Die 3 Weisen und die Theoretiker


Die 3 Weisen und die Theoretiker

In diesem Land gab es einen bisher unbezwungenen Berggipfel. Viele versuchten schon den Gipfel zu erreichen, doch noch keiner hat es geschafft.
Am Fuße des Berges saßen mehrere eifrige Theoretiker im gemütlichen Zelt und diskutierten mit vollem Bauch bei Spießbraten am Lagerfeuer, wie dieser Berg zu bezwingen sei. Jeder hatte andere schlaue Sprüche drauf ... so geht es ... so geht es nicht ... das ist die Voraussetzung ... so muß das Wetter sein ... nur zu dieser Jahreszeit ... ist dieser Berg zu bezwingen.
Eines Tages kamen 3 Menschen aus fernen Landen, die von diesem Berg hörten, und ihn bezwingen wollten.
Nennen wir diese drei einfach - A - B - C.
Sie erzählten den Theoretikern ihr Vorhaben, dann machte sich jeder für sich, seiner individuellen Art entsprechend auf den Weg zum Gipfel.
Die Theoretiker diskutierten weiter ... der schafft es, der schafft es nicht.

Nach Wochen kam der Erste (A) zurück, und berichtete den Theoretikern von seinem Weg zum Gipfel:
So bezwang ich diesen Berg:
Am Anfang waren da Gräser, Büsche und Bäume. Später kam ich in eine Sumpflandschaft, in der ich fast hängen geblieben wäre. Daraus hervortretend hatte ich die Erste Übersicht. Von da an ging es steil bergauf mit verschiedenen Schwierigkeitsgraden, bis ich eine hohe Plattform erreichte. Hier dachte ich schon den Gipfel erreicht zu haben. Die Übersicht raubte mir die Sinne und ich stürzte ab. Mit großer Anstrengung rappelte ich mich auf und suchte weiter nach dem Gipfel. Durch Verirrungen in Höhlengängen kam ich endlich wieder an´s Licht. Hier war der Gipfel schon greifbar nahe.
Ich sage Euch: "Ja, fast von alleine wurde ich zum Gipfel geführt".
So war mein Weg!

Der zu Weisheit gelangte erzählte es, und ging seines Weges.
Die Theoretiker aber stritten ... war der nun wirklich oben oder nicht ... entspricht seine Wegbeschreibung der Wahrheit, oder hat er sich nur etwas ausgedacht ... er hat uns keinen Beweis mitgebracht.

Nach Wochen kam der Zweite (B) zurück, und berichtete den Theoretikern von seinem Weg zum Gipfel:
So bezwang ich diesen Berg:
Ich sammelte mir erst die richtige Ausrüstung, und genügend Lebensmittel, um mich auf den langen Weg machen zu können. Als ich meinen Rücken schwer beladen hatte, und mich auf den Weg machte, wurde mir mein Gepäck zu schwer zu ertragen. So war ich gezwungen, was mir vorher noch wichtig und unentbehrlich erschien, abzuwerfen. Durch das Abwerfen der Last fühlte ich mich bedeutend wohler. Ja, FREI fühlte ich mich. Doch der Weg ging weiter, und wurde immer steiler. Und wieder mußte ich mich nach und nach von unnötig erkanntem Ballast befreien, um diesen steilen Hang zu bewältigen. Je höher ich kam, um so kälter wurde es. So war ich gezwungen, alles Gerümpel abzulegen, und nur noch den dicken Pelzmantel am Körper zu tragen. Fast wäre ich erfroren. Doch je höher ich kam, um so klarer wurde die Luft und ich kam zu neuer Kraft. Endlich kam ich über die Wolken, und die Sonne beschien meinen geschundenen Körper. So wurde auch noch der Pelzmantel zur Last und überflüssig.
Ich sage Euch: "Nur vollkommen Nackt und ohne Ballast ist dieser Gipfel zu erreichen".
So war mein Weg!

Der zu Weisheit gelangte erzählte es, und ging seines Weges.
Die Theoretiker aber stritten ... wer hat nun den Gipfel erreicht? War es A oder B? Oder haben sich beide nur eine Geschichte ausgedacht? Das sind doch verschiedene Wege ... Das kann doch nicht der gleiche Weg sein ... Keiner hat einen Beweis erbracht.

