Wissenschaft und Religion:


metaphysischer SingSang!

Ich frage mich, wo hier die Wissenschaft bleibt. Ich sehe sie heute mehr denn je auf Konfrontationskurs mit vielen Religionen.

Pjotr Kala
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Hüte dich vor Institutionen, die dir das Denken abnehmen wollen!
Burkl hat folgendes geschrieben:
ziraki hat folgendes geschrieben:
Denn wenn du in Genesis 3 weiterliest, kommt dieser Vers:15 Feindschaft setze ich zwischen dich und die Frau, / zwischen deinen Nachwuchs und ihren Nachwuchs. / Er trifft dich am Kopf / und du triffst ihn an der Ferse.
Der Verstand in Feindschaft zur materiellen Natur?

Diese alttestamentliche Prophezeiung ist erfüllt - es gibt die Frau, die Nachkomme Evas ist und die durch ihren Nachkommen der Schlange den Kopf zertreten hat - und deren Nachkommen wir Christen sind...


Wenn man im Bild bleibt, zertritt aber der Nachkomme der Frau den Nachkommen der Schlange den Kopf, oder?
Gibt es aus katholischer Sicht eine Frau, die nicht Nachkomme Evas ist?
Pjotr Kala hat folgendes geschrieben:
metaphysischer SingSang!

Ich frage mich, wo hier die Wissenschaft bleibt. Ich sehe sie heute mehr denn je auf Konfrontationskurs mit vielen Religionen.


Oder eine Auseinandersetzung damit, wie mythologische Überlieferungen zu verstehen sind.
Aber du hast schon recht, ein zu wörtliches oder falsches Verständnis führt zu Konflikten mit wissenschaftlichen Erkenntnissen, was wiederum mMn ein Indiz für ein falsches Verständnis ist.
Hallo ziraki,

Tja, genau da liegt "Hase im Pfeffer".

Viele der hier schreibenden Religionsangehörigen, benutzen ihre "heiligen Schriften" sehr individuell zugeschnitten.
Da werden die einen Verse eines Verfassers als unabdingbar richtig hingestellt, andere Verse des gleichen Verfassers werden aber abgelehnt oder als nicht mehr zeitgemäß hingestellt. Mit welcher Berechtigung macht man das (gg, in der kath. Kirche kann man natürlich für alles den "hl. Geist" verantwortlich machen, aber das ist keine sinnvolle Erklärung)?

Pjotr Kala
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Hüte dich vor Institutionen, die dir das Denken abnehmen wollen!
ziraki hat folgendes geschrieben:

Wenn man im Bild bleibt, zertritt aber der Nachkomme der Frau den Nachkommen der Schlange den Kopf, oder?

Ja - Aber wenn Maria ihren Sohn nicht halten würde, dann könnte er das nicht tun.

Zitat:

Gibt es aus katholischer Sicht eine Frau, die nicht Nachkomme Evas ist?

Es gibt zwei Arten von Gotteskindschaft - die natürliche und die übernatürliche. Der natürlichen Ordnung nach sind alle Menschen Kinder Evas - und als solche mit der Erbsünde behaftet. Jeder Mensch hat diese natürliche Gotteskindschaft. Die übernatürliche Gotteskindschaft bedeutet unmittelbare Anteilhabe an Gott und ist dem Menschen nicht wesenseigen - sie muss von Gott gnadenhaft geschenkt werden. Sie ist nicht etwas das der natürlichen Gotteskindschaft sozusagen künstlich "aufgepropft" wird, sondern erhebt sie und lässt sie Anteil haben am göttlichen Leben.

Die übernatürliche Gotteskindschaft wird durch die Taufe erlangt. Sie lässt uns Anteil haben an der übernatürlichen Gotteskindschaft Christi, sie bedeutet am innergöttlichen Leben der Dreifaltigkeit teilzunehmen. Durch das Einswerden des Christen mit der menschgewordenen zweiten göttlichen Person in den Sakramenten werden wir selbst zu Christus, sind in ihm und durch ihn sozusagen "Adoptivkinder" Gottes. Für diese übernatürliche Kindschaft der Christen hat Gott Maria als Mutter eingesetzt.

Also kurz gesagt - jede Frau ist Kind Evas und Kind Gottes, aber nur die getaufte Frau, die sich im Stand der Gnade befindet, ist zusätzlich Kind Mariens und in und durch Christus Adoptivtochter Gottes.

