Tabubruch: Was ist Missbrauch?


An diesem Punkt werde ich mich auch diesem Thread ausklinken. Ich sehe keinen Sinn mehr, daran weiterzudiskutieren, wenn wahlweise am Jugendschutzgesetz oder an der völlig unzweideutig feststehenden traumatisierenden Wirkung von sexuellem Missbrauch gerüttelt wird.
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"Nicht mitzuhassen, mitzulieben bin ich da." Sophokles: Antigone, Vers 523
Hallo Sören,

auch das Jugendschutzgesetz ist keine "heilige Kuh", die nicht ab und zu auf den Prüfstand gestellt werden darf.

Allerdings halte ich auch den Schutz der Kinder und Jugendlichen für so wichtig, daß man wohl einige Fehlurteile in Kauf nehmen muß (zB wenn Jugendliche stark einvernehmlichen Sex mit Erwachsenen hatten, dann aber von Eltern und Umgebung aus "moralischen Gründen" gedrängt werden, Anzeige zu erstatten.

Von Mißbrauch war übrigens vorher nicht die Rede. Und darüber, daß die Ziehung von Altersgrenzen auch immer etwas willkürlich ist und den individuellen Reifegrad nicht berücktsichtigt, brauchen wir auch wohl nicht zu diskutieren.
Nur ist das kaum in Gesetze zu fassen und hier kommt der Spielraum des Strafgesetzbuches und die angemessene Beurteilung eines Richters zum Einsatz.

Pjotr Kala
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Hüte dich vor Institutionen, die dir das Denken abnehmen wollen!
Soeren hat folgendes geschrieben:
An diesem Punkt werde ich mich auch diesem Thread ausklinken. Ich sehe keinen Sinn mehr, daran weiterzudiskutieren, wenn wahlweise am Jugendschutzgesetz oder an der völlig unzweideutig feststehenden traumatisierenden Wirkung von sexuellem Missbrauch gerüttelt wird.


Hier haben wir es mit einem erheblichen Dunkelfeld zu tun. Es geht darum festzustellen was Missbrauch ist und vorgekaute Gesetzlichkeiten mal außer Acht zu lassen. Tatsächlicher Missbrauch macht sich eben nicht am Jugendschutzgesetz fest, lässt sich also nicht anhand von Daten auf Papier definieren. Hier zeichnen nach sexualwissenschaftlichen Niederschriften nämlich ganz andere Faktoren den Mißbrauch.

Missbrauch findet zu 90% in engsten sozialen/Familiären Umfeld statt. Also ist der komplette Rest das was wir näherungsweise Einzelfälle nennen können. Wie glaubt man wohl hier mit Gesetzen ranzukommen? Eine Illusion. Gerade jene welche die Kugel fordern sind es welche zu differenzieren beginnen wenn es Fälle in der eigenen Familie gibt. Da beginnt man plötzlich nicht nur genauer hin zu sehen sondern lernt auch mitunter zu verstehen. Und so kommt das meiste erst gar nicht zur Anzeige und findet auch in der Statistik keinen Niederschlag, ob es wohl eher 98% sind? Die Familien und sind es in welchen der frühe Kontakt abgeht. Und das wissen einige nicht ein zu ordnen. Der Missbrauch außerhalb der Familie ist es welchen wir in die Nähe der Einzelfalle rücken können. Eine hochgekochte Mediensache.

Du weist keine Antworten und klingst Dich aus, super. Und mal nach zu fragen wie das eine oder andere sich begründet tust Du auch nicht, trägst stur die Gesetzlichkeiten mit seinen vorsintflutlichen Annahmen vor. 1:0 für mich, nach meinem Gefühl.

Es gab einmal auf TV einen Film. Da schwängerte ein Mann (neue Bundesländer) eine 13jährige. Er kannte die Familie gut, das Mädel liebt den Vater des Kindes und er das Mädel. Was geschieht? Der Vater des Kindes bekommt eine Anzeige [von Amts wegen] und folgend Gericht/Haftstrafe obwohl absolut niemand all der Betroffenen das wollte und ihn auch niemand anzeigte [ausser das amt]. Ansonsten scherte sich das Gesetz kein Stück bei der weiteren Hilfe der damit zerrissen Familie. Das Kind wird eines Tages sagen: "Wer zum Henker macht derartige Gesetze und sperrte meinen papa ein weil er meien Mama liebe und diese Liebe mich erschhuff?" Gesetze nämlich welche die Menschen stupide außer acht lassen weil ihre Urheber keine Ahnung hatten. Da fällt mir immer wieder die Argumentation eines Bahai's an dieser Stelle zur Rechtfertigung der Todesstrafe nach einer ausgiebigen Faktensichtung und Diskussion über Fehlurteile ein. Er argumentierte zum Schluss mit der so genannten Verhältnismäßigkeit: Wenn man mit 10 Fehlurteilen 100 andere Menschen rettet so ist sei das Vertretbar. Welch ein Witz! Was mag eine Familie fühlen wenn sie weis das ihr liebster Mensch im Namen -von was auch immer- versehendlich aber doch einkalkuliert getötet wurde? Hmm ? Und zwar weil man nicht willens war/ist andere neue Wege zu denken, zu gehen. Eine völlige Bankrotterklärung

Wer sitzt denn in den Todeszellen? Ist da auch nur einer der 1000sende oder 10tausende von Toden auf 100 Arten und Weisen zu verantworten hat? Nein, denn diese werden von diesen perfiden Gesetzen geschützt. So sieht das aus, Leute und kein Stück anders. Ihr macht Euch über unwesentliches große Gedanken, das wesendliche ist es welches ihr scheut. Eure Gesetze sind schlecht, eure Moral völlig vorgekaut und undefiniert, Eure Phantasie verkümmert, wie ich meine. Medizin lehnt ihr ab, wie ich sehe.

Zudem: Wollen wir die Gesetze nicht mal auslassen? Heutige Gesetzlichkeiten sind es welche ermöglichen die Bauern Afrikas zu ruinieren, die Rohstoffe dort zu stehlen, Waffen in alle Welt zu verschaffen, die Pflanzenwelt und Tierwelt zu patentieren, (da habt ihr auch keine Ahnung davon, was? ) die Steuermittel zu verschwenden und 1000 andere völlig entartete Dinge auch welche sich auf Eure so genannten Gesetze stützen.

Wir sind eine völlig sexuelle Rasse. Man wird damit in sachen Phantasie beschnitten, die Gefühle der Menschen sind verkümmert. Und das findet man korrekt. Warum nur?
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Pjotr Kala hat folgendes geschrieben:

Nur ist das kaum in Gesetze zu fassen und hier kommt der Spielraum des Strafgesetzbuches und die angemessene Beurteilung eines Richters zum Einsatz.

Pjotr Kala


Der Spielraum ist jedoch auf die gesellschaftliche Moralvorstellung zu reduzieren. Dass Beispielsweise homosexuelle Richter etliche Homosexuelle einsperren ließen wissen wir doch auch. Der Spielraum ist mangelhaft, die Informationslage ungenügend.
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hallo impressum,

gg kein Gesetz ist vollkommen. Diese Vorstellung gibt es nur in Religionen.

Aber wir brauchen Gesetze. Daß Richter genügend Fehlurteile abgeben und sich auch von politischen und zweifelhaften moralischen Vorstellungen beeinflussen lassen, ist bekannt. Genau deswegen gibt es ja auch mehrere Gerichtsinstanzen. Und selbst das schließt Fehlurteile nicht aus.

Pjotr Kala
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