Evolution


Burkl hat folgendes geschrieben:
ziraki hat folgendes geschrieben:
@Burkl
Die meisten Menschen, eingeschlossen Muslime, folgern aus der religiös erlaubten Scheidung nicht das, was du als Konsequenz durch die Ablehnung der verpflichtenden lebenslangen Einehe beschreibst:
Zitat:
oder mir bis zu vier Frauen nehmen kann und daneben noch "Stundenehen" eingehen kann, um so Seitensprünge zu legitimieren.

Mir scheint du betreibst hier eine künstliche Konstruktion von Gegensätzen, um die sittliche Überlegenheit der katholischen Kirche zu beweisen.

Ich habe einmal eine Doku über den Iran gesehen, die zeigte wie sich zahlreiche begeisterte "Ehepaare" mit leuchtenden Augen ihren "amtlichen Segen" für das Schäferstündchen von Imam abgeholt haben und dabei mit Interviews begleitet wurden. Das ist dort nicht die Ausnahme, sondern die alltägliche Realität. Und die größte Gruppe innerhalb der schiitischen Muslime (immerhin ca. 10% von 1,6 Milliarden Muslimen) erklärt es für sittlich völlig legitim das zu tun. Zu sagen das habe mit dem Islam nichts zu tun ist Wirklichkeitsverweigerung erster Ordnung.

https://de.m.wikipedia.org/wiki/Mutʿa-Ehe

Ich brauche demgegenüber die überlegene Sittlichkeit der katholischen Morallehre nicht beweisen. Sie ist derartig evident, dass eine diesbezügliche Beweisführung grotesk wäre.


Es gibt einige sehenswerte Berichte zu dem Thema z.B. dieser: https://www.youtube.com/watch?v=P6nNkWjH4PM

Die Leute lassen sich doch nicht auf diese 'Genussehe' ein, weil sie damit ihre Religiosität zum Ausdruck bringen möchten, sondern weil sie unter einem ultrakonservativen religösen Regime unverheiratet mit sozialen Nachteilen rechnen müssen und bei ausserehelichen sexuellen Kontakten mit Auspeitschung.
Ob das so im Koran intendiert ist, darüber gibt es verschiedene Meinungen.
Und wenn das von einer Gruppe von ca. 10% als legitim gesehen wird, und von weit weniger praktiziert, ist das eine Minderheit der Muslime.
ziraki hat folgendes geschrieben:
Und wenn das von einer Gruppe von ca. 10% als legitim gesehen wird, und von weit weniger praktiziert, ist das eine Minderheit der Muslime.

Das ist nichts anderes als religiös legitimierter Ehebruch. Das ist völlig egal wieviele Muslime das letztlich für legitim erachten, Fakt ist dass es für Millionen Muslime eine feste Institution ist, mit religiösem Segen schwer zu sündigen - und die Leute in der Doku haben keineswegs so gewirkt, als ob sie von einem finsteren Regime dazu gezwungen worden wären. Sie haben nur selbst ein paar mal beim Mufti nachgefragt, ob das tatsächlich so in Ordnung wäre, offenbar weil die innere Stimme des Gewissens doch Alarm geschlagen hat.
Da sind wir wieder beim Thema, dass sich religiös-doktrinelle und sittliche Wahrheit nicht trennen lassen. Irrtümer in dem einen Bereich führen auch immer zu Irrtümern im jeweils anderen.
Hallo Pjotr,

Pjotr Kala hat folgendes geschrieben:

In einer milliardendauernde Evolution sämtliche Lücken durch Fakten schließen zu können, ist ein ein hoffnungsloses Unterfangen. Man wird ständig darauf angewiesen sein, die Lücken durch logische Überlegungen und plausiblen Theorien zu überbrücken.
Vor 50 Jahren haben Evolutionsgegner noch behaupten können, daß es keine Entwicklung einer neuen Tierart gibt. Soweit ich informiert bin, sind bei einigen Fischen und bei Amphibien einige wenige neue Arten entstanden.

Als Einstein seine Relativitätstheorie entwickelt hatte, waren dafür keine Beweise vorhanden. Sie wurden erst später entdeckt. Das Gleiche gilt für das Higgs-Boson oder die Gravitationswellen. Oder auch die Bestätigung der Evolutionstheorie durch die Genetik.

