Militärische Operarionen und der Terror als Antwort.


Ich glaube so sollte die Antwort auf den Terror im Wesentlichen aussehen:

"Knapp 2.000 Menschen haben an der Gedenkfeier für den ermordeten Priester Jacques Hamel in der Kathedrale von Rouen teilgenommen. Rund hundert Muslime folgten heute dem Appell des Französischen Rats der Muslime (CFCM), aus „Solidarität und Mitgefühl“ an dem Trauergottesdienst für den 85-jährigen katholischen Priester teilzunehmen, der am Dienstag während der Morgenmesse von zwei 19-jährigen Islamisten ermordet worden war."

http://orf.at/m/stories/2351941/

Dass 100 Muslime hier teilgenommen haben ist zwar ein gutes Signal - angesichts der Tatsache, dass rund 5 Millionen Moslems Frankreich leben, allerdings ein recht schwaches. Ich hoffe, dass das noch sehr ausbaufähig ist.
PapaLoooo hat folgendes geschrieben:
Dazu ist aber nicht zwingend der Glaube an einen Gott erforderlich.
Es genügt auch der gesunde Menschenverstand!

Burkl hat folgendes geschrieben:
Meinst du?

Ich kenne durchaus liebe sehr intelligente Menschen, für die mit dem Tod alles aus ist. Aufgrund so einer Sicht hat der Terrorist eigentlich die besseren Karten. Furcht ist dann wirklich die einzige Möglichkeit auf die Bedrohung zu reagieren. Und Furcht erzeugt Flucht oder Aggression.

Wenn der Terrorist ein Atheist gewesen wäre,
so hätte er die Tat eher nicht verübt.
Denn er hat ja die Tat verübt im Glauben, seinem Gott einen Gefallen zu tun, indem er "Ungläubige" umbringt.

So ist es oft die Religion, welche einen Menschen zu Untaten verführt.
Auch in der christlichen Vergangenheit gibt es genügend unrühmliche Beispiele.

Ob das - gleich in welcher Religion - jemals vollständig überwunden wird,
und eine Religion wirklich nur noch dem Guten dient, bleibt abzuwarten.

Noch ist es auf jeden Fall ein frommer Wunschtraum.
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Sind wir denn wirklich die heiligsten Wesen auf Erden?
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PapaLoooo hat folgendes geschrieben:
Ich wüsste nicht, was daran "Selbsthass" sein sollte, gewisse Militäroperationen als unsinnig zu nennen.

Man führte Kriege gegen die Taliban, die fürwahr dort ein Unrechtsregime geführt haben, aber anders als beim 2. Weltkrieg hat doch das Unrechtsregime fest seinen Platz wieder eingenommen, nach dem vermeintlichem Sieg?

Was ist nun gewonnen, außer der Ansicht mancher Menschen dort, dass Deutschland mitspielen will im "Heiligen Krieg"?

Musste denn wirklich, wie es hieß die Europäische Freiheit am Hindukusch verteidigt werden?

Ich habe meine Zweifel, auch wenn Du diese "Selbsthass" nennst.

Wäre es denn nicht besser, Menschen für sich zu gewinnen, in dem man etwas aufbaut, statt etwas kaputt zu machen?


Der Westen hat doch versucht, in Afghanistan und dem Irak sehr viel aufzubauen. Nur waren leider die, die alles kaputtmachen wollen, am Ende stärker -- und das waren keine Westler.

Vielleicht bist Du keiner der Leute, die ich "Selbsthasser" nennen würde. Mir kam nur deine angedeutete Argumentation bekannt vor und ich wurde hellhörig:

Es gibt nicht wenige "linke" Faschistenkinder, die von ihren Nazi-Eltern so einiges übernommen haben, so etwa blinden Antiamerikanismus bzw. anti-westliche Einstellungen. Den arroganten Amerikahass und den Antisemitismus ihrer Nazi-Eltern verquirlen die dann mit Versatzstücken linker Anti-Imperialismus-Theorie à la Stalin/Ostblock, rabiater Gesinnungsethik und allgemeiner Dummheit.

Hier in Berlin gibt es nicht wenige solcher geistigen Nachfahren des harten ideologischen Kerns der 68er.

