Das Grabtuch von Jesus und keine fleischliche Auferstehung


Burkl hat folgendes geschrieben:

So ist das aber Gott sei Dank nicht, dass die Endbestimmung des Leibes ist, ein stinkender Haufen Fäulnis und Würmer zu sein. Der Leib ist wesentlich, heilig und für die Ewigkeit bestimmt. Diese Wahrheit verteidigt nur das Christentum.


Hallo Burkl,
ich zitiere diesen Beitrag nur als Einleitung und weil du hier die biblische Auffassung von Religion vertrittst.
Für mich ist ohne jeden Zweifel klar, dass das Turiner Grabtuch dasjenige von Jesus ist. Ich glaube allerdings auch, dass das Bild des toten Jesus durch einen natürlichen Prozess entstanden ist, durch Vapographie. Der einsetzende Verwesungsprozess und die dadurch freigesetzten Gase haben eine chemische Reaktion mit dem Vanillin im Leinentuch ausgelöst und so das erstaunliche Bild hinterlassen.
1981 ist in einem Liverpooler Krankenhaus ein Mann verstorben, der auf seiner Matraze ein ähnlich diffuses Abbild seines Körpers hinterlassen hat.
Das bedeutet, das Bild von Jesus auf seinem Leichentuch ist nicht Folge seines Auferstehungsprozesses, sondern des köperlichen Verfalls. Dieser Befund deckt sich dann auch mit dem Fund der Gebeine Jesu in einem Jerusalmer Beinhaus, in das die Überreste vermutlich später gebracht wurden, um das Grab wieder seinem Besitzer zu überlassen.
Mein Glaube an Gott und an Jesus als einen Erleuchteten wird dadurch nicht geschmälert, ebenso wenig meine Vorstellung von einem Leben nach dem Tod. Mich hat diese Tatsache sogar in meinem Glauben bestärkt, denn das Grabtuch ist ein wundersames Zeichen, für dessen Entstehung eine ganze Reihe von Faktoren eine Rolle spielen und daher schon Wunder genug. Es ist schlussendlich kein Zufall, dass Gott für ein Bild seines Auserwählten Boten gesorgt hat. Es ist sogar eine Erleichterung, nicht mehr an den Unsinn einer fleischlichen Auferstehung glauben zu müssen, sondern an das ewige Leben der Geistseele mit einem geistigen Körper glauben zu dürfen. Der Würde des Menschen und seines Körpers in diesem Erdenleben wird damit kein Abbruch getan. Es sind nun einmal zwei unterschiedliche Formen des Lebens, die verschiedene Körper erfordern bzw. mit sich bringen. Wie du schon sagst, behauptet keine andere Religion eine Auferstehung des Fleisches. Für die Ewigkeit scheint die Geistseele bestimmt zu sein und nicht der materielle Körper.
Der jetzige materielle Körper ist auf jeden Fall in Bezug auf hier und jetzt niemals ewiglich ausgelegt. Auch ich bin von der Möglichkeit jenseitiger Körperlichkeit überzeugt, dass es sowas auch praktisch geben soll. Das muss aber nicht heißen, dass ich mein jetziges Genom habe und sofort wieder erkennbar wäre, wenn ich gleich alt oder jung aussähe, nur mal als Beispiel.
Ebony_ hat folgendes geschrieben:
Für mich ist ohne jeden Zweifel klar, dass das Turiner Grabtuch dasjenige von Jesus ist. Ich glaube allerdings auch, dass das Bild des toten Jesus durch einen natürlichen Prozess entstanden ist, durch Vapographie. Der einsetzende Verwesungsprozess und die dadurch freigesetzten Gase haben eine chemische Reaktion mit dem Vanillin im Leinentuch ausgelöst und so das erstaunliche Bild hinterlassen.

Das widerspricht dem Zeugnis des Evangeliums.

