Über den wirklichen Erschaffer und den Tod


Jedenfalls denke ich nicht, dass ich nach dem Tod meinen Leichnam zurück erhalten muss, um wieder ein leibliches Dasein im Jenseits führen zu können.
@ Burkl

Ich sehe da aber nicht wirklich einen grossen Unterschied, ob mein Leichnam von den Voegeln oder den Wuermern gefressen wird. In beiden Faellen bleibt bestenfalls das Skelett uebrig. Meinst Du, dass dieses dann zu einem neuen Leib verwandelt wird?

Warum musste der Leib Jesu so anders aussehen, dass er nicht zu erkennen war? Wenn er doch schon im irdischen Leib Gott war, suendenlos, warum hat sich dann das Aussehen aendern muessen? Ich wuerde das aber bei einer suendigen Geistseele verstehen, dass sie sich nach einer Laeuterung auch im Aussehen aendert.
Wenn man sich das Bild Jesu, wie es nach Sr. Faustina gemalt wird, ansieht, sieht es doch so aus, wie man sich Jesus oft vorstellt.
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»Du sollst den Herrn, deinen Gott, lieben von ganzem Herzen, von ganzer Seele und von ganzem Gemüt«
Dies ist das höchste und größte Gebot.
Das andere aber ist dem gleich: »Du sollst deinen Nächsten lieben wie dich selbst«.
In diesen beiden Geboten hängt das ganze Gesetz und die Propheten
Minou hat folgendes geschrieben:
Ich sehe da aber nicht wirklich einen grossen Unterschied, ob mein Leichnam von den Voegeln oder den Wuermern gefressen wird.

Ich schon. Ich empfinde es, wenn ein Leichnam unter freiem Himmel von Tieren gefressen wird, als Missachtung der postmortalen Persönlichkeitswürde. Freilich bringt eine Kultur bzw. Religion, die den Leib als völlig unwesentlich erachtet wohl auch keinen wertschätzenden und pietätsvollen Umgang mit den Toten hervor. Unsere christlich geprägte Kultur ist da Gott sei Dank sehr entwickelt.

Zitat:
In beiden Faellen bleibt bestenfalls das Skelett uebrig. Meinst Du, dass dieses dann zu einem neuen Leib verwandelt wird?

Ja - Gott kann alles tun.

"So spricht Gott, der Herr, zu diesen Gebeinen: Ich selbst bringe Geist in euch, dann werdet ihr lebendig.
Ich spanne Sehnen über euch und umgebe euch mit Fleisch; ich überziehe euch mit Haut und bringe Geist in euch, dann werdet ihr lebendig. Dann werdet ihr erkennen, dass ich der Herr bin." Ez 37,5 u. 6

Und die Auferstehung führt nicht zu einem völlig neuen Leib, es ist die Fortsetzung des jetzigen in verwandelter Form.

"Als er in den letzten Zügen lag, sagte er: Du Unmensch! Du nimmst uns dieses Leben; aber der König der Welt wird uns zu einem neuen, ewigen Leben auferwecken, weil wir für seine Gesetze gestorben sind.
Nach ihm folterten sie den dritten. Als sie seine Zunge forderten, streckte er sie sofort heraus und hielt mutig die Hände hin.
Dabei sagte er gefasst: Vom Himmel habe ich sie bekommen und wegen seiner Gesetze achte ich nicht auf sie. Von ihm hoffe ich sie wiederzuerlangen." 2 Makk 7,9-11

Zitat:
Warum musste der Leib Jesu so anders aussehen, dass er nicht zu erkennen war? Wenn er doch schon im irdischen Leib Gott war, suendenlos, warum hat sich dann das Aussehen aendern muessen? Ich wuerde das aber bei einer suendigen Geistseele verstehen, dass sie sich nach einer Laeuterung auch im Aussehen aendert.
Wenn man sich das Bild Jesu, wie es nach Sr. Faustina gemalt wird, ansieht, sieht es doch so aus, wie man sich Jesus oft vorstellt.

Der neue Leib gehört ja einer anderen Ordnung der Wirklichkeit an - und "oszillierte" sozusagen in diese Realität hinein. Sicherlich ist die Auferstehung eine für die irdischen Sinne nicht gänzlich fassbare Realität. Deshalb auch die eher unbeholfenen Versuche in den Evangelien diese Wirklichkeit zu beschreiben - und die chaotisch wirkenden sich überschlagenden Erzählungen über die vielen Begegnungen mit dem Auferstanden aus unterschiedlichen Perspektiven. Das spricht sehr gegen eine (im Regelfall "abgestimmt" und uniform wirkende) Lügengeschichte und für die Authentizität dieser Begegnungen der Jünger mit dem Übernatürlichen.
Die Vision von Schwester Faustina ist sicher ein schönes Bild für den verherrlichten Jesus. Aber sie gibt eben sicherlich auch nicht 1:1 die Wirklichkeit der Auferstehung wieder - jetzt können wir nur Ahnungen haben. Erst im Himmel werden wir ihn sehen wie er ist (vgl. 1 Joh 3,2).
Antwort auf Thema : siehe Themabeitrag !
Burkl hat folgendes geschrieben:


Zitat:
In beiden Faellen bleibt bestenfalls das Skelett uebrig. Meinst Du, dass dieses dann zu einem neuen Leib verwandelt wird?

Ja - Gott kann alles tun.