Diese Leute sind völlig unfähig zu kritischem Denken. Man könnte sie als "ideologisch" bezeichnen, wenn ihr Denken denn eine geschlossene Ideologie wäre und nicht nur das Nachplappern vulgarisierter, verkürzter Versatzstücke aller möglichen totalitären Ideologien. Jede Information, die sie erhalten, ordnen sie in ihr unglaublich simplifizierendes Weltbild ein, und zu mehr als bloßen politischen Reflexen sind sie unfähig.

Ihre Grundannahmen:
Wannimmer es irgendwem auf der Welt schlecht geht, ist der Westen/Amerika/"wir" schuld.

Wenn irgendwo Konflikt oder Krieg herrscht, ist immer der Schuld, der (vermeintlich) stärker ist, ganz egal, welche Einstellung oder Ideologie die "schwächere" Seite vertritt.

Beide Axiome kombiniert bedeuten dann folgerichtig, dass an jedem Konflikt, an dem der Westen beteiligt ist, der Westen auch Schuld sein muss.

Könnte der Westen vielleicht auch für Gutes stehen? Relativ gut funktionierende Demokratie, recht gute Einhaltung rechtstaatlicher Prinzipien, trotz aller Ungleichheit ein materieller Wohlstand selbst für die relativ Armen? Nein, denn entweder sind wir nur so "gut", weil wir das durch Ausbeutung der Armen erreichen, oder wir haben überhaupt nichts Gutes im Westen vorzuweisen, weil wir "kapitalistisch" sind und deswegen per Definition böse.

Wenn man aber unter völliger Ausblendung der Realität die westliche Gesellschaft und Staaten nur als schlecht oder böse sehen kann, dann nivelliert sich auch der Unterschied zu Nazi-Schlächtern, stalinistischen Gulag-Betreibern und islamistischen Völkermördern -- dann stehen moralisch alle auf derselben Stufe, und der IS oder die Taliban (wie einst für die 68er der Ostblock) unterscheiden sich moralisch nur dadurch vom Westen, dass sie schwächer sind.

Und schwächer sein ist per Definition gut. Deswegen wird auch schonmal ein faschistischer Tyrann wie Putin abgöttisch verehrt oder Osama bin Laden als "anti-Imperialistischer Kämpfer für die Freiheit seines Vokes" angepriesen. (Ja, all das hab ich schon von "linken" gehört.)

Am Besten garniert man das ganze noch mit antiamerikanischen Verschwörungstheorien: Der Arabische Frühling war vom CIA gestellt. 9/11 war eine Inside-Operation. Der Westen bereitet den Dritten Weltkrieg gegen Putins Russland vor. Etc... von da ist es auch nicht weit bis zu den Protokollen der Weisen von Zion.

Wenn in der Zeitung was anderes steht, dann behilft man sich dem goldenen Instrument aller verblendeten Ideologen mit hermetisch geschlossenem Weltbild: Dem Zirkelschluss (bitte Googlen, falls nicht bekannt). Die Presse lügt. Rechts heißt das "Lügenpresse", links schwurbelt man rum, die Presse gehöre ja "dem Kapital" (als ob das ein geschlossener Interessensblock wäre -- aber das anzuzweifeln würde den "Überbau" ja überbetonen), also mache sie auch Propaganda für das Kapital.

Natürlich gibt es auch weniger militante, mehr naive und verträumte Vertreter dieses Selbsthasses:

Naive Leute, die "für Frieden" demonstrieren und sofort hyperventilieren, wenn der Westen mal irgendwelche militärischen Mittel ergreift, um seine Verteidigungsfähigkeit gegenüber totalitären Verächtern der Demokratie zu erhöhen.

Dann greift sofort die oben dargelegte Schablone, nach der sowieso immer der Schuld ist, der vermeintlich stärker ist, was ja eh der Westen ist.

So wird dann Ursache und Wirkung, Täter und Opfer in menschenverachtender Weise verdreht: Wenn Putin sein Russland zu einer autoritären Tyrannei umbaut wie Hitler 1934, wenn er in Nachbarstaaten einmarschiert, weil die so naiv waren und dachten, sie dürften über ihr eigenes Schicksal entscheiden anstatt vorher Putin zu fragen, wie Hitler 1938, wenn Putin seit 2008 offiziell den Westen zum "Feind Nummer eins" Russlands ausruft und paramilitärischen Drill in Schulen einführt, flankiert von anti-westlicher Propaganda, wenn Putin eine "Heim ins Reich"-Politik ausruft und sich zum Sprecher aller Russen auch außerhalb Russlands erklärt wie Hitler 1938 mit den Deutschen -- dann ist natürlich trotzdem nicht Putin Schuld an möglichen Konflikten.

