Paulus, kein Knecht Jesu


Ich glaube auch nicht, dass der Auftraggeber von Paulus Jesus gewesen ist. Paulus selbst sagt, der Satan könne sich als Engel des Lichts verkleiden. Da haben wir es. Der hat ihn geblendet, der war sein Knecht, er hielt ihn an der Stange und hat ihn auch gezwickt [b]Viele sagen, dass jede religioese Gemeinschaft ein Ableger vom Satan sei.
[/b]2Pe 2:12.Aber sie sind wie die unvernünftigen Tiere, die von Natur dazu geboren sind, dass sie gefangen und geschlachtet werden; sie lästern das, wovon sie nichts verstehen, und werden auch in ihrem verdorbenen Wesen umkommen. siehe talmud
Dass Paulus dermaßen über die Kreter wettern kann, anstatt ihnen das Heil in Christo zu bringen, schlägt dem Fass den Boden aus. War Paulus vielleicht doch ein bisschen verrückt, er war ja ein ehemaliger Massenmörder, der römische Statthalter Festus sagte einmal zu ihm:
“Paulus, du bist von Sinnen! Das große Wissen macht dich wahnsinnig.“ Apg 26:24.
In 2 Kor.12,7. spricht Paulus von einem „Stachel im Fleisch“ und „Engel Satans, der mich mit Fäusten schlagen muss, damit ich mich nicht überhebe“ er hat ihn also vor seinen Karren gespannt.
Da sagt er ja selber, dass etwas mit ihm nicht ganz in Ordnung sei. (er war eine Frühgeburt, vermutlich litt er unter Epilepsie.
Die herkömmlichen Bibelgläubigen, die z. B. in der Schweiz in 250 registrierte Sekten zerspalten sind. In einem Punkt sind sie sich alle einig: Jede Kirche Sekte behauptet oder denkt, dass sie das richtige Salz in der Tasche hätte, und das in den anderen ein falscher Geist steckt.
Zitat:
Die herkömmlichen Bibelgläubigen, die z. B. in der Schweiz in 250 registrierte Sekten zerspalten sind

Sicherlich ist das auf den ersten Blick zum Verzweifeln, wenn man sieht wie groß die Zersplitterung unter den Christen ist, welche nicht in der katholischen Einheit stehen.

Dann beginnt noch dazu das Athanasianische Symbolum mit den für die von der katholischen Kirche getrennten Christen unheilvoll klingenden Worten:

"Wer da selig werden will, der muss vor allem den katholischen Glauben festhalten.

Wer diesen nicht in seinem ganzen Umfang und unverletzt bewahrt, wird ohne Zweifel ewig verlorengehen."

http://www.peterskirche.at/messbuch.....20Glaubensbekenntnis.html

Dann lese ich aber weiter und bin wieder einigermaßen entspannt. Ich lese dort von der Dreifaltigkeit, von der Menschwerdung Gottes und vom Glauben an das Gericht Gottes, der den Menschen aufgrund seines sittlichen Verhaltens beurteilen wird. Ich glaube auf dieser grundlegenden Ebene ist die Katholizität, der allumfassende heilbringende Glaube, breiter als die Zugehörigkeit zur katholischen Kirche.
Nur einigermaßen entspannt und nicht völlig entspannt bin ich deshalb, weil der Zustand der Trennung wie er jetzt ist, dezidiert nicht von Gott gewollt ist und für die Evangelisierung der Welt eindeutig ein großes Hindernis darstellt. Die auch nach außen sichtbare Einheit aller Christen und eine grundlegende Übereinstimmung in Theologie und Moral muss Ziel bleiben, auch wenn sich viele Hindernisse auftun, die rein menschlich nicht überwindbar scheinen - Gott kann alles bewirken.
Papst Franziskus hat für unsere Zeit dazu zwei wichtige Impulse gegeben - erstens die "Ökumene des Blutes": in den Märtyrern unserer Zeit lebt die Einheit der Kirche schon jetzt, denn Christenverfolger unterscheiden nicht zwischen katholisch, evangelisch und orthodox, dort ist die Einheit der Christen im Leiden für Christus schon Wirklichkeit. Der gemeinsame Einsatz für die verfolgten Glaubensbrüder und -schwestern fordert die Einheit der Christen zutiefst.
Und zweitens: Die Einheit in tätiger Liebe. Überall dort, wo Christen gemeinsam für eine bessere Welt arbeiten ist es auch ein Dienst an der Einheit der Kirche.
albi2000 hat folgendes geschrieben:
Aber sie sind wie die unvernünftigen Tiere, die von Natur dazu geboren sind, dass sie gefangen und geschlachtet werden


Ganz nebenbei bemerkt, ist schon diese Äußerung mehr als fragwürdig.
Gott hat die Tiere sicher nicht zur Gefangennahme und Schlachtung bestimmt.