Nach weiteren Wochen kam der Dritte (C) zurück, und berichtete den Theoretikern von seinem Weg zum Gipfel.
So bezwang ich diesen Berg:

Ich sammelte mir zunächst viele Helfer, Begleiter und Freunde, die mich auf dem Weg begleiten sollten. Jeder wollte mich auf dem Weg beeinflussen. Das mußt Du tun, jenes lassen. Zunächst folgte ich ihnen, bis ich merkte, daß ich gar nicht auf dem rechten Weg war. So schlug ich den Weg ein, den ich für richtig hielt. Doch schon bei den ersten Schwierigkeiten verließen mich die Freunde. Unbeirrt ging ich weiter. Doch als der Berg steiler wurde, verließen mich die Helfer. Auch davon lies ich mich nicht beeinflussen. Auf dem weiteren Weg verirrte ich mich in einem Labyrinth. In diesem Labyrinth verlor ich auch noch meine Begleiter. Endlich nach langem herumirren fand ich den Ausweg.
Ich sage Euch: "Nur vollkommen alleine kommt Ihr auf den Gipfel".
So war mein Weg!

Der zu Weisheit gelangte erzählte es, und ging seines Weges.
Die Theoretiker aber stritten ... ja wer nun hat denn wirklich den Gipfel erreicht? Wer nun zeigt den wirklichen Weg?
Da ist Übereinstimmung ... da ist Widerspruch ...
Einer sagte... A war auf dem Gipfel - nicht B nicht C. Ein Anderer sagte... B war auf dem Gipfel - nicht A nicht C. Der nächste behauptete... nur C war auf dem Gipfel - nicht A nicht B. Ein Anderer sagte... keiner von allen hat den Gipfel erreicht, denn keiner erbrachte einen Beweis.

So sitzen die Theoretiker behütet im Zelt bei Wein und guten Speisen - diskutieren und streiten - doch noch KEINER von ihnen hat auch nur einen Fuß an diesen Berg gesetzt.

Und wenn sie nicht gestorben sind, so streiten sie noch Heute.

© Demetrius
http://www.demetrius-degen.de/geistesschule/schule.htm
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Auf der Erde gibt es seit jeher den Kampf zwischen Egoismus und Selbstlosigkeit.
Die Egoisten werden reich, die Selbstlosen schaffen große Werke.
www.demetrius-degen.de
Eines Tages trat dann auf einmal J auf. J behauptete, dass weder A, noch B oder C jemals den Gipfel erreicht hätten, noch dass überhaupt irgendjemand von unten ohne seine Hilfe jemals dort hinauf gelangen könne. J nahm vielmehr in Anspruch schon immer dort oben auf dem Gipfel gewesen zu sein und jetzt von oben nach unten hinabgestiegen zu sein, um dann wieder hinaufzusteigen und möglichst viele dorthin mitzunehmen.

Da fragten die Theoretiker: Was unterscheidet dich sich so grundlegend von A, B und C, sodass du diesen Alleinanspruch beweisen könntest? J antwortete - ihr könnt die Leichname von A, B und C in ihren Gräbern besuchen - bei mir ist das nicht der Fall. Ich trage das ewige Leben nicht nur auf den Lippen und verkünde es mit Worten, sondern werde es sichtbar und berührbar machen an meinem eigenen Leib.

Nach dem grausamen und gewaltsamen Tod des J - er wurde als Verbrecher hingerichtet - tauchten auf einmal Menschen auf, die bezeugten ihn gesehen zu haben, ihn berührt und mit ihm gegessen zu haben. Diese Zeugen mundtot zu machen gelang den Theoretikern nicht, denn es wurden immer mehr und sie waren sogar bereit für diese Behauptung zu sterben.

Die Theoretiker, die dem J seinen von ihm in Anspruch genommenen herausragenden Status nicht glauben wollten mussten in ihrer Argumentation umdisponieren. Die alte Theorie der von unten zum Gipfel aufsteigenden grundsätzlich möglich erscheinenden Wege des A, B und C war durch das Auftreten des J stark ins Wanken geraten. Uneins wie sie sind entwarfen die Theoretiker daher unterschiedliche Erklärungsmodelle, um an ihrer alten Sichtweise festhalten zu können.
Mache Theoretiker behaupteten fortan, dass mit den Begegnungen mit dem lebendigen J wären schlicht Lügengeschichten, andere sprachen von Wunschvorstellung und Sinnestäuschung, einige sprachen von wissenschaftlicher Unmöglichkeit, wieder andere sagten, dass man die Sache nicht überbewerten und zu ernst nehmen dürfte - denn letzlich sei das mit der Auferstehung des J nur symbolisch zu verstehen und treffe auch auf A, B und C zu.

