Das Grabtuch von Jesus und keine fleischliche Auferstehung


Ebony_ hat folgendes geschrieben:
2000 Jahre Kirchengeschichte sind auch verbunden mit Kreuzzügen, Judenverfolgung, Hexenverbrennung und Ablasshandel. Die Katholische Kirche hat sogar Christen bekämpft bzw. andere christliche Glaubensgemeinschaften ausgerottet, wie z. B. die Katharer. Leiden, beten und nachdenken ist auch die Geschichte anderer Religionen und anderer großer Denker.

Und immer wieder sollen große Denker diese Organisation zumindest wieder einigermaßen ins Lot gebracht haben. Sogar Martin Luther hat durch die Reformation grundsätzlich die katholische Kirche maßgeblich beeinflusst, was bis heute geblieben ist.
_________________
Jedes Schicksal ist angemessen, individuell zugeschnitten, denn nichts, was Gott tut, ist sinnlos!
Ebony_ hat folgendes geschrieben:
Ich kann Fehler in meiner Argumentation einräumen, du offenbar nicht.

Doch - einen räume ich ein. Ich habe im vorigen Post "Echnaton" geschrieben, meinte aber "Horus".

Die Demut in intellektuellen Dinge bedeutet übrigens kein Denkverbot - es geht darum, gegenüber den Glaubenswahrheiten die eigene Intelligenz als relativ anzusehen. Nicht, weil Glaubenswahrheiten unvernünftig wären, sondern weil Gott größer ist. Gott kann nicht nur das tun, was in unser Denken hineinpasst.

Jesu erste Seligpreisung in der Bergpredigt gilt ja den "Armen im Geiste", das sind jene, die sich vor Gott ganz arm und klein wissen, sich nicht einbilden etwas zu haben. Und Jesus sagt "Den Armen wird das Evangelium verkündet" (vgl. Mt 11,5). Also nur die Armen, diejenigen, die sich selbst zurücknehmen und so offen werden für Gott können das Evangelium vernehmen. Ein Reicher, jemand der sich einbildet vor Gott etwas zu haben - Besitz, Schönheit, Intelligenz - ist taub für das Evangelium.
Und wenn ich auf die einzelnen antikirchlichen Stereotype betreffend Jungfrauengeburt und Auferstehung oder historische Vorwürfe (Hexenverbrennung, Kreuzzüge etc.) nicht detailliert eingehe, dann nicht weil ich unhöflich bin oder es keine Gegenargumente gäbe, sondern weil ich es für unmöglich halte, dich auf diesem Wege von der Wahrheit des Glaubens zu überzeugen. Uns - ich nehme mich da nicht aus - fehlt es nicht an Sachwissen (das ist durch das Internet heutzutage quasi unbegrenzt und jederzeit verfügbar) - uns fehlt es an Demut.

Ein Zitat:

„Der Glaube“: Demut des Verstandes, der auf seine eigenen Maßstäbe verzichtet und sich dem Urteil und der Autorität der Kirche beugt.
„Der Gehorsam“: Demut des Willens, der sich Gott zuliebe einem fremden Willen unterwirft.
„Die Keuschheit“: Demut des Fleisches, das dem Geist untertan sein will.
„Die Abtötung“ in den äußeren Dingen: Demut der Sinne.
„Die Buße“: Demut aller Begierden, die Gott aufgeopfert werden.
Demut ist Wahrhaftigkeit auf dem Weg des aszetischen Kampfes.

Hl. Josémaria Escrivá, Die Spur des Sämanns, 259
Hallo Burkl,
Burkl hat folgendes geschrieben:
Ebony_ hat folgendes geschrieben:
Ich kann Fehler in meiner Argumentation einräumen, du offenbar nicht.

Doch - einen räume ich ein. Ich habe im vorigen Post "Echnaton" geschrieben, meinte aber "Horus".

