Ein Kinderwunsch


Hallo Ihr Lieben,
ich bin derzeit etwas ratlos. Ich hoffe, dass ich hier einige neue Sichtweisen zu lesen bekomme und diese auf mich wirken können.
Kurzgefasst die Grundsituation:
Ich bin seit fast 5 Jahren in einer Beziehung. Er hat 2 Kinder, ich 1. Zu Beginn der Beziehung sagte er mir, dass er nicht mehr heiraten möchte und auch keine Kinder mehr haben möchte.
Seit 2 Jahren wuchs ein Kinderwunsch in mir. Voriginal ca 4 Wochen äußerte ich mich, weil es innerlich nicht mehr zum Aushalten war.
Jetzt nicht, Angst, alte Erinnerungen an den gescheiterten Plan mit der Exfrau - er wbenimmt sich wie ein Kleinkind, wenn ich etwas in die Richtung sage. Er weiß nicht... und ist fertig. Mein Gefühl sagt mir, dass er mich wirklich liebt und mein Wunsch zu einem Problem ranwächst.
Was mich in tiefe Traurigkeit stürzt ist, dass dieser sooooo schöne Wunsch von mir nicht ausgesprochen wird. Es fällt mir ohnehin schwer, aber ich würde gerne mal schwärmen können und ihn damit 'anstecken'.
Habt ihr Textstellen, die mir helfen würden?
Wie bekomme ich es hin, dass ich rede - obwohl ich mich so verletzbar fühle?
Was könnte ich tun?
Mich nervt es auch tierisch, dass er nicht sieht, dass ich anders bin als seine Exfrau.
Wir sind grundlegend verschieden...
Es ist so traurig, dass ich mein Leben mit ihm verbringen möchte und der Wunsch dem im Weg steht. In meiner Phantasie ist es wunderschön.

Wenn ihr etwas mehr Infos haben wollt, dann fragt einfach und danke für JEDES Wort.
Kisses hat folgendes geschrieben:
Ich bin seit fast 5 Jahren in einer Beziehung.

Fällt dir etwas auf?

In dem Satz kommst nur du vor, obwohl in dieser Beziehung zwei Menschen involviert sind. Unmittelbar betroffen von der ganzen misslichen Situation sind aber darüber hinaus zumindest sieben Menschen: Neben euch Zweien eure beiden Ex-Partner und drei Kinder.

Deine Frage sollte daher nicht lauten, was deine unmittelbaren Wunschträume sind und wie sie am Besten zu erfüllen sind, sondern was für alle Beteiligten das Beste ist - vor Allem für die Kinder. Denn die sind keine Schachfiguren, die sich nach den jeweiligen Spielchen von Erwachsenen einzurichten haben - Nein, sie haben das schwerwiegende Recht auf Verantwortung ihnen gegenüber und auf Ideale, die wir Ihnen vermitteln. Vorzuleben, dass das Leben primär darum kreist, welche Wunschträume die Erwachsenen haben - das ist sicher der komplett verkehrte Weg.
Frage daher nicht - "Wie lebe ich für mich, was will ich für mich?" - Sondern "Wie lebe ich für die anderen, wie werde ich zum Geschenk für sie?"

Ein Bibelzitat habe ich auch dazu.

"Wer das Leben gewinnen will, wird es verlieren" Mt 10,39a
Hallo Kisses,

in einem Punkt hat Burkl recht, die Entscheidung betrifft nicht nur dich, sondern zumindest 5 Personen. Die Expartner haben meines Erachtens nicht mehr viel damit zu tun, obwohl sie eventuell doch noch Nachwirkungen auf psychologischer Ebene haben.

Ein Kind sollte kein Spielball von eigenen Wünschen und der Ablehnung durch den Partner sein.
Vieleicht gelingt es dir, deinen Partner doch noch zu überzeugen, daß ein zusätzliches gemeinsames Kind eine Bereicherung der Beziehung sein könnte.
Aber das sind Optionen auf die Zukunft, die sich eventuell auch nicht erfüllen oder gar ins Gegenteil umschlagen können.

Pjotr Kala
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Hüte dich vor Institutionen, die dir das Denken abnehmen wollen!
Klar betrifft es 5. Nr 6 mit Sicherheit nicht. Dem wäre es egal bzw. er würde sich für uns freuen.
Nr. 7 weiß ich nicht, aber was soll eine Expartnerin das entsprechende entscheiden?
2 Kids haben sich mehrfach ein Geschwisteruhen gewünscht. Den anderen kann ich unter den Voraussetzungen nicht fragen.

Der zitierte Satz ist rein sachlich gemeint. Warum ich es so formuliert habe keine Ahnung!
Abereits klar bin 'ich' derzeit auf einem anderen gedanklichen Punkt, so dass es mir logisch erscheint von 'ich' zu schreiben. Wir haben nicht gemeinsam den Weg ins Forum beschritten.
Ich wünsche mir, dass 'wir' reden und genau das läuft momentan schief - und macht mich traurig.

