Evolution


Dr. Liebi ist Musikwissenschaftler und Theologe. Naturwissenschaftler ist er nicht. Egal.
Greifen wir das Beispiel der frei schwebenden Erde auf.
Es ist angenehm festzustellen, dass du keine Katholische Bibel heranziehst, sondern eine evangelische Übersetzung, die der ganz aktuellen Lutherbibel 2017 im Textteil nach dem Komma entspricht.
"[...] und hängt die Erde über das Nichts."
Woher wollen wir wissen, was Hiob mit dem "Nichts" meinte? War diese Aussage naturwissenschaftlich gedacht? Würde Gott einen Menschen in Hiobs Situation mit naturwissenschaftlichen Offenbarungen beehren? Mag sein. Jedoch hat der Satz einen ersten Teil, der wie folgt lautet:
"Er spannt den Norden aus über dem Leeren [...]". Warum hat Liebi das unterschlagen? Haben wir es hier mit einer naturwissenschaftlich fundierten Aussage zu tun? Hängt der Norden über dem Leeren oder über Skandinavien oder über dem Süden oder über Eis?
Der Norden hängt nicht über dem Nichts und die Erde hängt auch nicht über dem Nichts. Wäre die Lutherübersetzung von 1912 die beste, könnte man diesen Glückstreffer auf der Suche nach Wissenschaftlichkeit der Bibel aufrechterhalten, denn es heißt dort: "Er breitet aus die Mitternacht über das Leere und hängt die Erde an nichts." Während der erste Satzteil wissenschaftlich sinnfrei bleibt, drückt der zweite tatsächlich aus, was Liebi meint. Doch ist diese Übersetzung nicht korrekt. Selbst die Katholische Bibel weiß das, aber es hat wohl einen Grund, dass du in dieser Sache offen für die Schwesterkonfession bist. Die Kath. Bibel ( CEI2008) sagt nämlich auch, dass die Erde über dem Nichts aufgehängt ist und nicht, dass sie an nichts gehängt ist.

Dabei will ich damit gar nicht sagen, dass es kein Offenbarungswissen gäbe. Ganz im Gegenteil. Es beschränkt sich aber nicht auf die Bibel, nicht auf eine Religion und schon gar nicht auf eine Konfession.
Offenbarungswissen, welches in die Bibel eingewebt sein mag, ist nicht automatisch der Beweis für die Unfehlbarkeit des anderen Teils der Bibel.
Weinberg hat folgendes geschrieben:
Burkl hat folgendes geschrieben:

Ich verstehe den Gedankengang nicht.

Life hat folgendes geschrieben:
Geschlechtsethik hat im Übrigen nicht zwingend etwas mit Ehe zu tun.

Aus katholischer Sicht insofern schon als sich überhaupt nur innerhalb der Ehe die Frage nach der Sittlichkeit sexueller Kontakte stellt. Außerhalb ist die grundsätzliche Diskussion nicht notwendig, weil es ausnahmslos Sünde ist.


Hallo,
davon freimachen ist notwendig, Priester ignorieren.

Thesen und Fakten:

1. Keuschheit nach aussen gegenüber Dritten ist sinnvoll und notwendig um in Elternapaaren keinen Beziehungstreß aufkommen zu lassen, das gebietet die Verantwortung für die gemeinsamen Kinder.

2. Deutliche ausschweifende sexuelle Libertiange ist schädlich, es ist eine Kulturerfahrung daß eine Beschränkung der Sexualüartner die Verbreitung von Krankheiten einschränkt, eine Entstehung von Pandemien unterbindet.

3. Die Evolution brachte den Sexualtrieb auch als Teil des Menschseins. Von daher ist der nichts Schlechtes was unterdrückt werden müsste, auch gelebt werden kann ohne Ehe, Zeugungswunsch oder -absicht. Aber die "monogamische" Partnerverweildauer hoch halten, siehe Punkt 2.

