Militärische Operarionen und der Terror als Antwort.


Wir können froh sein, dass Schröder im Irakkrieg nicht mitgemischt hatte.

Dennoch hat die Bundeswehr später in Afghanistan militärisch operiert.

Und auch jetzt ist sie dazu da in Syrien Angriffsziele auszuspähen.

Nun braucht natürlich Militär für sich selbst immer eine Rechtfertigung.

Und mit dem Ende des kalten Kriegs mussten neue Rollen gefunden werden.

Beziehungsweise derzeit wird ein neuer kalter Krieg erzeugt.

Doch wie man aus dem persönlichen weiß: Gewalt für zu Gewalt.

Im internationalen Bereich ist das nicht anders.

So sind islamistische Anschläge in Deutschland derzeit nur eine Folge der deutschen Außenpolitik.

Ob die Politik daraus allerdings etwas daraus lernt, ist mehr als fraglich!
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Sind wir denn wirklich die heiligsten Wesen auf Erden?
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PapaLoooo hat folgendes geschrieben:
Wir können froh sein, dass Schröder im Irakkrieg nicht mitgemischt hatte.

Dennoch hat die Bundeswehr später in Afghanistan militärisch operiert.

Und auch jetzt ist sie dazu da in Syrien Angriffsziele auszuspähen.

Nun braucht natürlich Militär für sich selbst immer eine Rechtfertigung.

Und mit dem Ende des kalten Kriegs mussten neue Rollen gefunden werden.

Beziehungsweise derzeit wird ein neuer kalter Krieg erzeugt.

Doch wie man aus dem persönlichen weiß: Gewalt für zu Gewalt.

Im internationalen Bereich ist das nicht anders.

So sind islamistische Anschläge in Deutschland derzeit nur eine Folge der deutschen Außenpolitik.

Ob die Politik daraus allerdings etwas daraus lernt, ist mehr als fraglich!



Die islamistischen Anschläge sind nicht "eine Folge der deutschen Außenpolitik". Sie sind die Folge davon, dass totalitäre Menschenschlächter unsere Werte von Demokratie, Freiheit und Säkularismus hassen und auch bereit sind, dafür zu töten, um sie zu vernichten.

Islamisten brauchen keine Anlässe, um die westliche Gesellschaft zu hassen. Das tun sie auch ganz und völlig ohne unser Zutun, nicht wegen dem was wir tun, sondern wegen dem, was wir sind.

Der deutsche Überfall auf den Rest Europas und der Holocaust im Zweiten Weltkrieg waren schließlich auch nicht "eine Folge westlicher Außenpolitik". Und der Judenhass der Nazis war auch keine "Reaktion" auf die westliche Politik, das kam ganz tief aus ihnen selbst heraus.

Aber klar, wenn man Demokratie und Freiheit so sehr hasst, dass man sie nicht nur nicht für verteidigungswürdig ansieht, sondern sogar keinen Unterschied zwischen freiheitlicher Demokratie und totalitaristischer Tyrannei sehen kann, dann kann man zu so einer völlig verwirrten, absurden Sichtweise natürlich kommen.


Für die westlichen Selbsthasser steht immer schon von vornherein fest, dass "wir", also der Westen, immer an allem Schuld sind. Das ist Axiom. Deswegen kann alles, was andere böses tun, immer nur Folge davon sein. Dass es genau andersrum sein könnte, kommt ihnen nie in den Sinn. Das würde nämlich erfordern, dass sie ihr Weltbild überdenken.
Nachtrag: Bevor hier Missverständnisse aufkommen: Obengesagtes soll nun nicht heißen, dass ich jede militärische Intervention pauschal gutheiße. Der Irak-Krieg 2003 zum Beispiel war in vielerlei Hinsicht ziemlich unsinnig und dämlich.

Aber die westlichen Selbsthasser müssen sich schon die Frage gefallen lassen, ob sie den Westen wirklich für so schlecht und verkommen halten, dass sie es nichtmal für angemessen halten, seine gelebten Werte von freiheitlicher Demokratie, Rechtstaat und Säkularismus zu verteidigen -- notfalls eben auch mit Waffengewalt, wenn es nicht anders geht, bzw. einem das von außen aufgezwungen wird.

Wenn in den USA und England eine Mehrheit 1938 so gedacht hätte, wie viele Deutsche das heute tun (und etliche haben tatsächlich damals so gedacht!), dann hätte Hitler den Krieg gewonnen, den Holocaust vollendet und hunderte Millionen weiterer Unschuldiger umgebracht.

Pazisfismus hat gewaltige gesinningsethische Schlagseite; aber nicht nur Tun hat Konsequenzen, Nichtstun hat es auch und seine Folgen lasten dann auch auf dem Gewissen derer, die das Handeln verweigern.
Ich wüsste nicht, was daran "Selbsthass" sein sollte, gewisse Militäroperationen als unsinnig zu nennen.

Man führte Kriege gegen die Taliban, die fürwahr dort ein Unrechtsregime geführt haben, aber anders als beim 2. Weltkrieg hat doch das Unrechtsregime fest seinen Platz wieder eingenommen, nach dem vermeintlichem Sieg?

Was ist nun gewonnen, außer der Ansicht mancher Menschen dort, dass Deutschland mitspielen will im "Heiligen Krieg"?

Musste denn wirklich, wie es hieß die Europäische Freiheit am Hindukusch verteidigt werden?

Ich habe meine Zweifel, auch wenn Du diese "Selbsthass" nennst.

