Militärische Operarionen und der Terror als Antwort.


Pjotr Kala hat folgendes geschrieben:
Nur Religionen verkünden "ewige Wahrheiten". Mischen sie sich dabei in die Wissenschaften ein, sind sie schon des öfteren einem Irrtum aufgesessen.

Wiederholungen schaffen jedenfalls keine Wahrheit.

Weißt du eigentlich warum der Fall Galileo Galilei im Rahmen der antikirchlichen Polemik unentwegt strapaziert wird?
Weil es der einzige Fall dieser Art in der 2000-jährigen Kirchengeschichte ist. Und für den hier erfolgten Grenzübertritt zum Gebiet der Wissenschaft hat sich die Kirche ausdrücklich entschuldigt.

Wenn beide Erkenntnisweisen der einen Wirklichkeit - Religion und Wissenschaft - ihre spezifischen Blickwinkel richtig einnehmen, kann es keine Überschneidungen zwischen religiöser Wahrheit und wissenschaftlicher Forschung geben.

Zitat:
Betrifft es die Metaphysik, widersprechen sich die Religionen eklatant.

Nehmen wir die metaphysische Aussage "Jesus von Nazareth ist vollkommener Mensch und vollkommener Gott" - die außer dem Christentum alle Religionen für falsch halten.
Es gibt zwei Möglichkeiten - entweder eine von einer Religion vertretene Variante, welche Bedeutung Jesus innehat stimmt - also Sohn Gottes und menschgewordener Gott, Prophet, Avatar, Erleuchteter, Manifestation Gottes etc. oder aber alle Religionen irren sich, weil er z.B. einfach nur ein Mensch wie jeder andere war oder gar nie gelebt hat. Denkunmöglich ist aufgrund der unterschiedlichen Lehren, dass zwei oder mehrere Religionen hinsichtlich der Bedeutung Jesu gleich wahr sind - außer man verwässert den Wahrheitsbegriff so sehr, dass man eigentlich gleich gänzlich auf ihn verzichten kann.
Es ist wohl nicht nur Galilei Galilei zu nennen, sondern auch Bruno Giordano, der zwar als Ketzer verbrannt wurde, aber auch wegen seiner wissenschaftlichen Aussagen, oder Charles Darwin, oder Leonardo Da Vinci, der seine Sezierungen heimlich vornehmen musste. Da gibt es sehr wahrscheinlich eine ganze Menge von Wissenschaftlern, deren Forschungsergebnisse von der kath. Kirche als nicht mit den Aussagen der Bibel vereinbar angesehen wurden. Hier sei nur beispielhaft das Alter der Erde, die Reihenfolge der Schöpfung, Eva aus Adams Rippe usw erwähnt

Ausserdem ist wohl hier jedem klar, dass die kath. Kirche früher jegliche Forschung oder Meinungsbildung, die nicht ihren Vorstellungen entsprach, versucht hat, zu verhindern.
Auch heute noch hat sie durch ihre Lobbyarbeit grossen Einfluss und Werke wie das Opus Dei versuchen dies durch die Heranziehung von erzkonservativen elitären Multiplikatoren zu verstärken.

Pjotr Kala
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Hüte dich vor Institutionen, die dir das Denken abnehmen wollen!
Pjotr Kala hat folgendes geschrieben:
Es ist wohl nicht nur Galilei Galilei zu nennen, sondern auch Bruno Giordano, der zwar als Ketzer verbrannt wurde, aber auch wegen seiner wissenschaftlichen Aussagen, oder Charles Darwin, oder Leonardo Da Vinci, der seine Sezierungen heimlich vornehmen musste. Da gibt es sehr wahrscheinlich eine ganze Menge von Wissenschaftlern, deren Forschungsergebnisse von der kath. Kirche als nicht mit den Aussagen der Bibel vereinbar angesehen wurden. Hier sei nur beispielhaft das Alter der Erde, die Reihenfolge der Schöpfung, Eva aus Adams Rippe usw erwähnt

Diese Aufzählung und Vermengung von Tatbeständen und den daraus gezogenen Schluss halte ich in dieser Form für tendenziös und auch inhaltlich falsch. Ich empfehle dir dich im Rahmen möglichst unparteiischer Geschichtsforschung, über die Verläufe der kirchlichen Auseinandersetzung mit den von dir genannten Personen und detailliert zu informieren.
Und noch einmal - Galilei ist der einzige Fall im Rahmen dessen bei der lehramtlichen Verurteilung durch die Kirche ein Konflikt zwischen seinen Forschungsergebnissen und religiöser Weltsicht eine Rolle spielt.

