Nach Traum-Tod panische Angst/ Nerven liegen blank


Hallo zusammen,

bin zum Glück über euer Forum gestolpert und hoffe, dass ihr mir ein bisschen die Sorgen nehmen könnt.
Ich bin Teerose, 28 Jahre alt und seit ich in der 2ten Klasse war, hatte ich hin und wieder Träume die mir dann als "Deja Vu" in echt passeren. Waren immer harmlose Sachen, hatten aber im Rückblick immer eines gemeinsam - Das ich mich schlecht fühlte.
Das schlimmste bis neulich war ein einziger Augenblick auf der Beerdigung einer Großmutter, die mir nicht sehr nahe stand.

Wie gesagt, bis neulich. Muss leider so viel tippen, weil ich denke, dass es sonst schwer wird mir zu helfen

Fangen wir an:

Letztes Jahr hatte meine Großtante einen leichten Schlaganfall, dabei wurde bemerkt/später festgestellt (weiß ich nicht mehr genau), dass sie auch Krebs hatte und ihre Gebärmutter wurde entfernt. Diese Zeit war sehr stressig für meine Mutter, die hin und her fahren musste um Dinge zu erledigen, im Krankenhaus besuchen,etc...Dann wurde meine GT ins Altersheim verlegt was natürlich immer noch Gerenne für meine Mutter bedeutete.
Zur selben Zeit bestand bei meinem Vater der Verdacht auf Hautkrebs, wurde auch daran operiert und war dann alles gut.
Meine GT verstarb im Februar dann, nachdem sie immer "tüdeliger/verwirrter" wurde. Ich glaube in diesem Zeitraum oder danach hatte ich einen schrecklichen Traum -

Meine Mutter und ich fuhren nachts/als es dunkel war Auto, eine Strecke die ich gut kenne (oder sah zumindest so aus). Wir waren hinter einem Bus glaube ich und plötzlich kam von vorne ein Laster und ich sah nur noch die Lichter immer grüßer werden und hörte mich denken "Niemand entkommt seinem Schicksal".

Damals hab ich es halt als einfachen Traum abgetan..
Nun ist folgendes geschehen - Mein Vater hatte am 15.10. zwei Schlaganfälle, ist jetzt in Reha. Dieses bedeutet natürlich wieder viel Stress für meine Mutter.
Das schlimme ist, ich habe den Moment in dem sie mir Bescheid gab wieder als Deja Vu erlebt.. Danach war es viele Tage in Ordnung, hatte keine DVs mehr....Bis mir der Traum wieder einfiel und ich denke irgendetwas mit Dezember im Kopf zu haben..Was im Traum gesagt wurde meine ich. Seit den Schlaganfällen wohne ich bei meiner Mutter um ihr zu helfen und habe jetzt seit 2 Tagen STÄNDIG DVs..

Der Grund warum ich jetzt Angst habe und mir nur noch kotzübel ist, dass ich vor solchen "großen" Dingen wie im Traum immer andere kleinere DVs davor hatte. Also habe ich jetzt Angst, das mein Traum doch war wird (klingt sehr bescheuert wenn ich das jetzt schreibe)..
Habe mich schon bei meiner Mutter ausgeheult und ihr davon erzählt, woraufhin sie meinte, sie hätte das früher auch gehabt, aber das die DInge die sie gesehen hat meistens anderen Leuten als die, die im Traum waren passiert sind. Meinte auch sie versteht es, das ich mir Sorgen mache deswegen.

Und jetzt da ich hier heule und diesen Text schreibe, habe ich ein DVs genau das getan zu haben, toll XD

Warum ich oft auf meine Mutter eingegangen bin ist folgender Grund, ich habe mir natürlich schon Traumdeutungen angeguckt - Beziehung zwischen uns verändert sich, unsere Lebensumstände verändern sich, etc...
Was alles schön und gut wäre für mich, hätte ich nicht diese scheiß DVs schon fast mein ganzes Leben. Es sind nicht immer böse Sachen, aber an die erinnere ich mich halt am besten (sollte ich weiter oben korrigieren, egal).

Ich denke das nächste DV ist, das ich mir eure Antworten tagsüber durchlese.. Keine Ahnung ob das gut oder schlecht wäre, aber daran kann ich mich erinnern..


