Die Zukunft der Weltpolitik


Moin Sören

Die Diskussion um die Situation in einer fernen Zukunft, habe ich schon mehrmals mit verschiedenen Bahai geführt.
Meistens war letztendlich die Rede davon dass wir irgendwann in einer Welt leben in der nahezu alle Menschen erkannt haben dass sie in ihrem Wesen Bahai sind.
Für diese Zukunft gibt es wohl den Entwurf, dass dann alle Menschen geeint gegen die wenigen verbleibenden Agressoren vorgehen können, nachdem man alle diplomatioschen Möglichkeiten ausgeschöft hat.
Wenn ich beobachten könnte dass Bahai Diplomatie oder Bahai Beratung in jedem Fall von Erfolg gerkrönt ist, würde mich das evtl. beruhigen.
Die Erfahrung zeigt uns dass Menschen schon immer gegen andere Menschen vorgegangen sind wenn diese einen falschen Lebensentwurf haben.
Auch wenn hier die gebotene und viel gelobte Toleranz ins Spiel kommt. habe ich lernen müssen dass sich Menschen jeder Religion schwer tun wenn es um die Lebensentwürfe anderer Menschen geht.
Es werden sich auch in Zukunft Menschen gegen die Bahai Lehre aussprechen, wollen wir hoffen dass gegen diese Menschen niemals die Hand erhoben wird.

Nochmal zur Idee der militärischen Befriedung.

Sicherlich kennst Du folgenden Umstand.
Wenn man einen beliebigen Begriff nimmt und diesen in Gedanken oder gesprochen oft genug wiederholt, wie bei einer Meditation. verliert der Begriff seine Bedeutung und wird zu einem blossen Geräusch ohne jeden Sinn.

Wenn ich militärische Befriedung lese, ist bei mir dieses Gefühl eines bedeutungslosen Geräusches auf der Stelle präsent...

Möglicherweise ist diese Begrifflichkeit von Natur aus auch ein Oxymoron

Gruss Grubi
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https://youtu.be/f2ROFnA4HRA
Grubi hat folgendes geschrieben:
Moin Sören

Die Diskussion um die Situation in einer fernen Zukunft, habe ich schon mehrmals mit verschiedenen Bahai geführt.
Meistens war letztendlich die Rede davon dass wir irgendwann in einer Welt leben in der nahezu alle Menschen erkannt haben dass sie in ihrem Wesen Bahai sind.


Lieber Grubi,

so eindeutig, wie viele Bahá'í das erzählen, ist das Konzept nicht. Tatsächlich ist es so, dass es Ansätze für beide Varianten gibt, sowohl eine Art "Bahá'í-Weltstaat" als auch die Variante eines säkularen, demokratischen Welt-Bundesstaates. Ich halte die Letztere für nachvollziehbarer, sehe aber auch ein, dass man die Texte im erstgenannten Sinne verstehen kann.


Grubi hat folgendes geschrieben:
Für diese Zukunft gibt es wohl den Entwurf, dass dann alle Menschen geeint gegen die wenigen verbleibenden Agressoren vorgehen können, nachdem man alle diplomatioschen Möglichkeiten ausgeschöft hat.


Da würfelst du beide Entwürfe durcheinander. Für den Fall, dass es irgendwann eine Welt geben sollte, in der nur noch Bahá'í leben, sollten Konflikte sich gar nicht erst bis zu einem Krieg ausweiten können, sondern durch Beratung auf der unterst-möglichen Ebene gelöst werden. Eine militärische Unterdrückung religiöser Minderheiten ist damit nicht gemeint.

Das militärische Eingreifen ist gedacht für die Variante des säkularen Welt-Bundesstaates, der selbstverständlich die Möglichkeit haben muss, aggressives Verhalten einzelner Teilstaaten zu sanktionieren. Auch im Grundgesetz gibt es einen Bundeszwang, ebenso wie in den drei Reichsverfassungen, der Bundesakte des Deutschen Bundes, der Verfassung der Vereinigten Staaten und so ziemlich jeder anderen föderalen Verfassungsordnung auch. Das ist ein fester Bestandteil des Rechtsstaates. Natürlich gäbe es bis zu dieser ultima ratio noch einen bunten Strauß anderer Maßnahmen wie Gerichtsentscheide usw. die vorher ausgeschöpft sein müssten. Auch ein militärisches Eingreifen müsste natürlich von einem internationalen Gerichtshof sanktioniert werden und dürfte nicht einfach willkürlich erfolgen.