"Da kam auch Simon Petrus, der ihm gefolgt war, und ging in das Grab hinein. Er sah die Leinenbinden liegen und das Schweißtuch, das auf dem Kopf Jesu gelegen hatte; es lag aber nicht bei den Leinenbinden, sondern zusammengebunden daneben an einer besonderen Stelle." Joh 20,6 u. 7

Das heißt der Leichnam Jesu war nicht mehr im Grab, als die Jünger zum ersten Mal hineingehen. Und die Grabstätte samt den Stofftüchern und dem Mumifizierungsmaterial war aufgeräumt. Es ist äußerst unwahrscheinlich, dass die nach der Kreuzigung zutiefst verschreckten und verstreuten Jünger einen schwerbewaffneten Trupp römischer Berufssoldaten überwinden, dann im Grab den Leichnam zeitaufwendig entmumifizieren, die Grabstätte sodann fein säuberlich aufräumen, hernach den nackten Leichnam stehlen und ihn insgeheim an einem anderem Ort in das entwendete Grabtuch einwickeln, wo er dann verwest. Und als i-Tüpfelchen, bleibt dann die ganze generalstabsmäßige Betrugsaktion auch noch geheim...
Und die Gegner Jesu werden wohl den Leichnam auch nicht entwendet haben. Gerade sie hatten ja ein massives Interesse daran, dass das Grab eben nicht leer ist, damit kein "Auferstehungskult" rund um den verhassten Jesus entsteht.
Du siehst also - die Version, dass der Leichnam von jemandem aus dem Grab entfernt wurde, um anderswo zu verwesen ist absurd.

Zitat:
Es ist schlussendlich kein Zufall, dass Gott für ein Bild seines Auserwählten Boten gesorgt hat. Es ist sogar eine Erleichterung, nicht mehr an den Unsinn einer fleischlichen Auferstehung glauben zu müssen, sondern an das ewige Leben der Geistseele mit einem geistigen Körper glauben zu dürfen.

Mir scheint du unterliegst einem grundlegenden Missverständnis, was den Glaubensartikel der "Auferstehung des Fleisches" anbelangt. Es geht nicht darum, dass unser Leib nach den Tod einst in seine biologische Existenzweise zurückkehrt, und dann ewig lebt - das wäre tatsächlich hanebüchen.
Es geht bei der Auferstehung des Fleisches darum, dass dieser unser Leib Zukunft hat und fortgesetzt wird in die Ewigkeit hinein. Die Verheißung des ewigen Lebens gilt nicht nur der Seele - sondern auch genau diesem Leib, der mit ihr den einen Menschen bildet.
Selbstverständlich erregte und erregt das Christentum mit diesem Glaubensartikel Widerstand und Widerspruch. Spiritualismen, die ein Weiterleben der Seele nach dem Tod in irgendeiner Form beinhalten, gibt es in allen Religionen. Den Glauben an eine Zukunft auch dieses so offensichtlich dem Verfall unterliegenden Leibes, der nicht reine Spekulation ist, sondern auf Bezeugtem beruht - das gibt es nur im Christentum.

Hier noch der Link zum einschlägigen Kapitel des Katechismus:

http://www.vatican.va/archive/DEU0035/_P2N.HTM

Zitat:
Für mich ist ohne jeden Zweifel klar, dass das Turiner Grabtuch dasjenige von Jesus ist.

Das freut mich. Ich finde das Gesicht und die ganze Haltung des Leibes strahlen - trotz der grässlichen Wunden - einen ganz besonderen Frieden aus.
Burkl hat folgendes geschrieben:
Ebony_ hat folgendes geschrieben:
Für mich ist ohne jeden Zweifel klar, dass das Turiner Grabtuch dasjenige von Jesus ist. Ich glaube allerdings auch, dass das Bild des toten Jesus durch einen natürlichen Prozess entstanden ist, durch Vapographie. Der einsetzende Verwesungsprozess und die dadurch freigesetzten Gase haben eine chemische Reaktion mit dem Vanillin im Leinentuch ausgelöst und so das erstaunliche Bild hinterlassen.


Das widerspricht dem Zeugnis des Evangeliums.

"Da kam auch Simon Petrus, der ihm gefolgt war, und ging in das Grab hinein. Er sah die Leinenbinden liegen und das Schweißtuch, das auf dem Kopf Jesu gelegen hatte; es lag aber nicht bei den Leinenbinden, sondern zusammengebunden daneben an einer besonderen Stelle." Joh 20,6 u. 7

Das heißt der Leichnam Jesu war nicht mehr im Grab, als die Jünger zum ersten Mal hineingehen.