"So spricht Gott, der Herr, zu diesen Gebeinen: Ich selbst bringe Geist in euch, dann werdet ihr lebendig.
Ich spanne Sehnen über euch und umgebe euch mit Fleisch; ich überziehe euch mit Haut und bringe Geist in euch, dann werdet ihr lebendig. Dann werdet ihr erkennen, dass ich der Herr bin." Ez 37,5 u. 6

Und die Auferstehung führt nicht zu einem völlig neuen Leib, es ist die Fortsetzung des jetzigen in verwandelter Form.


In dem 37. Kapitel aus Hesekiel, aus dem du zitierst, geht es doch gar nicht um eine wörtlich verstandene Auferstehung von toten Körpern.
https://www.uibk.ac.at/theol/leseraum/bibel/ez37.html
Tot, Grab, Auferstehung wird mit Kraftlosigkeit, Leblosigkeit und Wiederbelebung durch Gottes Geist verglichen.
Insgesamt ist der Text eher ein Argument dafür, dass der Begriff der Auferstehung in der Bibel symbolisch gebraucht wird.
https://www.bibelwissenschaft.de/bi.....in%5Baction%5D=show&t
Burkl hat folgendes geschrieben:
Ich empfinde es, wenn ein Leichnam unter freiem Himmel von Tieren gefressen wird, als Missachtung der postmortalen Persönlichkeitswürde. Freilich bringt eine Kultur bzw. Religion, die den Leib als völlig unwesentlich erachtet wohl auch keinen wertschätzenden und pietätsvollen Umgang mit den Toten hervor.

Ich glaube, wenn ein irdischer Leib tot ist, hat er ausgedient. Solange wir hier leben, ist der Leib ein essentieller Teil von uns, der uns im Hier und jetzt ausmacht. Da er aber vergänglich ist und einmal unweigerlich in den Müll gegeben werden muss, ist das Endprodukt jetzt objektiv gesehen beispielsweise Dünger, Nahrung oder Asche, je nachdem, was damit geschieht. Auf irgendeine Weise aber wird der Leichnam erfahrungsgemäß recycelt, wenn man so will. Aber das halte ich für unwichtig, was genau mit der Leiche passiert. Denn zum Staub müssen wir so oder so auf dieser irdischen Daseinsbasis zurück. Grundlegend unvergänglich ist die Geistseele, die ewiges Leben erlangen und zu Gott finden soll. Was jenseitige Leiblichkeit betrifft, kann das völlig unabhängig vom Geschehen unseres toten Leichnams sich entsprechend ergeben.
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Jedes Schicksal ist angemessen, individuell zugeschnitten, denn nichts, was Gott tut, ist sinnlos!
Hallo Burkl,
Selbstverstaendlich bin ich auch der Meinung, dass die Bestattung des Leichnams wuerdevoll geschehen soll. Ich meinte nur, dass es egal ist, von welchen Tieren er gefressen wird . Ich wuerde mich z. B. nicht kremieren lassen aus weiterem Grund auch, weil es fuer die Umwelt nicht optimal ist.
LG
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Das andere aber ist dem gleich: »Du sollst deinen Nächsten lieben wie dich selbst«.
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Minou hat folgendes geschrieben:
Selbstverstaendlich bin ich auch der Meinung, dass die Bestattung des Leichnams wuerdevoll geschehen soll.

Ich verstehe nur nicht ganz warum. Nach deinem Glauben ist der Leib ja der "Käfig der Seele". Wozu dem toten Leib also in ritueller Form eine besondere Ehre erweisen? Er war ja nur ein temporärer Gebrauchsgegenstand und eigentlich eine Last für die Seele, die sie abgestreift hat - er ist also demgemäß auch in keiner Weise maßgeblich der betreffende Mensch gewesen oder wird es jemals wieder sein - also wozu das ganze "Tam Tam" um den Leib? Das nutzlos gewordene "Fleischstück", das die Seele so beschwert und gefangen gehalten hat, unaufwendig irgendwo verscharren und eine Gedächtnisfeier für die jetzt befreite Seele wäre doch vor dem Hintergrund der Bahai-Lehre viel angebrachter.
Sicherlich pflegen auch menschliche Kulturen, die an keinerlei Zukunft für den Leichnam glauben in irgendeiner Weise Pietät im Umgang mit den toten Körpern. Aber eben auf Basis eines intuiven Wissens um seine Bedeutung - also eigentlich nicht wegen, sondern entgegen ihrer Religion.
Und unser wirklicher Erschaffer kann der Menschheit natürlich ein wahres

(ewiges) Leben geben - das zu erreichen ist der eigentliche Sinn dieses

Lebens für die Menschheit . Wie dieses wahre(ewige) Leben ausschaut , da

können wir getrost auf unseren wirklichen Erschaffer vertrauen .

Der wirkliche Erschaffer des Universums ist natürlich KEIN Gott irgendeiner

Religion - alle menschengemacht und - im Wesentlichen - falsch .

Es ist an der Zeit für die Menschheit , das zu erkennen !
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Liebe Grüsse
Hallo Burkl,

das Bild mit dem Kaefig soll den Koerper ja nicht entwerten, sondern eine Erklaerung sein.
Natuerlich schaetzen Bahai den Leib als Tempel der Geistseele, darum wird er auch ehrfurchtsvoll behandelt.

LG
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