Also ja - Seit 2 Tagen bin ich runter mit den Nerven, habe Angst wie sonstwas (was soll mein Vater machen wenn wir sterben, ich will nicht das meine Mutter stirbt,..ich selbst denke wenns nur mir passiert, dass es mehr Kummer für meine Familie ist...), hab kaum Hunger liege fast nur rum..
Bin durch meine Depression seit 2 Jahren ohne etwas zu tun, also gibts nur wenig Ablenkung.

Wäre sehr glücklich und dankbar für Eure Hilfe, selbst Antworten wie - Wird schon alles gut würden helfen.

Wenn Ihr nur antworten wollt um meine Ängste zu bestätigen oder zu schüren - Bitte lasst es! Ich nehme keine Antidepressiva mehr (Selbstmordgedanken) und möchte nicht, das etwas passiert weil sich jemand keine Gedanken um Konsequenzen gemacht hat.

Vielen Dank!
Hallo Teerose, mach Dir nicht so viele Sorgen, denn dadurch wird nichts besser, ganz im Gegenteil.

"Meide Sorge und Gram, sie schaffen schwere Übel."

Wir können tun was uns möglich ist, alles andere liegt nicht in unserer Hand.
Aber

"Gott hat niemals eine Seele über ihr Vermögen belastet."


Die Quelle alles Guten ist Vertrauen in Gott

Hier ein paar Zitate aus den Bahai-Schriften (oben).

Und hier noch eins aus der Bibel:

Wenn ich Dich anrufe so erhörst Du mich und gibst meiner Seele große Kraft.

Da ich jetzt dringend ins Bett sollte werde ich jetzt nicht mehr schreiben, ich schicke ich Dir noch ein paar links.

Alles, alles Gute für Dich!


Schöne Grüße Linde
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Befasst euch gründlich mit den Nöten der Zeit, in der ihr lebt, und legt den Schwerpunkt eurer Überlegungen auf ihre Bedürfnisse und Forderungen.
Bahá'u'lláh
Hilfe im Leid
www.geistigenahrung.org/ftopic70963.html

Gebete um Hilfe
www.geistigenahrung.org/ftopic70201.html


Leben nach dem Tod
www.geistigenahrung.org/forum1.html
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Bahá'u'lláh
Vielen lieben Dank, weißt du was erstaunlich ist? Vor 2-3 Stunden habe ich mir noch Beiträge im Forum durchgelesen und verächtlich(naja,etwas) gedacht was für einen Trost Gott schon geben sollte.
Dann bin ich völlig fertig baden gegangen.. sehr nervös, übel fühlend.. und während ich in der Wanne lag, habe ich irgendwann angefangen zu beten...
Und es ging mir besser! Und jetzt schickst du mir genau so etwas und ich sitze hier erleichert und weine..
Ein Stein ist von meinem Herzen gefallen und mir gehts besser, wenn nicht sogar gut.
Da muss ich doch mitten in der Nacht noch einen Nachtrag liefern, verzeiht bitte.

Ich weiß gar nicht wo ich anfangen soll...ich war grade laufen...habe mich elendig gefühlt.. mich sogar etwas verlaufen und dann erkannte ich endlich, das ich mich genauso fühle - I Dunkeln verwirrt nicht wissend wohin ich muss..

Der Traum wollte mir zeigen, dass ich mich ändern muss, ich mich nicht mehr so sehr auf meine Mutter verlassen soll im Leben, weshalb ich jetzt, wo sie wieder so viel Stress hat mich auf diesen Traum festsetze - Ich kann sie nicht mein Leben steuern lassen, ich muss selbst etwas machen und Verantwortung übernhmen. Ich kann nicht mehr die "Depressionskarte" ausspielen, ganz besonders da mich mein falsch gewählter Weg im Leben erst dahin gebracht hat.

Und obwohl ich das jetzt alles weiß, habe ich immer noch leichte Befürchtungen das trotzdem dieser Unfall passiert, weil ich diesen "Niemand engeht seinem Schicksal" ausm Kopf kriege.
Träume über den eigenen Tod oder der geliebter Menschen besagen, das sich etwas erneuern, ändern muss. Viele Menschen haben diese Träume und wenn alle Menschen in solchen Träumen gestorben wären, dann gebe es keine Menschen mehr.
Das weiß ich alles und trotzdem bleibt das mulmige Gefühl.

