Angst vor Verlust


Vorab :
Entschuldigt bitte die unförmigkeit in meinem Text, da ich mobil online bin, aber trotzdem etwas loswerden möchte.

Ich bin 22 Jahre und habe Depressionen seit einigen Jahren, nehme jedoch keine Medikamente mehr, da man meines Erachtens den Bezug zur Realität durch diese Mittel total verliert.

Vor ein paar Monaten hab ich meine Mutter lebslos aufgefunden.
Als ich die angesehen habe, wusste ich sofort dass es nicht so wie immer ist, habe mir aber trotzdem eingeredet sie würde nur schlafen.
Sie hatte Diabetes und Bluthochdruck, der Tod war plötzlich.
Ich begreife es einfach nicht, dass sie gegangen ist.
Meinen Vater habe ich auch vor einigen Jahren verloren.
Nun lebe ich mit meinem Gedchwisterkind bei unserem Stiefvater.
Mich plagt jedoch immer die Angst, dass ich Ihn auch eines morgens leblos auffinden könnte und deswegen Schleich ich Nachts oft zu seinem Zimmer um zu hören ob alles in Ordnung ist.

Sind diese Verlustängste normal oder Stimmt mit mir etwas nicht?

Ich hoffe auf einige Antworten und vielleicht könnt Ihr mir ja helfen etwas besser damit umzugehen.
Liebe Jenny,

bevor man über dein Thema im lebensberatenden bzw. religiösen Sinne sprechen kann muss auf jeden Fall sichergestellt sein, dass du in entsprechender ärztlicher Behandlung bist. Medikamente abzusetzen bzw. die Behandlung auf eigene Faust abzubrechen sind dabei ganz schlechte Möglichkeiten. Also dringende Empfehlung: Suche wieder einen Psychiater auf - der kennt sich mit deinem Krankheitsbild aus.

Wenn du erlaubst, werde ich für dich, deine Familie und ihr leibliches und seelisches Wohlergehen beten.

Liebe Grüße,
Burkl
Jenny94 hat folgendes geschrieben:


Sind diese Verlustängste normal oder Stimmt mit mir etwas nicht?


Hallo Jenny94,

ich glaube schon dass dies Ängste normal sind und kein Hinweis darauf, dass mit dir etwas nicht stimmt. Falls ich dich richtig verstehe sind sie durch ein traumatisches Erlebnis ausgelöst worden. Das kann passieren.
Das heißt aber nicht, dass du dir keine Hilfe suchen solltest.
Wenn du dir bei einem Sturz den Arm brechen würdest, würde das auch Auswirkungen haben. Die Schmerzen würden irgendwann nachlassen, aber mit professioneller Hilfe eben schneller und die Funktionsfähigkeit des Armes würde wieder hergestellt und die Wahrscheinlichkeit, dass weitere Komplikationen auftauchen wird verringert.
Ich denke dieses Beispiel kann man manchmal auch auf psychische Verletzungen übertragen.

Du kannst dich z.B. bei deiner Krankenkasse oder einer Beratungsstelle bei dir in der Nähe beraten lassen und dabei auch erwähnen, dass du dir keine medikamentöse Lösung wünschst.
Dort wird Menschen, die ihren Problemen nicht ausweichen wollen, sondern etwas verändern möchten, mit großem Respekt begegnet.

In der Regel bedeutet das, dass du aktiv werden musst. Z.B. neue Strategien lernen um mit Gefühlen umzugehen. Das klappt nicht über Nacht, aber wahrscheinlich schneller als du dir vorstellen kannst.

Alles Gute und liebe Grüße!
Hallo Jenny,

erstmal mein herzliches Beileid zu deinem Verlust. Wir haben kürzlich auch jemanden aus der Familie verloren. Das ist nun mal der Lauf der Dinge.

Zitat:
Sind diese Verlustängste normal oder Stimmt mit mir etwas nicht?


Ich denke, jeder hat Verlustängste, vor allem wenn es um die Familie geht, mehr oder minder ausgeprägt. Und da du kürzlich deine Mutter verloren hast, stehen diese Ängste wieder mehr im Vordergrund. Das ist ein Prozess und völlig normal. Aus eigener Erfahrung kann ich Dir nur sagen: Es wird leichter mit der Zeit, aber hundertprozentig weg gehen diese Gefühle wahrscheinlich nicht. Du bist auf jeden Fall nicht alleine mit diesen Verlustängsten. Die hat so gut wieder jeder.

Zitat:
Mich plagt jedoch immer die Angst, dass ich Ihn auch eines morgens leblos auffinden könnte und deswegen Schleich ich Nachts oft zu seinem Zimmer um zu hören ob alles in Ordnung ist.


Hast du mit deinem Stiefvater mal darüber gesprochen? Vielleicht hilft es, wenn du ihm ganz offen und ehrlich schilderst, was Dich derzeit plagt.
Gegen Depressionen hilft ein positives Umfeld , offen mit Menschen darüber sprechen , und zu
versuchen , die Wahrheit über den wirklichen
Erschaffer zu erkennen ( das letzte würde helfen ,
ist aber unvorstellbar schwer )
gegen Depressionen helfen vor allen Dingen gute Ärzte, gute Gespräche und eventuell auch gute Ablenkung, aber keinesfalls sich Gedanken um "die Wahrheit über den wirklichen Erschaffer zu erkennen".
Es gibt hier immer mal wieder seltsame Vögel, die glauben, die "alleinseligmachende Wahrheit" zu kennen.
Aber man muß ja nicht jeden Quatsch glauben.

Pjotr Kala
_________________
Hüte dich vor Institutionen, die dir das Denken abnehmen wollen!
Pjotr , Du kennst die Wahrheit über den wirklichen
Erschaffer NICHT ! Und kannst daher auch nicht beurteilen , was sie bewirken kann !
gg, dafür kenne ich einige Spinner, die das glauben, aber dafür jegliche Logik außer Acht lassen.

Pjotr Kala
_________________
Hüte dich vor Institutionen, die dir das Denken abnehmen wollen!
Dazu gehöre ich nicht . Ich verlasse mich nur auf gesicherte Fakten , reine Vernunft und exakte einfache Logik .
Wie Pjotr bin ich der Meinung, die ich erfreulicherweise haben darf, dass man nicht jeden Quatsch glauben muss. Auch Tautologien wie "Der wirkliche Erschaffer hat die Welt erschaffen" erheitern mich eher als dass ich sie als spirituellen Fortschritt bezeichnen würde.