Ist eine wissenschaftliche Theorie in sich logisch und kann sie möglichst mehrere Phänomene erklären, so ist die Wahrscheinlichkeit groß, daß sie sich auf Dauer auch zumindest teilweise beweisen läßt.
Wenn sie das nicht kann und auch keine Vorhersagen für die Zukunft machen kann, wird sie wahrscheinlich aussortiert werden.


So lange das so ist, ist es legitim an eine Schöpfung zu glauben.
Damit ist nicht die Anerkennung der Katholischen Kirche als einzige Wahrheit gemeint, sondern nur die Annahme, dass es einen Gott gibt, der sich bei dem, was er tat, etwas gedacht hat.

Zitat:
Für mich ist der "Gott der Religionen" ein von Menschen geschaffenes Gebilde und demzufolge auch keine Erklärung für dieses Universum.
Was die letzte Ursache für dieses Universum ist, können wir nicht mit Bestimmtheit sagen und wir sind und bleiben in der Verantwortung für das, was wir hier auf Erden im Guten wie im Bösen anrichten.


Verantwortlich sind wir so oder so. Der Gott der Katholischen Kirche mag eine Erfindung sein oder besser: Eine missverständliche Deutung Gottes,
Dies bedeutet nicht, dass es keinen Gott gibt. Eine Erklärung des Universums fällt mit und ohne Gott schwer. Es geht mir um die Wertung des Daseins. Ist es geschöpft oder hat es sich zufällig entwickelt. Die Antwort macht mich nicht weniger verantwortlich, sie ermöglicht mir aber eine Bewertung der Vorkommnisse.
Hallo Burkl,
Burkl hat folgendes geschrieben:
Templer hat folgendes geschrieben:
Die Religionen bieten zur Welterklärung Bilder und Mythen an, übrig bleibt dabei ein nicht näher definierter bzw. zu definierender Gott oder dessen Mehrzahl.

Wenn wir uns die Bibel anschauen finden wir viele Literaturgattungen - mythologische Bilder, wie z.B. die Schöpfungserzählung in der Genesis gehören zweifellos dazu. Diese dienen dazu dem Menschen Grundlegendes über Gott und sich selbst auf einer sehr tief gehenden und universalen Ebene zu vermitteln, die alle Menschen verbindet - jedem Menschen, unabhängig von Kultur, Bildungsstand und Sprache, sind Dur biblischen Bilder zugänglich. Wichtig ist aber auch zu erwähnen, dass der Kern des christlichen Glaubens auf der Historizität eines Ereignisses beruht - der Auferstehung Jesu von Nazareth. "Gelitten unter Pontius Pilatus" heißt es im apostolischen Glaubensbekenntnis - es geht also um eine konkrete historische Person, die in der Passion eine maßgebliche Rolle spielt. Der christliche Glaube ist in der historischen Realität verwurzelt und übersteigt diese zugleich. Und Gott ist im christlichen Glauben auch sehr klar und nahestehend definiert - Er hat ein menschliches Gesicht in Jesus Christus.


So, das wäre nun geklärt. Deine Sicht ist bekannt. Würdest du nun bitte aufhören, jede Diskussion für die Verbreitung deiner katholischen Weltsicht zu missbrauchen? Es geht hier um Evolution versus Schöpfung.
Es gibt viele Religionen mit diversen oder auch kongruenten Schöpfungsberichten. Die christliche Sicht ist jetzt hier vertreten, die vishnuistische auch. Du musst dich nicht wiederholen. Wenn du keine Beweise hast, empfinde ich es als störend, wenn du weiter missionarisch postest. Es geht um die Sache im allgemeinen und nicht um deine Religion im besonderen. Wir können die verschiedenen Schöpfungsberichte der verschiedenen Religionen vergleichen, sowie die unterschiedlichen Forschungsansätze. Man kann auch sehen, wo sich Forschung und Schöpfungsberichte berühren. Allerdings habe ich wenig Lust, dass es ständig nur um dich geht. Du stellst dich und deinen Glauben in fast allen Bereichen dieser Plattform in den Mittelpunkt und verhinderst den interreligiösen Dialog.
Hallo Templer,
Templer hat folgendes geschrieben:

Ich weiß auch nicht recht, was unsere doch sehr laienhafte Theoretisiererei bringen soll, wo doch allen Diskutanten klar sein muss, dass kein Ergebnis zu erreichen ist, und selbst, wenn es zu erreichen wäre, würde das kein einziges Menschheitsproblem der Jetztzeit lösen, ebensowenig wie die Weltentstehungsdiskussion selbst dies könnte.


