Frei von Hass


Zitat:
Hass kann niemals Teil von Gerechtigkeit und Liebe sein. Hass hat nur dort Platz, wo die Liebe keinen findet. Ich finde deine Formulierung mehr als unglücklich.

Ich hoffe für dich und uns alle, dass wir frei von Hass (wogegen auch immer) bleiben.


Diese Antwort von Luschn an Burkl hat mich beeindruckt und ich finde sie wert, sich darüber Gedanken zu machen.

Liebe Grüße
Linde
_________________
******************************************
Befasst euch gründlich mit den Nöten der Zeit, in der ihr lebt, und legt den Schwerpunkt eurer Überlegungen auf ihre Bedürfnisse und Forderungen.
Bahá'u'lláh
Liebe Linde,

da die Diskussion im ursprünglichen Thread immer noch weiter läuft, ich dir aber auf jeden Fall auf deinen Beitrag antworten wollte, da ich finde, dass das Thema Hass breiter diskutiert werden sollte, kopiere ich dir meinen Beitrag noch einmal hierher.

Sören hat folgendes geschrieben:
Es gibt einen Unterschied zwischen vollständigem Bejahen, brennendem Hass und inhaltlicher, sachlicher Ablehnung. Etwas nicht mit glühender Verachtung zu bedenken, heißt noch lange nicht, dass man es stattdessen gutheißt. Ich glaube, man sollte in Dinge, mit denen man sich nicht umgeben will, einfach gar keine Gefühle investieren, weder positive noch negative.

Insofern stimme ich Luschn zu, wenn er sagt, dass Hass, einmal ins Herz gelassen, nur schwer in Zaum zu halten ist...

_________________
"Nicht mitzuhassen, mitzulieben bin ich da." Sophokles: Antigone, Vers 523
Wenn ich zum Thema Hass mal einen Link einwerfen darf.
http://www.seele-und-gesundheit.de/exis/hass.html
linde hat folgendes geschrieben:
Zitat:
Hass kann niemals Teil von Gerechtigkeit und Liebe sein. Hass hat nur dort Platz, wo die Liebe keinen findet. Ich finde deine Formulierung mehr als unglücklich.

Ich hoffe für dich und uns alle, dass wir frei von Hass (wogegen auch immer) bleiben.


Diese Antwort von Luschn an Burkl hat mich beeindruckt und ich finde sie wert, sich darüber Gedanken zu machen.

Liebe Grüße
Linde


Ja, sich Gedanken darüber zu machen ist was wert.

Hass besitzt diverse Variationen so wie die Liebe. Wir können ein Essensgericht hassen oder einen schlechten Song. Eine Frau Beispielsweise kann einen Mann sehr lieben und doch gewisse Eigenschaften an ihm hassen (wie wir uns alle das wahrschinlich auch vorstellen können) und mehr noch ließe sich hier anführen

Hier nun sprechen wir vom Hass in seiner niedersten Form [generiert aus dem niedersten, die "Sünde"]. Hier lässt dieser Hass gar zum Töten hinreisen. Hass vermag sich auch aus dem nichts entfachen lassen wie sehr einfach einfach ist dieser zu schüren.

Was macht Hass aus? Was sagt das Lexika?
Hass ist Fähigkeit zu intensiven, negativen Gefühlen oder auch schlechten Emotion. Hass ist die stärkste Form der Abwendung, Verachtung und Abneigung. ..