Neu für die Theoretiker ist seit dem Kommen von J und der Ereignisse rund um ihn, dass sie es mit ihrem religiösen Weltbild der zahlreichen grundsätzlich denkbaren und daher gleichwertigen Wege von unten zum Gipfel argumentativ viel schwerer haben als zuvor. Seitdem gibt es nämlich nicht nur Theoretiker sondern auch Praktiker des ewigen Lebens, die dem J unablässig folgen und alle anderen dazu einladen, in Demut an Ihn zu glauben und sich durch nichts und niemandem von Ihm abbringen zu lassen. Die haben es zwar oft nicht leichter im Leben als die Theoretiker, im Gegenteil scheinen sie es oft schwerer zu haben - aber sie haben etwas, das sie von den anderen wesentlich unterscheidet und für das es sich lohnt alles zu geben, auch das eigene Leben: Eine reale und lebendige Hoffnung.
Jedem sein Märchen.
Ja, das ist die absolute Kirchenlehre! Alle Anderen sind falsch, und NUR der Jesus bringt die Erlösung. Die Lehre ist dann auch so einfach und simpel! Der Mensch muß NUR an die Lehre der Kirche und dieses Jesus glauben, (machen muß er nichts) dann kommt er beim Tod in den Himmel.

Bhagavad Gita: 7. Wissen über den Absoluten.
7.3 Unter vielen Tausenden von Menschen befindet sich vielleicht einer, der nach Vollkommenheit strebt, und unter denen, die die Vollkommenheit erreicht haben, mag es einen geben, der mich in Wahrheit kennt.
http://www.demetrius-degen.de/religionen/hinduismus/gita3.htm

Buddha frei zitiert:
Ich zeige Euch den Weg: „Den am Anfang guten, den in der Mitte guten, und den am Ende guten – der Euch aus dem Kreislauf von Geburt, Tod und Wiedergeburt führt“.
http://www.demetrius-degen.de/religionen/buddhismus/bu-info.htm

So einfach ist der Weg aber nicht, wie er von der KIRCHE dargelegt wird!
Wobei ich nichts gegen die Bibel sage. Die Bibel ist richtig. Nur die Auslegungen der Kirchen sind falsch.
Die Bibel Noah – Geschichte, Moses – Geschichte und Jesus – Geschichte, ist zum großen Teil Symbolik. Dann noch ein paar andere Geschichten, welche Wahrheiten, aber keine ganze und abgeschlossene Lehre zeigen.
http://www.demetrius-degen.de/relig.....ristentum/christentum.htm

Die Bibel (Jesus) zeigt den Weg über Glaube und Liebe (Herz).
Der Buddhismus (Buddha) zeigt den Weg über Logik und Analyse (Geist).
Der Hinduismus (Krishna) zeigt beide Wege. (Herz und Geist).


Die Upanishaden (oder Upanischaden) sind eine Sammlung philosophischer Schriften des Hinduismus und Bestandteil des Veda. Die Bhagavad Gita ist eine Zusammenfassung.

Es gibt natürlich noch den Daoismus, den Talmud und den Koran.
Doch für mich reichten die 3 oben genannten.

So weit erst einmal.
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Die Egoisten werden reich, die Selbstlosen schaffen große Werke.
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Demetrius hat folgendes geschrieben:
Die Lehre ist dann auch so einfach und simpel! Der Mensch muß NUR an die Lehre der Kirche und dieses Jesus glauben, (machen muß er nichts) dann kommt er beim Tod in den Himmel.

Wie kommst du den darauf, dass laut der Lehre der heiligen Mutter Kirche der Mensch für sein Heil nichts machen müsste? Das wäre ein fataler Irrtum - ja sozusagen eine Aufforderung zur Trägheit und zum Nichtstun, quasi eine "geistliche Hängematte", die den Menschen versulzen lässt, bis er nur mehr im eigenen Saft kocht und die ganze Verantwortung auf Gott schiebt.

Was die katholische Lehre sagt ist, dass das Wesentliche zwar Gott macht, aber auch dass die menschliche Mitwirkung mit der göttlichen Gnade absolut essentiell und heilsnotwendig ist.