Zitat:
;War Paulus vielleicht doch ein bisschen verrückt, er war ja ein ehemaliger Massenmörder


Es gab schon immer und wird immer Menschen geben, die zu Extremen neigen und denen die Gabe, ein gesundes Maß zu finden, abgeht.
Man findet sie gehäuft in religiösen Kreisen, in der Politik und im anti-religiösen Umfeld. Paradoxerweise bekämpfen sie oft jene Positionen mit Vehemenz, denen sie zuvor selber angehangen haben.
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Locker bleiben, Maß halten (frei nach Aristoteles)
Burkl hat folgendes geschrieben:

"Wer da selig werden will, der muss vor allem den katholischen Glauben festhalten.


Das steht aber nicht in der Bibel.

Zitat:

Nur einigermaßen entspannt und nicht völlig entspannt bin ich deshalb, weil der Zustand der Trennung wie er jetzt ist, dezidiert nicht von Gott gewollt ist und für die Evangelisierung der Welt eindeutig ein großes Hindernis darstellt. Die auch nach außen sichtbare Einheit aller Christen und eine grundlegende Übereinstimmung in Theologie und Moral muss Ziel bleiben, auch wenn sich viele Hindernisse auftun, die rein menschlich nicht überwindbar scheinen - Gott kann alles bewirken.


Es ist ja nicht so, dass evangelische oder besser gesagt evangelikale Christen nicht auch missionieren würde. Oft mit so großem Erfolg, dass die katholische Kirche sich schon einiges abgeguckt hat.
Dass es innerhalb einer Religion verschiedene Ansichten gibt, ist normal und aus meiner Sicht sogar förderlich für eine Gemeinschaft, weil dadurch eine breitere Masse angesprochen und die Wahrheit Raum zur Entfaltung hat. Starre Dogmen - wenn sie dann auch noch falsch sind - sind eher hinderlich.
Wenn Gott von oben herab alles bewirken könnte, dann hätte es vieles auf dieser Welt erst gar nicht gegeben. Erst das Bewusstsein um die Gotteskindschaft, den gemeinsamen Ursprung alles Seienden - kann bewirken, dass Menschen umkehren und zwar weil sie dann ja glauben. Der Name der Religion spielt dann doch keine Rolle, sondern deren Wirkung.
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Locker bleiben, Maß halten (frei nach Aristoteles)
Elem. Luft hat folgendes geschrieben:
Burkl hat folgendes geschrieben:

"Wer da selig werden will, der muss vor allem den katholischen Glauben festhalten.


Das steht aber nicht in der Bibel.


Es steht aber auch nicht drin, dass mit "Festhalten am katholischen Glauben" Gehorsam gegenüber dem Bischof von Rom gemeint ist. Es gab zu dieser Zeit fünf ökumenische Patriarchate, von denen jedes seinen eigenen Jurisdiktionsbereich hatte. Der Patriarch des Westens, der Bischof von Rom, war nur primus inter pares, keinesfalls eine Autorität, die über dem Rest der Kirche gestanden hätte. Das ist gutes orthodoxes Kirchenverständnis, das ohne Zentralismus auskommt und nach dem Landeskirchensystem organisiert ist.
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"Nicht mitzuhassen, mitzulieben bin ich da." Sophokles: Antigone, Vers 523
An dieser Stelle möchte ich einen Brief im Auftrag des Universalen Hauses der Gerechtigkeit an einen einzelnen Gläubigen vom 22.02.1998 einwerfen, in dem aus Bahá'í-Sicht die Beziehung zwischen Petrus und Paulus erläutert wird und das Haus klarstellt, dass Paulus in keinster Weise die Lehre Jesu untergraben hat:

Das Universale Haus der Gerechtigkeit hat folgendes geschrieben:
Bezüglich der Beziehung zwischen dem heiligen Petrus und dem heiligen Paulus hat die Forschungsabteilung nichts in den Schriften Bahá’u’lláhs, ‘Abdu’l-Bahás oder des Hüters gefunden, das bestätigen würde, dass Paulus sich „die Stufe Petri angemaßt“ oder „die ursprüngliche Botschaft Christi völlig verändert“ habe.

