Die 3 Weisen und die Theoretiker


Burkl hat folgendes geschrieben:
Burkl hat folgendes geschrieben:
Demetrius hat folgendes geschrieben:
Eine Stunde Arbeit an einer Habilitation Kernphysik, die Gott nicht aufgeopfert wird, ist übernatürlich gesehen nichts wert. Eine Stunde Gott dargebrachtes Kartoffelschälen kann demgegenüber viel im geistlichen Leben bewirken.

Ja und, WIE ist das zu machen?

Indem man die Arbeit geistigerweise auf den Altar legt und dort mit dem einzigen wahren Opfer vereint, dem erlösenden Opfer Christi auf Golgotha, das bei jeder heiligen Messe erneuert wird.

Tut mir ja leid, das ist nun wirklich ein Kinderglaube!

Bei jeder Handlung – ob in Tat, Wort oder Gedanke, kommt es auf den BEWEGGRUND an, und jeder Mensch entscheidet SELBST über den Beweggrund – WARUM er etwas tut (Handelt).
Ich kann etwas verschenken, aus Wohlwollen oder aus Verachtung.
Ich kann eine Wissenschaftliche Erfindung machen aus Geldgier, oder zum Wohle der Gesellschaft.
Das, was man macht (die Handlung – Geschenk oder Erfindung) ist nicht so wichtig. Denn entsprechend dem Beweggrund des Handelns das Karma (oder der Lohn im Jenseits).
Für den Beweggrund ist der Geist zuständig. Für das Handeln ist die Sinneswahrnehmung verantwortlich.
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Auf der Erde gibt es seit jeher den Kampf zwischen Egoismus und Selbstlosigkeit.
Die Egoisten werden reich, die Selbstlosen schaffen große Werke.
www.demetrius-degen.de
Demetrius hat folgendes geschrieben:
Tut mir ja leid, das ist nun wirklich ein Kinderglaube!

Auf der vorigen Seite lobst du doch die Eigenschaften der Kinder in den höchsten Tönen, jetzt benutzt du sie auf einmal in abwertender Konnotation. Also ich finde auch den Kinderglauben sehr wichtig und eine Grundlage, die vielen Menschen ermöglicht später wieder zurückzublicken und den Glauben neu zu entdecken. Es darf natürlich nicht dabei stehenbleiben.
Das Problem in unseren Breiten ist, dass der europäische Durchschnittschrist ab der Firmung den regelmäßigen Kontakt mit Kirche und Glauben verliert und was das Glaubenswissen anbelangt - sagen wir es unverblümt - keine Ahnung hat. Der größte Feind des Glaubens ist die Unwissenheit.

Zitat:

Bei jeder Handlung – ob in Tat, Wort oder Gedanke, kommt es auf den BEWEGGRUND an, und jeder Mensch entscheidet SELBST über den Beweggrund – WARUM er etwas tut (Handelt).

Das würde einen Menschen voraussetzen, der Verstand, Gefühl und Willen vollständig miteinander harmonisieren könnte. Den gibt es aber - bis auf Jesus Christus und die heilige Mutter Gottes Maria - nicht. Der Grund dafür ist die Erbsünde. Sie hat die menschliche Natur verwundet und ein Symptom hinterlassen, das man in der Theologie "Konkupiszenz" nennt, die Neigung zur Sünde. Aufgrund dessen ist es uns nicht möglich Wille, Verstand und Gefühl aus menschlicher Kraft vollkommen auf das Gute auszurichten und im Guten zu verharren. Daher auch die Erlösungsbedürftigkeit des Menschen.

Zitat:
Denn entsprechend dem Beweggrund des Handelns das Karma (oder der Lohn im Jenseits).

