Biblische Prophetie -- Baha'u'llah die Wiederkehr Christi?


Schon Martin Luther vor 500 Jahren soll da seine berechtigten Zweifel gehabt haben, inwieweit eine menschliche Organisation irgendwo Dinge so unmissverständlich klarlegen kann. Ich denke, er war diesbezüglich schon ein großer Mann voller Taten! So eine Organisation gehört bei Bedarf immer wieder reformiert, also Glaubenssätze sollten bei Bedarf neu definiert werden. Das ist auch gut so, solange das geschieht!
Peter.Trim hat folgendes geschrieben:
So eine Organisation gehört bei Bedarf immer wieder reformiert

Wenn die Kirche wirklich eine rein menschliche Organisation wäre, dann könnte das so zutreffen - ja.
Nur ist sie es nicht. Sie ist zuallererst die Kirche Jesu Christi.
Ihre "Reformation" findet dadurch statt, dass Menschen "re-formiert", das heißt umgestaltet werden zu einem anderen Christus, zu Heiligen. Mit menschlicher Schlauheit ausgedachte und geplante Reformation ergibt tatsächlich eine Kirche, die Menschenwerk ist.
Das, was der heilige Dominikus, die heilige Birgitta von Schweden, der heilige Franziskus, die heilige Katharina von Siena bewirkt haben - das ist wahre Reformation.
Burkl hat folgendes geschrieben:
Mit menschlicher Schlauheit ausgedachte und geplante Reformation ergibt tatsächlich eine Kirche, die Menschenwerk ist.
Das, was der heilige Dominikus, die heilige Birgitta von Schweden, der heilige Franziskus, die heilige Katharina von Siena bewirkt haben - das ist wahre Reformation.

Ich denke, dass gegen Ende des Mittelalters zum Beispiel die Kirche von solch Schlauköpfen nach ihrem Belieben eingerichtet wurde. Martin Luther war zumindest jemand, der dazu beigetragen hat, dass Jesus Christus wieder vermehrt in den Vordergrund rückt. Dominikus, Brigitta, Franziskus, Katharina&Co. haben natürlich auch ihre entsprechenden wertvollen Beiträge geleistet, meine ich. An wem ich allerdings ziemliche Zweifel bezüglich Nutzen der Kirche habe, ist Augustinus. Seine fragmentarische "Gnadenlehre" ist so eine Sache. Origines hingegen sagt mir mehr zu. Er soll sogar die Idee der letztendlichen Allversöhnung in Erwägung gezogen haben.
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Jedes Schicksal ist angemessen, individuell zugeschnitten, denn nichts, was Gott tut, ist sinnlos!
Peter.Trim hat folgendes geschrieben:
Martin Luther war zumindest jemand, der dazu beigetragen hat, dass Jesus Christus wieder vermehrt in den Vordergrund rückt.

Jesus Christus wird vor Allem durch das Zeugnis persönlicher Heiligkeit in den Vordergrund gerückt. Ich denke auf diesem Gebiet gibt es sehr viele Menschen, die da wesentlich mehr für die Kirche getan haben.
Nun hat der Faden sich wie üblich gedreht und gewendet und teilweise verknotet.

Ich würde gerne nochmals den Glauben an die Entrückung der in evangelikalen Kreisen herrscht, in den Fokus rücken.
Wie schon erwähnt, wird dabei oft auf die Stelle aus 1.Thessalonicher 4,14ff Bezug genommen.
1Thess. 4,17:Darnach werden wir, die wir leben und übrigbleiben, zugleich mit ihnen entrückt werden in Wolken, zur Begegnung mit dem Herrn, in die Luft, und also werden wir bei dem Herrn sein allezeit.
Eine Stelle im Epheserbrief ist mir dazu noch aufgefallen:
Eph.2,1-3 auch euch, die ihr tot wart durch Übertretungen und Sünden, 2 in denen ihr einst gelebt habt nach dem Lauf dieser Welt, gemäß dem Fürsten, der in der Luft herrscht, dem Geist, der jetzt in den Söhnen des Ungehorsams wirkt; 3 unter ihnen führten auch wir alle einst unser Leben in den Begierden unseres Fleisches, indem wir den Willen des Fleisches und der Gedanken taten; und wir waren von Natur Kinder des Zorns, wie auch die anderen.

Der Fürst dieser Welt wirkt in der Luft. Bei der Wiederkunft Christi gibt es eine Begegnung mit dem Herrn in der Luft.
Ich denke man kann davon ausgehen, dass hier nicht atmosphärische Bedingungen geschildert werden, sondern Luft als Metapher verwendet wird.