Über den heiligen Petrus schreibt der geliebte Hüter:

„[Was die Stellung des Christentums betrifft,] so sei ohne Zögern und unzweideutig festgestellt, dass … der Vorrang Petri, des Fürsten der Apostel, hochgehalten und verteidigt [wird] … während Petrus als einer anerkannt wird, dem Gott ‚die Geheimnisse der Weisheit und der Verkündung aus dem Munde strömen’ ließ.“

„Nun zu Ihren Fragen. Was den Ausspruch Jesu Christi ‚Du bist Petrus, und auf diesen Felsen will ich meine Kirche bauen’ betrifft; dieser Spruch begründet ohne jeden Zweifel die Vorrangstellung Petri und ebenso den Grundsatz der Nachfolge, doch ist er nicht ausdrücklich genug, was die Wesensart und Funktionsweise der Kirche selbst anbetrifft. Die Katholiken haben zu viel in diesen Ausspruch hineingelesen, und leiteten von diesem gewisse Schluss­folgerungen ab, die überhaupt nicht zu rechtfertigen sind.“

Bahá’u’lláh Selbst bezeugte, dass die ursprüngliche Botschaft Jesu nicht verloren gegangen ist. Sie sind ohne Zweifel mit dem Abschnitt aus dem Kitáb-i-Íqán vertraut, in dem Er erklärt:

„Auch hörten Wir die Behauptung einiger Toren, der ursprüngliche Text der himmlischen Evangelien sei bei den Christen nicht mehr vorhanden und zum Himmel aufgestiegen. Wie schlimm haben sie sich geirrt! Wie wenig bedachten sie dabei, daß solch eine Behauptung einer gnädigen, liebevollen Vorsehung schwerste Ungerechtigkeit und Tyrannei unterstellt! Wie könnte Gott, nachdem die Sonne der Schönheit Jesu den Augen Seines Volkes entschwunden und zum vierten Himmel aufgestiegen war, Sein heiliges Buch, Sein größtes Zeugnis unter Seinen Geschöpfen, ebenfalls verschwinden lassen? Was wäre diesem Volke geblieben, woran es sich vom Untergang der Sonne Jesu bis zum Aufstieg der Sonne der Sendung Muḥammads hätte halten können?“

Es ist dennoch unzweifelhaft, dass zahlreiche Irrlehren in das Christentum eingeflossen sind, das reine Evangelium verdunkelten und Uneinigkeit und Spaltung bewirkten. Dies wird vom Hüter auf Seite 39 der Zusammenstellung ‚Die Weltordnung Bahá’u’lláhs’ erklärt:

„Niemand wird, meine ich, die Tatsache anzweifeln, dass der Hauptgrund, warum die Einheit der Kirche Christi auf nicht wieder gut zu machende Weise erschüttert und ihr Einfluss im Laufe der Zeit untergraben wurde, darin liegt, dass das Bauwerk, das die Kirchenväter nach dem Hinscheiden Seines Ersten Apostels errichtet hatten, nicht auf Christi eigenen und ausdrücklichen Weisungen ruhte.“

Es ist ebenfalls unbestreitbar, dass Petrus bereits zu Lebzeiten zahlreichen Problem gegenüberstand. Auf Seite 208 der ‚Welt­ordnung Bahá’u’lláhs’ schreibt der Hüter:

„Konnte Petrus, das anerkannte Oberhaupt der Apostel, oder der Imám 'Alí, der Vetter und rechtmäßige Nachfolger des Propheten, zur Bekräftigung des Vorrangs, mit dem sie beide ausgestattet waren, schriftliche und ausdrückliche Bestätigungen von Christus und Muḥammad aufweisen, mit denen sie diejenigen zum Schweigen hätten bringen können, die unter ihren Zeitgenossen oder in einer späteren Zeit ihre Autorität zurückgewiesen und durch ihre Handlungsweise die bis auf den heutigen Tag fortbestehenden Glaubensspaltungen beschleunigt haben?“

Dass Paulus gelegentlich mit Petrus gestritten hat lässt sich an Pauli eigenen Worten im Galaterbrief (2:11-14) erkennen. Es ist ebenfalls Paulus, der im 1. Korintherbrief (1:11-13) frühe Spaltungen unter den Christen erwähnt, die er zu heilen beabsichtigte. Die Einstellung Petri gegenüber Paulus zeigt sich im 2. Petrusbrief (3:15-1.

