gefährlich, es zu ignorieren. Diese Skepsis ist eben tatsächlich eine Tatsache.

Das Bewusstsein der Menschen muss mit der Zuwanderung wachsen. Beides muss einigermaßen im Einklang sein. Und weil das Wachsen von Bewusstsein naturgemäß relativ langsam von Statten geht, wäre es sinnvoll, das Ausmaß der Zuwanderung daran anzupassen.

Irgendetwas zu erzwingen kann nur nach hinten losgehen.

Gruß,
Bernhard