Nach Traum-Tod panische Angst/ Nerven liegen blank


Ersteinmal Fröhliche Weihnachten Leute!

Danke für die schöne Antwort, sie hat mir vor ein paar Tagen in einer schweren Zeit bereits sehr geholfen, nur konnte ich noch nicht schreiben.

Wir hatten wieder eine Menge Stress.. Das Badezimmer ist immer noch nicht fertig, aber der Fliesenleger kommt vor Silvester wieder und meinte er wird fertig. Dann hatten wir kein Wasser, weil eine Leitung nicht zu wollte und das Wasser abgestellt werden musste.. das war erst vorgestern behoben, so das ich Heilig Abend nicht richtig geniessen konnte mit meiner Mutter und ich wieder so gestresst/nervös wurde, dass ich heute wieder eine Auszeit in meiner eigenen Wohnung brauche. Zum Glück versteht meine Mutter das, sie weiß wie sehr mir das auf die Nerven und den Magen schlägt..

Nun...heute dann wieder der nächste Schlag.. Meinem Opa ging es heute morgen nicht gut, jetzt schon besser, aber meine Familie fährt nachmittags nochmal hin.
Mein Opa hat Demenz und ist seit Jahren in der geschlossen Abteilung unseres Altersheimes, da er immer wieder versucht hat "nach Hause zu kommen", welches er auch immer versucht hat, als meine Oma noch versucht hat ihn zu Hause zu behalten.

Das gibt natürlich noch eine extra Portion Stress, ganz besonders da ich auch einmal den Traum hatte, mit meiner Oma, Mutter und einem Onkel im Krankenhaus zu stehen..

Das alles beunruhigt mich jetzt natürlich wieder sehr. Ich wollte diese Auszeit um Kraft zu tanken für die Tage zwischen Weihnachten und Neujahr, in denen ich wieder bei meinen Eltern sein muss, da meine Mum arbeiten muss.
Am 30. kommt mein Vater bereits wieder, darum mache ich mir keine Sorgen. Falls doch noch keine Toilette für ihn vorhanden sein sollte, kann er 1-2 Tage in Kurzzeitpflege, kein Problem..

Aber ich mache mir halt auch Sorgen um meine Mutter, mein Opa ist ihr Vater und diesen Schlag bräuchte sie momentan wirklich nicht.. Ich bin heilfroh, dass sie bezahlten Urlaub über 10 Tage bekommt, wenn mein Vater wieder da ist. Es ist zwar noch viel zu putzen durch den Umbau des Badezimmers (Baustaub), aber ich werde nächse Woche schonmal anfangen mit dem Putzen und ihr auch helfen, sobald mein Vater wieder da ist.

Aber ja..keine erbaulichen Weihnachten dieses Jahr..aber dafür kann es auch nur besser werden im nächsten
Tja, seit meinem neuen Beitrag geht es mir wieder nicht gut.. Ich muss wieder Nerventonikum einnehmen, muss mich leicht übergeben...bin unruhig, breche immer mal wieder in Tränen aus..

Und das obwohl alles gut ist! Die Umbauarbeiten sind fast fertig, meine Mutter hat für alles einen Plan B falls etwas schiefgehen sollte und ich sitze hier und mach mir Sorgen..

Ich denke, ich gehe grade durch die "Oh Gott! Deine Eltern und du sind nicht unsterblich!" Phase. Hab noch nie drüber nachgedacht.. und jetzt wo ich angefangen habe, habe ich natürlich Panik.. Ich habe weder eine Ausbildung, noch habe ich mein Studium beendet (durch die Depression). Was bedeutet, ich habe nichts außer Ersparnissen von denen ich lebe zur Zeit und die gehen auch zur Neige. Mit meiner Miete und sonstigen Ausgaben wird es noch etwas über ein Jahr reichen.

Durch die Depression habe ich nichts mehr gesehen, nicht gesehen wie viel Geld ich verschwendet habe, habe mich komplett zurück gezogen und in meiner eigenen Welt gelebt.
Und jetzt muss ich lernen damit klar zu kommen.