Ganz so einfach ist das nicht mit dem Zusammenhang von Handeln, Lohn und Strafe. Und das Leiden hat auch nicht immer Strafcharakter.
Lies z.B. das Buch Hiob. Dort "emanzipiert" sich das Leiden und das Unglück sehr klar aus einem simplen Tun-Ergehen-Zusammenhang und bekommt eine völlig neue Bedeutung - eben als Prüfstein der Liebe zu Gott. Der Teufel verliert schließlich seine Wette gegen Gott, weil Hiob trotz allen Leidens treu bleibt.
Am Kreuz bekommt das Leiden überhaupt eine zutiefst positive Bedeutung - nämlich Erlösung.
Ja, den Zustand des Kindes habe ich ausführlich beschrieben.
Doch das Kind ist noch UNBEWUSST!
Der Mensch muß (sollte) aber BEWUSST diesen Geisteszustand erreichen.
Darum: „Ihr müßt werden zum Kinde, bevor Ihr ins Himmelreich kommt“!

Ein Kind entwickelt erst die 2 Pole – Selbsterhaltung und Arterhaltung.
Dadurch entsteht Zuneigung und Abneigung.
Aus Zuneigung – Begehren, Egoismus und aus Abneigung – Furcht und Angst.
Das Ganze Ergibt eine PERSÖNLICHE ICH – Vorstellung. Im Sinne von – ICH BIN Körper mit Namen und Geschlecht.

Diese geistige Vorstellung entsteht durch die Körperliche Sinneswahrnehmung. Durch diese Sinne wird NUR die materielle Welt für WAHR genommen, und etwas Anderes gibt es nicht.
Dadurch wird der Mensch zunächst total UNBEWUSST. Auch als Blind oder Tod bezeichnet.
Was aber Blind und Tod ist, das ist nicht der Körper, sondern der GEIST. Der Geist des Menschen ist UNTER die persönliche ICHvorstellung (das EGO) geraten.

Die große Masse unserer Gesellschaft wird nur noch über die Medien gesteuert im Denken und Handeln. Sie sind SKLAVEN ihrer Sinneswahrnehmung. (Marionetten – wie Pinocchio).

Die großen Religionen zeigen nun den Weg (die Entwicklung), wie der Mensch über den Geist wieder Herr über seine Sinneswahrnehmung wird. Im Handeln nicht mehr bestimmt wird, sondern SELBST BESTIMMT.

Dazu muß die persönliche ICH – Vorstellung sterben (was den „Tod“ des Jesus symbolisiert), damit die neue Vorstellung – ich bin lebendiger Geist zum Entstehen kommen kann. Das wird als „Auferstehung“ bezeichnet.
Wenn sich dann der Geist wieder mit seinem göttlichen Selbst verbindet, ist das die „Himmelfahrt“.

(Bei dieser Entwicklung hilft kein Gott, kein Jesus und kein Christus – und auch keine Kirche! Diese Entwicklung – vom Unbewussten zum höchsten bewussten SEIN – (aus der Dunkelheit zum Licht) muss jeder Mensch für sich meistern und durchleben).

Doch das Wissen der alten Religionen hilft auf jeden Fall – was nichts daran ändert, daß man den Weg doch SELBST gehen muß. Selbstverständlich haben ältere Religionen andere Symbole, und eine andere Ausdrucksweise – Art der Erklärung und Auslegung. Doch das Prinzip, worum es geht, ist immer GLEICH.

Grüße,
© Demetrius
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Auf der Erde gibt es seit jeher den Kampf zwischen Egoismus und Selbstlosigkeit.
Die Egoisten werden reich, die Selbstlosen schaffen große Werke.
www.demetrius-degen.de
Demetrius hat folgendes geschrieben:
Das Ganze Ergibt eine PERSÖNLICHE ICH – Vorstellung. Im Sinne von – ICH BIN Körper mit Namen und Geschlecht.

Mein ich ist nicht nur eine Vorstellung, sozusagen ein Ergebnis der Projektion meiner Psyche. Mein Ich ist Realität und vor Allem gewollt - und geliebt.

"Denn du hast mein Inneres geschaffen, / mich gewoben im Schoß meiner Mutter.
Ich danke dir, dass du mich so wunderbar gestaltet hast. / Ich weiß: Staunenswert sind deine Werke.
Als ich geformt wurde im Dunkeln, / kunstvoll gewirkt in den Tiefen der Erde, / waren meine Glieder dir nicht verborgen.
Deine Augen sahen, wie ich entstand, / in deinem Buch war schon alles verzeichnet; meine Tage waren schon gebildet, / als noch keiner von ihnen da war." Ps 139,13-16
Dann verstehst Du nicht einmal die Symbolik vom Fall aus dem Paradies!