4. Bald 10 Milliarden Menschen sind ein ethisch wichtiger Grund die gegebende Sexualität auch absichtlich kinderlos zu leben.

Religionsführer sehen das anders, Mission durch die Kreißsäle...., anzahlig größer werden als die Konkurenz, und mit der Konkurenz auf den Zusammenbruch von Kultur bei 10, 15 oder 20 Mrd Menschen zusteuern..


ad 1. Es gibt nur eine Tugend der Keuschheit. Und diese besteht nicht nur darin jedwede Sexualität in der Ehe zu leben und dort zu tun was man will. Es gibt auch Unkeuschheit in der Ehe.
Keuschheit meint, dass der Sexualtrieb in die Persönlichkeit integriert ist, das bedeutet der Liebe unterworfen und hingeordnet auf die Zwecke, die der liebe Gott der Sexualität zugedacht hat - Fortpflanzung und liebende Vereinigung.

ad 2. Zustimmung.

ad 3. Selbstverständlich ist der Sexualtrieb und die Sexualität etwas Gutes - aber auch etwas Gutes, das nicht gemäß dem ihm eigenen Sinn auf Gott hin gebraucht wird, wird zu etwas Schlechtem - im Falle der Sexualität zu etwas, das abhängig machen kann und die Liebesfähigkeit schädigt.

ad 4.Die katholische Morallehre sieht die sogenannte "verantwortete Elternschaft" vor, d.h. die Ehepaare sollen bei der Bemessung der Kinderzahl großzügig sein, dürfen aber die Zahl der Kinder bei Vorliegen entsprechender Gründe begrenzen. Dazu können auch eingeschränkte wirtschaftliche Möglichkeiten und Ressourcenmangel zählen. Absichtliche gänzliche Kinderlosigkeit widerspricht dem Wesen der Ehe.

Lieben Gruß,
Burkl
Ebony_ hat folgendes geschrieben:

Dabei will ich damit gar nicht sagen, dass es kein Offenbarungswissen gäbe. Ganz im Gegenteil. Es beschränkt sich aber nicht auf die Bibel, nicht auf eine Religion und schon gar nicht auf eine Konfession.


Der katholische Glaube sagt, dass Fragmente und Elemente der Wahrheit in allen großen Religionen zu finden sind. Der Ort der Selbstoffenbarung Gottes - die Religion, die Gott in seinem innersten Wesenskern zugänglich macht ist jedoch der katholische Glaube.

Sehr schön und ausführlich formuliert ist das auch im "Credo des Gottesvolkes":

"Wir glauben, dass die von Christus gegründete Kirche, für die Er gebetet hat, unfehlbar eine ist: im Glauben, im Kult und in der hierarchischen Gemeinschaft. Die reiche Vielfalt in der Liturgie, die zu Recht bestehende Verschiedenheit im theologischen und geistlichen Erbe sowie in den eigenen Rechtsordnungen im Innern der Kirche tun ihrer Einheit keinen Abbruch, sondern fördern sie.
Wir anerkennen das Vorhandensein zahlreicher Elemente der Wahrheit und Heiligung außerhalb der Gemeinschaft der Kirche Christi, welche ihr zugehören und eigentlich auf die katholische Einheit hindrängen. Und wir glauben an das Wirken des Heiligen Geistes, der in den Herzen der Jünger Christi die Liebe zu dieser Einheit entflammt. Wir haben aber die Hoffnung, dass auch die Gläubigen, die noch nicht voll und ganz der Gemeinschaft der einen Kirche angehören, sich eines Tages in der einen Herde mit dem einen Hirten zusammenfinden werden.
Wir glauben, dass die Kirche heilsnotwendig ist; denn Christus, der alleinige Mittler und Weg zum Heil, ist für uns gegenwärtig in Seinem Leib, der die Kirche ist.Aber der göttliche Heilsplan umfasst alle Menschen. Diejenigen, die ohne ihre Schuld die Frohbotschaft Christi und Seine Kirche nicht kennen, aber aufrichtig Gott suchen und sich mit Hilfe der Gnade um die Erfüllung Seines Willens bemühen, den sie aus den Forderungen ihres Gewissens klar erkannt haben - ihre Zahl ist freilich Gott allein bekannt - können das Heil erlangen." (Art. 21-23)