Ich meinte mit Fehler, dass du nicht mit sachlichen Argumenten kommst.
Horus kenne ich auch nicht. Es ist auch unwesentlich sich mit einzelnen Göttermythen zu beschäftigen, es geht um die Tatsache, dass diese Mythen verbreitet waren und es augenscheinlich ist, dass Bibelschreiber sie aufgegriffen haben.
Wer nun fordert, dies zu ignorieren, ist nicht seriös, denn die Wahheit, die du mir absprichst erkennen zu können, wird zweifellos erhaben über jeden Zweifel sein.
Die Wahheit anzunehmen, ist gewiss jeder wahrhaft gottesgläubige Mensch demütig genug und Gott wird über ausreichend Größe verfügen, die Fragen der Menschen auszuhalten.
Zitat:
Und wenn ich auf die einzelnen antikirchlichen Stereotype betreffend Jungfrauengeburt und Auferstehung oder historische Vorwürfe (Hexenverbrennung, Kreuzzüge etc.) nicht detailliert eingehe, dann nicht weil ich unhöflich bin oder es keine Gegenargumente gäbe, sondern weil ich es für unmöglich halte, dich auf diesem Wege von der Wahrheit des Glaubens zu überzeugen

Entschuldige, aber hier musst du dir die Vermutung gefallen lassen, dass du keine Gegenargumente hast, zumindest keine, die kein Zireklschluss wären. Ich bin durchaus interessiert an Gegenargumenten, vielleicht viel interessierter am aufrichtigen Zugeständnis, dass es da nichts zu beschönigen gibt und aus diesem Grund "Wahrheit", wie sie die Katholische Kirche beansprucht, nicht als solche bezeichnet werden kann.

Mich von der Wahrheit zu überzeugen setzt voraus, sie zu kennen. Aber wer kennt schon die Wahrheit? Man kann sich ihr höchstens annähern. Es ist keine Schande, in diesem Annäherungsprozess Glaubenssätze zu revidieren, wenn sie nicht mehr haltbar sind. So handhabt es die Wissenschaft auch. Neue Erkenntnisse lösen dort Freude über den Fortschritt aus. Warum ist es in der Religion anders? Warum wird es als Niederlage empfunden, was ja prinzipiell auch eine Regung des Stolzes ist, wenn man seinen Blick auf Gott im Zuge der Erkenntnis ändern muss oder besser ausgedrückt: ändern darf? Die Wahrheit macht frei.

Zitat:
„Der Glaube“: Demut des Verstandes, der auf seine eigenen Maßstäbe verzichtet und sich dem Urteil und der Autorität der Kirche beugt.

Es soll nicht anmaßend sein, zu vermute, dass es Jesus gefallen würde, dass du dir seine Lebensweise vors innere Augen holst.
Was siehst du? Purpur und Spitze an seinem Gewand, einen Mithrashut auf seinem Kopf? Einen Thron unter einem steinernen Baldachin?
Dem beugst du dich? Ich nicht. Ich küsse keines Menschen Ring und wenn mir aus dem Grabtuch eins entgegenleuchtet, dann das, was ich in der Kirche nicht finde.
Ebony_ hat folgendes geschrieben:
Entschuldige, aber hier musst du dir die Vermutung gefallen lassen, dass du keine Gegenargumente hast, zumindest keine, die kein Zireklschluss wären.

Und du diejenige, dass du gar nicht interessiert bist, dich mit der Lehre der Kirche tiefer auseinanderzusetzen:

Ebony_ hat folgendes geschrieben:
Warum sollte ich den Katechismus lesen? Ich bin kein Katholik und halte mit verlaub nicht viel von den Kirchen.
Burkl hat folgendes geschrieben:
Ebony_ hat folgendes geschrieben:
Entschuldige, aber hier musst du dir die Vermutung gefallen lassen, dass du keine Gegenargumente hast, zumindest keine, die kein Zireklschluss wären.