Das Evangelium ist nach Manier antiker Helden-, Kaiser- und Göttersagen gestaltet worden. Das streitet heute kaum noch ein seriöser Theologe ab. Sogar altägyptische Mythen spielen dort hinein. Es wäre fatal alles wörtlich zu nehmen.
Ich gehe davon aus, dass das Grab nicht leer war. Die Frauen kamen, um die Salbung durchzuführen und haben dabei das Bild endeckt. Wahrscheinlich sind sie deshalb zu den anderen gerannt. Man wird ein neues Tuch besorgt und das mit dem Bild mitgenommen haben.
Man ließ die Toten in Ruhe verwesen und brachte die Gebeine nach ein paar Jahren in einem Kasten in ein Beinhaus, um das Grab wieder frei zu machen.

Burkl hat folgendes geschrieben:

Und die Gegner Jesu werden wohl den Leichnam auch nicht entwendet haben. Gerade sie hatten ja ein massives Interesse, dass das Grab eben nicht leer ist, damit kein "Auferstehungskult" rund um den verhassten Jesus entsteht.
Du siehst also - die Version, dass der Leichnam von jemandem aus dem Grab entfernt wurde, um anderswo zu verwesen ist absurd.


Es ist viel absurder anzunehmen, Jesus wäre im Fleisch erschienen.
Gestohlen hat man die Leiche sicher nicht, warum auch? Sie ist den Weg allen Fleisches gegangen.
Erschienen ist der Geist Jesu. Wie du richtig sagst, deuten viele Religionen darauf hin, dass die Geistseele weiter lebt. Es scheint also etwas dran zu sein. Vielleicht ist das auch ein Körper, den man dann hat, aber eben nicht aus Fleisch und Blut und schon gar nicht damit verbunden, dass der Leichnahm fehlt bzw. aus ihm etwas umgestaltet wird.

Burkl hat folgendes geschrieben:

Hier noch der Link zum einschlägigen Kapitel des Katechismus:

http://www.vatican.va/archive/DEU0035/_P2N.HTM

Zitat:
Für mich ist ohne jeden Zweifel klar, dass das Turiner Grabtuch dasjenige von Jesus ist.

Das freut mich. Ich finde das Gesicht und die ganze Haltung des Leibes strahlen - trotz der grässlichen Wunden - einen ganz besonderen Frieden aus.


Warum sollte ich den Katechismus lesen? Ich bin kein Katholik und halte mit verlaub nicht viel von den Kirchen. Ich lese lieber die ganz alten Urquellen und vergleiche sie miteinander. Das ist sehr aufschlussreich.
Was Menschen daraus machen, um zu manipulieren interessiert mich herzlich wenig.

Was mich an dem Gesicht wundert sind Bart und Haare. Neuere Forschungen legen nahe, dass Juden zur Zeit Jesus keinen Bart getragen haben und die Haare kurz trugen. Gibt es dafür eine Erklärung? Hatte er in den letzen Tagen seines Lebens keine Zeit, sich zu rasieren? Wobei ein Bart dieser länge einige Zeit braucht, um zu wachsen, genau wie die Haare. Wer trug zu dieser Zeit traditionell lange Haare und einen Bart?
Das Leuchten des Gesichts wird auch die Menschen damals beeindruckt haben, da man keine Fotos kannte. Sie werden das Bild für sich als Zeichen oder Gruß aus dem Himmelreich betrachtet haben und damit als Beweis für ein Leben nach dem Tod.
@Ebony_

Es ist neben der Jungfrauengeburt ein wesentliches Erkennungszeichen des Messias, dass sein Leib nicht verwest - ein essentielles Kernmerkmal des christlichen Glaubens, ohne das er völlig seine Grundlage uns seinen Sinn verliert.

"Dass er ihn aber von den Toten auferweckt hat, um ihn nicht mehr zur Verwesung zurückkehren zu lassen, hat er so ausgedrückt: Ich will euch die Heilsgaben gewähren, die ich David fest zugesagt habe.
Darum sagt er auch an einer anderen Stelle [vgl. Ps 16,10]: Du lässt deinen Frommen nicht die Verwesung schauen." Apg 13, 34 u. 35

Wenn tatsächlich der historisch sichere Nachweis erbracht würde, dass die Gebeine Jesu existieren (was du hier als Tatsache verbreitest, obwohl es historisch in keiner Weise als gesichert gelten kann), wäre ich in dem Moment definitiv Atheist.
Hallo Burkl,

Burkl hat folgendes geschrieben:

Es ist neben der Jungfrauengeburt ein wesentliches Erkennungszeichen des Messias, dass sein Leib nicht verwest - ein essentielles Kernmerkmal des christlichen Glaubens, ohne das er völlig seine Grundlage uns seinen Sinn verliert.


