Ein Kinderwunsch


Kisses hat folgendes geschrieben:

Klar geht Viel Kraft in die Abänderung der Verhältnisse unter der Woche. Es ist nun professionell unterstützt und das aus Eigenantrieb. Ich habe da wenig direkte Einflussmöglichkeiten und bin mir sicher, dass der professionelle Einsatz für Alle notwendig ist.

Danke für deine Offenheit. Für die Kinder deines Partners, besonders in ihrer schwierigen Situation, würde ein Halbgeschwisterchen, das in einer Familie aufwachsen darf und den Vater und eine Mutter ganz für sich hat, wohl eher eine Benachteiligung bedeuten.

Zitat:
Mein Sohn hat einen Papa und ganz klar formuliert, dass er keinen Zweit/Ersatzpapa braucht. Eine freundschaftliche Ebene schwebt ihm vor. Das funktioniert auch gut.
Papa ist hochangesehen und seine Worte mit viel Einfluss.
Früher war mein Sohn öfter bei oder mit Papa. Er wohnt nun sehr weit weg und sie sehen sich ca 1 Mal im Monat, im gemeinsamen Urlaub oder mein Sohn fährt in den Ferien zu ihm. Die beiden lieben sich sehr...

Das klingt gut.

Zitat:
Den Zeitdruckaspekt kann ich nicht nachempfinden. Es ging ihm eher um Spontanität (ins Auto ohne Windelwechsel).

Vielleicht geht es ihm nicht nur ums Windelwechsel, sondern um Unternehmungen mit dir und seinen Kindern, bei denen ein Baby oder Kleinkind insgesamt ein "Klotz am Bein" ist, d.h. du musst dich z.B. dauernd kümmern, kannst nicht wie bisher voll dabei sein oder sogar gar nicht mitkommen.

Soweit du uns Einblick in deine Situation gegeben hast, kann ein Kind aus meiner Sicht für dich und auch für deinen Sohn eine große Bereicherung sein, für deinen Partner und seine beiden Kinder wäre es wohl eher eine große Herausforderung.

LG
Mara
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OM LOKAH SAMASTHA SUKHINO BHAVANTHU
Mögen alle Wesen in allen Welten glücklich sein.
Hallo, zusammengefasst gilt schlicht, Scheidungen haben einen viel zu hohen sozailen Preis. Auch aus eigener Erfahrung, leider schon 2-mal ungewollt geschieden. Partnerin 2 und 3 waren bereits vor meinem sie Kennenlernen geschieden.

Scheidungen sind unnötig, fast immer, etwas mehr Vernunft und Sorgfalt bei der Partnerwahl bedeutet "ich" bin nicht die Ursache oder der Grund.
Hallo Weinberg,

natürlich ist eine Scheidung nicht besonders gut, aber immer noch besser als ein lebenslanges zwanghaftes Beieinandersein oder Scheidung auf italienisch" (herbeigeführter Tod des Partners).

Vielleicht wird heute zu schnell geschieden, aber schaut man sich die Geschichte mit ihren Ermordungen, Abschiebungen ins Kloster, oder den vielen Mätressen an, so war es früher auch nicht viel anders.

Kulturen ändern sich (Gott sei Dank!), und das geht nicht ohne Reibungsverluste ab. Irgendwann werden sich neue Traditionen bilden, sie werden eine Zeit lang Bestand haben, um dann doch wieder von neuen Generationen in Frage gestellt zu werden.

Pjotr Kala
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Hüte dich vor Institutionen, die dir das Denken abnehmen wollen!
Ich glaube ein wichtiger Grund für das Scheitern vieler Ehen ist, dass sie unter einer falschen Perspektive eingegangen werden. Es geht nicht darum, romantische Gefühle möglichst intensiv und lange zu empfinden. Ja, die Verliebtheit, die hat ihre Berechtigung - sie ist aber nicht das Eigentliche. Es geht in der Ehe darum, dass sich die Seelen gegenseitig "abschleifen" - ähnlich wie man Diamanten mit Diamanten schleift. Ja, da entsteht Reibung, die aber notwendig ist, um die Ecken und Kanten abzurunden. Sicher hält die Ehe viele Freuden bereit, die sind aber nicht Selbstzweck, sie dienen als "Schmiermittel" dazu. Die eheliche Liebe ist im Kern nicht Herzchen in den Augen und Romantik sowie eigene Wünsche erfüllt zu sehen - mit diesem Herangehen muss sie Scheitern. Eheliche Liebe ist ein Ausharren in der Treue. Ihre Echtheit zeigt sich gerade dann, wenn jede Verliebtheit und jede Romantik in weite Ferne gerückt ist. Die Ehe ist keine Einrichtung zur Wunscherfüllung, sondern ein gemeinsamer Weg in den Himmel - durch wechselseitige Läuterung, ein kleines Fegefeuer.
Hmmmm also Burkl, sorry - ich liebe Deine Erklärung zur Ehe und genau diese finde ich zutiefst romantisch <3

Ich bin so blöd und denke, dass ein Kind eine Bereicherung für Alle! wäre... Klar auch Abstriche, aber effektiv... nennen wir es einfach anders
@Kisses nimm es mir nicht übel, aber du solltest offen mit deinem Partner über deinen Wunsch reden und dabei auch seine Sichtweise betrachten. Sicher sind Kinder immer eine Bereicherung, aber du solltest seine Meinung auch akzeptieren, wenn er keine weiteren Kinder mehr möchte. Und du hast ja selber gesagt, dass er da von Anfang an ganz offen zu dir war. Auch wenn sich der Wunsch nun bei dir entwickelt hat, kannst du die Tatsache nicht absprechen, so schön dir die Vorstellung eines gemeinsamen Kindes auch vorkommen mag, ihr müsst diese Entscheidung zusammentreffen.
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“Don't cry because it's over, smile because it happened.”