Nein, der Westen ist Schuld, weil er popelige 5000 Soldaten ins Baltikum verlegt, die im Ernstfall Leuchtkugeln schießen müssten, damit die anrückenden Russen sie nicht übersehen, während das deutsche Militär in den 90ern so heruntergekürzt wurde, dass es kaum die Landesverteidigung in Friedenszeiten gewährleisten kann -- sowas ist dann "imperialistische Vorbereitung auf einen Dritten Weltkrieg".

Ein Sonderfall dessen ist der von den Nazi-(Groß)eltern übernommene Hass auf die Juden: Man ersetzt "Jude" einfach durch "Zionist", betont, dass man Juden an sich ja nicht hasse, sondern nur den Staat Israel -- und ansonsten sagt man dasselbe wie die Gesellen ganz rechts außen. Natürlich ist Israel nochmal dreifach schlecht: Imperialistisch und kapitalistisch wie der Westen, am Tropf der Amerikaner, und noch dazu "stärker" als seine Feinde.

Deswegen werden unterschiedliche moralische Maßstäbe an das angelegt, was die USA oder Israel tun, und das, was ihre Feinde tun -- lässt der israelische Premier auch nur einen Pups, so ist das ein Verbrechen gegen die Menschlichkeit. Wenn aber ein Palästinenser israelische Kinder abschlachtet, dann war das nur eine "Reaktion" und Israel hat mit seiner imperialistischen Politik ihm praktisch gar keine Wahl gelassen, sich anders gegen die Unterdrückung seines Volkes zu verteidigen.

Warum dieses Messen Israels mit anderem Maß? Weil man sich als Deutscher von der historischen Schuld billig reinwaschen will. "Jetzt machen die Juden doch dasselbe mit den Palästinensern, was die Nazis damals mit ihnen gemacht haben. Die sollten es doch besser wissen!" Ja, so bequem kann man seiner Schuld entkommen.

DAS ist Selbsthass.
Peter.Trim hat folgendes geschrieben:
Bernh hat folgendes geschrieben:

Die islamistischen Anschläge sind nicht "eine Folge der deutschen Außenpolitik". Sie sind die Folge davon, dass totalitäre Menschenschlächter unsere Werte von Demokratie, Freiheit und Säkularismus hassen und auch bereit sind, dafür zu töten, um sie zu vernichten.

Es ist ja genau das Prinzip, das vor rund 100 Jahren zu so einem totalitären Regime wie den Nationalsozialismus geführt hat. Die Ausgrenzung gewisser Menschengruppen aus der Gesellschaft führt dazu, dass sogenannte "ethische Säuberungen" praktiziert werden, es werden Menschen ausgerottet, die nicht in das Konzept der Ideologie passen. Wir leben in einer Welt, wo zwischenmenschliche Beziehungen gewissermaßen missverständlich und irreführend ausfallen können. Ob zum Beispiel im Mittelalter im Zusammenhang mit der damals römisch-katholischen Übermacht über die Allgemeinbevölkerung verbunden mit grausamen Folterungen und Hinrichtungen sogenannter "Ketzer", ob der Rassismus zwischen unterschiedlich hautfarbenen Menschen nach der Entdeckung Amerikas, ob im NS-Regime die Verfolgung der Juden und anderer nicht in das Konzept passender Personen, ob heutzutage der IS und seine Verfolgung anderer Kulturen und so weiter, es ist immer Dasselbe: Wir Menschen halten uns im Gesamten oftmals selbst für berechtigt, über unsere Mitmenschen zu bestimmen und sie hierarchisch einzustufen. Wir übersehen dabei oftmals, dass Menschen als Einheit von Seele-Geist-Körper keinen begrenzten Fabrikswert besitzen, sondern als "Gotteskinder" gemäß der Bibel unendlich wertvoll sind, dass es letztlich unmöglich sein kann, einen Menschen hierarchisch wie eine Fabriksware irgendwo einzugliedern. Wenn wir umso bedachter sind in unseren alltäglichen Beurteilungen und Sichtweisen gegenüber anderen Menschen, dann haben wir Gelegenheit, diesen wesentlichen Aspekt des Zusammenlebens klar zu sehen und nicht unter den Teppich zu kehren. Dies würde dann zu wesentlich mehr Friede und würdiger Gemeinschaft zwischen verschiedenen Menschen führen.


