Paulus, kein Knecht Jesu


Burkl hat folgendes geschrieben:

Die protestantischen Lehren sind in Bezug auf das Wesen der Kirche (Ekklesiologie) und die Eucharistie ganz eindeutig wesentliche Irrtümer.
Und die Bahai-Religion ist in Bezug auf die Christologie (und daher auch hinsichtlich der gesamten Sakramentenlehre) ganz eindeutig eine massive Häresie. Zwei der im Athanasianischen Glaubensbekenntnis als Kernbereich des Heils vorgelegten Lehren - Dreifaltigkeit Gottes, Menschwerdung Gottes - werden dezidiert von der Bahai-Lehre verworfen.
Also ja, du verstehst mich richtig.

Die Ekklesiologie und die Eucharistie sind naturwissenschaftlich betrachtet genauso menschlich-mythologische Thesen wie das System des alt-griechischen und alt-römischen Vielgötterglaubens. Genauso kann prinzipiell aus Sicht eines nicht speziell metaphysisch eingeweihten Menschen, wenn man es so definiert, theoretisch die Gesamtheit der römisch-katholischen Dogmen genauso wie auch andere religiöse Geschichten als mythologisches Produkt menschlicher Fantasie angesehen werden.
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Jedes Schicksal ist angemessen, individuell zugeschnitten, denn nichts, was Gott tut, ist sinnlos!
Peter.Trim hat folgendes geschrieben:
Genauso kann prinzipiell aus Sicht eines nicht speziell metaphysisch eingeweihten Menschen, wenn man es so definiert, theoretisch die Gesamtheit der römisch-katholischen Dogmen genauso wie auch andere religiöse Geschichten als mythologisches Produkt menschlicher Fantasie angesehen werden.

Der wesentliche Unterschied zum Mythos ist die historische Einwurzelung der für das Christentum entscheidenden Heilsereignisse. Herkules und Odysseus sind keine historischen Persönlichkeiten. "Gelitten unter Pontius Pilatus" steht im Apostolischen Glaubensbekenntnis. Eine historische Person wird unmittelbar im Zusammenhang mit dem zentralen Heilsereignis, Passion und Auferstehung Jesu Christi genannt. Hätte Pilatus nicht gelebt wäre die christliche Religion obsolet.
Sören hat folgendes geschrieben:
Elem. Luft hat folgendes geschrieben:
Burkl hat folgendes geschrieben:

"Wer da selig werden will, der muss vor allem den katholischen Glauben festhalten.


Das steht aber nicht in der Bibel.


Es steht aber auch nicht drin, dass mit "Festhalten am katholischen Glauben" Gehorsam gegenüber dem Bischof von Rom gemeint ist.


Genau, weil es die katholische Kirche biblisch gesehen nicht gibt.
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Locker bleiben, Maß halten (frei nach Aristoteles)
Minou hat folgendes geschrieben:
Verstehe ich das richtig, dass Du hier die Evangelische Kirche und die Baha'i-Religion als Irrlehren bezeichnest?


Überrascht dich das wirklich noch, Minou? Burkl hat doch immer wieder zur Genüge klar gemacht, dass er die Bahá'í-Lehre als Irrweg ansieht, der von Christus wegführt. Das kann er ja halten, wie er will.

Was ich aber für weit hergeholt halte ist, die Bahá'í-Religion als Häresie zu betiteln, denn dann müsste es sich um eine innerchristliche Bewegung handeln, die die Bahá'í-Religion weder faktisch ist noch selbst sein will. Ich kann mir auch nicht vorstellen, dass die Katholische Kirche ein interesse daran haben könnte, die Bahá'í solcherart zu "christianisieren".
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"Nicht mitzuhassen, mitzulieben bin ich da." Sophokles: Antigone, Vers 523
Sören hat folgendes geschrieben:
Was ich aber für weit hergeholt halte ist, die Bahá'í-Religion als Häresie zu betiteln, denn dann müsste es sich um eine innerchristliche Bewegung handeln

Das würde ich nicht so sehen. Alle postchristlichen religiösen Erscheinungen, die eine fundamental andere Christologie vertreten (z.B. Leugnung der Menschwerdung Gottes, der Dreifaltigkeit etc.) sind Häresien.

Zitat:
dass er die Bahá'í-Lehre als Irrweg ansieht, der von Christus wegführt.

Was aber trotz objektiver Entfernung von den grundlegenden Heilswahrheiten kein Urteil über Heil und Unheil eines konkreten religiös irrenden Menschen darstellt. Nur Gott kennt die Seelen und hat das Recht zu urteilen.
Burkl hat folgendes geschrieben:
Alle postchristlichen religiösen Erscheinungen, die eine fundamental andere Christologie vertreten (z.B. Leugnung der Menschwerdung Gottes, der Dreifaltigkeit etc.) sind Häresien.