Denn durch Unterschiedswahrnehmung (Erkennen von Gut und Böse) wurde Adam und Eva aus dem paradiesischen Zustand heraus geworfen.
Denn durch diese Unterschiedswahrnehmung entsteht Zuneigung und Abneigung oder Begehren und Angst.

Mein ich ist nicht nur eine Vorstellung, sozusagen ein Ergebnis der Projektion meiner Psyche. Mein Ich ist Realität und vor Allem gewollt - und geliebt.
Wenn Du mit diesem Deinem ICH Deinen Körper meinst, dann liegst Du absolut falsch!
Dann bist Du FLEISCH – GESINNT!
Bibel: „Fleisch gesinnt wird zu Fleisch – Geist gesinnt wird zu Geist“.
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Demetrius hat folgendes geschrieben:
Wenn Du mit diesem Deinem ICH Deinen Körper meinst, dann liegst Du absolut falsch!
Dann bist Du FLEISCH – GESINNT!

Die Kirche wurde von Anfang an von zwei grundlegenden Irrtümern betreffend das Verhältnis von Leib und Seele bestürmt:

Auf der einen (im Regelfall außerreligiösen) Seite her von einer übertriebenen Leibverherrlichung, die den Körper und seine Bedürfnisse und Triebe vergötzt und behauptet, dass der Leib das Wesentliche wäre.

Und von der anderen Seite (vornehmlich im religiösen Bereich angesiedelt) von einem übersteigerten Spiritualismus, der das Wesentliche ausschließlich in Geist und Seele sieht, und den Körper allerhöchstens als notwendige zeitlich befristete "Hülle" oder pejorativ "Käfig" für die Seele betrachtet.

Beides sind letztlich leibfeindliche Irrtümer über die menschliche Natur. Die Fleischwerdung des Wortes in Jesus Christus, dass also Gott einen menschlichen Körper angenommen hat, zeigt an sich schon den Wert dieser Ebene des Menschseins. Darum musste z.B. die Irrlehre des Doketismus - die nur das Geistige für göttlich hielt - behaupten, Christus hätte nur einen "Scheinleib" gehabt.

Insbesondere die Auferstehung Christi, in der das neue Leben kundgetan wird, zeigt dass die leibliche Ebene integraler Bestandteil des Menschen ist. Jesu Leib trägt nach der Auferstehung immer noch die Wunden der Kreuzigung, jetzt verherrlicht und mit überirdischem Sinn versehen.
*gelöscht*
Der Streit zwischen den zwei Seiten ist durchaus nachvollziehbar.
Wenn Karma und Wiedergeburt aus der Lehre entfernt wird, muß fast zwangsläufig der Körper einen höheren Wert erhalten.
Mit dem Wissen über die Wiedergeburt ist der Körper nur ein Gebrauchsorgan für den Geist, um in der materiellen Welt handeln zu können.
Wenn der Körper verschlissen ist, bekommt man einen Neuen (Wiedergeburt) – entsprechend seines Kapitals (Karma).
Man hat die Erfahrung aus dem früheren Körper (Leben), und macht im Neuen Körper da weiter, wo man aufgehört hat.
Das bedingt eine geistige Weiterentwicklung!
Wie sollte es aber auf Dauer mit nur EINEM Leben, eine geistige Weiterentwicklung geben?
Die nächste Frage, WO würden dann (ohne Wiedergeburt) die immer NEUEN Leben herkommen? Und selbst wenn immer neue Menschen produziert werden würden, wie könnte es dann eine Weiterentwicklung auf Erden geben?

Hier eine weitere „Fabel“:
Wer bin ICH, was bin ICH? Oder die Fabel vom Fahrer und dem Auto:
http://www.demetrius-degen.de/geistesschule/Fabel.htm
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