Was bedeutet Freiheit, was ist sie wert?


DAS KOLLEKTIV

Eure Meinung ist gefragt!
Freiheitnist nur wertvoll wenn das auch verstanden wird:

1. Freiheit ist Einsicht in die Notwendigkeit.

2. Illusionär "frei" ist nicht möglich, weil Leben immer Abhängikgeit bedeutet, im einfachsten Fall von reifen Früchten. Aber auch immer Bedrohungen existeren von konkurierenden Menschen und Tieren, Ernteausfällen, Krankheiten usw.


( Illusionenn: Alleinerziehende Frauen betonen ihre Freiheit und Unabhängkeit gerne, verleugnen aber die 1600€/monatlich Subvention für die Krippe die andere mit ihren Steuern finanzieren, ALG2 oder des Kindesvaters Unterhalt...)

Die politischeFrage Sozialhilfe ob richtig, zu hoch oder falsch ist hier nicht gemeint, aber die Illusion von freier Unabhängigkeit.
Freiheit ist ein sehr hohes Gut! Willensfreiheit haben wir letztlich alle. Gemäß unserer Einstellung, die wir frei wählen, bestimmen wir schließlich den Grad und das Recht unserer Freiheit.
Erledigt...
_________________
"Nicht mitzuhassen, mitzulieben bin ich da." Sophokles: Antigone, Vers 523
Zitat:
Illusionär "frei" ist nicht möglich, weil Leben immer Abhängikgeit bedeutet

Es kursieren in unserer Gesellschaft hauptsächlich zwei falsche Vorstellungen von Freiheit. Die erste ist die Illusion, sich von jedweder Abhängigkeit befreien zu können und dann "frei" und "unabhängig" zu sein. Und die zweite ist zu glauben, dass Freiheit bedeuten würde, sich fortwährend möglichst viele Entscheidungsoptionen offenzuhalten und sich möglichst nicht verbindlich zu entscheiden. Der erste Fall ist schon empirisch unmöglich zu erreichen - selbst ein Eremit ist von tausend Faktoren abhängig, die er nicht beeinflussen kann. Der zweite Fall bedeutet, dass die Freiheit eigentlich "brach liegt", wie ein Feld, dass nicht bestellt wird oder ein Kapital, das nur am Konto liegt. Sich für nichts zu entscheiden bedeutet letztlich Unfreiheit und Stillstand, Verlieren der wertvollen Zeit.

Der eigentliche Sinn der Freiheit ist, dass wir sie benutzen, um uns für das grundlegend und situativ erkannte Gute zu entscheiden. Insofern besteht der eigentliche Gebrauch der Freiheit immer in der Wahl des Guten als Antwort auf Personen und Ereignisse, mit denen wir in Berührung kommen. Die Wahl des moralisch Verwerflichen ist nicht Gebrauch, sondern Missbrauch der Freiheit. Insofern ist die Entscheidung für das Böse auch immer eine Entscheidung gehen die Freiheit.
Burkl hat folgendes geschrieben:
Es kursieren in unserer Gesellschaft hauptsächlich zwei falsche Vorstellungen von Freiheit. Die erste ist die Illusion, sich von jedweder Abhängigkeit befreien zu können und dann "frei" und "unabhängig" zu sein. Und die zweite ist zu glauben, dass Freiheit bedeuten würde, sich fortwährend möglichst viele Entscheidungsoptionen offenzuhalten und sich möglichst nicht verbindlich zu entscheiden. Der erste Fall ist schon empirisch unmöglich zu erreichen - selbst ein Eremit ist von tausend Faktoren abhängig, die er nicht beeinflussen kann. Der zweite Fall bedeutet, dass die Freiheit eigentlich "brach liegt", wie ein Feld, dass nicht bestellt wird oder ein Kapital, das nur am Konto liegt. Sich für nichts zu entscheiden bedeutet letztlich Unfreiheit und Stillstand, Verlieren der wertvollen Zeit.

Der eigentliche Sinn der Freiheit ist, dass wir sie benutzen, um uns für das grundlegend und situativ erkannte Gute zu entscheiden. Insofern besteht der eigentliche Gebrauch der Freiheit immer in der Wahl des Guten als Antwort auf Personen und Ereignisse, mit denen wir in Berührung kommen. Die Wahl des moralisch Verwerflichen ist nicht Gebrauch, sondern Missbrauch der Freiheit. Insofern ist die Entscheidung für das Böse auch immer eine Entscheidung gehen die Freiheit.


Dem vermag ich nichts Wesentliches mehr hinzuzufügen!
_________________
"Nicht mitzuhassen, mitzulieben bin ich da." Sophokles: Antigone, Vers 523
Hallo Sören,

tut mir leid, aber ich halte diesen Blick auf die Freiheit für ausgesprochen einseitig und religiös geprägt.

Grundsätzlich ist Freiheit die Möglichkeit sich ohne irgendeinen Zwang für oder gegen etwas zu entscheiden.
Genau diesen Begriff der Freiheit wenden ja viele Religionen, wenn sie mit Begriff "Sünde" argumentieren. Der Mensch habe ja schließlich sich selbst entschieden in "Sünde" zu leben. Hier ist der Mensch dann komischerweise vollkommen frei.

