Diverse religiöse Ansichten zu diversen Lebensthemen


Burkl hat folgendes geschrieben:

Eben - Elem.Luft tritt auf Basis eines geoffenbarten Gottesbildes persönlich und ohne Mittlerschaft direkt mit Gott in Beziehung. Das ist im Grunde der islamische Zugang.



Das ist im Grunde der jüdische Zugang, wunderbar symbolisch dargestellt mit dem Milchmann Tevje in Anatevka.
Weinberg hat folgendes geschrieben:
Burkl hat folgendes geschrieben:

Eben - Elem. Luft tritt auf Basis eines geoffenbarten Gottesbildes persönlich und ohne Mittlerschaft direkt mit Gott in Beziehung. Das ist im Grunde der islamische Zugang.


Das ist im Grunde der jüdische Zugang, wunderbar symbolisch dargestellt mit dem Milchmann Tevje in Anatevka.

Wobei im Judentum der Zugang zu Gott aufgrund der Zugehörigkeit zum auserwählten Gottesvolk ein sehr intensiver Ansatz ist. Ich würde schon sagen, dass der Gedanke der besonderen Auserwählung im Jundentum eine zentrale Rolle einnimmt, die eigentlich schon als eine Art Mittlerschaft zwischen dem Israeliten und Gott zu sehen ist.
Burkl hat folgendes geschrieben:

Eben - Elem.Luft tritt auf Basis eines geoffenbarten Gottesbildes persönlich und ohne Mittlerschaft direkt mit Gott in Beziehung. Das ist im Grunde der islamische Zugang.


Baha'i haben Baha'u'llah als Mittler zu Gott. Er gilt als Manifestation Gottes für unsere Zeit, und ist materiell gesehen wahrer Mensch, geistig gesehen Gott und Sein Wort. Sein Sohn Abdu'l Baha ist der einzige bevollmächtigte Ausleger der Schriften Baha'u'llahs, so könnte man ihn auch als Mittler zu Baha'u'llah ansehen.
Jesus Christus ist für uns eben so eine Manifestation Gottes. Durch die Baha'i-Lehre habe ich die Bezeichnung "wahrer Mensch und wahrer Gott" für Jesus Christus erst begriffen. Dadurch, dass sowohl Jesus als auch Baha'u'llah Gottes Wort brachten, kann man sie geistig als Gott oder auch im materiellen Körper als Mensch bezeichnen. Auch der Begriff "Sohn" wird hier verständlicher.
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»Du sollst den Herrn, deinen Gott, lieben von ganzem Herzen, von ganzer Seele und von ganzem Gemüt«
Dies ist das höchste und größte Gebot.
Das andere aber ist dem gleich: »Du sollst deinen Nächsten lieben wie dich selbst«.
In diesen beiden Geboten hängt das ganze Gesetz und die Propheten
gelöscht-----
Jah´s Kind hat folgendes geschrieben:
Da kann ich leider nicht ganz folgen, Element Luft. Der Phanteismus braucht keinen Jesus. Im Phanteismus ist kein Mittlerdienst Jesu notwendig, denn es ist ja eh Gott in jedem Baum und jeder Blume. Errinnert mich an John Harvey Kellogg, dem Erfinder der Kornflakes. Der vertrat auch solche Ideen und löste in seiner Gemeinde damals eine verheerende Glaubenskrise aus.

Gottes Lebensgeist ist in allem Lebendigen ja, aber sein heiliger Geist, das ist noch mal was anderes, den kriegt nicht jeder hinterhergeworfen. Den kriegt nur, wer den Sohn des lebendigen Gottes hat, denn er kommt über diesen zu uns. Nicht um Schamanismus zu betreiben und nicht in erster linie um Zeichen, Wunder und zungenrede zu geben, sondern um die Welt von Sünde zu überführen, Raum zur Buße und umkehr zu geben....unbequeme Sachen, die nicht jeder will. Jesus von Nazareth war sicher kein Schamane. Aber es sind heute viele Christusse unterwegs. so kennst du halt einen, der Schamane war. Aber ist dieser auch das lebendige Wort Gottes, der Engel des HERRN, das Wort, das Fleisch wurde und als Lamm Gottes am Kreuz starb und am dritten Tag auferstand und nun der einzige Mittler zwischen Gott und den Menschen steht? Daran musst du deinen Schamanen auf Echtheit prüfen. Wer den Vater und den Sohn nicht hat......hat was anderes


Es geht um den Panentheisumus. https://de.wikipedia.org/wiki/Panentheismus

Gott hat sich geopfert, damit wir sein können. Die Einheit ist in die Vielheit gegangen und nun im Werden begriffen, wieder Eins zu werden. Die Erkenntnis von Gut und Böse ist nur in der Dualität möglich, aber nach dem Tod und dem Gericht wird nach dem Gang durch die Erkenntnis nur noch Gutes sein. - Das im Groben
Der Pan- oder Panentheismus brauche keinen Jesus, ist ein Aussage, die m. M. nach zu kurz greift. Wenn Gott in Allem ist, warum sollte man Jesus, der uns das offenbart hat, ausklammern? Wir brauchen ihn doch zum Verständnis dessen, was ist und dessen, was sein wird. Er hatte das göttliche Bewusstsein, das Allein-Sein-Bewusstsein und konnte dadurch aus der Perspektive des Heiligen / des Alleinen sprechen.

