Neurochirurg beschreibt seine außerkörperliche Erfahrung


Hallo Peter.Trim

Die Natur hat Milliarden von Jahren gebraucht, um ein solch komplexes Gehirn wie das Unsrige hervorzubringen.
Die Entwicklungslinie der Computer beträgt noch nicht einmal 100 Jahre.
Das Gehirn arbeitet im Grundmuster mit Ja-Nein-Entscheidungen, der Computer tut dies ebenfalls.
Ich glaube, wir werden uns alle noch wundern, was Computer in ca 20 Jahren leisten können. Eventuell haben wir dann tatsächlich schon die "künstliche Intelligenz."

Hallo Life,
ich habe nirgendwo geschrieben, daß Informationsübertragung an materielle Wirkkräfte gebunden ist. Wenn Computer mit einem Glasfaserkabel verbunden sind, benutzen sie Licht als Transportmedium. Und das, obwohl noch niemand ganz genau beschreiben kann, was Licht nun eigentlich ist. Aber wir können die Wirkungen und Abhängigkeitsverhältnisse in physikalische Gesetze fassen. Genau das gleiche gilt für die Quantenmechanik oder auch den Quantencomputer.
Selbst wenn Materieteilchen kurzfristig im Raum erscheinen und sofort wieder verschwinden, kann dies zumindest grob in Formeln erfaßt werden.

Mir persönlich ist keine Informationsübertragung bekannt, die nicht an ein physikalisches Gesetz gebunden ist. Selbst verschränkte Teilchen tauschen keine Information aus, sondern haben einen bestimmten Zustand, der uns allerdings erst bei Abfrage bekannt gemacht wird.

Pjotr Kala
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Hüte dich vor Institutionen, die dir das Denken abnehmen wollen!
Peter.Trim hat folgendes geschrieben:
Der Nutzer des Gehirns ist letztendlich der eigentliche Persönlichkeitskern! Dieser kann naturwissenschaftlich nicht fest gemacht werden. Es gibt natürlich Ausläufer, wo Gedanken unbewusst kommen, also das Gehirn etwas eigenständig verarbeitet. Allerdings können wir gewisse Gedanken und Handlungen selbst bestimmen, also Entscheidungen treffen! Auch Computer entwickeln sich niemals von allein zu komplexeren Systemen, sondern ihre Programmierer bringen sie dazu! Ich denke, dass sollte Pjotr Kala durchaus auch klar sein!

Hallo Peter.Trim,

<Der Nutzer des Gehirns ist letztendlich der eigentliche Persönlichkeitskern!>
Da bleibt die Frage, wer oder was ist dieser Persönlichkeitskern?

<Dieser kann naturwissenschaftlich nicht fest gemacht werden.>
Eben, weil dieser Persönlichkeitskern lebendiger Geist ist – welcher die Materie belebt.
Geist wird nie nachweisbar sein, sondern immer nur eine Aktion oder Reaktion. Ich kann auch sagen eine Wirkung oder Auswirkung.

<Es gibt natürlich Ausläufer, wo Gedanken unbewusst kommen, also das Gehirn etwas eigenständig verarbeitet.>
Was Du unbewusst oder eigenständig bezeichnest, ist die Reaktion des Geistes auf die Sinneswahrnehmung des Körpers.
Weil der Geist eben durch diese Sinneswahrnehmung beeinflusst wird, bildet er eine körperliche (Persönliche Illusion) ICHVORSTELLUNG, die als Ego bezeichnet wird. Er VERGISST, wo er herkommt, und was er wirklich ist. (Das ist der unbewusste Mensch).

<Allerdings können wir gewisse Gedanken und Handlungen selbst bestimmen, also Entscheidungen treffen!>
Darum geht es in jeder Religion. Durch die Sinneswahrnehmung des Körpers, entsteht dem Menschen (Ego) Zuneigung und Abneigung – Begehren und Angst.
Genau dadurch wird in der heutigen Zeit die Masse (99,99%) der Menschen über die Medien GESTEUERT. Das wird UNBEWUSST genannt. Die Masse glaubt, was ihr über die Medien als unbedingt notwendig und begehrenswert dargestellt wird. Das sind SKLAVEN Ihrer Sinneswahrnehmung. Die Programmierer sind die Politiker und die Marktwirtschaft (Großkonzerne).

Die Religionen zeigen den Weg, wie sich der Mensch aus dieser ILLUSION eigenständig befreien kann.
Bhagavad Gita: Wer den Geist beherrscht, dem ist der Geist der größte Freund. Wer ihn aber nicht beherrscht, dem ist der GLEICHE Geist der größte Feind!