Natürlich stimmt das nicht. Der Mensch ist nicht vollkommen frei. Seine Freiheit wird eingeschränkt durch vorgeburtliche Faktoren wie zB. die genetische und epigenetische Ausstattung, Krankheiten der Mutter während der Schwangerschaft und manchmal auch durch das Fehlverhalten der Mutter oder sogar des Vaters während der Schwangerschaft.
Nach der Geburt grenzen die Freiheit die gesammelten Erfahrungen, die Erziehung und die Konditionierung sowie die Umgebungsbedingungen (zB Zeit, Ort, Kultur) ein.

Wie sich diese Begrenzungen für eine einzelne Person auswirken, kann nicht vorhergesagt werden. Aber jeder Mensch hat nur innerhalb dieser Begrenzungen Entscheidungsoptionen.
Daß viele Menschen glauben, sie könnten sich vollkommen unabhängig für oder gegen irgendetwas entscheiden, halte ich für ein unbestätigtes Gerücht. Und das sie sich nicht entscheiden und die "Freiheit brachliegt" für ein noch größeres.
Das sagen meist Leute, die meinen, daß andere Leute ihre Freiheit anders nutzen, als sie es (meist religionsbedingt) für richtig halten.

Was ist das wieder für ein Geschwafel von dem "grundlegend und situativ erkannten Guten".
Da wir weder genau wissen, was grundlegend gut oder was grundlegend böse ist, benutzen wir die Freiheit (soweit es die Begrenzungen erlauben), um uns mit unseren Entscheidungen im Rahmen des für uns geltenden Wertesystems zu bewegen oder bewußt dagegen zu versoßen.

Ausschlaggebend für meine Entscheidungen ist immer das Wertesystem (welches kultur- und zeitabhängig ist), in dem ich mich bewege. Und hier wird auch festgelegt, was "moralisch verwerflich" ist.

Beispiel: Burkl hält die "Pillenenzyklika" für moralisch richtig, ich halte sie für moralisch falsch.

Pjotr Kala
_________________
Hüte dich vor Institutionen, die dir das Denken abnehmen wollen!
Zum freien Willen sagt nun Schopenhauer: "Der Mensch kann zwar Tun was er will, aber er kann nicht Wollen was er will"!
Ganz einfach darum, weil der Wille des Menschen (der Massen) von der jeweiligen Sinneswahrnehmung abhängt, und von der Individualität der Begehren durch Zu- und Abneigungen.
Wer wirklich FREI sein will in seinem Willen und Handeln, der muß auch FREI sein von allen Begehren für sICH, und von allen Zu - und Abneigungen. Doch dann braucht er auch keinen freien Willen mehr, denn er will ja garnichts mehr für sICH.

Bei Lao Tse wird dieser Zustand des Handelns als "Tun ohne Tun" bezeichnet.
Der durchbricht dann auch den Zyklus von Tod und Wiedergeburt.

Ganzer Beitrag: http://www.demetrius-degen.de/gedanken/gedanken17.htm

©Demetrius Degen
13,04,15
_________________
Auf der Erde gibt es seit jeher den Kampf zwischen Egoismus und Selbstlosigkeit.
Die Egoisten werden reich, die Selbstlosen schaffen große Werke.
www.demetrius-degen.de
Und noch ein Spruch:

Bibel: Wer ist es, der etwas will, und wer ist es, der es nicht tut? Wer ist es, der etwas nicht will, und wer ist es, der es doch tut?


So wie der Gott das SELBST und den GEIST hat (als EINHEIT), so sollte es auch beim Menschen sein. Beim Menschen ist es das EGO (falsches ICH) und das wahre SELBST (göttlicher Geistfunke), die sich gegenüber stehen. So will das Selbst aktiv sein und Handeln, aber das Ego ist faul. Ich (Selbst) will nicht Rauchen, aber das Körperliche Ego raucht doch. Ich (Selbst) will am Morgen aufstehen, aber das körperliche Ego will liege bleiben. Das sind die zwei Pole, zwischen denen der Verstand des Menschen steht. Das falsche Ich, und das wahre Selbst (Spiegel der Seele) im Menschen. Der Kampf besteht darin, zunächst überhaupt den Unterschied zu erkennen, und dann immer mehr auf das wahre SELBST zu hören, und das EGO abzubauen. So ist der Mensch kontinuierlich gezwungen, eine Entscheidung zu treffen. Das Verlangen, des falschen Ich, will sein Vergnügen, und der Geist (unser wahres Selbst) will damit nichts zu tun haben. Oder der Geist will zur Einheit (zur Seele zurück), und das falsche Ich will seine Genüsse im Irdischen. Nur über den Willen, kann der Mensch selbst (aus seinem SELBST) entscheiden, wem er nachgibt.

©Demetrius Degen
_________________
Auf der Erde gibt es seit jeher den Kampf zwischen Egoismus und Selbstlosigkeit.
Die Egoisten werden reich, die Selbstlosen schaffen große Werke.
www.demetrius-degen.de
Und nochmals passend dazu: (Freier Wille)
Goethe (Faust): „Zwei Seelen wohnen ach in meiner Brust“!

Hier ein etwas längerer Beitrag: http://www.wissen-leben.de/8Leben/l050info.htm

Grüße,
Demetrius
_________________
Auf der Erde gibt es seit jeher den Kampf zwischen Egoismus und Selbstlosigkeit.
Die Egoisten werden reich, die Selbstlosen schaffen große Werke.
www.demetrius-degen.de