Und du diejenige, dass du gar nicht interessiert bist, dich mit der Lehre der Kirche tiefer auseinanderzusetzen:

Ebony_ hat folgendes geschrieben:
Warum sollte ich den Katechismus lesen? Ich bin kein Katholik und halte mit verlaub nicht viel von den Kirchen.


Hallo Burkl,
man kann Lehren nur ablehnen, wenn man sie kennt und sich mit ihnen auseinander gesetzt hat. Der Katechismus ist eine private Auslegung einer Institution wie der Wachturm die der Zeugen und die Scharia die des Korans. Aber ich sehe, du weichst aus. Ich akzeptiere das. Lassen wir es fürs Erste dabei. Es geht mir um die Erkenntnis Gottes, nicht um Wortgefechte und ums Rechten.
Ebony_ hat folgendes geschrieben:
man kann Lehren nur ablehnen, wenn man sie kennt und sich mit ihnen auseinander gesetzt hat.

Jetzt kenne ich mich nicht mehr aus. Zuerst sagst du, dass du den Katechismus nicht einmal lesen magst und jetzt diese allgemeine Aussage nach der man die Lehre der Kirche erst ablehnen kann, wenn man sich zuvor mit ihr auseinander gesetzt hast. Du hast mir ja vorher (für eine fiktiven, nicht eingetretenen Fall) Zirkelschlüsse unterstellt. Ich finde das ist ein klassischer.

Zitat:
Der Katechismus ist eine private Auslegung einer Institution

Tausende Bischöfe auf der ganzen Welt haben ihn abgesegnet - und das ist für dich irgendeine Privatmeinung?
Was die Bischöfe als Nachfolger der Apostel lehren ist auch keineswegs "privat". Es hat in der Glaubens- und Sittenlehre die gleiche Autorität wie die Worte Jesu (vgl. Lk 10,16).

Zitat:
Es geht mir um die Erkenntnis Gottes, nicht um Wortgefechte und ums Rechten.

Ich muss offen zugeben - es geht mir, was die Glaubenswahrheiten anbelangt, zwar nicht um Rechthaberei, wohl aber um das Rechthaben.

"Es genügt nicht, recht zu haben. Es ist ebenso nötig, dies auch zur Geltung zu bringen... und zu erreichen, dass die anderen es anerkennen. — Wie dem auch sei: Du sage die Wahrheit, wann und wo immer es nottut, und kümmere dich nicht um das Gerede der Leute."

Hl. Josémaria Escrivá, Die Spur des Sämanns, Nr. 234
Burkl hat folgendes geschrieben:

"Es genügt nicht, recht zu haben. Es ist ebenso nötig, dies auch zur Geltung zu bringen... und zu erreichen, dass die anderen es anerkennen. — Wie dem auch sei: Du sage die Wahrheit, wann und wo immer es nottut, und kümmere dich nicht um das Gerede der Leute."

Hl. Josémaria Escrivá, Die Spur des Sämanns, Nr. 234


Genau durch diese Denkweise hat die Kirche unzählige Menschenleben genommen.

Der Hammer ist aber:

Burkl hat folgendes geschrieben:

„Der Glaube“: Demut des Verstandes, der auf seine eigenen Maßstäbe verzichtet und sich dem Urteil und der Autorität der Kirche beugt.
„Der Gehorsam“: Demut des Willens, der sich Gott zuliebe einem fremden Willen unterwirft.
„Die Keuschheit“: Demut des Fleisches, das dem Geist untertan sein will.
„Die Abtötung“ in den äußeren Dingen: Demut der Sinne.
„Die Buße“: Demut aller Begierden, die Gott aufgeopfert werden.
Demut ist Wahrhaftigkeit auf dem Weg des aszetischen Kampfes.

Hl. Josémaria Escrivá, Die Spur des Sämanns, 259


Genau so erzieht man sich Soldaten. Hirnlose Soldaten. Und traurigerweise funktioniert es.