Hass provoziert grundsätzlich die Ursache dessen abschalten zu wollen. Können wir Menschen nicht an die Ursachen ran weil wir sie nicht verstehen oder nicht heranreichen, so sind wir Menschen häufig geneigt etwas nahe liegendes her zu nehmen um uns Linderung -wenn auch vermeidliche- zu verschaffen. Die Fähigkeit des Hasses liegt dem Manne näher als der Frau, sehen mal vom puren Hass ab welcher sich aus Liebe zu generieren vermag . Dieser Hass führt häufig auf direkten Wege zum Tode. Tiefe Eifersucht ist eine Form des Hasses, der Urheber vieler Morde. Er schaltet alle Regeln ab, jede Moral und jedes gute Gefühl. Es ist der gefühlte Entzug der Liebe welche in einer relativ intensiv lieblosen Umwelt zu schwersten Entzugserscheinungen führt. Der Hass verspricht Linderung weil sich der Verlust damit ausleben lässt, jedoch ist dies ein Trugschluss. Um Hass ab zu federn brauchen wir mehr Liebe in Gesellschaften und hier können wir zunächst nicht sagen welche Form der Liebe gesellschaftsfähig sein darf und welche nicht.

Hass ist keine Eigenschaft welche dem Menschen gegeben wurde, er rührt in Grunde seines Seins aus den Lebensumständen und erlerntem heraus. Menschen aufgewachsen ohne Gedankenkorsett und lebend in einem zumindest Relativ liebenden sozialen Umfeld stehen dem Hass um längen resistenter gegenüber als andern Menschen wo das nicht so ist. Religion sollte in einem Umfeld von Lebenszwängen und Überlebenszwängen sehr vorsichtig mit gewissen (Vorbild)Worten verfahren. Viele Menschen nutzen etliche Formulierungen für ihre Zwecke. Dort gibt es kein: "Du verstehst schon was gemeint ist " Oft wird nicht diskutiert sondern denunziert, massakriert.

Die Schriften bedenken so vieles nicht, viele Aspekte und valides neues Wissen lassen die Schriften unvollständig erscheinen und in Teilen sogar sind diese Schriften Gefährlich, wollen wir endlich erkennen welches woraus rührt. Diese Werke setzen einen Menschen (Menschheit) voraus welche in Ruhe, in Bedacht und Muse sich mit anderen Menschen darüber auszutauschen vermag. Am besten noch mit unterschiedlichen Religionen. Dies Privileg ist jedoch nur einer sehr kleinen Minderheit geschenkt. Nicht mal in den reichen Ländern haben die Menschen dieses Privileg erhalten, nur ein winziger Bruchteil. Menschen wie wir sind es welche dieses besitzen. Und wenn auch diese es sind welche nicht erkennen wollen oder können warum die Schriften derart zu Missbrauchen sind wer dann irgendwie, irgendwo irgendwann?
_________________
Geheimnis der Alterung: - ஜ ♥ ஜ http://Genetik.bio ღ ஜ ღ -
Foto Avatar detailreich http://sonnensystem.org/assets/imag.....hemasseverteilung1245.jpg
Sören in einem anderen Thread hat folgendes geschrieben:
Denn Hass ist für mich eine ungezügelte, negative Leidenschaft, die nichts Gutes bewirken kann.

Das sehe ich nicht so. Hass, definiert als affektive Ablehnung von bestimmten Eigenschaften und Wesenszügen, Umständen, Verhaltensweisen bzw. Ereignissen ist untrennbar mit uns verbunden. Ich glaube wir haben das Problem, dass die moderne Sprache mit "die Sünde hassen" nichts anfangen kann, genauso wenig wie mit "Gottesfurcht". In beiden Fällen liegt aber etwas Positives vor.

Ja - es gibt gute Furcht und guten Hass. Wie es auch positive und gute Verneinung von fehlgeleiteter Sexualität gibt, was ich neulich bei der Keuschheit näher dargelegt habe. Hasse ich das Schlechte, führt das zur Liebe des Guten. Dieser Hass kann auch "entarten" und außer Kontrolle geraten und zu Fanatismus werden, genauso z.B. aber auch die Liebe und Zuneigung zu einer Person, die entgleisen kann und in Hörigkeit und blinder Unterwerfung enden kann.

Nicht Affektausschaltung und stoische Gleichgültigkeit gegenüber Personen, Dingen und Ereignissen sondern Läuterung und Kontrolle der Affekte durch ihre Ausrichtung auf Gott muss das Ziel sein.
Burkl hat folgendes geschrieben:
Sören in einem anderen Thread hat folgendes geschrieben:
Denn Hass ist für mich eine ungezügelte, negative Leidenschaft, die nichts Gutes bewirken kann.