Wenn ich z.B. in der Werkstatt etwas repariere und meine dreijährige Tochter kommt und "hilft" mit mit ihrem Plastikhammer - dann ist klar, dass das Wesentliche der Vater macht. Aber dennoch, ihre Mitwirkung - dass sie sich mit Herz und Seele einbringt - ist für unsere Beziehung und unsere Freude aneinander und für ihr Vertrauen auf mich und für ihr Wachstum essentiell.
Wie gesagt, jedem sein Märchen. Und das entsprechende Merchandising gleich noch dazu.
Ich meine damit, an sich SELBST – seinem wahren SELBST zu arbeiten. Oder anders gesagt, an seiner geistigen Entwicklung zu arbeiten – für ein höheres Bewusstsein.
Das hat rein gar nichts mit Körperlicher Arbeit zu tun.

Bibel: „ Wenn Ihr nicht werdet wie Kinder, werdet ihr gewiss nicht ins Himmelreich kommen“!
Damit ist ein Geisteszustand gemeint!


Upanishaden: „Wenn alle Begehren, die im Herzen wallen, abgetan sind, wird der Sterbliche UNSTERBLICH!

Beide Aussagen haben die gleiche Bedeutung. Denn ein Kind hat noch keine BEGEHREN für sICH (Ego).
Daran muß (oder sollte) der Mensch arbeiten – seine Begehren abbauen.

Bibel: Zum Kinde Werden. (Die Eigenschaften des Kindes)

Oft zitiert, die Wenigsten verstehen die Ernsthaftigkeit!
Ein Kind plant nicht für die Zukunft!
Ein Kind ist nicht berechnend!
Ein Kind ist nicht misstrauisch!
Ein Kind kennt noch keine Vergangenheit!
Ein Kind trauert daher nicht über frühere Verluste!
Ein Kind trauert nicht über frühere Fehler!
Ein Kind trauert nicht über Versäumtes!
Ein Kind trauert nicht über frühere Leiden!
Ein Kind hat nichts zu bereuen!
Ein Kind will nicht glücklich sein!
Ein Kind will nicht geliebt werden!
Ein Kind will nicht geachtet werden!
Ein Kind will nicht nützlich sein!
Ein Kind legt keinen Wert auf Besitz!
Ein Kind legt keinen Wert auf schöne Kleidung!
Ein Kind legt keinen Wert auf sein körperliches Aussehen!
Ein Kind legt keinen Wert auf Schmuck!
Ein Kind lebt unbeschwert!
Ein Kind kennt keine Angst!
Ein Kind sagt die Wahrheit!
Ein Kind hält sich nicht für wichtig!
Einem Kind ist nichts und niemand in der Welt wichtig - am Wenigsten das Kind Selbst!
Sicher gibt es noch einiges dazu zu fügen, doch die Liste ist wohl lange genug, und worum es geht, sollte klar sein.
© Demetrius

P.S. Mit Deinem Beispiel sprichst Du das „GUT SEIN“ an (Hilfeleistung). Das ist ja richtig, doch selbst diese Hilfeleistung darf oder sollte nicht aus einem egoistischen Gedanken (BEWEGGRUND) entstehen – ICH bin gut – ICH habe dem geholfen, usw.
Man nennt das GRUNDLOSSES Handeln. Oder auch in der Bhagavad Gita: Handeln im Hingebungsvollen Dienen (was Du ja wohl auch gemeint hast). Für Gott handeln.

Dabei ist die Handlung als solche nicht wichtig, sondern nur der GRUND – WARUM ich Handle.
Man kann Millionen spenden, um in den Medien zu kommen (das ist EGO), oder man kann eine Scheibe Brot, ein Kleidungsstück (selbstlos) einem hungernden oder frierenden geben. Dann ist letzteres das Bessere.
So, und jetzt zu WISSEN, WARUM ICH handle, (jederzeit meinen wahren Beweggrund kennen), das ist Geistestraining – oder von mir aus auch bewusstes Leben.
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Auf der Erde gibt es seit jeher den Kampf zwischen Egoismus und Selbstlosigkeit.
Die Egoisten werden reich, die Selbstlosen schaffen große Werke.
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Demetrius hat folgendes geschrieben:
Ich meine damit, an sich SELBST – seinem wahren SELBST zu arbeiten. Oder anders gesagt, an seiner geistigen Entwicklung zu arbeiten – für ein höheres Bewusstsein.