Grüße,
© Demetrius
Hier noch etwas ausführlicher: http://www.demetrius-degen.de/gedanken/gedanken19.htm
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Auf der Erde gibt es seit jeher den Kampf zwischen Egoismus und Selbstlosigkeit.
Die Egoisten werden reich, die Selbstlosen schaffen große Werke.
www.demetrius-degen.de
Zitat:
Hier noch etwas ausführlicher: http://www.demetrius-degen.de/gedanken/gedanken19.htm


Ochneeeeee, ne, ne. Wer hat denn diese Seite programmiert? Sieht ja scheußlich aus.
Pjotr Kala hat folgendes geschrieben:


Daß dieses Buch soviele unkritische Leser hat, wundert mich eigentlich nicht.
Es streichelt die Seele von vielen Religionsanhängern, die dabei vollkommen die kritische Distanz verlieren, bzw nur noch das glauben, was ihnen ein Buchautor oder auch ein Offenbarer vorgeben.
Damit verliert man die Offenheit für alle anderen Eindrücke (gg, man muß ja nicht alle anderen Eindrücke auch voll und ganz ausleben).


Dass das Buch so viele unkritische Leser hat, würde ich auf andere Gründe zurückführen:
ZB auf die Werbung, dass es von einem Neurochirurgen geschrieben ist, und damit einen wissenschaftlichen Anspruch suggeriert.
Da scheint eher der kritische Umgang mit Informationsfülle, der Bildungsgrad der Leser und die Zeit und die Willigkeit und Fähigkeit der Konsumenten sich mit Informationen auseinanderzusetzen eine Rolle zu spielen.
Das hat mMn nichts mit einer Religionszugehörigkeit zu tun. Lies dir mal die Amazon Rezensionen durch, ein häufiges Kriterium für eine positive Bewertung ist, frei wiedergegeben: Obwohl ich nichts mit Glauben oder Religion am Hut hab, dieses Buch hat mich beeindruckt.
Das schreiben keine Kunden, die sich einer Religion verbunden fühlen.

Übrigens habe ich das Buch nicht gelesen, habe es auch nicht vor. Meine Entscheidung beruht darauf, dass mir der Verlag bekannt ist. Also darauf, dass ich die Quelle schon als fragwürdig eingestuft habe.
Hallo ziraki,

Zitat:
Das hat mMn nichts mit einer Religionszugehörigkeit zu tun. Lies dir mal die Amazon Rezensionen durch, ein häufiges Kriterium für eine positive Bewertung ist, frei wiedergegeben: Obwohl ich nichts mit Glauben oder Religion am Hut hab, dieses Buch hat mich beeindruckt.
Das schreiben keine Kunden, die sich einer Religion verbunden fühlen.


Da viele Religionen einen Jenseits-Glauben haben, sind die Angehörigen dieser Religionen meines Erachtens wesentlich eher geneigt, unkritisch jedem Autor zu glauben, der ihre Auffassung von einem Jenseits zustimmt und sei es auch nur als vage Möglichkeit.
Es gab schon einmal so eine Hyphe um eine Nahtoderfahrung. Ein breit ausgewalzter und wahrscheinlich auch ausgeschmückter Bericht wird auch wohl dem Publikumsgeschmack gerecht werden und sich gut verkaufen.
Wissenschaftlich kann man heute 90-99 % der Einscheinungen auch durch bestimmte Verfahren erzeugen (Co2-Übersättigung, Sauerstoffmangel, Drogen usw). Nur für einen ganz kleinen Teil hat man noch keine Erklärungen.

Pjotr Kala
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Pjotr Kala hat folgendes geschrieben:
Hallo ziraki,

Zitat:
Das hat mMn nichts mit einer Religionszugehörigkeit zu tun. Lies dir mal die Amazon Rezensionen durch, ein häufiges Kriterium für eine positive Bewertung ist, frei wiedergegeben: Obwohl ich nichts mit Glauben oder Religion am Hut hab, dieses Buch hat mich beeindruckt.
Das schreiben keine Kunden, die sich einer Religion verbunden fühlen.


Da viele Religionen einen Jenseits-Glauben haben, sind die Angehörigen dieser Religionen meines Erachtens wesentlich eher geneigt, unkritisch jedem Autor zu glauben, der ihre Auffassung von einem Jenseits zustimmt und sei es auch nur als vage Möglichkeit.

Ein Jenseits-Glauben hat nichts mit Religionszugehörigkeit zu tun, eine große Menge von Menschen haben irgendeine diffuse Hoffnung oder Wunschvorstellung von einem Leben nach dem Tod, ohne sich einer Religion zugehörig zu fühlen. Und eine unkritische Bewertung von entsprechenden Berichten hängt mit mangelnder wissenschaftlicher Kompetenz zusammen.
Dass Religionszugehörigkeit und mangelnde Kenntnis wissenschaftlicher Ergebnisse zusammenfallen können, bestreite ich nicht.
Aber wie gesagt, der besprochene Bericht ist in einem Kontext erschienen, der die positive Rezeption in Kreisen von religiös gebundenen und gleichzeitig wissenschaftlich informierten Menschen eher ausschließt.
Aber nicht die positive Aufnahme durch Menschen ohne Religionszugehörigkeit und geringem Kenntnisstand der aktuellen Forschungsergebnisse zu NTE
Hallo Ziraki,

hmm, vielleicht bin ich da einem Irrtum aufgesessen, weil ich mich hauptsächlich an den Schreibern hier im Forum orientiert habe. Mein Eindruck hier ist, daß vorwiegend Religionsangehörige die Nahtoderlebnisse als Bestätigung eines "Jenseits" auffassen.
Auch deinen anderen Ausführungen kann ich eigentlich nur zustimmen.

