Auf dem Weg in einen neuen Hass auf Religion?


Zum Prozessauftakt im Fall einer getöteten 31-Jährigen aus dem Freiburger Stadtteil Lehen hat ihr angeklagter Mitbewohner sein Geständnis erneuert. Über seinen Anwalt ließ der 25-Jährige ausrichten, dass alle Vorwürfe der Staatsanwaltschaft zutreffen.

Demnach hatte er mit der Frau in der gemeinsamen Wohnung im August 2016 gezielt Streit gesucht, ihr aufgelauert und ihr mit einem Messer zunächst in den Hals und später mehrfach in den Rücken gestochen. Sie hatte die Attacke nicht überlebt. Die Kripo konnte den Angeklagten direkt nach der Tat festnehmen. Er sitzt seitdem in Untersuchungshaft.

Als Motiv hatte der junge Mann gegenüber der Polizei erklärt, er sei Antitheist. Das bedeutet, dass er jeglichen Glauben vehement ablehnt. Offenbar hatte er seine Mitbewohnerin wegen ihrer Religiosität verachtet und auch deshalb getötet. Die 31-Jährige war bekennende Christin und auch kirchlich aktiv. Sie war erst wenige Tage vor der Bluttat mit dem Angeklagten in eine Wohngemeinschaft gezogen.

Nach eigenen Angaben lebte der mutmaßliche Täter vorher weitestgehend von der Gesellschaft zurückgezogen und hatte so gut wie keine Kontakte zu anderen Menschen. Am Landgericht sind fünf Verhandlungstage angesetzt. Ein Urteil könnte dann Ende Januar verkündet werden.

[Quelle: https://www.baden.fm/nachrichten/ha.....nerin-in-freiburg-143947/]
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"Nicht mitzuhassen, mitzulieben bin ich da." Sophokles: Antigone, Vers 523
Hallo Sören,

nein, ich glaube nicht, daß wir auf dem Weg in eine neue Haßgesellschaft gegen Religion sind. Solche Einzelfälle gibt es bei allen Weltanschaungen.

Dies zu verallgemeinern wäre genau so, wie wenn man heterosexuelle Familienstrukturen in Frage stellt, weil es einige homosexuelle Paare mit Kindern gibt oder nicht mehr ins Flugzeug steigt, weil 1 Pilot ein Flugzeug gegen einen Berg gesteuert hat.

Pjotr Kala
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Hüte dich vor Institutionen, die dir das Denken abnehmen wollen!
Pjotr Kala hat folgendes geschrieben:
Hallo Sören,

nein, ich glaube nicht, daß wir auf dem Weg in eine neue Haßgesellschaft gegen Religion sind. Solche Einzelfälle gibt es bei allen Weltanschaungen.

Dies zu verallgemeinern wäre genau so, wie wenn man heterosexuelle Familienstrukturen in Frage stellt, weil es einige homosexuelle Paare mit Kindern gibt oder nicht mehr ins Flugzeug steigt, weil 1 Pilot ein Flugzeug gegen einen Berg gesteuert hat.

Pjotr Kala


Lieber Pjotr Kala,

ich wollte diesen Fall nicht verallgemeinern, ich habe nur zum ersten Mal von einem antitheistisch motivierten Gewaltverbrechen gelesen. Dass man als religiöser Mensch belächelt oder bemitleidet wird, kenne ich schon, aber Gewalt gegen Religiöse ist mir in dieser Form neu...
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Hallo Sören,

Zitat:
ich wollte diesen Fall nicht verallgemeinern, ich habe nur zum ersten Mal von einem antitheistisch motivierten Gewaltverbrechen gelesen. Dass man als religiöser Mensch belächelt oder bemitleidet wird, kenne ich schon, aber Gewalt gegen Religiöse ist mir in dieser Form neu...


zur nüchternen Beurteilung der Menschheit gehört, daß man auch keine fast undenkbare I_diotie auschließt. Das ist zwar nicht schön, aber entspricht den Fakten. Man kann nur hoffen, daß es Einzelfälle bleiben.

Pjotr Kala
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Sören hat folgendes geschrieben:
Zum Prozessauftakt im Fall einer getöteten 31-Jährigen aus dem Freiburger Stadtteil Lehen hat ihr angeklagter Mitbewohner sein Geständnis erneuert. Über seinen Anwalt ließ der 25-Jährige ausrichten, dass alle Vorwürfe der Staatsanwaltschaft zutreffen.