Wäre es denn nicht besser, Menschen für sich zu gewinnen, in dem man etwas aufbaut, statt etwas kaputt zu machen?
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Bernh hat folgendes geschrieben:

Die islamistischen Anschläge sind nicht "eine Folge der deutschen Außenpolitik". Sie sind die Folge davon, dass totalitäre Menschenschlächter unsere Werte von Demokratie, Freiheit und Säkularismus hassen und auch bereit sind, dafür zu töten, um sie zu vernichten.

Es ist ja genau das Prinzip, das vor rund 100 Jahren zu so einem totalitären Regime wie den Nationalsozialismus geführt hat. Die Ausgrenzung gewisser Menschengruppen aus der Gesellschaft führt dazu, dass sogenannte "ethische Säuberungen" praktiziert werden, es werden Menschen ausgerottet, die nicht in das Konzept der Ideologie passen. Wir leben in einer Welt, wo zwischenmenschliche Beziehungen gewissermaßen missverständlich und irreführend ausfallen können. Ob zum Beispiel im Mittelalter im Zusammenhang mit der damals römisch-katholischen Übermacht über die Allgemeinbevölkerung verbunden mit grausamen Folterungen und Hinrichtungen sogenannter "Ketzer", ob der Rassismus zwischen unterschiedlich hautfarbenen Menschen nach der Entdeckung Amerikas, ob im NS-Regime die Verfolgung der Juden und anderer nicht in das Konzept passender Personen, ob heutzutage der IS und seine Verfolgung anderer Kulturen und so weiter, es ist immer Dasselbe: Wir Menschen halten uns im Gesamten oftmals selbst für berechtigt, über unsere Mitmenschen zu bestimmen und sie hierarchisch einzustufen. Wir übersehen dabei oftmals, dass Menschen als Einheit von Seele-Geist-Körper keinen begrenzten Fabrikswert besitzen, sondern als "Gotteskinder" gemäß der Bibel unendlich wertvoll sind, dass es letztlich unmöglich sein kann, einen Menschen hierarchisch wie eine Fabriksware irgendwo einzugliedern. Wenn wir umso bedachter sind in unseren alltäglichen Beurteilungen und Sichtweisen gegenüber anderen Menschen, dann haben wir Gelegenheit, diesen wesentlichen Aspekt des Zusammenlebens klar zu sehen und nicht unter den Teppich zu kehren. Dies würde dann zu wesentlich mehr Friede und würdiger Gemeinschaft zwischen verschiedenen Menschen führen.
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Jedes Schicksal ist angemessen, individuell zugeschnitten, denn nichts, was Gott tut, ist sinnlos!
Als damals Breivik seinen Massenmord durchführte, war die Antwort friedlichliche Lichtermeere und Solidarität mit den Opfern. Ich glaube die Gegenagression, Aufstellung von Bürgerwehren, Aufrüstung der Bevölkerung - verbal und tatsächlich - ist genau das, was der IS erreichen will. Das Weiterdrehen der Gewaltspirale.
Die einzig richtige Antwort auf den Terror ist eine Haltung der furchtlosen Liebe. Dazu ist aber letztlich auch der Glaube notwendig, dass der Schrecken, das Leid und der Tod nicht das letzte Wort haben.

"Fürchtet euch nicht vor denen, die den Leib töten, die Seele aber nicht töten können" Mt 10,28a
Dazu ist aber nicht zwingend der Glaube an einen Gott erforderlich.

Es genügt auch der gesunde Menschenverstand!
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PapaLoooo hat folgendes geschrieben:
Dazu ist aber nicht zwingend der Glaube an einen Gott erforderlich.

Es genügt auch der gesunde Menschenverstand!

Meinst du?

Ich kenne durchaus liebe sehr intelligente Menschen, für die mit dem Tod alles aus ist. Aufgrund so einer Sicht hat der Terrorist eigentlich die besseren Karten. Furcht ist dann wirklich die einzige Möglichkeit auf die Bedrohung zu reagieren. Und Furcht erzeugt Flucht oder Aggression.
Burkl hat folgendes geschrieben:
Als damals Breivik seinen Massenmord durchführte, war die Antwort friedlichliche Lichtermeere und Solidarität mit den Opfern. Ich glaube die Gegenagression, Aufstellung von Bürgerwehren, Aufrüstung der Bevölkerung - verbal und tatsächlich - ist genau das, was der IS erreichen will. Das Weiterdrehen der Gewaltspirale.
Die einzig richtige Antwort auf den Terror ist eine Haltung der furchtlosen Liebe. Dazu ist aber letztlich auch der Glaube notwendig, dass der Schrecken, das Leid und der Tod nicht das letzte Wort haben.

Stimmt! Nur so kann oder könnte die Menschheit einer falsch interpretierten hierarchischen Eingliederung der verschiedenen Menschengruppen und somit der unaufhörlichen Rachewelle gegenüber Andersdenkenden entkommen!
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Jedes Schicksal ist angemessen, individuell zugeschnitten, denn nichts, was Gott tut, ist sinnlos!
Ich glaube so sollte die Antwort auf den Terror im Wesentlichen aussehen:

"Knapp 2.000 Menschen haben an der Gedenkfeier für den ermordeten Priester Jacques Hamel in der Kathedrale von Rouen teilgenommen. Rund hundert Muslime folgten heute dem Appell des Französischen Rats der Muslime (CFCM), aus „Solidarität und Mitgefühl“ an dem Trauergottesdienst für den 85-jährigen katholischen Priester teilzunehmen, der am Dienstag während der Morgenmesse von zwei 19-jährigen Islamisten ermordet worden war."

http://orf.at/m/stories/2351941/

Dass 100 Muslime hier teilgenommen haben ist zwar ein gutes Signal - angesichts der Tatsache, dass rund 5 Millionen Moslems Frankreich leben, allerdings ein recht schwaches. Ich hoffe, dass das noch sehr ausbaufähig ist.