Eine Jungfrauengeburt ist dem ursprünglichen hebräischen Text der Bibel nicht zu entnehmen. Man bezieht sich dabei auf Jesaja 7, wo es heißt: Siehe die junge Frau wird schwanger werden und euch einen Sohn gebären und ihn Immanuel nennen.
Erst die griechische Übersetzung macht daraus eine Jungfrau und zwar deshalb, weil es üblich war, Herrschaft durch Jungfrauengeburt zu legimatisieren.

Hier wird das Ganze ausführlich beschrieben:
Zitat:
Wer etwa als Mitglied der römisch-katholischen Kirche seine Zweifel an der biologischen Jungfräulichkeit Mariens äußert, ruiniert seine kirchliche Karriere; der ehemalige Priester und Dozent Eugen Drewermann hat das wie andere aus der Theologenzunft erfahren.

Ohne die Septuaginta ist das Motiv Jungfrauengeburt nicht zu verstehen. Im (älteren) hebräischen Bibeltext heißt es noch beim Propheten Jesaja im 7. Kapitel: „Darum wird der Herr selbst euch ein Zeichen geben: siehe, die junge Frau wird schwanger werden und einen Sohn gebären. Und sie wird ihn Immanuel nennen.“
Die göttliche Zeugung war ein bekanntes Bild

In der Septuaginta ist unter Jesaja 7 zu lesen: „Darum wird der Herr selbst euch ein Zeichen geben: sie, die Jungfrau wird schwanger sein und einen Sohn gebären. Und du wirst ihm den Namen Emmanuel geben.“

Der Unterschied sticht ins Auge. In der hebräischen Textfassung spricht der Prophet von einer „jungen Frau“, die einen Sohn gebären wird. In der Septuaginta wird die „junge Frau“ mit dem griechischen Wort „parthenos“ übersetzt – es steht für „Jungfrau“.

Im ägyptischen und hellenistischen Mythos war die Vorstellung einer wunderbaren göttlichen Zeugung nichts Ungewöhnliches. So war göttliches Eingreifen in die Geschicke der Menschen zu verdeutlichen, noch mehr die göttliche Legitimität von Herrschern zu beweisen.

„Bei hellenistischen Königen“, schreibt der Bamberger Theologe Volker Eid, ein Kenner Israels und der christlichen Archäologie, „war es nicht unüblich, sich auf göttliche Zeugung zu berufen und so eine despotische Herrschaft zu begründen.…

Als unter heidenchristlichem Einfluss die Gottessohnschaft Jesu immer stärker betont wurde, lag die hellenistisch geprägte Vorstellung nahe, Jesus sei durch göttliches Einwirken empfangen und ungeschlechtlich-jungfräulich geboren worden.“ Es ist der Evangelist Matthäus, der die Vorstellung von der Jungfrauengeburt, die aus dem griechischen Judentum Syriens stammen dürfte, aufgreift und damit der christlichen Theologie eine Richtung weist.
https://www.welt.de/kultur/article3.....e-Maria-zur-Jungfrau.html


Der zu den Geschehnissen um Jesus kontruierte Bezug zur dieser alttestamentarische Textstelle hinkt ohnedies, da Jesus Jesus hieß und nicht Immanuel.

Burkl hat folgendes geschrieben:

"Dass er ihn aber von den Toten auferweckt hat, um ihn nicht mehr zur Verwesung zurückkehren zu lassen, hat er so ausgedrückt: Ich will euch die Heilsgaben gewähren, die ich David fest zugesagt habe.
Darum sagt er auch an einer anderen Stelle [vgl. Ps 16,10]: Du lässt deinen Frommen nicht die Verwesung schauen." Apg 13, 34 u. 35


Wie viele Fromme gibt es, die in ihren Gräbern verwest sind? Besser ausgedrückt: Deren Körper verwest sind.
Es wäre nicht richtig anzunehmen, all jene wären nicht in das ewige Leben übergegangen. Ich kann mich da nur wiederholen, wenn ich sage, dass alle Religionen außer dem Judentum von einer nachkörperlichen Existenz in einem transzendenten Raum ausgehen. Geistererscheinungen sind quer durch die Geschichte bezeugt, selbst wenn die Hälfte davon unter die Rubrik Schauermärchen fallen sollte.