Grubi hat folgendes geschrieben:
Wenn ich beobachten könnte dass Bahai Diplomatie oder Bahai Beratung in jedem Fall von Erfolg gerkrönt ist, würde mich das evtl. beruhigen.

Die Erfahrung zeigt uns dass Menschen schon immer gegen andere Menschen vorgegangen sind wenn diese einen falschen Lebensentwurf haben.

Auch wenn hier die gebotene und viel gelobte Toleranz ins Spiel kommt. habe ich lernen müssen dass sich Menschen jeder Religion schwer tun wenn es um die Lebensentwürfe anderer Menschen geht.
Es werden sich auch in Zukunft Menschen gegen die Bahai Lehre aussprechen, wollen wir hoffen dass gegen diese Menschen niemals die Hand erhoben wird.


Das ist natürlich nochmal eine ganz andere Frage, aber die wird nicht im Rahmen der Sicherheitsarchitektur eines Welt-Bundesstaates zu verhandeln sein, sondern im Rahmen der Gesetzgebung. Und ja, da gibt es in vielen Bereichen noch massiven Lernbedarf.

Grubi hat folgendes geschrieben:
Wenn ich militärische Befriedung lese, ist bei mir dieses Gefühl eines bedeutungslosen Geräusches auf der Stelle präsent...


"Militärische Befriedung" im Sinne dessen, wie der Irak-Krieg gelaufen ist, ist etwas völlig anderes als der Schutz der territorialen Integrität eines Bundesstaates.

Mal ein Beispiel: Würde der Freistaat Bayern seine Polizei militärisch aufrüsten (das NYPD z.B. ist in Teilen besser ausgerüstet als unsere Bundeswehr) und in Baden Württemberg einmarschieren, was sollte die Bundesrepublik Deutschland in einem solchen Fall tun? Lass uns das einfach mal durchspielen
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"Nicht mitzuhassen, mitzulieben bin ich da." Sophokles: Antigone, Vers 523
Soeren hat folgendes geschrieben:


Mal ein Beispiel: Würde der Freistaat Bayern seine Polizei militärisch aufrüsten (das NYPD z.B. ist in Teilen besser ausgerüstet als unsere Bundeswehr) und in Baden Württemberg einmarschieren, was sollte die Bundesrepublik Deutschland in einem solchen Fall tun? Lass uns das einfach mal durchspielen


Nachdem die BRD massiv abhängig ist von Bayern, würde sie wahrscheinlich nichts unternehmen. Die Schwaben würden die Übernahme erst bemerken, wenn Baden Württemberg schon vollständig ins Königreich Bayern integriert ist und sie dem König von Bayern, Horst dem Ersten, huldigen müssen. Der König und die Kanzlerin würden gleichgestellt werden, der Bundespräsident abgeschafft, immerhin braucht man den nicht mehr, wenn es schon einen König gibt. Immer mehr Bundesländer würden sich den Bayern anschließen, immerhin funktioniert die Monarchie super. Die Wirtschaft floriert, die Grenzen sind dicht und alle mögens den Horst I, König von Bayern. Und weils in der Vergangenheit schon so gut geklappt hat, fordert man höflich die Nachbarstaaten auf, sich anzuschließen. Funktioniert das nicht, dann eben mit etwas Nachdruck. Bis schlussendlich die ganze Welt vereint unter Horst dem Ersten, König von Bayern, einer glanzvollen, friedlichen und harmonischen Zukunft entgegenblickt.

Mia san Mia!
Hallo,
wer Frieden wünscht muß für Kriege gerüstet sein UND seinen Nachbarn deutlich signaliseren bis real fast beweisen nichts von ihm gewaltsam zu wollen.

Praktisch heist das auch Verabschidung von der Wachstumsidiologie, bei der ständige Konkurenz um externe Recourcen besteht.

Europa hat die große Chance als gesamtes kulturelles Europa geeint sehr reich zu sein.

Reich an fruchtbaren Ackerland, allen Rohstoffen, vielen klugen hochgebildeten fleissigen Menschen. Diese können alles, wirklich alles an Technik selbst entwickeln und in aureichenden Losgrößen produzuieren.

Ich denke die EU sollte Belorus und Russland aufnehmen und die NATO verlassen.

Sibirien ist geographisch Asien, kulturell aber ein Teil Europas.

Importe des Welthandel würde Europa begrenzen können vereinfacht auf Kaffee, Tee und Gewürze.

Und damit nicht mehr erpressbar sein, kein Bedarf an strategisch-militärischer "Sicherung der Handelsrouten".