"Sei gegrüßt, o Königin,
Mutter der Barmherzigkeit;
unser Leben, unsere Wonne
und unsere Hoffnung sei gegrüßt.
Zu dir rufen wir verbannte Kinder Evas;
zu dir seufzen wir trauernd und weinend
in diesem Tal der Tränen.
Wohlan denn, unsere Fürsprecherin,
wende deine barmherzigen Augen uns zu
und nach diesem Elend zeige uns Jesus,
die gebenedeite Frucht deines Leibes.
O gütige, o milde, o süße Jungfrau Maria."

Marianische Antiphon "Salve Regina"
Burkl hat folgendes geschrieben:
ziraki hat folgendes geschrieben:

Wenn man im Bild bleibt, zertritt aber der Nachkomme der Frau den Nachkommen der Schlange den Kopf, oder?

Ja - Aber wenn Maria ihren Sohn nicht halten würde, dann könnte er das nicht tun.


Und wer sind nun die Nachkommen der Schlange?
ziraki hat folgendes geschrieben:
Burkl hat folgendes geschrieben:
ziraki hat folgendes geschrieben:

Wenn man im Bild bleibt, zertritt aber der Nachkomme der Frau den Nachkommen der Schlange den Kopf, oder?

Ja - Aber wenn Maria ihren Sohn nicht halten würde, dann könnte er das nicht tun.


Und wer sind nun die Nachkommen der Schlange?

Im engeren Sinne niemand - weil auch der Todsünder natürliches Kind Gottes bleibt. Obwohl er übernatürlich gesehen tot ist, bleibt er als von Gott geschaffene einmalige Person erhalten (die freilich von der ewigen Glückseligkeit ausgeschlossen ist).

Übernatürlich verstanden können alle Engel und Menschen Kinder des Teufels genannt werden, wenn sie ihm dienen.
Burkl hat folgendes geschrieben:
ziraki hat folgendes geschrieben:

Und wer sind nun die Nachkommen der Schlange?

Im engeren Sinne niemand - weil auch der Todsünder natürliches Kind Gottes bleibt. Obwohl er übernatürlich gesehen tot ist, bleibt er als von Gott geschaffene einmalige Person erhalten (die freilich von der ewigen Glückseligkeit ausgeschlossen ist).

Übernatürlich verstanden können alle Engel und Menschen Kinder des Teufels genannt werden, wenn sie ihm dienen.

Also versteht man im katholischen Glauben einen Teil der Vorhersage metaphorisch, den anderen Teil aber als historisch geschehen nachvollziehbar?
ziraki hat folgendes geschrieben:
Burkl hat folgendes geschrieben:
ziraki hat folgendes geschrieben:

Und wer sind nun die Nachkommen der Schlange?

Im engeren Sinne niemand - weil auch der Todsünder natürliches Kind Gottes bleibt. Obwohl er übernatürlich gesehen tot ist, bleibt er als von Gott geschaffene einmalige Person erhalten (die freilich von der ewigen Glückseligkeit ausgeschlossen ist).

Übernatürlich verstanden können alle Engel und Menschen Kinder des Teufels genannt werden, wenn sie ihm dienen.

Also versteht man im katholischen Glauben einen Teil der Vorhersage metaphorisch, den anderen Teil aber als historisch geschehen nachvollziehbar?

Die Genesis liefert in der Schöpfungsgeschichte mythologische Bilder, die Grundlegendes über Gott und den Menschen und deren wechselseitiges Verhältnis aussagen - für den Adam und Eva bildhaft stehen, diese sind keine historischen Personen, deren Leben exakt datierbar wäre.
Die Prophetie von Gen 3,15 (sog. "Protoevangelium") hat sich historisch gesehen durch das Kommen Jesu Christi, seine Kreuzigung und Auferstehung erfüllt. Gemittelt wird dieses Heil durch Maria - ebenfalls als reale historische Person, welche übernatürlich gesehen die angekündigte neue Eva ist.
Danke für deine Antwort, Burkl.
Ironie an: Ist dir aufgefallen, dass meine Frage eine sogenannte Entscheidungsfrage war? Man hätte sie mit Ja oder Nein beantworten können. Ironie aus.