Burkl hat folgendes geschrieben:

Wenn tatsächlich der historisch sichere Nachweis erbracht würde, dass die Gebeine Jesu existieren (was du hier als Tatsache verbreitest, obwohl es historisch in keiner Weise als gesichert gelten kann), wäre ich in dem Moment definitiv Atheist.

Ich bitte dich! Nur weil Gott nicht den Vorstellungen der Katholischen oder Evanglischen Kirche entspricht, ist das kein Grund nicht an ihn zu glauben. Der Fund der Gebeine Jesu würde lediglich belegen, dass die Verfasser des NT der weiter oben beschriebenen, hellenistischen Tradition gefolgt sind, "besondere Menschen" durch den Umstand einer "besonderen Geburt" bzw. durch "Auferstehung" in ihrem Herrschaftsanspruch zu unterstützen. In diesem Fall galt es, die Lehre Jesu durchzusetzen, was freilich nicht verkehrt ist, aber die Mittel sind dann doch nicht immer heilig und führen heute bei aufgeklärten modernen Menschen dazu, vom Glauben abzurücken. Atheist wird man, wenn die Religionen den Intellekt beleidigen.
Zugeben muss ich an dieser Stelle, dass der Fund der Gebeine Jesu umstritten ist. Ich habe mir die Artikel dazu erst jetzt angesehen, denn ich kannte nur die Doku von Cameron und hatte in Erinnerung, dass das Fersenbein mit dem Kreuzigunsnagel in dem besagten Ossuarium gefunden wurde, was aber nicht der Fall ist.
Andererseits hat mich die Behauptung, Jesu sterbliche Überreste seien gefunden worden, nicht in meinem Glauben belastet, da ich wie gesagt nicht an fleischliche Auferstehung glaube.

Warum wärest du Atheist, nur weil die Interpretation der Aussage: Jesus ist Gottes Sohn anders auffallen würde als die Kirchen es bis heute lehrt? Im Judentum ist Gottessohnschaft gleichzusetzen damit, ein frommer bzw. guter Mensch zu sein. Jesus war weit mehr als das, auch ohne in ihm den vom Himmel herabgestiegenen Gott zu sehen. Er war Gelehrter, Wunderheiler, Prophet, Vorbild und Seher. Er war inspiriert von göttlicher Wahheit und seine Lehre wurde posthum durch das Bild auf seinem Grabtuch bestätigt. Ein wahnsinnig starkes Zeichen, trotz seiner wohl natürlichen Entstehungsweise.

Auch ich habe schon atheistische Stunden hinter mir, aber ich kann versichern, dass Gott mir immer wieder Zeichen gegeben hat, die mir den Glauben zurückgegeben haben.
Meine atheistischen Zeiten haben ich den Lehren der Kirche zu verdanken, die mich entweder als wertlosen Menschen haben da stehen lassen, oder mir meinen ganzen Glauben an Gott geraubt haben, nur weil unwahre Teilaspekte ihrer Lehre sich als nicht haltbar erwiesen haben. Ich gehe soweit zu behaupten, dass dem Menschen der Glaube an Gott qausi angeboren ist. Zerstört wird er erst, wenn Instituionen ihn missbrauchen, verkehren oder niedere menschliche Eigenschaften auf Gott übertragen wie Wut, Zorn, Zerstörungswillen, Unterdrückungsbestreben, diktatorische Anwandlungen und dergleichen.

In diesem Sinn ist es auch grundlegend falsch gewesen, Weihnachten auf den 25.Dezember, auf die Sonnenwende zu legen. Wir wissen heute um die Bedeutung dieses Datums für viele alte Kulte. Es ist daher unmöglich, sich heute noch den Kirchen zuzuwendenden, da überall gebogen und gelogen wurde und wird, und dass auch noch unter dem Anspruch die einzig richtige Religion zu vertreten oder besser ausgedrückt: die alleinige Wahrheit zu besitzen.
Nehmen wir nur einmal an, das Christentum wäre der einzige Weg zu Gott, zum ewigen Leben und zur Erlösung. Ist es nicht furchtbar, dass vielen Suchenden der Weg gerade deshalb versperrt wird, weil seit dem ersten Jahrhundert Unwahrheiten über Jesus und seine Gesandtschaft verbreitet werden? Jungfrauengeburt zur Wintersonnenwende, Ehelosigkeit, Auferstehung im Fleisch, Erlösung der Menschen durch Stellvertretertod.
Das was um 80 nach Jesu Geburt konsturiert wurde, gerade um Menschen von der neuen Lehre zu überzeugen, sorgt heute dafür, dass Menschen sich davon abwenden. Die Kirchen unterstützen die Aufklärung solcher Sachverhalte nicht. Nicht in letzter Konsequenz. Dabei wäre das der geeignete Weg, Menschen zu helfen, sich mit Gott zu befassen, Spiritualität zu fördern und damit die Menschen zu besseren Menschen zu machen.
Ebony_ hat folgendes geschrieben:

Eine Jungfrauengeburt ist dem ursprünglichen hebräischen Text der Bibel nicht zu entnehmen. Man bezieht sich dabei auf Jesaja 7, wo es heißt: Siehe die junge Frau wird schwanger werden und euch einen Sohn gebären und ihn Immanuel nennen.
Erst die griechische Übersetzung macht daraus eine Jungfrau und zwar deshalb, weil es üblich war, Herrschaft durch Jungfrauengeburt zu legimatisieren.

Und als nächstes kommt wahrscheinlich die vermeintliche Parallele von Jesus zu Echnaton. Du hast ja vorher schon Andeutungen in diese Richtung gemacht... Also darf ich dir vorgreifen?
Ebony_ fiktiv, weil von Burkl als rhetorisches Stilmittel vorgegriffen, hat folgendes geschrieben:
Die Auferstehung ist nur eine Aufwärmung von altägyptischen Göttermythen.

Rhetorische Frage: Ist dir das nicht selbst schon langweilig antikirchliche platte Stereotype mit elendslangem Bart zu übernehmen?

Zitat:

Ich bitte dich! Nur weil Gott nicht den Vorstellungen der Katholischen oder Evanglischen Kirche entspricht, ist das kein Grund nicht an ihn zu glauben

2000 Jahre Kirche - 2000 Jahre Nachdenken, Beten, Leiden der größten Geister des Abendlandes. 2000 Jahre Ringen um die Wahrheit des katholischen Glaubens. Tausende Selige und Heilige hat die Kirche seitdem hervorgebracht. Und deine Privatmeinung in Glaubensfragen soll der Maßstab sein?

Ich habe heute über die Grundtugend der Demut gelesen, ohne die es auch keine anderen geben kann. Ich empfehle dir, dich in sie hineinzuvertiefen. Dazu gibt es Literatur von vielen Heiligen - nimm z.B. die Hl. Therese von Lisieux, "Geschichte einer Seele".
Das Grabtuch von Jesus

hier findet mal alles Wesentliche dazu:

https://www.shroud.com/
Burkl hat folgendes geschrieben:
Ebony_ hat folgendes geschrieben:

Eine Jungfrauengeburt ist dem ursprünglichen hebräischen Text der Bibel nicht zu entnehmen. Man bezieht sich dabei auf Jesaja 7, wo es heißt: Siehe die junge Frau wird schwanger werden und euch einen Sohn gebären und ihn Immanuel nennen.
Erst die griechische Übersetzung macht daraus eine Jungfrau und zwar deshalb, weil es üblich war, Herrschaft durch Jungfrauengeburt zu legimatisieren.

Und als nächstes kommt wahrscheinlich die vermeintliche Parallele von Jesus zu Echnaton. Du hast ja vorher schon Andeutungen in diese Richtung gemacht... Also darf ich dir vorgreifen?
Ebony_ fiktiv, weil von Burkl als rhetorisches Stilmittel vorgegriffen, hat folgendes geschrieben:
Die Auferstehung ist nur eine Aufwärmung von altägyptischen Göttermythen.

Rhetorische Frage: Ist dir das nicht selbst schon langweilig antikirchliche platte Stereotype mit elendslangem Bart zu übernehmen?

Zitat:

Ich bitte dich! Nur weil Gott nicht den Vorstellungen der Katholischen oder Evanglischen Kirche entspricht, ist das kein Grund nicht an ihn zu glauben

2000 Jahre Kirche - 2000 Jahre Nachdenken, Beten, Leiden der größten Geister des Abendlandes. 2000 Jahre Ringen um die Wahrheit des katholischen Glaubens. Tausende Selige und Heilige hat die Kirche seitdem hervorgebracht. Und deine Privatmeinung in Glaubensfragen soll der Maßstab sein?