http://www.kathpedia.com/index.php?title=Sollemni_hac_liturgia_(Wortlaut)
Burkl hat folgendes geschrieben:
ziraki hat folgendes geschrieben:
Ethik, auch Sexualethik, ist immer zeit- und kontextbezogen und deshalb nicht statisch.

Das wundert mich von einer Frau zu hören. Normalerweise argumentieren so Männer, die alle möglichen Schweinereien sittlich legitimieren wollen.



Falls ich mich richtig erinnere bezeichnest du Selbstbefriedigung als schwere Sünde, gestehst aber Ausnahmen für Pubertierende zu.

Zitat:
Und selbstverständlich gibt es eine zeitlose Wahrheit über die Bestimmung von Mann und Frau und die Ehe. Jesus stellt diese wieder her - "erlöst" sozusagen die Ehe, deren Wahrheit verdunkelt war und laufend verdunkelt wird (vgl. Mt 19,3 ff.). "Am Anfang war es nicht so." Ja - dieser Satz Jesu, der lässt sich allen Perversionen und Irrtümern über die Ehe entgegenhalten - gestern, heute und morgen.


Keine Frage, dass es eine zeitlose Wahrheit gibt. Aber was stellt Jesus wieder her? Es gab kein historisch erstes Menschenpaar namens Adam und Eva, und meines Wissens auch keine gleichberechtigten Beziehungen zwischen Mann und Frau vor der Zeit von Jesus, lange danach auch noch nicht.
Der Ausschnitt aus dem NT den du zitierst, ist eine Antwort auf die Frage von Pharisäern. Die davon ausgehen, dass der Mann Rechte hat, die man für die Frauen damals nicht mal erträumen konnte.
Wieso sagen die Jünger, dann wäre es besser nicht zu heiraten? Das scheint mir eine Scheu vor der sozialen Verantwortung zu sein, die damit einhergeht.
Hier nochmals der Gesamttext aus Mt. 19
https://www.uibk.ac.at/theol/leseraum/bibel/mt19.html
ziraki hat folgendes geschrieben:

Falls ich mich richtig erinnere bezeichnest du Selbstbefriedigung als schwere Sünde, gestehst aber Ausnahmen für Pubertierende zu.

Sagen wir so. Eine schwere Sünde muss bewusst und in freier Zustimmung des Willens geschehen. Bei einem Menschen, der sich in der Entfaltung seiner Sexualität befindet, können durchaus die Schuld vermindernde Umstände vorliegen, die in der mangelnden psychischen Reife gründen. Jedenfalls ist die Selbstbefriedigung laut Katechismus objektiv immer eine "schwer ordnungswidrige Handlung".

Was hat das damit zu tun, dass du die islamische "Zeitehe" als nicht absolut unsittlich ansiehst, sondern ihr zugestehst, dass sie in manche Zeiten und Umstände passt?

Zitat:
Wieso sagen die Jünger, dann wäre es besser nicht zu heiraten?

Weil sie Jesus richtig verstanden haben: Die Ehe ist unauflöslich für beide Seiten und zwischen einem Mann und einer Frau. Ein Schlag ins Gesicht der patriarchalischen Gesellschaft. Und Jesus sagt, dass es "am Anfang" von Gott so vorgesehen war. Das bedeutet keine chronologische Zeitangabe, sondern den unversehrten Zustand des Menschen vor dem Sündenfall.
Burkl hat folgendes geschrieben:
Ebony_ hat folgendes geschrieben:

Dabei will ich damit gar nicht sagen, dass es kein Offenbarungswissen gäbe. Ganz im Gegenteil. Es beschränkt sich aber nicht auf die Bibel, nicht auf eine Religion und schon gar nicht auf eine Konfession.