Zitat:
Ausserdem ist wohl hier jedem klar, dass die kath. Kirche früher jegliche Forschung oder Meinungsbildung, die nicht ihren Vorstellungen entsprach, versucht hat, zu verhindern.

https://www.google.at/url?sa=t&.....g2=Pjfq5o0Ttkv4lvEVo_CsTw
Ich beziehe mich nicht auf die Aussagen der kath. Kirche des letzten Jahrhunderts, sondern auf die Aussagen der ca 1900 Jahre vorher!

Da die kath. Kirche in der Vergangenheit des öfteren mit der Einschätzung wissenschaftlicher Forschung falsch gelegen hat, äußert sie sich heute kaum noch dazu.

Mir ist zB keine fundierte Stellungnahme der kath. Kirche zur Aussage der Evolutionstheorie, dass die Evolution kein Ziel kennt, bekannt.

Pjotr Kala
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Hüte dich vor Institutionen, die dir das Denken abnehmen wollen!
Pjotr Kala hat folgendes geschrieben:
Da die kath. Kirche in der Vergangenheit des öfteren mit der Einschätzung wissenschaftlicher Forschung falsch gelegen hat, äußert sie sich heute kaum noch dazu.

Ich bitte um die konkrete Anführung von Beispielen samt Quellenangaben.

Pjotr Kala hat folgendes geschrieben:

Mir ist zB keine fundierte Stellungnahme der kath. Kirche zur Aussage der Evolutionstheorie, dass die Evolution kein Ziel kennt, bekannt.

http://www.stjosef.at/dokumente/evolutio.htm

Insbesondere interessant für dich:

"So gibt es materialistisch-reduktionistische Lesarten und auch spiritualistische Lesarten der Evolutionstheorie. Das Urteil darüber gehört in die Kompetenz der Philosophie und darüber hinaus der Theologie."
Nenne mir bitte einen "spiritualistischen" Ansatz, der die Aussage der Evolutionstheorie "die Evolution kennt kein Ziel" logisch begründet in die christliche Religion einordnen kann.

Literatur zum anderen Punkt werde ich versuchen, zusammen zu stellen.

Da diese Diskussion nichts mit diesem Thread zu tun hat, sollten wir sie in den Thread Wissenschaft, Religion, Unfehlbarkeit verlagern.

Allerdings ist mir das Schreiben mit dem Tablet zu mühsam. Längere Antworten können ca 1 Woche dauern.

Pjotr Kala
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Hüte dich vor Institutionen, die dir das Denken abnehmen wollen!
*gelöscht*
Schade, dass der letzte Beitrag gelöscht wurde! Aber ich meine, dass der Begriff "Evolution" nicht unbedingt als etwas Maschinelles rein Zufälliges ohne einem höheren Sinn dahinter verstanden werden muss. Es gibt auch die Tendenz, das so zu sehen, dass gemäß freier Entscheidungen eines intelligenten Lebewesens wie der Mensch bestimmte Muster bezüglich der eigenen Zivilisation und der Natur allgemein sich so oder anders entwickeln können. Denn Lebensentscheidungen bestimmen letztendlich den Lebensstil, den Umgang mit uns selbst und unseren Mitmenschen und der Natur.
Burkl hat folgendes geschrieben:

Wenn beide Erkenntnisweisen der einen Wirklichkeit - Religion und Wissenschaft - ihre spezifischen Blickwinkel richtig einnehmen, kann es keine Überschneidungen zwischen religiöser Wahrheit und wissenschaftlicher Forschung geben.

Stimmt! Es darf halt dann etwas unter dem Deckmantel der Religion nicht irgendwo was verkünden, was die wissenschaftlichen Erkenntnisse übel redet oder so.
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Jedes Schicksal ist angemessen, individuell zugeschnitten, denn nichts, was Gott tut, ist sinnlos!