Das sehe ich nicht so. Hass, definiert als affektive Ablehnung von bestimmten Eigenschaften und Wesenszügen, Umständen, Verhaltensweisen bzw. Ereignissen ist untrennbar mit uns verbunden. Ich glaube wir haben das Problem, dass die moderne Sprache mit "die Sünde hassen" nichts anfangen kann, genauso wenig wie mit "Gottesfurcht". In beiden Fällen liegt aber etwas Positives vor.

Du bist viel zu intelligent Hass mit Ablehnung gleichzusetzen. Worauf willst du hinaus?

Burkl hat folgendes geschrieben:

Ja - es gibt gute Furcht und guten Hass.

Es gibt keinen guten Hass. Egal wie oft du es schreibst.

Burkl hat folgendes geschrieben:

Hasse ich das Schlechte, führt das zur Liebe des Guten.

Stutzt du beim Schreiben von solchem Schwachsinn nicht selber?
Burkl hat folgendes geschrieben:
Ich glaube wir haben das Problem, dass die moderne Sprache mit "die Sünde hassen" nichts anfangen kann, genauso wenig wie mit "Gottesfurcht". In beiden Fällen liegt aber etwas Positives vor.

Nein, tut es nicht, weil:
Zwei "Falsch" kein "Richtig" machen.
Was organisierte Glaubensgemeinschaften als "Sünde" bezeichnen,
sind eben Handlungsweisen von Menschen mit niederer Seelenreife.

Aber: der unreife Apfel ist nicht schlechter als der Reife.
Er ist nicht "Falsch" sondern eben noch nicht so weit.

Es wird versucht, Menschen Frucht einzuflößen mit "Teufel" und "zornigem Gott", und so binden organisierte Glaubensgemeinschaften Menschen an sich: sie seien es ja, die Menschen vor "Teufel" und den "zornigen Gott" beschützen würden!

Wie schon öfters gesagt, kann eine solche Gottes-Beziehung niemals Heilsam sein:

Könnte die Ehefrau ihren Ehemann lieben, wenn er ihr sagt:
"Wenn du mir nicht ganz und gar gehorchst, dann werde ich dich zur Strafe dein Leben lang quälen:"

Dies ist aber das Gottesbild, das im obigen Text vermittelt wird.
_________________
Sind wir denn wirklich die heiligsten Wesen auf Erden?
>HIER KLICKEN<
Hass wird nicht durch Hass besiegt. Hass besiegt allein die Liebe -dies ist ein ewiges Gesetz.
Buddhismus


So stelle ich mir das auch vor.


_________________
******************************************
Befasst euch gründlich mit den Nöten der Zeit, in der ihr lebt, und legt den Schwerpunkt eurer Überlegungen auf ihre Bedürfnisse und Forderungen.
Bahá'u'lláh
Josefina Calvente, Architektin, Argentinien.

Bei ihrer Berufungs-Geschichte spielte dieser Satz eine besondere Rolle: "Wir sollten die Sünde hassen“.

http://www.de.josemariaescriva.info.....enheit-begegnete-ich-gott
tja, das ist ganz schlicht und einfach psychologischer Nonens.

Wie kann ich etwas hassen, was ja laut unserem Betonchristen untrennbar mit mir verbunden ist?
Keiner ist frei von Fehlern, sie machen sogar einen großen Teil unseres Wesens aus.
Wenn ich einen Teil von mir hassen soll, einen andren aber lieben soll, kann das zu extremen Spannungen führen.

Wie bei den meisten Dingen im Leben geht es um ein Gleichgewicht und ein Ausgleich, damit sich die Waagschale nicht zu sehr nach einer Seite neigt.


Pjotr Kala
_________________
Hüte dich vor Institutionen, die dir das Denken abnehmen wollen!