Demnach hatte er mit der Frau in der gemeinsamen Wohnung im August 2016 gezielt Streit gesucht, ihr aufgelauert und ihr mit einem Messer zunächst in den Hals und später mehrfach in den Rücken gestochen. Sie hatte die Attacke nicht überlebt. Die Kripo konnte den Angeklagten direkt nach der Tat festnehmen. Er sitzt seitdem in Untersuchungshaft.

Als Motiv hatte der junge Mann gegenüber der Polizei erklärt, er sei Antitheist. Das bedeutet, dass er jeglichen Glauben vehement ablehnt. Offenbar hatte er seine Mitbewohnerin wegen ihrer Religiosität verachtet und auch deshalb getötet. Die 31-Jährige war bekennende Christin und auch kirchlich aktiv. Sie war erst wenige Tage vor der Bluttat mit dem Angeklagten in eine Wohngemeinschaft gezogen.

Nach eigenen Angaben lebte der mutmaßliche Täter vorher weitestgehend von der Gesellschaft zurückgezogen und hatte so gut wie keine Kontakte zu anderen Menschen. Am Landgericht sind fünf Verhandlungstage angesetzt. Ein Urteil könnte dann Ende Januar verkündet werden.

[Quelle: https://www.baden.fm/nachrichten/ha.....nerin-in-freiburg-143947/]


Auf alle Fälle ist da so.
Vielleicht wäre es Interessant oder Hilfreich zu wissen warum der Herr Hass auf Religion hat, warum er Religion derart vehement ablehnt.

Und aber auch der Hass auf "nur" eine andere Religion gilt zugehörig "Auf dem Weg in einen neuen Hass auf Religion" Und es ist der weitaus tragischere. Wie mag sich ein Mensch fühlen wenn Flugzeuge aus dem Christenland, gestartet aus einem Christenland, ihr Leben und ihre Häuser zerstören und ihre Familien töten? Warum stehen junge Muslime vor dem Reichstag und rufen: "Wir werden Euch alle Töten"? hmm wo kommt das her?

Und ist zu allem überfluss nicht das Christenland voller leerer und phantasielos betriebener Kirchen? Und ist es nicht das Land in welchem wir -abgesehen von einigen- völlig frei einer jeden Ernsthaftigkeit zur Religion eine Konfession in den Papieren mit uns herum tragen? Und ist es nicht auch eine Form Hass -als Bruder dessen die Angst- wenn wir Bürgerinitiativen gegen Moscheen gründen?

Wir sind auf dem Besten Wege in einen neuen Hass auf Religion, einen tragischeren noch. Und warum? Weil wir uns nicht auf das essentielle Konzentrieren wollen oder/und können.


http://www.amnesty.de/journal/2014/.....d-im-%C2%ADgeheimen-krieg
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impressum hat folgendes geschrieben:

Wir sind auf dem Besten Wege in einen neuen Hass auf Religion, einen tragischeren noch. Und warum? Weil wir uns nicht auf das essentielle Konzentrieren wollen oder/und können

Eine sehr gute Analyse, der ich mich anschließe.

Und was ist das Essentielle, wenn nicht Gott?

Ich glaube die schwächelnde Religiosität in Europa ist eine Mischung aus nicht wollen und nicht können. Nicht wollen - weil andere Dinge wichtiger erscheinen, der Konsum, die Karriere, die "Selbstverwirklichung". Nicht können - weil Menschen in einem weitgehend oder völlig glaubenslosen Umfeld leben.

Selten gab es in unseren Breiten so viele Möglichkeiten Götzen anzubeten wie heute. Die Sprache ist beredt, wenn sie von "Einkaufstempeln" spricht - so ist das wirklich, das Haben und nicht das Sein hat im Westen kulturell den sakralen Charakter bekommen.

Und die Kirchen? Eine Tendenz geht in die Richtung sich möglichst ununterscheidbar zur Mehrheitsgesellschaft zu machen. Da werden Kirchen zum zeitgeistigen Diskussionsforum, wo Jesus Christus kaum noch vorkommt. Interessanterweise findet man in diesen besonders "progressiven" Strömungen kaum junge Menschen, weil viele unter ihnen erkennen, dass da nichts Echtes ist. Nicht das, wonach sie suchen.

