Staat, Recht und Homosexualität.


Auch das Wort Ächtung wird im Zusammenhang mit Menschen landläufig kritisch verstanden.
Pjotr, du gibst deiner Hoffnung Ausdruck, dass diesem Weinmenschen von "allen Seiten die passenden Gegenargumente" entgegen gebracht werden. Ich widerspreche dir nur äußerst ungern, aber mit den niedrigschwelligen Intelligenzdiffusitäten dieses Forumsmitglieds setze jedenfalls ich mich nicht auseinander.
Hallo,
dann fasse ich nochmals zusammen, es gibt abgeleitet und gedeckt aus dem Grundgesetzt die Institution Ehe nach dem BGB, als öffentlich beurkundete alleinige Verbindung EINES Mannes mit EINER Frau, beide nicht zu eng miteinander verwandt.

Die besondere Bedeutung hat das für den Staat und das Volk wegen Kindern.

Auch Paare aus Mann und Frau können gemeinsame Kinder bekommen wenn sie ihre Verbindung nicht öffentlich beurkunden liessen, egal ob "wilde Ehe" oder unehelich und folgend alleinerziehend. Der Staat hält sich da dann raus und zwingt nicht Eltern zur Ehebeurkundung.

Paare aus Lesben oder Homosexuellen können aber grundsätzlich ( biologisch unmöglich ) keine gemeinsamen Kinder bekommen.

Von daher gibt es keinen Grund Eheprivilegien auf weitere Zusammenlebensformen auszudehnen.

Ps.:
Das Adoptionsargument ist auch lächerlich oder an den "Haaren herbeigezogen", in Zweitehen oder patchworkfamilien wird kaum ein Kind adoptiert weil sich keine Familie den Verzicht auf Kindesunterhalt leisten kann oder will.
Wie dem auch sei, ich jedenfalls diskrimiere oder ächte niemand!
Ich verbuch das mal als zorniger kleiner Troll.

Ich bin mit meiner Frau verheiratet. Ich habe selbst 2 Kinder. Meine Frau ist hat ohne heterosexuellen Verkehr gerade ihr erstes Baby bekommen. Unsere kleine ist jetzt 2 Monate. Wir sind verheiratet. Ja Ehe und so, ganz offiziell. Das Kind werde ich adoptieren. Dazu ist meine Frau eine super Mama für meine beiden.

Die Welt ist nicht untergegangen. Meine Kinder entwickeln sich blendend. Meinen Kindern geht es besser als so manchen deutschen Kind aus einer Hetero-Ehe. Unseren Kinder-Soll-Wert haben wir erledigt.

Naja is schon schön, wenn die Gegner der Homo-Ehe jedesmal die Frau in der traditionellen Ehe zu Babymaschinen degradieren.

Troll dich.

Liebe Grüße
Nadja

P.S.: An der Zeugung eines Kindes zwischen Frauen wir kräftig geforscht und es gibt schon Mut machende Ergebnisse. Die Eizelle einer Frau ist mit der Erbinformation einer anderen Frau im Labor verschmolzen worden und die Zelle begann sich zu teilen. Nach einigen teilungsvorgängen ist die Zelle bisher immer kryotechnisch Eingefroren worden. Wir arbeiten dran
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Hallo,
wer spricht von "Babymaschinen"? Ich erwähnte daß nur Paare, mit oder ohne beurkundeter Ehe gemeinsame Kinder bekommen könnnen.

Und es ist auch die Realität daß über 80% der physilogisch zur Mutterschaft fähigen Frauen auch Mutter werden. Bei in früh genug Ehe verheirateten an die 100%.

Oder anders, Frauen verheiratet unter 25 bis 30 mit dem passenden Mann werden wenn biologisch möglich fast alle auch Mutter.

Die Realitätist so, auch wenn das manchem politisch nicht gefällt.
Hallo Weinberg,

gg, vielleicht schaltest du mal ausnahmsweise deinen Verstand auf "volle Leistung"!