Der katholische Glaube sagt, dass Fragmente und Elemente der Wahrheit in allen großen Religionen zu finden sind. Der Ort der Selbstoffenbarung Gottes - die Religion, die Gott in seinem innersten Wesenskern zugänglich macht ist jedoch der katholische Glaube.


Hallo Burkl,

ich würde auf die Übersetzung der Textstelle und den damit verbundenen Bedeutungungswandel eingehen. Es ist nicht davon auszugehen, dass du je jemanden für deine Kirche gewinnst, wenn du trotz aufgezeigter Fehler an deinen Aussagen festhälst.
Sehr geehrte Moderation,
würde jemand das Thema Sex in einen gesonderten Faden verschieben?
Ebony_ hat folgendes geschrieben:
Burkl hat folgendes geschrieben:
Ebony_ hat folgendes geschrieben:

Dabei will ich damit gar nicht sagen, dass es kein Offenbarungswissen gäbe. Ganz im Gegenteil. Es beschränkt sich aber nicht auf die Bibel, nicht auf eine Religion und schon gar nicht auf eine Konfession.

Der katholische Glaube sagt, dass Fragmente und Elemente der Wahrheit in allen großen Religionen zu finden sind. Der Ort der Selbstoffenbarung Gottes - die Religion, die Gott in seinem innersten Wesenskern zugänglich macht ist jedoch der katholische Glaube.


Hallo Burkl,

ich würde auf die Übersetzung der Textstelle und den damit verbundenen Bedeutungungswandel eingehen. Es ist nicht davon auszugehen, dass du je jemanden für deine Kirche gewinnst, wenn du trotz aufgezeigter Fehler an deinen Aussagen festhälst.

Die betreffende Interpretation stammt von Herrn Dr. Liebi. Ich schlage vor du fragst ihn.
Burkl hat folgendes geschrieben:

Was hat das damit zu tun, dass du die islamische "Zeitehe" als nicht absolut unsittlich ansiehst, sondern ihr zugestehst, dass sie in manche Zeiten und Umstände passt?


Ich kann mich nicht erinnern so etwas behauptet zu haben. Aber ich gestehe Menschen, die mit Religion nichts am Hut haben zu, dass sie sich in einer religiösen Diktatur unauffällig verhalten und eben so tun als ob. Alles andere wäre unklug.
Burkl hat folgendes geschrieben:
Ebony_ hat folgendes geschrieben:
Burkl hat folgendes geschrieben:
Ebony_ hat folgendes geschrieben:

Dabei will ich damit gar nicht sagen, dass es kein Offenbarungswissen gäbe. Ganz im Gegenteil. Es beschränkt sich aber nicht auf die Bibel, nicht auf eine Religion und schon gar nicht auf eine Konfession.

Der katholische Glaube sagt, dass Fragmente und Elemente der Wahrheit in allen großen Religionen zu finden sind. Der Ort der Selbstoffenbarung Gottes - die Religion, die Gott in seinem innersten Wesenskern zugänglich macht ist jedoch der katholische Glaube.


Hallo Burkl,

ich würde auf die Übersetzung der Textstelle und den damit verbundenen Bedeutungungswandel eingehen. Es ist nicht davon auszugehen, dass du je jemanden für deine Kirche gewinnst, wenn du trotz aufgezeigter Fehler an deinen Aussagen festhälst.

Die betreffende Interpretation stammt von Herrn Dr. Liebi. Ich schlage vor du fragst ihn.

Du hast den Beitrag von Dr. Liebi eingestellt. Daher denke ich, dass auch du dich mit den Inhalten auseinandersetzen solltest.