Vom Hl. Geist erfüllt zu sein oder durch ihn spirituelle Erfahrungen zu machen, ist eine Gnade. Man bekommt sie auch nicht hinterher geworfen, weil man "an Jesus glaubt". Nicht jeder Christ ist vom Hl. Geist erfüllt. Viele glauben das aber von sich und das hat fatale Auswirkungen. Z. B. wenn Leute glauben "im Glauben" übers Wasser gehen zu können und dann ertrinken, oder meinen sie sprächen in einer unbekannten, aber existierenden Sprache, wenn sie Zungenreden betreiben, aber in Wahrheit nur lautmalerisch vor sich hin blubbern und darüber einen Überwertigkeitskomplex bekommen.

Schamane - das ist nur ein Ausdruck. Was diese Menschen machen ist aber nichts anderes als das, was Jesus tat, auch wenn er der absolute Meister bleibt.
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Locker bleiben, Maß halten (frei nach Aristoteles)
Es ist doch völlig egal, welchen Zugang ein Mensch zu Gott hat, Hauptsache, er hat einen.
Wenn ich ein schönes Haus möchte, ist es doch egal welche der sieben Türen ich nehme, Hauptsache ich gelange hinein.

Langsam verstehe ich dieses ganze Tauziehen um die wahre Religion nicht mehr. Worum geht es da eigentlich? So verschieden die Menschen sind, so verschieden ist auch ihr Zugang. Man kann doch nicht alle unter einen Hut pressen wollen und dann zu bösen Mitteln greifen, die Anderen auszuschalten, nur weil sie nicht die eigene Sicht vertreten.
Hallo,
jeder hat das Recht jede beliebige Religion zu leben und auch sich eine selbst zu kreieren, die alten Relionskonstrukteure sind eben nicht priviliegierte Personen mit Vollmachten über andere Menschen.

Jeder hat aber auch die Pflich anderen ihren Unglauben oder Glauben an Götter, Gott, Gottchen, Geistern usw. leben zu lassen.

Und die beiden Prämissen eingehalten ist mir jeder Moslem, ZeugeJehovas, Scyentologe, Christ, Bahai ( in der Richtung mir unverdächtig ) oder Agnostiker usw. willkommen.

Ob nun jemand selbstkerierte Geister anbetet oder um der Gemeinschaft willen sich einer mehr oder weniger großen Gruppenreligion anpasst, egal und ein zu verteidigendes Freiheitsrecht.
Mara-Devi hat folgendes geschrieben:
Demetrius hat folgendes geschrieben:

Dann will ich Dir noch ein Fehler zeigen: »Du sollst deinen Nächsten lieben wie dich selbst«.
Auch diese Aussage ist falsch übersetzt!
Sie muß lauten: „Du sollst Deinen Nächsten lieben ALS Dein Selbst“.
Denn DICH Selbst, betrifft die Person. DEIN Selbst betrifft Deine Seele!
Denn im Selbst ist alles was lebt EINS. Das dICH (die Person) kann nie eins mit allem werden.


Die Übersetzung des Gebotes: "Liebe deinen Nächsten wie dich selbst" halte ich für richtig. In dieser Welt sollen wir nicht die Person von der Seele getrennt sehen, sondern es geht zunächst um die Liebe zur Person.
Diese Liebe kann und soll sich jedoch entwickeln und über die Liebe zur Person wachsen bis hin zur Liebe der Seele.

Dies wird geschehen, wenn wir das vorausgehende Gebot jenes Doppelgebotes der Liebe beachten:
"Er (Jesus) antwortete ihm: Du sollst den Herrn, deinen Gott, lieben mit ganzem Herzen, mit ganzer Seele und mit all deinen Gedanken. Das ist das wichtigste und erste Gebot. (Matth. 22, 37 u.38 )

Der Weg zur vollkommenen Liebe der Seele führt im Christentum über die Gottesliebe. Wer in Liebe mit Gott eins ist, erreicht in der Liebe zu den Menschen (sich selbst und den anderen) jene Reife die keine Gebote mehr braucht.

Wenn sich durch die vollkommene Gottesliebe die ursprüngliche Liebe zu Menschen in reine Seelenliebe wandelt, gibt es keinen Tod mehr, auch wenn die Person stirbt.

Ich denke, das ist so eine gute Aussage!
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Jedes Schicksal ist angemessen, individuell zugeschnitten, denn nichts, was Gott tut, ist sinnlos!
Minou hat folgendes geschrieben:
Durch die Baha'i-Lehre habe ich die Bezeichnung "wahrer Mensch und wahrer Gott" für Jesus Christus erst begriffen.

Gottes Wesen zu begreifen... das Wesentliche zu durchschauen. Ich glaube das ist ein durchaus menschlicher Impuls das zu wollen und eine zeitlose Versuchung, die leider mit einem feinen Gespinst unseres Hochmutes zusammenhängt, das wir oft gar nicht durchschauen. Maria betet ja im Magnificat "Auf die Niedrigkeit Seiner Magd hat Er geschaut." Gegenüber Gott nichts haben zu wollen, auch nicht die eigene Logik, "Arm sein im Geiste", wie Jesus in der ersten Seligpreisung der Bergpredigt sagt - die Demut des Verstandes ist Voraussetzung, um Gott zu schauen, um sich Ihm wirklich anzunähern.

Haben wir uns eine menschlich einleuchtende Erklärung zurechtgelegt, dann liegt der Verdacht nahe, dass wir in ihr nicht Gott anbeten, sondern unsere eigene menschliche Vorstellung, die wir uns von Ihm gemacht haben.

Das Wesentliche Gottes bleibt geheimnisvoll und sprengt unsere Logik: Die Menschwerdung und die Dreifaltigkeit.
*Doppelpost*