Dennoch kann es für den einzelnen bedeutungsvoll sein an dies oder eben jenes zu glauben. Für mich zum Beispiel ist es wichtig. Für meine Existenz ist es von großer Relevanz, ob ich geschöpft und damit genauso gewollt bin oder ob ich eine Mutation darstelle. Weiter ist es wichtig zu erkennen, ob ich ein Rückschlag bin oder bereits eine Weiterentwicklung zu etwas höherem.

Hallo Bahais und andere,
was sagt eure Religion zur Entstehung des Universums?
Gibt es noch andere Religionsanhänger hier?
Burkl hat folgendes geschrieben:
ziraki hat folgendes geschrieben:
Und wenn das von einer Gruppe von ca. 10% als legitim gesehen wird, und von weit weniger praktiziert, ist das eine Minderheit der Muslime.

Das ist nichts anderes als religiös legitimierter Ehebruch. Das ist völlig egal wieviele Muslime das letztlich für legitim erachten, Fakt ist dass es für Millionen Muslime eine feste Institution ist, mit religiösem Segen schwer zu sündigen - und die Leute in der Doku haben keineswegs so gewirkt, als ob sie von einem finsteren Regime dazu gezwungen worden wären. Sie haben nur selbst ein paar mal beim Mufti nachgefragt, ob das tatsächlich so in Ordnung wäre, offenbar weil die innere Stimme des Gewissens doch Alarm geschlagen hat.
Da sind wir wieder beim Thema, dass sich religiös-doktrinelle und sittliche Wahrheit nicht trennen lassen. Irrtümer in dem einen Bereich führen auch immer zu Irrtümern im jeweils anderen.

Zum Teil stimme ich dir zu. Aber aus meiner Sicht liegen die Irrtümer im Bereich der Koranexegese. Das hat nun so gar nichts mit der von dir postulierten Überlegenheit der sittlichen Lehre der katholischen Kirche zu tun.
Ethik, auch Sexualethik, ist immer zeit- und kontextbezogen und deshalb nicht statisch.
Die Aussage von Jesus über die Unauflösbarkeit der Ehe wurde in einem völlig anderem gesellschaftlichen Zusammenhang getätigt, als wir ihn heute erleben. Falls du das auf die heutige Zeit übertragen möchtest, müsstest du meiner Meinung nach auch die damaligen Gegebenheiten für heute akzeptieren.
Z.B. dass deine Kinder mit vierzehn oder fünfzehn heiraten. Aber du kannst selbstverständlich als Familienoberhaupt die Partner auswählen.

Dass ein bestimmtes gesellschaftliches Klima Wahlmöglichkeiten beeinflusst muss ich dir wohl nicht erklären. Und die iranische Regierung ist dafür bekannt islamische Ansichten mit Verschwörungstheorien zu vermischen. Die Zeitehe wird als eine Alternative zur Dekadenz des Westens dargestellt. Unverheiratet sexuelle Beziehungen einzugehen wird als Sünde beschrieben.
Ebony_ hat folgendes geschrieben:
Hallo Burkl, [....]


So, das wäre nun geklärt. Deine Sicht ist bekannt. Würdest du nun bitte aufhören, jede Diskussion für die Verbreitung deiner katholischen Weltsicht zu missbrauchen? Es geht hier um Evolution versus Schöpfung.

Sorry Ebony_, ich habe deinen Beitrag erst nach meiner letzten Antwort gelesen und versuche mich jetzt an das Thema zu halten.
Natürlich ist die katholische Sicht bekannt und nicht besonders zielführend. Aber äußern sollte man sie schon dürfen. In diesem Forum leben so manche Beiträge einiger Mitglieder von Wiederholungen.
ziraki hat folgendes geschrieben:
Ethik, auch Sexualethik, ist immer zeit- und kontextbezogen und deshalb nicht statisch.

Das wundert mich von einer Frau zu hören. Normalerweise argumentieren so Männer, die alle möglichen Schweinereien sittlich legitimieren wollen.

Und selbstverständlich gibt es eine zeitlose Wahrheit über die Bestimmung von Mann und Frau und die Ehe. Jesus stellt diese wieder her - "erlöst" sozusagen die Ehe, deren Wahrheit verdunkelt war und laufend verdunkelt wird (vgl. Mt 19,3 ff.). "Am Anfang war es nicht so." Ja - dieser Satz Jesu, der lässt sich allen Perversionen und Irrtümern über die Ehe entgegenhalten - gestern, heute und morgen.
Das ist aber interessant.