Der mystische Tod und die Auferstehung


Hallo,

ich wuerde hier gerne ergaenzen, und vielleicht ein wenig differenzieren...

Im Eroeffnungsbeitrag wirkt es so, als ob ein Mensch sich nur dadurch veraendert, indem sein Ego hopps geht. Es gibt aber noch etwas anderes sehr wichtiges, und zwar, das Unbewusste aufzuloesen bzw. wieder bewusst zu machen. Vielleicht sogar die groessere Mammutaufgabe. Wir kommen zu einer Veraenderung am meisten dort, wo es schmerzt. (Das "Kreuz" symbolisiert daher nicht nur die Aufgabe des Ego)

Dann meine ich sollte das mit dem Ego an sich nochmal differenziert werden. Fuer Menschen, die in der Welt leben, ist ein Ego (das ja irgendwie wie ein Organ ist, das die ganze Persoenlichkeit zusammenhaelt) unerlaesslich. Hier stellt sich vielmehr die Frage nach seiner Staerke oder Reife. Das heisst, das Ego sollte moeglichst wenig Ichhaftigkeit haben. Sie ist es ja, die uns die ganzen Schwierigkeiten verursacht, weil sie unsere Sicht subjektiv macht. Ein reifes Ego zeichnet sich also dadurch aus, dass es sich selbst und seine Umgebung realistisch beurteilen kann.
(Als bestes Beispiel finde ich hierfuer Helmut Schmidt. Der wurde ja oft wegen seines Egos kritisiert, aber wie eben dargelegt zu Unrecht! Gerade ein Politiker, der ja oeffentlich viel agiert, braucht eben ein starkes Ego. Die Frage ist vielmehr, wie gut es Dinge beurteilen kann, und in dieser Hinsicht war der Mann wirklich Gold wert!)

Zu guter letzt kommt dann der Punkt der Egolosigkeit, was wirklich ein rein spiritueller Aspekt ist, wo es um das EgoOpfer geht. Man will das Trennende aufgeben, um am grossen Einen teilhaftig zu werden. Oder wie Laotse es sagte: Ist das Ich nicht mehr, so gibt es keine Gefahren.
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