Ja, da stimme ich zu.

Wobei es ziemlich klar sein dürfte, wer hier wer ist in diesem Spiel: Zwar ist der Westen nicht perfekt, und auch hier gibt es nicht wenige Rassisten, Fremdenfeinde und Pauschalisierer, die gerne ganze Völker oder Ethnien für die Taten einiger unter ihnen verantwortlich machen.

Aber anders als praktisch überall sonst auf der Welt geben die westlichen Regierungen dem (noch) nicht nach: Noch immer dürfen im Westen Moslems ihre Religion im Rahmen der Religionsfreiheit frei ausüben, egal wieviel Moslems im Namen ihrer Religion Zivilisten abschlachten und Anschläge verüben.

Der Islam ist nicht gleich Islamismus.

Islamismus ist eine politische Ideologie, sie enge historische und ideologische Bande mit dem Europäischen Faschismus der 1920er Jahre aufweist. Grob gesagt: Man ersetze den ethnischen Nationalismus des europäischen Faschismus durch eine fundamentalistische Interpretation des Islams, et voilà, man hat Islamismus.

Leider hängen ca. 25% aller Moslems dieser totalitären Ideologie an. Das ist zwar keine Mehrheit, aber doch eine beachtliche Minderheit.

Im Islamismus gelten grundsätzlich alle nicht-Moslems bestenfalls als Menschen zweiter Klasse, schlechterdings als lebensunwertes Leben. Über bürgerliche Freiheiten muss man gar nicht erst reden.
Burkl hat folgendes geschrieben:
Als damals Breivik seinen Massenmord durchführte, war die Antwort friedlichliche Lichtermeere und Solidarität mit den Opfern. Ich glaube die Gegenagression, Aufstellung von Bürgerwehren, Aufrüstung der Bevölkerung - verbal und tatsächlich - ist genau das, was der IS erreichen will. Das Weiterdrehen der Gewaltspirale.
Die einzig richtige Antwort auf den Terror ist eine Haltung der furchtlosen Liebe. Dazu ist aber letztlich auch der Glaube notwendig, dass der Schrecken, das Leid und der Tod nicht das letzte Wort haben.

"Fürchtet euch nicht vor denen, die den Leib töten, die Seele aber nicht töten können" Mt 10,28a


Da stimme ich insofern zu, dass man sich nicht zu Hass verleiten lassen sollte. Hass ist immer schlecht, denn er kennt keine Grenzen, kein klares Ziel und lässt sich nicht begrenzen. Er ergreift Besitz vom Menschen.

So darf man sich z.B. durch begangene Verbrechen von Vertretern bestimmter Ethnien, Nationen oder Religionen nicht dazu verleiten lassen, pauschalisierend jeweils ihr gesamtes Volk verantwortlich zu machen.

Anschläge von arabischen Islamisten dürfen nicht zu Hass oder gar Gewalt gegen Araber oder Moslems im Allgemeinen führen. Man darf sich nicht zu Sippenhaft verführen lassen, zu Pauschalurteilen oder zur Infragestellung des Grundsatzes, dass jedes Individuum persönlich für seine Taten verantwortlich gemacht werden muss.

Selbst einen Feind, den man zu besiegen gezwungen ist, sollte man nicht mit Hass begegnen. Ein Sprichtwort lautet: "Hasse nie deinen Feind, denn das vernebelt dein Urteilsvermögen und behindert den Sieg."


Jedoch kann man es schlechterdings doch von niemandem erwarten, einem brutalen Mörder nur die andere Wange hinzuhalten und sich abschlachten zu lassen, anstatt ihn dingfest zu machen. Es mag ehrbar und vielleicht sogar moralisch geboten sein, selbst einem Mörder zu verzeihen -- aber das mit Milde im Recht zu verwechseln, wäre grob fahrlässig und verantwortungslos:

An unseren Händen würde dann all das Blut derer kleben, die der Mörder wegen unseres Nichtstuns noch schädigen könnte.