Ich habe heute über die Grundtugend der Demut gelesen, ohne die es auch keine anderen geben kann. Ich empfehle dir, dich in sie hineinzuvertiefen. Dazu gibt es Literatur von vielen Heiligen - nimm z.B. die Hl. Therese von Lisieux, "Geschichte einer Seele".

Hallo Burkl,
Eine Verbindung oder Gleichsetzung zwischen Jesus und Echnaton ist mir nicht bekannt. Es ist eine hilflose Unterstellung, mir in meiner Argumentation vorzugreifen. Ich sehe, dass du keine Argumente hast, um sachlich auf meine Ausführungen einzugehen.
Du hättest die Frage beantworten können, warum Jesus nicht Immanuel heißt und warum deiner privaten Meinung nach die griechische Fehlübersetzung der Septuaginta kein Fehler ist. Sich um seinen Verstand reden zu lassen, oder ihn gar freiwillig auszuschalten, ist keine Demut, sondern das Aufgeben der Eigenverantwortung.
Es ist ignorant, von platten antikirchlichen Stereotypen zu sprechen, wenn Tatsachen eingebracht werden, die den gesunden Menschenverstand zum Nachdenken anregen. Nur weil Fakten wiederholt werden, werden sie ja nicht unwahrer. Wenn du dich aufrichtig auseinandersetzen möchtest, kannst du die angeführten Dinge widerlegen. Ich habe sie mir nicht ausgedacht und es handelt sich dabei um Forschungsergebnisse, die ich reflektierend wiedergebe, weil sie in mir Fragen aufwerfen.
2000 Jahre Kirchengeschichte sind auch verbunden mit Kreuzzügen, Judenverfolgung, Hexenverbrennung und Ablasshandel. Die Katholische Kirche hat sogar Christen bekämpft bzw. andere christliche Glaubensgemeinschaften ausgerottet, wie z. B. die Katharer. Leiden, beten und nachdenken ist auch die Geschichte anderer Religionen und anderer großer Denker. Bei der islamischen Eroberung Indiens sind 80 Millionen Hindus ermordet worden. Es gibt sie trotzdem noch.
Auch die Glaubensgemeinschaft, die dieses Forum zur Verfügung stellt, damit man hier geistige Nahrung findet und nicht die anklagende Haltung eines Katholiken, wenn Ungereimtheiten zur Sprache kommen, wird in ihrer Heimat verfolgt und getötet. Es gibt sie immer noch.
2000 Jahre unmündiges Hinterherlaufen oder Hinnehmen eines Machtapparats, der mindestens 1700 Jahre lang einen nicht zu unterschätzenden Einfluss auf das Leben oder Sterben des Einzelnen hatte, ist nicht Zeichen seiner göttlichen Legitimation, sondern allein seiner Macht(-Strukturen).
Ich hätte dieses Fass lieber nicht geöffnet. Meine Absicht war es, in diesem Forum über grundlegende Fragen des Glaubens an Gott, zum Ursprung der Welt und zum Werdegang des Menschen/der Geistseele zu diskutieren. Auf eine derartige Verbohrtheit, wie ich sie von deiner Seite erfahre, habe ich wenig Lust. Es ist völlig sinnfrei, mit dir zu diskutieren, da du nicht selber denkst, sondern Phrasen übernimmst. Dabei ist es nicht gegen den christlichen Glauben und auch nicht gegen einen anderen Glauben, die Kirchen und andere religiöse Institutionen zu hinterfragen, Texte zu analysieren, zu vergleichen und Übersetzungen in Frage zu stellen. Ich denke, es sollte doch immer um Gott gehen und nicht um die Alleinansprüche von von Menschen erdachten Dogmen. Die sind nämlich die Grundlage von Unfrieden und Krieg.
Wer mir das Denken verbietet, indem er mich auf die Tugend der Demut verweist, hat an Glaubwürdigkeit verloren und mit ihm seine Kirch. Ich kann Fehler in meiner Argumentation einräumen, du offenbar nicht.
Narasimha hat folgendes geschrieben:
Das Grabtuch von Jesus

hier findet mal alles Wesentliche dazu:

https://www.shroud.com/


Ja und? Welchen Punkt aus diesem Katalog findest du im hiesigen Kontext erwähnenswert?