Was kann also die Lösung sein? Eine neue Religion, eine undefinierbare esoterisch angehauchte Spiritualität, die sich aus dem "Supermarkt der Möglichkeiten" nach eigenem Gusto ein individuelles religiöses Weltbild zimmert und so nicht Gott sondern wiederum die Egozentrik wie im Einkaufstempel sucht - eine religiöse Spiegelung des Konsum-Materialismus?

Die Antwort auf die spirituelle Krise Europas ist, dass der Kontinent, von dem aus die Welt christianisiert wurde, ein Neuverlieben in Christus dringend notwendig hat. Dazu brauchen wir Christen, die Sauerteig sind. Merkmal des Sauerteiges ist es eine kleinere Masse als das Ganze zu sein und vor Allem sich von der Beschaffenheit her auch qualitativ zu unterscheiden, um wirken zu können. Gleichzeitig kann er nur dann wirken, wenn er sich nicht abgrenzt - alleine wird er faul und verdirbt - er wirkt durch die Durchdringung und Veredelung des Ganzen. Wir brauchen Christen, die wirklich Christen sind und völlig natürlich dazu stehen und ihr Christsein authentisch leben. Dann wird automatisch Erneuerung geschehen. Einen anderen Weg für Europa gibt es nicht. Eine andere religiöse Liebe als zu Christus wird Europa nicht finden, weil es die große Liebe der Jugend war, die es wiederzuentdecken gilt. Der Aufruf geht an jeden Einzelnen, der wie du sagst bloßer "Taufscheininhaber" ist. Jeder Getaufte hat den Glauben als übernatürliche Tugend, auch wenn er vielleicht unter Schichten an Sand und Ablagerungen verborgen ist. Er kann freigelegt werden. Das brauchen wir - ein Freilegen der tief liegenden Quellen unserer geistigen Existenz. Dazu muss die Kirche alles tun.

"In dem Maße, wie die Welt ihrer christlichen Hoffnung enträt, bleibt ihr als Alternative nur jene Spielart des Materialismus, die wir kennen: das und sonst nichts. Ihre Erfahrung mit dem Christentum war wie die einer großen Liebe, einer Liebe für das ganze Leben. Keine neue Stimme, die sich erhebt, wird einen Reiz für uns haben, wenn sie uns nicht zum Stall von Betlehem zurückführt."

R. A. Knox, Die Wirkung von Weihnachten, Rundfunkansprache vom 29.12.1953
gg, es ist das übliche Gejabbel, wie schlecht doch die Welt ist und einer Erneuerung bedürfe. Und das wurde bereits vor über 50 Jahren geschrieben. Geändert hat sich so gut wie nichts.

Die Welt ist, seitdem es Menschen gibt, nicht schlechter und nicht besser geworden. Sie ist komplexer geworden und einige Problemfelder haben wir besser in den Griff bekommen, dafür haperts an anderen Stellen.

Und das wird so weiter gehen bis die Menschen aussterben.


Pjotr Kala
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Pjotr Kala hat folgendes geschrieben:
Und das wird so weiter gehen bis die Menschen aussterben. Pjotr Kala


Aus einer gewissen Perspektive ist diskussionsbereite Unbelehrbarkeit weiniger problematisch als verteilter Fatalismus
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Hallo Impressum,

gg, es ist kein Fatalismus, sonst würde ich mich hier nicht so vehement äußern.
Die Realitäten sehen im Augenblick allerdings so aus, daß in gewissen Bereichen sich im Augenblick der Revisionimus und Reaktionismus breit macht. Und damit kommen auch einige "Giftpflanzen" wieder hoch, die man bereits vernichtet oder als nicht mehr relevant eingestuft hat.

Man kann und man soll sich dagegen wehren, aber man sollte sich eingestehen, daß manchmal "Unbelehrbare" eine Mehrheit bekommen.

Historisch gesehen, haben sie allerdings den Fortschritt der menschlichen Gemeinschaft nur kurzfristig beeinflussen können und sind mit ihren Vorstellungen irgendwann wieder untergegangen.

Pjotr Kala
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