Das Wesentliche hat Gott bereits getan. Das zeigt der Blick zum Kreuz.
Das Christentum ist insofern "passiv" als die Erlösung bereits da ist. Es bedarf also nicht der - letztlich menschenunmöglichen - "Selbsterlösung" durch "spirituelle Leistung", wie sie vor Allem in den östlichen Religionen vom Menschen gefordert wird. Die geistige Leistung besteht im Christentum darin offen zu werden, sodass Gott an uns arbeiten kann - also in der Mitwirkung mit der heiligmachenden Gnade, die nur Gott schenken kann.
Der wesentliche und unverzichtbare Beitrag des Menschen besteht in der Vermeidung der Sünde und im Kampf um den Erwerb der menschlichen Tugenden, wie Klugheit, Gerechtigkeit, Tapferkeit und Mäßigung. Beides setzt den aszetischen Kampf voraus, also die Abtötung der schlechten Leidenschaften und fehlgeleiteten Begierden.
Die übernatürlichen Tugenden - Glaube, Hoffnung, Liebe - können nicht mit menschlichen Bemühungen erworben werden. Sie müssen von Gott geschenkt werden. Und wie geht das? Indem wir sie von im erbitten, durch Gebet und Opfer.

Zitat:
Das hat rein gar nichts mit Körperlicher Arbeit zu tun.

Der Mensch ist eine Einheit aus Leib, Geist und Seele. Ein übersteigerter Spiritualismus, bei dem es nur auf die Seele ankommt, ist dem Christentum fremd.

Zitat:
Man nennt das GRUNDLOSSES Handeln. Oder auch in der Bhagavad Gita: Handeln im Hingebungsvollen Dienen (was Du ja wohl auch gemeint hast). Für Gott handeln.

Genau genommen ist völlig "motivloses" Handeln gar nicht möglich - schon psychologisch nicht.

Indem wir für Gott zu handeln, die Arbeit Gott aufopfern, ist dieser Akt, dieses Opfer, ja eben gerade nicht "grundlos". Die Ursache und das Ziel des Handelns ist Gott.

Zitat:

So, und jetzt zu WISSEN, WARUM ICH handle, (jederzeit meinen wahren Beweggrund kennen), das ist Geistestraining – oder von mir aus auch bewusstes Leben.

Ja - das ist sicher richtig. Nur was sollte der "wahre Beweggrund" des menschlichen Handelns sein? Gerade darauf gibt das keine Antwort. Im Christentum ist die Antwort klar: Das Handeln als Kind Gottes, um Gott die ihm gebührende Ehre zu erweisen.

Für die Erlangung der übernatürlichen Tugenden, die grundlegend sind, um im geistlichen Leben voranzukommen, spielt die gut verrichtete Arbeit, die Gott aufgeopfert wird, eine essentielle Rolle - daher gibt es, wenn sie Gott dargeboten wird, auch keine "niedrige" Arbeit. Eine Stunde Arbeit an einer Habilitation Kernphysik, die Gott nicht aufgeopfert wird, ist übernatürlich gesehen nichts wert. Eine Stunde Gott dargebrachtes Kartoffelschälen kann demgegenüber viel im geistlichen Leben bewirken.

"Du bist in der Küche, nahe beim Herd, während du mir schreibst. Es fängt schon an, dunkel zu werden, und es ist kalt. Neben dir schält deine Schwester Kartoffeln. Sie hat als jüngste und letzte von euch die »göttliche Torheit« einer konsequent gelebten christlichen Berufung entdeckt. Du überlegst: Scheinbar tut sie genau dasselbe wie früher, und doch ist der Unterschied gewaltig!
Gewiß, denn früher schälte sie »nur« Kartoffeln und damit Schluß... Jetzt aber ist sie, indem sie Kartoffeln schält, dabei, sich zu heiligen..."

Hl. Josémaria Escrivá, Die Spur des Sämanns, Nr. 498
Jesus: „Geist gesinnt wird zu Geist – Fleisch gesinnt wird zu Fleisch“ (was ist denn eine Gesinnung?) Die Gesinnung ist doch der Geist, und der Geist ist auf etwas zu richten. Das ist doch Geistestraining.

Jesus: Lasset die Toten die Toten begraben (Tod = unbewusst)
Die im Geiste Toten, sollen die körperlich Toten begraben. Wenn man aber im Geiste Tot sein kann, dann muß man auch im Geiste lebendig werden können! Das ist Geistestraining.

Das Wesentliche hat Gott bereits getan.