Will man die Beziehung zwischen Petrus und Paulus betrachten, muss man all diese verschiedenen Gesichtspunkte im Auge behalten. Beiden wird in den Bahá’í-Schriften große Wertschätzung entgegengebracht. Eine besonders eindrückliche Aussage findet sich in der Zusammenstellung ‚Briefe und Botschaften’ von ‘Abdu’l-Bahá (189:5):

„Des Menschen Verhalten muss wie das von Paulus sein, des Men­schen Glaube wie der von Petrus.“

Herr … mag den folgenden Auszug aus einem Brief im Auftrag des Universalen Hauses der Gerechtigkeit bezüglich der Frage, ob der Apostel Paulus ein „Bündnisbrecher“ war, ebenfalls interessant finden:

„Ihr Brief … betreffend die Frage des Paulus als mutmaßlichen Bündnisbrechers ist gewiss angesichts der Äußerungen derjenigen entstanden, die versuchen, die Geschichte des frühen Christentums mit der Entstehungsgeschichte der Bahá’í Religion zu vergleichen. Sie tun gut daran, solche Auszüge aus den Schriften … zu erwähnen, die den hohen Rang des Apostels Paulus innerhalb der Christlichen Sendung bestätigen. In der Tat ist uns, wenngleich die Bahá’í-Schriften die Vorrangstellung Petri hochhalten (vergleiche ‚Der verheißene Tag ist gekommen’ S. 167), kein Text bekannt, der erklären würde, dass Paulus ein Bündnisbrecher gewesen sei. Wir haben Kenntnis von einer Pilgernotiz, die dies andeutet, doch kann ihr ohne jegliche Bestätigung kein Glauben geschenkt werden.“

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"Nicht mitzuhassen, mitzulieben bin ich da." Sophokles: Antigone, Vers 523
Elem. Luft hat folgendes geschrieben:
Erst das Bewusstsein um die Gotteskindschaft, den gemeinsamen Ursprung alles Seienden

Ja - die Gotteskindschaft ist essentiell. Nur was bedeutet sie?

Ist sie einfach Ausdruck dafür, dass wir Geschöpfe Gottes sind? Das trifft auf alle Menschen zu und dafür bräuchten wir keine besondere Offenbarung, das erschließt sich der menschlichen Vernunft.

Ist sie Ausdruck dafür, dass Gott bei uns diese Geschöpflichkeit dadurch intensivieren wollte, dass er sich uns durch das Wort mitteilt? Dann bräuchten wir die Menschwerdung nicht.

Oder ist sie Ausdruck dafür, dass wir unmittelbar in die innergöttliche Lebenswirklichkeit der Dreifaltigkeit hineingenommen sind, indem wir uns Christus einverleiben? Dann brauchen wir die Kirche.
@Sören

An deinem zuletzt geposteten Text wird gut ersichtlich, wie sehr die Gespaltenheit der Christen der Evangelisierung der Welt schadet. Selbstverständlich berufen sich die Gegner des christlichen Glaubens sehr intensiv auf dem Umstand der mangelnden Einheit der Christen. Und selbstverständlich leidet die Verkündigung des Evangeliums darunter, wenn Christen ein zerstrittenes Bild abgeben. Aber es gilt auch hier dasselbe wie bei der Reformation - innerkirchliche oder innerchristliche Missstände aufzuzeigen macht deshalb eine vertretene Irrlehre nicht wahrer.
Burkl hat folgendes geschrieben:
Aber es gilt auch hier dasselbe wie bei der Reformation - innerkirchliche oder innerchristliche Missstände aufzuzeigen macht deshalb eine vertretene Irrlehre nicht wahrer.


Verstehe ich das richtig, dass Du hier die Evangelische Kirche und die Baha'i-Religion als Irrlehren bezeichnest?
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»Du sollst den Herrn, deinen Gott, lieben von ganzem Herzen, von ganzer Seele und von ganzem Gemüt«
Dies ist das höchste und größte Gebot.
Das andere aber ist dem gleich: »Du sollst deinen Nächsten lieben wie dich selbst«.
In diesen beiden Geboten hängt das ganze Gesetz und die Propheten
Minou hat folgendes geschrieben:
Burkl hat folgendes geschrieben:
Aber es gilt auch hier dasselbe wie bei der Reformation - innerkirchliche oder innerchristliche Missstände aufzuzeigen macht deshalb eine vertretene Irrlehre nicht wahrer.


Verstehe ich das richtig, dass Du hier die Evangelische Kirche und die Baha'i-Religion als Irrlehren bezeichnest?

Die protestantischen Lehren sind in Bezug auf das Wesen der Kirche (Ekklesiologie) und die Eucharistie ganz eindeutig wesentliche Irrtümer.

Und die Bahai-Religion ist in Bezug auf die Christologie (und daher auch hinsichtlich der gesamten Sakramentenlehre) ganz eindeutig eine massive Häresie. Zwei der im Athanasianischen Glaubensbekenntnis als Kernbereich des Heils vorgelegten Lehren - Dreifaltigkeit Gottes, Menschwerdung Gottes - werden dezidiert von der Bahai-Lehre verworfen.

Also ja, du verstehst mich richtig.