Vielleicht hatte ich diese ganzen DVs einfach nur, weil es solch eine Umstellung ist für mich. Gefühlsmäßig absolutes Chaos..

Ich werde meiner Mutter sagen wie ich mich fühle, das sie extra aufpassen soll, das ich ihr mehr helfen werde und mich vor allem auch ändern möchte und werde.
Hallo,
ich habe auch viele Träume gehabt, die sich erfüllt haben. Ich denke, dass wir sehr sensibel sind, 'Schwingungen' spüren und das Unterbewusstsein 'bastelt' oft sehr zutreffend.

Wenn Jemand krank ist, dann können wir das z.B. fühlen.
Ich würde Dir denTraum auch in die Richtung interpretieren: Deine Mutter ist evtl. überfordert, gestresst und Du nimmst das auf. Der Unfall, so denke ich fest, ist ihre Unaufmerksamkeit und evtl. Ohnmacht, die sich ergibt.

Ich würde Euch raten, dass Deine Mutter sich um sich kümmert und Du auch. Und sei es nur das Einlassen einer warmen Wanne, eine Praline o.ä. Meiner Erfahrung nach hilft das Helfen u.a. auch aus einer Depression.

Die Depressionskarte war eine große Selbsterkenntnis. Ich suchte auch gerne noch Rechfertigungen/Probleme, damit es legitim wird und sehe das heute noch bei vielen Menschen als Mechanismus.

Unter den Geschichten/Weisheiten im Forum würde ich Dir gerne eine empfehlen "Du hast immer zwei Möglichkeiten".
Vielen Dank für eure lieben Antworten, ich hab jetzt bereits 3 mal mit ihr geredet, darüber wie ich mich fühle, dass ich halt Angst um sie habe etc... Und sie ist jetzt extra vorsichtig im Verkehr, hat mir versichert das alles wieder gut wird,etc.
Sie ist so ne Art Krisenmanager, sagt sie selbst über sich XD
Die Frau hat so eine Kraft, das bewundere ich zutiefst. Ich merke zwar das sie gestresst ist..leicht..aber sie behält in solchen Lagen gerne einen kühlen Kopf und zieht Dinge durch - Muss halt und so.
Da sind mein Vater und ich schon emotionaler XD Meine Mutter geht arbeiten und mein Vater bleibt zu Hause, zur Erklärung falls anders herum gedacht wurde

War nachdem ich die ganze Nacht wach war, mir Sorgen gemacht habe, laufen war dann bis kurz vor 6 wach um mit ihr zu reden.. Und dann hat sie mir noch ein paar AUfgaben gegeben die gemacht werden müssen..
Im Unverstand meiner Sinne habe ich also mit seit über 24 Std kaum was im Magen, kaum was getrunken und die Nacht nur in Jogginhose und dünner Jacke rumlaufend auch noch hinten Laub geharkt, Dinge im Haushalt gemacht..Und als ich ich dann um kurz vor 9 hinlegen wollte, hatte ich plötzlih Schüttelfrost. Extremen Schüttelfrost, und das obwohl Ofen an und gut am heizen war. Eine Std. Schlaf hab ich dann hinbekommen, bin dann aber mich schüttelnt wieder aufgewacht und hab bei meiner Mutter bei der Arbeit angerufen (arbeitet im Krankenhaus). Hat mir halt gesagt tu dies und das und es ging mir sofort besser, ich konnte schlafen und alles.

Aber ja, sie meinte auch ich hab mich halt übernommen, ich bin das einfach körperlich nicht mehr so gewohnt nach der Depression.
Ich werde weiter mithelfen, aber ich muss mich halt zurück nehmen..Leider musste ich auch erst alle Besuche bei meinem Vater streichen, die Reha ist über eine Std. Fahrt entfernt und macht mich auch mit fertig, aber ich rufe ihn natürlich an und komme mit sobald es mir selbst wieder besser geht. Nur muss ich halt auch mal endlich etwas an mich denken bei dem ganzen Stress hier.

