Bahaitum - Rat nach Schrift?


Minou hat folgendes geschrieben:
Luschn hat folgendes geschrieben:
Hass macht blind, dort eine Trennung zwischen Sünde und Sünder zu ziehen ist gefährlich. Wir sind Menschen, voller Fehler. Sobald wir dem Hass, wogegen auch immer, Eintritt gewähren, haben wir schon verloren.


Da hast Du schon recht, eventuell ist es nicht das richtige Wort. Ich habe aber auch geschrieben, dass der Hass sich niemals gegen einen Menschen richten darf. Also bitte immer im Zusammenhang zitieren!
Ich finde, die Sünde muss man hassen und demzufolge meiden, damit sie nicht in Versuchung führen kann, denn der Sünde Sold ist der Tod, da ist Feierabend mit dem ewigen herrlichen Leben, wenn man sich nicht vorher Vergebung erbeten hat.


Werden individuelle Sichtweisen und Perspektiven zu Normen oder Richtungsweisern für andere so ist das Unheil programiert. Das beginnt schon damit was Sünde ist oder besser sein soll. Dann geht es weiter mit etlichen Ausführungen welche bis jetzt nur ignoriert werden konnten. Eine Religion welche den Fragen nicht standhält ist unvollständig. Immer. Sie führt in ihrer Begrenztheit dort hin wie wir heute stehen. Mißtrauen, Krieg, Elend, Unverständnis. Wenn alles welches keine valide Beantwotung finden kann und wir den Glauben an detachierte Ungenauigkeiten mit der Richtigkeit des eigenen rel. Glaubes erklären müssen/wollen dann haben wir etwas vergessen: Und zwar den gesunden Menschenverstand. Er wurde offensichtlich der begrenzen Schrift untergeordnet. Gut das deratiges keinen Bestand haben werden kann.
_________________
Geheimnis der Alterung: - ஜ ♥ ஜ http://Genetik.bio ღ ஜ ღ -
Foto Avatar detailreich http://sonnensystem.org/assets/imag.....hemasseverteilung1245.jpg
Es kommt hier auch auf das Verständnis des Bösen an; für mich bedeutet es, jemandem absichtlich Schaden zuzufügen bis hin zum Mord und es nicht mal zu bereuen. Das könnte ich in diesem Leben nicht ertragen und im nächsten schon gar nicht. Und wohlgemerkt bezieht sich auch hier der Hass bzw. die Wut nicht auf den Täter sondern die böse Tat, eben das Böse an sich.
Ich verstehe unter dem Bösen keineswegs unsere menschlichen Fehler, Schwächen und Unvollkommenheiten.
_________________
»Du sollst den Herrn, deinen Gott, lieben von ganzem Herzen, von ganzer Seele und von ganzem Gemüt«
Dies ist das höchste und größte Gebot.
Das andere aber ist dem gleich: »Du sollst deinen Nächsten lieben wie dich selbst«.
In diesen beiden Geboten hängt das ganze Gesetz und die Propheten
Moin Moin

Ein paar Gedanken zu der Idee dass man das Böse, oder die Sünde hassen soll, aber nicht den Menschen der von dem Bösen oder der Sünde befallen ist.

Das geht so nicht!
Es entbehrt jeglicher Logik und untergräbt den gesunden Menschenverstand.

Menschen sind ein Gesamtpaket, zusammengesetzt aus verchiedenen Wesensanteilen und dem was wir tun oder lassen, betrachten wir einen Menschen nehmen wir alles zusammen wahr.

Im Prinzip wäre es scheinheilig jemandem zu erklären dass man ihn eigentlich ganz lieb hat, aber dass man seinen Lebenwandel hasst oder gar verachtet.

Wenn ich jemandem sage dass er ein total netter Typ ist, ich ihn mag und es toll finde ihn zu kennen, dann fühlt er sich bösartig veröppelt sobald ich ihm sage, alles supi alles prima, aber deine Homosexuelle Neigung verabscheue ich dermassen, er möge es mir bitte nachsehen dass ich mich von diesem Wesensanteil distanziere und seine Vorlieben aufs tiefste ablehne.
Dann kann ich ihn auch gleich als Mensch komplett ablehnen, weil die Homosexualität sein persönliches Wesen sein Selbstbild und sein Selbstverständnis ausmacht...

