Altjuedische Gottesvorstellungen


Burkl hat folgendes geschrieben:
Das ist ein Loslassen - aber nicht um, wie du es im Rahmen deiner fernöstlich inspirierten Privatreligion lehrst, jedes Begehren zu verlieren.


Im Gegensatz zu Dir kenne und verstehe ich die älteren Religionen!
Ich kenne die Bhagavad Gita, Daoismus, Hinduismus, die Upanishaden und den Buddhismus!
Du kennst erstens nur die Bibel, und zweitens bist Du nur ein „Schriftgelehrter“!
Du kennst die Schrift, aber es mangelt Dir an EIGENER Erkenntnis! [gelöscht wg. persönlicher Beleidigung]

Ich habe die Upanishaden zitiert (KEINE Privatreligion) woraus die Aufgabe ALLER Begehren klar und deutlich gefordert wird:
„Upanishaden: „Wenn alle (Begehren) die im Herzen Wallen, aufgegeben sind, wird der Sterbliche unsterblich.
Wenn alle Knoten, die das Herz einschnüren (Angst), gelöst sind, wird der Sterbliche unsterblich.


Dann schreibst Du in Deiner geistigen Blindheit: [siehe oben]

Zitat:
Das Begehren gehört zum Leben dazu, ohne ihm wären wir so eine Art Hülle aus Pappmaché und nicht lebendig.


Klasse! Dann lassen wir doch unsere Leiter der Großkonzerne und Politiker voller Gier und Egoismus (der erzeugt nämlich die Gier) sein, und das Volk weiter ausnutzen!

Zitat:
Darin unterscheidet sich eben das Christentum von den anderen großen Religionen. Die Erlösung wurzelt nach unserem Glauben nicht im Handeln des Menschen, sondern in demjenigen Gottes. Er macht das Entscheidende, bzw. ist es auf Golgatha schon geschehen und durch alle Zeiten hindurch wirksam und gegenwärtig. Insofern ist es auch eine sehr große Entlastung das Entscheidende nicht selbst vollbringen zu müssen, sondern es als Geschenk annehmen zu dürfen.


Ja Ja, der Gott macht alles! Der Mensch muß nur Christ sein, seine Kirchensteuer zahlen, und Almosen spenden.
Die [gelöscht], die es je gab!

Allerdings, die Schrift der Bibel ist sehr wohl richtig. Doch selbst die Kirchenfürsten verstehen im Christlichen Glauben nicht mehr die EIGENE Religion!
So verkommen wie das Christentum ist, ist keine andere alte Religion dieser Welt! [siehe oben]

© Demetrius

Lieber Demetrius,

ich möchte dich um zwei Dinge bitten:

1. Unterlass es bitte, rote Farbe zu verwenden. Diese ist den Moderatoren vorbehalten.
2. Beleidigungen gegen Personen oder Religionen sind in diesem Forum nicht erlaubt. Daher habe ich die auffälligsten Passagen herausgenommen.

Sollte die Diskussion zwischen euch beiden weiterhin so eskalieren, müsste ich deine folgenden Beiträge löschen und dich verwarnen.

Sören

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Auf der Erde gibt es seit jeher den Kampf zwischen Egoismus und Selbstlosigkeit.
Die Egoisten werden reich, die Selbstlosen schaffen große Werke.
www.demetrius-degen.de
AZMUTO hat folgendes geschrieben:

Die Kabbala führt alles auf “Es gibt Niemanden außer Ihm” zurück. Genau diese Bestrebung, alles in der Welt, einschließlich sich selbst mit verschiedenen Verlangen, Gedanken, Taten, zur einheitlichen Quelle, zum Ursprung zurückzuführen, ist die Hauptbemühung des Menschen. Innerhalb dieser Bemühung enthüllt er den Schöpfer und offenbart, dass nur eine Kraft des Gebens und der Liebe in der Welt existiert.

Ich denke, diese Definition ist unübertrefflich genial! Oftmals scheint es nämlich so, als ob der Mensch Gott als eine abgegrenzte oder sich abgrenzende Entität hält. Bei genauerem Betrachten sollte schließlich uns allen klar sein, dass der allmächtige Gott die Gesamtheit allen Seins darstellt, also alle und alles sowie schließlich auch uns selbst mit umfasst.
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Jedes Schicksal ist angemessen, individuell zugeschnitten, denn nichts, was Gott tut, ist sinnlos!
Lieber Demetrius,

generell würde ich dir gerne zu deinen Posts ein Zitat nahelegen:

"Das Gleiche hättest du in einem anderen Ton sagen sollen, nicht so verärgert. Deine Argumentation gewinnt dann an Kraft. Und vor allem, du beleidigst Gott nicht."