Deswegen: Mörder dingfest machen, verurteilen und unschädlich machen. Wenn das geschehen ist, ist es ein Akt moralischer Größe, ihm zu verzeihen und ihn trotz seiner Taten zu lieben.
Peter.Trim hat folgendes geschrieben:
Burkl hat folgendes geschrieben:
Als damals Breivik seinen Massenmord durchführte, war die Antwort friedlichliche Lichtermeere und Solidarität mit den Opfern. Ich glaube die Gegenagression, Aufstellung von Bürgerwehren, Aufrüstung der Bevölkerung - verbal und tatsächlich - ist genau das, was der IS erreichen will. Das Weiterdrehen der Gewaltspirale.
Die einzig richtige Antwort auf den Terror ist eine Haltung der furchtlosen Liebe. Dazu ist aber letztlich auch der Glaube notwendig, dass der Schrecken, das Leid und der Tod nicht das letzte Wort haben.

Stimmt! Nur so kann oder könnte die Menschheit einer falsch interpretierten hierarchischen Eingliederung der verschiedenen Menschengruppen und somit der unaufhörlichen Rachewelle gegenüber Andersdenkenden entkommen!


Wenn die Alliierten, Amerikaner und Briten, anno 1939 auf den Überfall der Nazis auf Polen nur mit Lichterketten reagiert hätten, dann wären Du, ich und alle anderen hier vermutlich damit beschäftigt, auf den Befehl des Führers das Abschlachten von Juden und "minderwertigen Völkern" zu üben, wenn wir nicht schon längst als "Wehrkraftzersetzer" oder "lebensunwertes Leben" vergast worden wären.

Lichterketten allein sind absolut gar nichts wert. Sie dokumentieren nur deine Gesinnung.

Wen schert schon Deine Gesinnung? Die Opfer der menschenverachtenden Täter mit Sicherheit nicht.

Gesinnung, die sich nicht in der Tat ausdrückt, ist vollkommen wertlos, denn Gesinnung ohne Risiko und Verantwortung kann nicht von bloßen Lippenbekenntnissen oder Heuchelei unterschieden werden.


Ist es schlimm, wenn als Reaktion auf eine Gewalttat einige Leute auf Seiten der Opfer überreagieren und ihrerseits Hass säen? Ja sicher. Aber die ursprüngliche Gewalttat ist doch die alles überragende Ursache. Wenn man sich gegen die Überreaktion stellt, so ist das gut und richtig -- aber mehr als wirkungsloses Herumdoktorn an Symptomen bei gleichzeitiger Verleugnung der Krankheit ist es nicht.

Man muss das eine tun, aber das andere nicht lassen.
Bernh hat folgendes geschrieben:

Der Islam ist nicht gleich Islamismus.

Islamismus ist eine politische Ideologie, sie enge historische und ideologische Bande mit dem Europäischen Faschismus der 1920er Jahre aufweist. Grob gesagt: Man ersetze den ethnischen Nationalismus des europäischen Faschismus durch eine fundamentalistische Interpretation des Islams, et voilà, man hat Islamismus.

Leider hängen ca. 25% aller Moslems dieser totalitären Ideologie an. Das ist zwar keine Mehrheit, aber doch eine beachtliche Minderheit.

Im Islamismus gelten grundsätzlich alle nicht-Moslems bestenfalls als Menschen zweiter Klasse, schlechterdings als lebensunwertes Leben. Über bürgerliche Freiheiten muss man gar nicht erst reden.

Stimmt! Man könnte es auch Islam-Sozialismus oder Religionen-Sozialismus nennen. Es ist eine faschistische Ideologie einer Abgrenzung der Gesellschaft in Bezug auf offiziell religiöse Definitionen bzw. Glaubenslehren. Der National-Sozialismus ist eine ideologische Pervertierung des Patriotismus oder Nationalismus, genauso ist der Islam-Sozialismus eine faschistische Pervertierung des Islam.
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Jedes Schicksal ist angemessen, individuell zugeschnitten, denn nichts, was Gott tut, ist sinnlos!
PapaLoooo hat folgendes geschrieben:
PapaLoooo hat folgendes geschrieben:
Dazu ist aber nicht zwingend der Glaube an einen Gott erforderlich.
Es genügt auch der gesunde Menschenverstand!