Ich illustriere und nähe Plüschtiere, wodurch ich in den letzten Jahren immer mal wieder Geld verdienen konnte, damit werde ich wieder anfangen und sobald ich soweit bin einen Minijob annehmen.

Ich weiß, dass ich die Unterstützung meiner Eltern habe, bevor mein Vater den Schlaganfall hatte, ollten sie mir ein Haus kaufen, mit Mietwohnung drin. Damit ich mein Geld mehr sparen kann und wenigstens einen Platz zum wohnen habe aus dem man mich nicht rausschmeissen kann. Für den Fall, dass ich irgendwann auf Sozialhilfe angewiesen sein sollte. Aber so weit möchte ich es nicht kommen lassen!
Ich möchte wirklich für mich selbst sorgen können und Niemanden zur Last fallen..

Diese ganzen Gedanken mit dem ganzen Stress den ich schon hatte, haben wohl zu einem Rückfall geführt durch den ich durch muss. Leider habe ich wieder Angst vor der Zukunft etc. .. aber das habe ich in den letzten paar Wochen ja schon einmal überstanden, ich denke ich brauche einfach nur etwas Zeit um wieder runter zu kommen.

Beten ist nach wie vor eine große Stütze im Alltag für mich, ich fühle mich jedes Mal etwas besser danach, selbst wenn es nicht lange anhalten sollte...weil ich mir wieder Gedanken mache usw....

Das war mal wieder ein kleiner Nachtrag aus meinem Leben..
Tut mir echt Leid euch so zu nerven..aber hier zu schreiben hilft mir auch extrem und trägt dazu bei mich zu beruhigen und auch Selbsterkenntnisse zu habe.

Vielen lieben Dank an alle die noch lesen!
Ach ja, wie sehr ih diesen Tag liebe. Haben vorhin erfahren, dass in dem Brief der zur Reha ging vom Krankenhaus nichts über das Vorhofschlimmerns meines Vaters stand, weshalb er nicht die Menge an Medikamenten bekommen hat die er eigentlich braucht, mehr Stress für meine Mutter was bedeutet das ich mir wieder mehr Sorgen mache und jetzt vor so gut wie jedem Anruf Angst habe. Der Fliesenleger ist jetzt doch nicht mehr so sicher ob er alles schafft, meine Mutter und ich essen kaum was (also sie schon mehr, Frühstück auf Arbeit und so), ich spuk eh alles aus was ich zu mir nehme, selbst Wasser...

Und ich hab grad echt Angst davor zu schlafen, weil ich denke gleich geht das Telefon und etwas anderes passiert noch...

Ich bin so froh wenn alles fertig sein wird, mein Vater zu Hause ist, meine Mutter entweder Urlaub hat oder sich krankschreiben lässt...

Ich bete jetzt ständig, gehe Gott sicher schon auf die Nerven, aber ich grade einfach nur mit diesem kleinen Hoffnungsschimmer überleben, dass Gott ber uns wacht und hilft und beschützt...

Habe immer noch Angst um meinem Opa..fürchte mich jetzt schon davor einen weiteren Eintrag seinetwegen zu schreiben...

Vielleicht nimmt meine Mutter Freitag frei, Überstunden abfeiern und mein Vater muss vllt noch ein paar Tage länger in der Reha bleiben, weil man so eine Menge an Medikamenten am Besten stationär eingewöhnt...gäbe uns mehr Zeit für alles, also Bad fertig bekommen, aufräumen und so...

Aber es stresst halt doch alles sehr..
Hallo liebe Teerose,

ich hoffe jetzt nerve ich dich nicht, aber deine Schilderungen haben mich neugierig gemacht:
Bist du wegen der Depression in Behandlung?
Wenn ja, wie sehen denn die Therapieansätze aus?
Was meinst du mit einem Nerventonikum? Ein homöopathisches Arzneimittel?
Du schreibst, dass du viel betest. Was ist deine Erwartung? Gehörst du einer Glaubensrichtung oder Religion an?

Wäre interessant wieder von dir zu hören, bis dahin alles Gute.
LG ziraki