Die Isolierte Ablehnung von bedeutenden menschlichen Wesensanteilen ist nicht die Lösung sondern Teil des Problems.

Wenn ich einem Gläubigen versichere dass ich ihn sehr mag und schätze, aber sein Glaubensgerüst für einen Witz halte, dann trennt der Betroffene auch nicht zwischen sehr gemocht werden und der Ablehnung eines für ihn extrem wichtigen Lebensinhaltes.

Die Idee das Böse als isolierbaren Wesensanteil von Menschen zu betrachten gipfelt in der Praxis des Exorzismus und hat für mich genauso viel Wert wie Regentänze, wobei ich Regentänze nicht für gefährlich halte...

Gruss Grubi
_________________
https://youtu.be/f2ROFnA4HRA
Grubi hat folgendes geschrieben:

Im Prinzip wäre es scheinheilig jemandem zu erklären dass man ihn eigentlich ganz lieb hat, aber dass man seinen Lebenwandel hasst oder gar verachtet.

Ich finde genau umgekehrt eine süßliche undifferenzierte relativistische Bejahung von Allem scheinheilig. Diese "Wir haben uns alle lieb"-Mentalität. Oft sind sich besonders tolerant wähnende Menschen die intolerantesten. Unter dem Banner ihrer Toleranz verbirgt sich die beinharte Diktatur des Relativismus, das Verbot für klare Wertehaltungen und den Glauben einzustehen.
gg, wer den Relativismus falsch versteht, muß zu solch dummen Aussagen kommen.
Der Relativismus bedeutet für mich, daß ich zur Beurteilung einer Handlung möglichst viele beeinflussende Faktoren berücksichtige und zwar unabhängig von irgendwelchen vorgefaßten Regeln einer Religion oder Weltanschauung, wohl aber unter Berücksichtigung eines allgemein vertretbaren Wertesystems.


Pjotr Kala
_________________
Hüte dich vor Institutionen, die dir das Denken abnehmen wollen!
Ich glaube dass es eine undifferenzierte relativistische Bejahung von allem nicht gibt.
Eine relativistische Betrachtung ist immer differenziert, das birgt der Begriff in sich.

Wir bemühen kurz Wiki damit wir nicht aneinander vorbeireden: https://de.wikipedia.org/wiki/Relativismus

daraus:

Zitat:
Der Relativismus, gelegentlich auch Relationismus (entsprechend von lateinisch relatio, „Verhältnis“, „Beziehung“), ist eine philosophische Denkrichtung, welche die Wahrheit von Aussagen, Forderungen und Prinzipien als stets von etwas anderem bedingt ansieht und absolute Wahrheiten verneint - dass also jede Aussage auf Bedingungen aufbaut, deren Wahrheit jedoch wiederum auf Bedingungen fußt und so fort. Diese Rahmenbedingungen ermöglichen es, die Aussage auch zu verändern und zu verhandeln. Relativisten begründen dies oft mit dem epistemologischen Argument, dass eine sichere Erkenntnis der Welt unmöglich ist. Andere verweisen auf den zusammengesetzten Charakter von Wahrheiten, die stets auf andere Wahrheiten Bezug nehmen.


Für Freunde absoluter Wahrheiten ist ist das natürlich alles viel zu kompliziert denn diese Denkrichtung ist mit ständiger Neubewertung der Umstände verbunden...

Ja ich bin ein Freund von gesunder Verhältnismässigkeit und das bin ich absolut

LG
_________________
https://youtu.be/f2ROFnA4HRA
Grubi hat folgendes geschrieben:

Eine relativistische Betrachtung ist immer differenziert, das birgt der Begriff in sich.