Burkl hat folgendes geschrieben:
Meinst du?

Ich kenne durchaus liebe sehr intelligente Menschen, für die mit dem Tod alles aus ist. Aufgrund so einer Sicht hat der Terrorist eigentlich die besseren Karten. Furcht ist dann wirklich die einzige Möglichkeit auf die Bedrohung zu reagieren. Und Furcht erzeugt Flucht oder Aggression.

Wenn der Terrorist ein Atheist gewesen wäre,
so hätte er die Tat eher nicht verübt.
Denn er hat ja die Tat verübt im Glauben, seinem Gott einen Gefallen zu tun, indem er "Ungläubige" umbringt.

So ist es oft die Religion, welche einen Menschen zu Untaten verführt.
Auch in der christlichen Vergangenheit gibt es genügend unrühmliche Beispiele.

Ob das - gleich in welcher Religion - jemals vollständig überwunden wird,
und eine Religion wirklich nur noch dem Guten dient, bleibt abzuwarten.

Noch ist es auf jeden Fall ein frommer Wunschtraum.


Religion ist in dieser Hinsicht zumindest aber nicht schlechter als atheistische Ideologien oder Identitätskonstruktionen.

Menschen bringen einander um, weil sie in "wir" und "die" sortieren. Viele religiöse Menschen nehmen diese Sortierung anhand der Religion vor.

Aber es wäre ein Fehler, der Religion die Schuld zu geben. Denn wenn man die Religion wegnimmt, ergibt sich exakt dasselbe Verhalten, nur dass anstelle der Religion zur Definition des "wir" irgendetwas anderes genommen wird:

Atheistische Nationalisten nehmen die Nationalität. Politische Ideologen nehmen Ideologie. Fußballhooligans nehmen die Zugehörigkeit zu einem Verein.

Nur "zufällig" klappt das leider auch oft mit Religion. Schuld ist nicht die Religion, sondern die menschliche Natur, die nicht verschwindet, nur weil man die Religion, die sie oft sehr gut abbildet, zum Verschwinden bringt.
Es ist bei Menschen leider im allgemeinen so:

Er wird klüger,
wenn er einen Wahn verliert,
als wenn er eine Weisheit findet.
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PapaLoooo hat folgendes geschrieben:
Es ist bei Menschen leider im allgemeinen so:

Er wird klüger,
wenn er einen Wahn verliert,
als wenn er eine Weisheit findet.

Aber "der Wahn der Religion" ist eben nicht aus dem Menschen herauszubekommen... Das haben nicht einmal brutalst vorgehende atheistische Ideologien geschafft. Am meisten scheint der Religion nicht die Verfolgung, sondern die trügerische Sicherheit des Wohlstandes zu schaden, der dazu führt, dass Menschen ihr Heil rein im Irdischen suchen - sich sozusagen endgültig mit den "Futterschoten" begnügen, die der verlorene Sohn in der Fremde essen musste - und darauf vergessen, dass das Festmahl nur beim Vater zu Hause stattfindet, der unentwegt auf die Heimkehr der fernen Kinder wartet.

Hamid: "Gott muss lieben verrückte Menschen.“
Rambo: „Wieso?“
Hamid: „Er machen soviele davon".

Zitat aus Rambo 3

Vielleicht noch zwei Zitate aus seriöserer Quelle, nämlich vom Heiligen Josefmaria:

"Dies, dein Ideal, deine Berufung, ist … ein Wahnsinn.
Und die anderen, deine Freunde, deine Brüder, lauter Wahnsinnige ...
Hast du diesen Schrei nicht manchmal
tief in Deinem Inneren vernommen?
Antworte entschieden, dass du Gott für die Ehre dankst,
diesem Irrenhaus anzugehören!"

Der Weg, Nr. 910

"Es sei Wahnsinn, auf Gott zu bauen! — Ist es aber nicht noch wahnsinniger, auf sich selbst oder auf andere Menschen zu bauen?"

Die Spur des Sämanns, Nr. 41