Ich bin schon ruhiger geworden..immer noch leicht übel...leicht gestresst...immer noch leicht am Sorgen machen...aber das ist ja normal und wird sich legen. Ich muss mir auch Zeit lassen um mich zu beruhigen.
https://www.youtube.com/watch?v=mHQjc9JMylA&feature=share

Schöne Grüße
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Bahá'u'lláh
Mal wieder ein kleines Update, liege mit ner Erkältung flach seit 2 Tagen, mache aber trotzdem was ich kann um zu helfen..
Den Traum habe ich zwar ab und an noch im Kopf, aber er mcht mich nicht mehr ganz so doll fertig wie vor ein paar Tagen noch.
Meine Mutter nimmt sich Freitag frei damit wir Räume die zu einem Badezimmer umgeändert werden müssen leer räumen können oder schonmal damit anfangen können.
Ansonsten sag ich meiner Mutter jetzt jeden morgen das sie vorsichtig sein soll und sie schreibt mir, sobald sie bei der Arbeit ist. Das beruhigt mich schon sehr.
Auch habe ich angefangen mich abzulenken, Dinge zu tun die ich sonst auch mache und das hilft auch.
Durch die Erkältung hab ich kaum Hunger, versuche aber zumindest jeden Tag etwas zu essen..

Das war es soweit, vielen lieben Dank nochmal das ihr mir so sehr helft, es beruhigt ungemein sich darüber zu unterhalten und die nicht ausgelacht zu werden, weil man solche Ängste hat.
Ich habe euch lieb und hoffe, dass es euch nichts ausmachen wird wenn ich immer mal wieder hier ewas hinzufüge.
Hallo teerose,
komme erst jetzt dazu was zu schreiben.

Super finde ich deine Offenheit wie du darüberschreibst, dass fällt Frauen vermutlich leichter als Männern.

Also ich (männlich) hatte in der Vergangenheit schon mehrmals einen solchen Traum mit leuchtendem grossen Objekt das auf mich zugerast kommt und ich so erschrecke das ich aufwachen muss. Ob diese "leuchtenden Objekte" halt die Form von Lastwagen haben oder etwas Anderem, spielt meiner Meinung nach keine Rolle. In diesen Träumen bin ich nie gestorben, sondern jedes Mal vorher aufgewacht. (also vor dem vermeintlichen Aufprall)

Als mir das so zum dritten Mal oder so passiert ist, hatte ich die Gewissheit, dass das nichts Negatives ist. Es sind vielmehr meine Ängste vor dem "neuen unbekannten" das ich nicht beeinflussen kann. Also vor unbewältigten Lebensaufgaben zum Beispiel.
Alleine schon der Umstand, dass es ein starkes grosses Licht war das auf mich zugerast kam, ist eigentlich ein sehr positives Zeichen. Licht kann man mit Wissen, Wahrheit und Reinheit assoziieren.

Wenn ich zurück denke dann war das für mich auch eine Zeit des Verdrängens. Also wo ich Probleme vor mich hergeschoben habe und dann mein Unterbewusstsein mich darauf aufmerksam gemacht hat, dass wenn ich die Sachen nicht jetzt angehe es mir dann später vom Leben aufgezwungen wird, was natürlich immer schmerzhafter ist als wenn mans rechtzeitig selber angeht.

Mit der Zeit sind mir dann Schritt für Schritt meine "ungelösten Knöpfe" im Leben begegnet und ich habe sie Schritt für Schritt gelöst.

Seither habe ich diese Art von Angstträumen nicht mehr.

Jeder von uns hat individuelle Lebensaufgaben zu erfüllen davon bin ich fest überzeugt.

Und noch zum Thema beten... Darin liegt eine ungeheure Kraft, ich meine das jetzt nicht einfach nur so im psychologischen Sinne, sondern im Sinne als Zwiegespräch mit Gott.

Wir putzen uns ja alle regelmässig die Zähne, aber das regelmässige ernsthafte Beten haben wir verlernt. Aber Gott ist da und Er wartet auf unsere Kontaktaufnahme. Er gibt uns innere Führung, Stärke, und Entschlossenheit. Das regelmässige ernsthafte Gebet ist wie eine innere Reinigung, eine Reinigung unseres Herzens.

Herzliche Grüsse
und ich wünsch dir viel Mut und Kraft deine "Knöpfe" zu lösen