Was bedeuten dann Hinduismus und Buddhismus für Dich?
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»Du sollst den Herrn, deinen Gott, lieben von ganzem Herzen, von ganzer Seele und von ganzem Gemüt«
Dies ist das höchste und größte Gebot.
Das andere aber ist dem gleich: »Du sollst deinen Nächsten lieben wie dich selbst«.
In diesen beiden Geboten hängt das ganze Gesetz und die Propheten
Minou hat folgendes geschrieben:
Burkl hat folgendes geschrieben:
Alle postchristlichen religiösen Erscheinungen, die eine fundamental andere Christologie vertreten (z.B. Leugnung der Menschwerdung Gottes, der Dreifaltigkeit etc.) sind Häresien.


Was bedeuten dann Hinduismus und Buddhismus für Dich?

Philosophien mit transzendentem Bezug, die aufgrund der Fähigkeit des Menschen sich fragmentarisch und schattenhaft der Wahrheit über Gott anzunähern, nämlich durch den Gebrauch der Vernunft und das Hören auf das Gewissen, auch viel Wahres und Gutes enthalten, die aber im Grunde auf der Stufe des menschlichen Erkennens verbleiben und nicht zum eigentlichen Kern des göttlichen Geheimnisses, der Dreifaltigkeit, vordringen.
Sören hat folgendes geschrieben:
Überrascht dich das wirklich noch, Minou? Burkl hat doch immer wieder zur Genüge klar gemacht, dass er die Bahá'í-Lehre als Irrweg ansieht, der von Christus wegführt. Das kann er ja halten, wie er will.


Überrascht mich nicht wirklich, Sören; ich wollte es nur mal in direkter Antwort stehen sehen.
Es gibt ja demnach nur eine einzige wahre - nämlich die röm. katholische - Glaubenslehre.
Interessant, dass alle Religionen und Glaubensgemeinschaften das von sich meinen.
Mit der biblischen Lehre kann ich konform gehen, doch die nachher menschlich aufgestellten Dogmen der röm. katholischen Kirche wollen mir nicht einleuchten; so werden Gebote ja bis ins Schlafzimmer hinein vorgeschrieben. Da sehe ich halt nichts Biblisches mehr.
Wenn ich mir die übrigen christlichen Denominationen anschaue, liest jede etwas anderes aus der Bibel. Welche ist dann die Glaubwürdigste? Schweres Unterfangen, das herauszufinden.
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»Du sollst den Herrn, deinen Gott, lieben von ganzem Herzen, von ganzer Seele und von ganzem Gemüt«
Dies ist das höchste und größte Gebot.
Das andere aber ist dem gleich: »Du sollst deinen Nächsten lieben wie dich selbst«.
In diesen beiden Geboten hängt das ganze Gesetz und die Propheten
Minou hat folgendes geschrieben:
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Mit der biblischen Lehre kann ich konform gehen, doch die nachher menschlich aufgestellten Dogmen der röm. katholischen Kirche wollen mir nicht einleuchten; so werden Gebote ja bis ins Schlafzimmer hinein vorgeschrieben. Da sehe ich halt nichts Biblisches mehr.
Wenn ich mir die übrigen christlichen Denominationen anschaue, liest jede etwas anderes aus der Bibel. Welche ist dann die Glaubwürdigste? Schweres Unterfangen, das herauszufinden.


@ Minou,
Eine gesunde Mischung aus Liebe und Vernunft sind da möglicherweise der Schlüssel
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Locker bleiben, Maß halten (frei nach Aristoteles)
Minou hat folgendes geschrieben:
Dogmen der röm. katholischen Kirche wollen mir nicht einleuchten; so werden Gebote ja bis ins Schlafzimmer hinein vorgeschrieben.

Die Beziehung zu Jesus steht am höchsten. Göttliche Gebote stehen sehr weit oben und dienen dieser Beziehung. Die Dogmen und die Moral dienen dem Menschen dazu im Glauben, der Hoffnung und der Liebe zu bleiben. Alles dient der Beziehung zu Jesus Christus. Und selbstverständlich kann die Moral nicht an der Schwelle zum Schlafzimmer enden. Das christliche Leben ist ein ungeteiltes. Es geht um die Einheit des Lebens - in allen Bereichen. Nichts wird vom Licht Gottes ausgeschlossen.

Zitat:
Wenn ich mir die übrigen christlichen Denominationen anschaue, liest jede etwas anderes aus der Bibel. Welche ist dann die Glaubwürdigste? Schweres Unterfangen, das herauszufinden

Was die Kerninhalte des Glaubens anbelangt habe ich ja am Athanasianischen Glaubensbekenntnis gezeigt, dass es hier im Grunde einen breiten Konsens gibt, den wohl 99% aller Christen teilen.