Der Gott tut nichts, er IST – „Der Name Gottes lautet: Ich bin, der ich bin“!

Der Mensch ist eine Einheit aus Leib, Geist und Seele. Ein übersteigerter Spiritualismus, bei dem es nur auf die Seele ankommt, ist dem Christentum fremd.
In der Kirche kommt es nur übersteigert auf den Jesus (Christus) an – der macht ja alles.
B- Gita: „Wer den Geist beherrscht, dem ist der Geist der größte Freund! Wer ihn aber nicht beherrscht, dem ist der gleiche Geist der größte Feind“! Auch das ist Geistestraining!

Genau genommen ist völlig "motivloses" Handeln gar nicht möglich - schon psychologisch nicht.
B- Gita: „Wer Handeln in nicht handeln, und nicht Handeln in Handeln sieht, der sieht die Dinge wie sie sind!

Indem wir für Gott zu handeln, die Arbeit Gott aufopfern, ist dieser Akt, dieses Opfer, ja eben gerade nicht "grundlos". Die Ursache und das Ziel des Handelns ist Gott.
B-Gita: (Gott) „Gib alle Arten von Religionen auf. Gib Dich mir einfach hin, sei mein Geweihter – und ich werde Dich sehr schnell befreien.

Ja - das ist sicher richtig. Nur was sollte der "wahre Beweggrund" des menschlichen Handelns sein? Gerade darauf gibt das keine Antwort. Im Christentum ist die Antwort klar: Das Handeln als Kind Gottes, um Gott die ihm gebührende Ehre zu erweisen.
Der Mensch kann in 3 Beziehungen Handeln: In Taten, in Worten und in Gedanken.
Dann kann der Mensch in diesen 3 Faktoren Handeln – zum EIGENNUTZ, zum Nutzen für ANDERE, und dann kann er SELBSTLOS – oder auch GRUNDLOS handeln.
(Lao-Tse): „Tun ohne Tun – das nur selten erreicht wird.“

Die Masse ist vollkommen UNBEWUSST!
Jesus: "Vater vergib Ihnen, denn sie wissen nicht was sie tun"! (unbewusst)

Eine Stunde Arbeit an einer Habilitation Kernphysik, die Gott nicht aufgeopfert wird, ist übernatürlich gesehen nichts wert. Eine Stunde Gott dargebrachtes Kartoffelschälen kann demgegenüber viel im geistlichen Leben bewirken.
Ja und, WIE ist das zu machen?

"Du bist in der Küche, nahe beim Herd, während du mir schreibst. Es fängt schon an, dunkel zu werden, und es ist kalt. Neben dir schält deine Schwester Kartoffeln. Sie hat als jüngste und letzte von euch die »göttliche Torheit« einer konsequent gelebten christlichen Berufung entdeckt. Du überlegst: Scheinbar tut sie genau dasselbe wie früher, und doch ist der Unterschied gewaltig!
Gewiß, denn früher schälte sie »nur« Kartoffeln und damit Schluß... Jetzt aber ist sie, indem sie Kartoffeln schält, dabei, sich zu heiligen..."
Hl. Josémaria Escrivá, Die Spur des Sämanns, Nr. 498

Alleine der Gedanke oder der Wunsch: ICH heilige mICH, ist schon eine „Sünde“! Denn mit dem ICH ist das EGO – die Person gemeint. Eine Selbstsuggestion, welche das Ego steigert.
Dann gibt es noch die nette Aussage: „Du bist schon göttlich“: http://www.demetrius-degen.de/zeit-themen/mensch06.htm
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Auf der Erde gibt es seit jeher den Kampf zwischen Egoismus und Selbstlosigkeit.
Die Egoisten werden reich, die Selbstlosen schaffen große Werke.
www.demetrius-degen.de
Burkl hat folgendes geschrieben:
Demetrius hat folgendes geschrieben:
Eine Stunde Arbeit an einer Habilitation Kernphysik, die Gott nicht aufgeopfert wird, ist übernatürlich gesehen nichts wert. Eine Stunde Gott dargebrachtes Kartoffelschälen kann demgegenüber viel im geistlichen Leben bewirken.

Ja und, WIE ist das zu machen?

Indem man die Arbeit geistigerweise auf den Altar legt und dort mit dem einzigen wahren Opfer vereint, dem erlösenden Opfer Christi auf Golgotha, das bei jeder heiligen Messe erneuert wird.