Meistens steckt aber der absolute Anspruch dahinter, dass der Relativismus in religiösen Fragen die einzig legitim vertretbare Haltung wäre - dadurch führt er sich selbst ad absurdum. Ein Relativismus mit Absolutheitsanspruch - den treffen wir heute an.

Zitat:

Für Freunde absoluter Wahrheiten ist ist das natürlich alles viel zu kompliziert denn diese Denkrichtung ist mit ständiger Neubewertung der Umstände verbunden...

Wir sind also zu dumm - verstehe.

Zitat:
Ja ich bin ein Freund von gesunder Verhältnismässigkeit und das bin ich absolut

Und ich finde, dass das Seelenheil der Menschen zu wertvoll ist, als dass es ein Gebiet für falsche Kompromisse mit der Wahrheit sein könnte.
Durchaus möglich, kann ich nicht wirklich ausschliessen.
Allerdings kann das auch Ausdruck einer sehr eng fokussierten Weltsicht sein... wenn man unangenehme verwirrende Aspekte ausschliessen möchte ist das eher keine Dummheit sondern ein bequemes Polster.

LG
Grubi hat folgendes geschrieben:
wenn man unangenehme verwirrende Aspekte ausschliessen möchte ist das eher keine Dummheit sondern ein bequemes Polster.

Oder ein Zeichen von übernatürlicher Klugheit.

"Euer Herz lasse sich nicht verwirren. Glaubt an Gott und glaubt an mich!" Joh 14,1
Minou hat folgendes geschrieben:
Es kommt hier auch auf das Verständnis des Bösen an; für mich bedeutet es, jemandem absichtlich Schaden zuzufügen bis hin zum Mord und es nicht mal zu bereuen. Das könnte ich in diesem Leben nicht ertragen und im nächsten schon gar nicht. Und wohlgemerkt bezieht sich auch hier der Hass bzw. die Wut nicht auf den Täter sondern die böse Tat, eben das Böse an sich.
Ich verstehe unter dem Bösen keineswegs unsere menschlichen Fehler, Schwächen und Unvollkommenheiten.


Kurios ist ist das schon.
Bereuen? Du hast also Hass auf eine nicht erlernte Emotion?

Wie ist's mit Krieg? Wie ist es wenn man in einem Slum aufwächst dort wo es heist: Du oder ich? Wie ist es als moderner Spartaner als jemand der das Töten als Lebensunterhalt erlernt und in seinem Leben nichts oder kaum anderes kennen lernte? Selbst Herrscher töteten immer wieder mal ihre Brüder, Väter, Söhne weil es Gang und Gebe war. Wurde der Mensch so geprägt und vermag heute lediglich in Umfeldern dieser Art verweilen, woher sollte der Unterschied erkennbar werden, woher sollte dort das Gewissen erwachsen können? Warum hast Du keinen Hass auf die Systeme welche diesem Wissendlich Vorschub leisten, hmm?

Ist das nicht eher Sünde selbst? Nicht erkennen wollen woher es rührt?

Davon abgeshen bin ich der Auffassung das es keine Schuld gibt, die Sünde ist nicht existent. Dies aus Gründen die man allesamt nicht rational kontern kann.

Der Punkt jedoch ist nicht wie wir es zu sehen vermögen weil wir privilegiert aufwachsen konnten und uns dazu über diese Themen Humantisch austauschen und daran wachsen können sondern es ist der Punkt wie es eine bestimmte Klientel für seine eigene Zwecke nutzen kann. Und warum? Weil es so steht wie es geschrieben ist. Was ersehen wir daraus? ~> Man könnte es anders besser schreiben und Verfassen also Unmissverständlicher und auch moderner, dem heutigen Wissen angepasst. Dies können wir frei öffentlich erreichen. Es ist nichtmal eine Religion für ein alternatives neues ProMenschliches Werk nötig.
_________________
Geheimnis der Alterung: - ஜ ♥ ஜ http://Genetik.bio ღ ஜ ღ -
Foto Avatar detailreich http://sonnensystem.org/assets/imag.....hemasseverteilung1245.jpg