Eine Loslösung von der rein materiellen Ebene?
Was denkt ihr?
Alle haben auf Ihn hingewiesen.

https://vimeo.com/22813228


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Befasst euch gründlich mit den Nöten der Zeit, in der ihr lebt, und legt den Schwerpunkt eurer Überlegungen auf ihre Bedürfnisse und Forderungen.
Bahá'u'lláh
"Brüder, wir schreiben euch über die Ankunft Jesu Christi, unseres Herrn, und unsere Vereinigung mit ihm und bitten euch:
Lasst euch nicht so schnell aus der Fassung bringen und in Schrecken jagen, wenn in einem prophetischen Wort oder einer Rede oder in einem Brief, der angeblich von uns stammt, behauptet wird, der Tag des Herrn sei schon da.
Lasst euch durch niemand und auf keine Weise täuschen! " 2 Thess 2,1-3a
Lieber Burkl, und warum steht dann in der Offenbarung selbst, im Brief an die Gemeinde Philadelphia, dass Jesus einen neuen Namen tragen wird? Ich kann leider hier nicht zitieren, aber es ist leicht zu finden.
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»Du sollst den Herrn, deinen Gott, lieben von ganzem Herzen, von ganzer Seele und von ganzem Gemüt«
Dies ist das höchste und größte Gebot.
Das andere aber ist dem gleich: »Du sollst deinen Nächsten lieben wie dich selbst«.
In diesen beiden Geboten hängt das ganze Gesetz und die Propheten
Minou hat folgendes geschrieben:
Lieber Burkl, und warum steht dann in der Offenbarung selbst, im Brief an die Gemeinde Philadelphia, dass Jesus einen neuen Namen tragen wird? Ich kann leider hier nicht zitieren, aber es ist leicht zu finden.

Dieser "neue Name" bezieht sich nicht auf Irdisches, sondern auf die Transzendenz - auf das durch den auferstandenen Christus erworbene neue Leben der Auferstehung in der neuen Schöpfung, das kategorial etwas anderes ist als dieses Leben. Daher auch die neue Namensgebung, die sich aus der Auferstehung Christi, eben aus seinem "neuen Namen", aus seinem neuen Leben, herleitet.

"Wer siegt, den werde ich zu einer Säule im Tempel meines Gottes machen und er wird immer darin bleiben. Und ich werde auf ihn den Namen meines Gottes schreiben und den Namen der Stadt meines Gottes, des neuen Jerusalem, das aus dem Himmel herabkommt von meinem Gott, und ich werde auf ihn auch meinen neuen Namen schreiben." Offb 3,12
ziraki hat folgendes geschrieben:

Der Fürst dieser Welt wirkt in der Luft. Bei der Wiederkunft Christi gibt es eine Begegnung mit dem Herrn in der Luft.
Ich denke man kann davon ausgehen, dass hier nicht atmosphärische Bedingungen geschildert werden, sondern Luft als Metapher verwendet wird.

Eine Loslösung von der rein materiellen Ebene?
Was denkt ihr?

"Die Luft" oder an anderen Bibelstellen "der Himmel" steht im betreffenden Zusammenhang sicherlich nicht für ein physikalisches Phänomen, sondern für die geistige Sphäre, die unsichtbare Welt, die Gott nach christlichem Glauben genauso geschaffen hat wie die sichtbare, und in der sich der eigentlich entscheidende Kampf zwischen Gut und Böse - Engel und Dämonen, Teufel und Gott - abspielt. Die geistige Machtsphäre steht in ständiger Interaktion mit der sichtbaren Wirklichkeit. Jedesmal wenn eine böse Tat gesetzt wird oder auch nur ein schlechter Gedanke gefasst wird hat ein Dämon ein Scharmützel gegen unseren Schutzengel gewonnen.

"Denn wir haben nicht gegen Menschen aus Fleisch und Blut zu kämpfen, sondern gegen die Fürsten und Gewalten, gegen die Beherrscher dieser finsteren Welt, gegen die bösen Geister des himmlischen Bereichs." Eph 6,24

Gleichzeitig ist aus der Offenbarung abzuleiten, dass durch das Kommen Christi der Satan sozusagen auf eine "tiefere Ebene" gestürzt wurde. Der Kampf des Christen, welcher mystisch gesehen Christus selbst ist, gegen das Böse ist insofern kein "ebenbürtiger", keiner mehr "auf Augenhöhe". Der letzte Sieg des Guten über das Böse ist mit Tod und Auferstehung Christi vorweggenommen. Der in die Hölle stürzende Böse versucht strauchelnd und tobend um sich greifend noch möglichst Viele in den Abgrund mitzureißen, noch möglichst viel Schaden anzurichten - die Schlacht ist aber im Kreuz Christi bereits entschieden.

"Die Zweiundsiebzig kehrten zurück und berichteten voll Freude: Herr, sogar die Dämonen gehorchen uns, wenn wir deinen Namen aussprechen.
Da sagte er zu ihnen: Ich sah den Satan wie einen Blitz vom Himmel fallen." Lk 10,17 u. 18

"Da entbrannte im Himmel ein Kampf; Michael und seine Engel erhoben sich, um mit dem Drachen zu kämpfen. Der Drache und seine Engel kämpften,
aber sie konnten sich nicht halten und sie verloren ihren Platz im Himmel.
Er wurde gestürzt, der große Drache, die alte Schlange, die Teufel oder Satan heißt und die ganze Welt verführt; der Drache wurde auf die Erde gestürzt und mit ihm wurden seine Engel hinabgeworfen.
Da hörte ich eine laute Stimme im Himmel rufen: Jetzt ist er da, der rettende Sieg, / die Macht und die Herrschaft unseres Gottes / und die Vollmacht seines Gesalbten." Offb 12,7-10a