Das ein Kind kein Spielball ist sollte uns allen klar sein.
Und 2 Jahre habe ich den Wunsch unterdrückt - ihm zu Liebe - ich dachte nämlich, dass es besser sei ... War es bis jetzt nicht.
Hallo Kisses,

wenn sich die Vorstellungen von Partnern nur in einem Punkt sehr stark unterscheiden, hilft es manchmal, sich von außen neutrale Unterstützung zu suchen. Hier wäre wohl zunächst einmal zu klären, warum genau dein Partner gegen deinen Kinderwunsch ist und ob man die Vorbehalte ausräumen kann. Das wird nicht in einem Hauruck-Gespräch abzuhandeln sein, da es wahrscheinlich mehrere Aspekte und widersprüchliche Ansichten zum Kind zwischen dir und deinem Partner geben wird.

Pjotr Kala
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Hüte dich vor Institutionen, die dir das Denken abnehmen wollen!
Hallo Kisses,
ich habe ein eher ungutes Gefühl bei dem, was du schreibst

Kisses hat folgendes geschrieben:
Zu Beginn der Beziehung sagte er mir, dass er nicht mehr heiraten möchte und auch keine Kinder mehr haben möchte.
Seit 2 Jahren wuchs ein Kinderwunsch in mir.

Wieso wertest du dann seine Reaktion als unreif?
Zitat:
er wbenimmt sich wie ein Kleinkind, wenn ich etwas in die Richtung sage.

MMn steht dein Partner zu seinen ursprünglichen Aussagen. Hast du geglaubt, das ist etwas über das er hinauswächst?

Leben alle der drei Kinder bei euch?

Liebe Grüße!
Hallo,
ich habe allen Mut zusammengefasst und ihn angesprochen statt zu denken. Wir haben geredet und das tat uns vermutlich beiden gut. Sagt er zumindest glaubwürdig.

Ja, wir hatten ein Gespräch mit einem Profi und das war gut!
Wahrscheinlich auch der Knackpunkt, dass es heute dazu kam.

Warum ich seine Reaktion bisher als unreif betrachtete ist, weil er sehr merkwürdige körperlich Gestik an den Tag gelegt hat.
Halt wie ein Kind - ich möchte auf die genau Erläuterung verzichten. Klar war es ihm unangenehm - mir ja auch.

Nur mein Kind lebt bei uns.

Jetzt bin ich erstmal erleichtert, dass wir reden können und das hat der Profi uns verordnet bzw. gesagt, dass wir unsere Fähigkeit dazu nutzen sollten (weil wir sehr liebevoll und offen alles sagen könnten ohne, dass der andere hochgeht).
Ich glaube, das wir beide 2 Angsthasen sind Auf verschiedene Art und Weise.
Hallo,
ganz pragmatisch, macht die drei Kinder zu euren drei gemeinsamen Kindern. Um Freude ( und Arbeit ) mit Kindenr zu haben reichen seine und dein Kind aus, da braucht es nicht noch ein "euer" Kind.

Klar, es darf, soll und kann jeder soviele Kinder haben wie er mit seinen emotionalen und psyschichen Kräften angemessen betreuen und versorgen kann. ( das gilt für Mitteleuropa wo die Geburtenrate unter 2.0/Frau ist. )

Ich zweifele aber an eurer Belastungsfähigkeit wenn das mögliche gemeinsame Kind schon vor einer Zeugung ein Problem bereitet.

Den drei gemeinsam Eltern zu sein ist schon eine große Aufgabe, viel Glück und Erfolg dabei, allzeit genug Kraft sei euch gewünscht.
Hallo kisses,

ein großer Schritt, dass du nach 2 Jahren angefangen hast offen über deine Wünsche für eure gemeinsame Zukunft zu reden und ich kann gut nachvollziehen, warum du dir mit dem Menschen, den du liebst auch ein gemeinsames Kind wünschst.

Für deinen Partner war es sicher ein Schock, von deinem so lange geheim gehaltenen Wunsch zu hören. Er hat wahrscheinlich gedacht, dass er diese Option von Anfang an ausgeschlossen hat.
Da ist es schon nachvollziehbar, warum er so emotional wie ein Kind reagiert.

Wenn ihr jetzt offen über den Kinderwunsch redet, kannst du vielleicht herausfinden woher seine pauschale Ablehnung kommt und es wird sich zeigen, ob er seine Einstellung noch ändern kann oder dabei bleibt.

Vielleicht hat er auch für dich nachvollziehbare Gründe, warum er kein weiteres Kind will, auch nicht mit dir....

Wenn er es nicht schafft über Verletzungen hinwegzukommen bzw. du ständig das Empfinden hast, mit der Exfrau in einen Topf geworfen zu werden, solltet ihr euch weiterhin professionelle Hilfe für die Gespräche holen.

Wie alt ist denn dein Kind, das bei euch lebt?
Wie oft kommen seine beiden Kinder zu euch und in welchem Alter sind sie?

Könnt Ihr euch bisher genug Zeit für die Interessen und Bedürfnisse alle 3 Kinder nehmen?

Lieber Gruß

Mara
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OM LOKAH SAMASTHA SUKHINO BHAVANTHU
Mögen alle Wesen in allen Welten glücklich sein.
Hallo,
vielleicht spürt er ganz emotional daß seine und dein Kind zusammenlebend mit euch den gleichen Status haben, ein weiteres gemeinsames Kind hätte eine anderen Status, auch dann wenn ihr es per Vernunft anders sehen wollt.