Pjotr Kala
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Dieser Neurochirurg ist allerdings angeblich offensichtlich Materialist gewesen und hat sich mit metaphysischen Dingen scheinbar nie befasst seit seiner Karriere, bis er schließlich dieses Erlebnis hatte. Dies hat ihn persönlich so überzeugt, dass er keinen Zweifel mehr an metaphysischen Gegebenheiten hatte, die er selbst wahrgenommen hatte.
Zitat:
Dieser Neurochirurg ist allerdings angeblich offensichtlich Materialist gewesen und hat sich mit metaphysischen Dingen scheinbar nie befasst seit seiner Karriere, bis er schließlich dieses Erlebnis hatte. Dies hat ihn persönlich so überzeugt, dass er keinen Zweifel mehr an metaphysischen Gegebenheiten hatte, die er selbst wahrgenommen hatte.


Genau deshalb finde ich diesen Fall so interessant. In allen wissenschaftlichen Teilbereichen, die sich mit dem Gehirn befassen, wird vorausgesetzt, dass eben dieses Organ und nur dieses der Auslöser für Bewusstsein ist. Das ist eine unbewiesene Hypothese, die man als Wissenschaftler besser nicht in Frage stellt.
Tatsächlich ist dennoch nicht mal genau definierbar, was Bewusstsein überhaupt ist. Ich kann beispielsweise gar nicht mal wissen, ob eine mir gegenüber sitzende Person Bewusstsein hat. Ich gehe einfach mal davon aus. Ebenso ist es umgekehrt.

Klar lassen sich hirnchemische Veränderungen mit Aussagen betroffener Menschen in Verbindung bringen, aber eben nachweisbar nur zeitlich korrelierend und nicht zwingend kausal. Viele Theorien laufen da ins Leere, weil Bewusstsein eben nicht lokalisierbar ist. Deshalb gibt es mitlerweile die Theorie, dass Bewusstsein nicht-lokal ist (nicht-physikalisch) und das Gehirn eine Art Filter....

Der Fall ist auch deshalb so interessant, weil dieser Neurochirurg ziemlich genau einordnen kann, wann sein Hirm noch zu Wahrnehmungen im Stande im war und wann nicht.... Da geht es nicht mal mehr um ein 0-linien-EEG sondern tatsächlich um sehr ernste Schäden bestimmter Hirnareale.
Hallo Life,

Zitat:
Klar lassen sich hirnchemische Veränderungen mit Aussagen betroffener Menschen in Verbindung bringen, aber eben nachweisbar nur zeitlich korrelierend und nicht zwingend kausal. Viele Theorien laufen da ins Leere, weil Bewusstsein eben nicht lokalisierbar ist. Deshalb gibt es mitlerweile die Theorie, dass Bewusstsein nicht-lokal ist (nicht-physikalisch) und das Gehirn eine Art Filter....


hmm, warum haben dann Koma-Patienten, bei denen ja das Gehirn auch noch arbeitet, oder der Mensch, wenn er schläft, kaum Erinnerungen an die komatöse oder schlafende Zeit? Außerdem ist inzwischen bei einem Patienten ein Zentrum für die Bewußtseinssteuerung gefunden worden. Das muß sich natürlich erst noch in weiteren Untersuchungen bestätigen.

Zitat:
Der Fall ist auch deshalb so interessant, weil dieser Neurochirurg ziemlich genau einordnen kann, wann sein Hirm noch zu Wahrnehmungen im Stande im war und wann nicht.... Da geht es nicht mal mehr um ein 0-linien-EEG sondern tatsächlich um sehr ernste Schäden bestimmter Hirnareale.


Soweit ich mich aus dem Netz informiert habe, ist Eben Alexander eine Person mit etwas zweifelhafter Vergangenheit. Zusätzlich hat eine behandelnde Ärztin ausgesagt, daß er zwar im Koma lag, aber keine EEG-Null-Linie aufwies. Wenn er wirklich ernste Hirnschäden erlitten hätte, wäre er wohl kaum in der Lage gewesen, noch ein Buch zu schreiben. Oder sein Verlag hat durch Co-Autoren aus irgendeinem Gestammel einen Roman erdichtet. Hier scheint jemand Geld mit dem esoterischen Zeitgeschmack machen zu wollen. Und das ist ihm auf jeden Fall gelungen.

Pjotr Kala
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