Hl. Josémaria Escrivá, Der Weg, Nr. 9

Zitat:
„Upanishaden: „Wenn alle (Begehren) die im Herzen Wallen, aufgegeben sind, wird der Sterbliche unsterblich.
Wenn alle Knoten, die das Herz einschnüren (Angst), gelöst sind, wird der Sterbliche unsterblich."

In einem traditionellen Gebet des Hl. Thomas von Aquin, das man nach der Messe beten kann, heißt es:

"Ich bitte dich, lass diese heilige Kommunion mir nicht zur Schuld und Strafe gereichen, sondern zur Quelle der Erbarmung und zum ewigen Heile. Sie sei mir die Rüstung des Glaubens und der Schild des guten Willens; sie möge mich von meinen Fehlern reinigen, meine Begierlichkeit und meine sinnlichen Triebe ertöten; sie möge die Liebe, die Geduld, die Demut und den Gehorsam und alle anderen Tugenden vermehren."

Wir müssen also mit den Begrifflichkeiten sehr vorsichtig sein, weil in östlichen Religionen oftmals eine andere Vorstellungswelt und hinsichtlich gleicher Ausdrücke zum Teil ein gänzlich anderes Begriffsverständnis herrscht. Sicherlich geht es auch in diesen Religionen um die Überwindung der falschen Leidenschaften und den Tugenderwerb. Wenn wir unter "Begehren" die falsche Begierde und die bösen Leidenschaften sehen - dann einverstanden, das ist zu überwinden. Aber das Begehren generell und umfassend auszuschalten hieße auch die positiven Strebekräfte des Menschen, die das Gute zum Ziel haben, zu schwächen oder ganz zu eliminieren. Das kann nicht das Ziel des Glaubens sein.

Ich versuche noch einmal den Bogen zum Thread-Thema zu ziehen. In der jüdischen Vorstellung über Gott richtet sich Gott zunächst an den Menschen, setzt den ersten Schritt, indem er sich als der Gott über Himmel und Erde offenbart, der eben "über" Allem steht und sich ein Volk erwählt - nicht weil es etwas Besonderes wäre oder geleistet hätte, damit noch deutlicher wird, dass es in der Heilsgeschichte letztlich nicht auf menschliche Leistung ankommt, sondern auf das Handeln Gottes.
Peter.Trim hat folgendes geschrieben:
Bei genauerem Betrachten sollte schließlich uns allen klar sein, dass der allmächtige Gott die Gesamtheit allen Seins darstellt, also alle und alles sowie schließlich auch uns selbst mit umfasst.

Das stimmt in gewisser Weise - nämlich insofern in jedem Augenblick Alles nur deshalb existiert, weil es von Gott nicht nur geschaffen, sondern auch willentlich im Dasein gehalten wird.
Würde man darunter verstehen, dass wir mit Gott sozusagen "substanzhaft" eins sind, dass die Schöpfung also nicht auch von Gott existentiell getrennt wäre, so gäbe es für diese Sicht keine biblische Grundlage. "Gottes Geist schwebte über dem Wasser", heißt es in der Genesis (1,2) - und nicht "Gott war das Wasser".
Oh, wie kann ich sagen, Er ist nicht so oder Er ist so?
Wenn ich sage, daß Er in meinem Inneren ist, ist das Universum beschämt:
Wenn ich sage, daß Er außen von mir ist, ist es die Unwahrheit.
Er fügt die inneren Welten und die äußeren Welten in eine unteilbare Welt zusammen; Das Bewußte und das Unbewußte.
*Kabir

Dieser Körper, diese physische, zellulare Substanz enthält "allmächtige Kräfte", ein stummes Bewußtsein, das alle Lichter und alle Unendlichkeiten enthält, ebenso wie die mentalen und spirituellen Unermeßlichkeiten – denn in Wahrheit ist alles göttlich, und wenn der Herr des Universums nicht in einer einzigen kleinen Zelle haust, ist er nirgendwo.
*Satprem / Sri Aurobindo
Burkl hat folgendes geschrieben:

Das stimmt in gewisser Weise - nämlich insofern in jedem Augenblick Alles nur deshalb existiert, weil es von Gott nicht nur geschaffen, sondern auch willentlich im Dasein gehalten wird.
Würde man darunter verstehen, dass wir mit Gott sozusagen "substanzhaft" eins sind, dass die Schöpfung also nicht auch von Gott existentiell getrennt wäre, so gäbe es für diese Sicht keine biblische Grundlage. "Gottes Geist schwebte über dem Wasser", heißt es in der Genesis (1,2) - und nicht "Gott war das Wasser".

Ich würde es mal so definieren: Kein einzelnes Individuum oder Ding kann Gott in seiner Gesamtheit darstellen. Allerdings sind wir alle sowie alles, was existiert, Teilaspekte Gottes in seiner Gesamtheit.
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Jedes Schicksal ist angemessen, individuell zugeschnitten, denn nichts, was Gott tut, ist sinnlos!

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