Zitat:
dann fasse ich nochmals zusammen, es gibt abgeleitet und gedeckt aus dem Grundgesetzt die Institution Ehe nach dem BGB, als öffentlich beurkundete alleinige Verbindung EINES Mannes mit EINER Frau, beide nicht zu eng miteinander verwandt.


Vielleicht ist es dir ja entgangen, daß niemand hier die Vorschriften der Gesetze zur Ehe bestritten hat. Du brauchst sie nicht ständig wiederholen.
Tatsache ist allerdings auch, daß ein Teil dieser Vorschriften nicht vereinbar mit den Artikeln des Grundgesetzes ist. Nur deswegen konnten die Klagen der Homosexuellen vor den obersten Gericht Bestand haben und wurde die Gesetzgebung in Zugzwang gebracht, um die entsprechenden Gesetze zu ändern bzw neue Rechtsgrundlagen zu schaffen. Dies geschah trotz der Mißbilligung etlicher religiöser Gruppierungen.

Auch das Grundgesetz ist in die Jahre gekommen und müßte dringend entrümpelt werden. Gott hat in einer Verfassung nicht zu suchen, er ist ein metaphysisches Konstrukt, dessen moralische Integrität aufgrund der diversen Widersprüche in den Aussagen über ihn stark angezweifelt werden kann.
Ich glaub Schleswig-Holstein ist mit einer Änderung der Landesverfassung gerade knapp gescheitert. Konservative Kreise, oder sollte man vielleicht eher schreiben "ewig Gestrige" wollten einen Bezug auf Gott in der Landesverfassung unterbringen. Gott hat in einer Verfassung nichts zu suchen, er ist reine Privatsache.


Zitat:
Die besondere Bedeutung hat das für den Staat und das Volk wegen Kindern.

Auch Paare aus Mann und Frau können gemeinsame Kinder bekommen wenn sie ihre Verbindung nicht öffentlich beurkunden liessen, egal ob "wilde Ehe" oder unehelich und folgend alleinerziehend. Der Staat hält sich da dann raus und zwingt nicht Eltern zur Ehebeurkundung.


Nö, es hat keine besondere Bedeutung für den Staat und die Kinder.
Wie du so schön schreibst, gibt es auch Kinder ohne den Bezug zu einer Ehe. In der Mehrzahl der Fälle ist die Zeugung eines Kindes dem Sexualtrieb geschuldet. Dabei ist es vollkommen egal, in welcher Gemeinschaft sich die ausübenden Personen zueinander befinden.
Der "Schutz von Ehe und Familie" gibt der Ehe eine Sonderstellung, die ihr gar nicht zukommt, da es in allen Kulturen und zu allen Zeiten unterschiedliche Formen des Zusammenlebens gegeben hat und Kinder nicht nur innerhalb von Ehen geboren werden. Lediglich der Schutz und die Erziehung von Kindern ist logischerweise förderungswürdig und da können Homosexuelle, die Kinder erziehen wollen, locker mit den Heterosexuellen mithalten.
Der Satz, die "Ehe als Keinzelle der Familie" gilt bei einer Scheidungsrate von 30 - 50 % weniger denn je.
Außerdem wurde die Kinderzeugung besonders in autoritären Systemen geschätzt, einerseits als zukünftiges Kanonenfutter oder billiger Arbeitskraft, andererseits, um über die Einflußnahme auf die Erziehung willige Untertanen mit möglichst weniger eigener Denkleistung zu erzeugen, die man leicht lenken kann.

Zitat:
Paare aus Lesben oder Homosexuellen können aber grundsätzlich ( biologisch unmöglich ) keine gemeinsamen Kinder bekommen.


1. stimmt das in Zukunft immer weniger und 2. geht es nicht um die Fähigkeit zur Reproduktion, sondern um die Fähigkeit zur Kindererziehung.
Alle diesbezüglichen Untersuchungen haben wohl ergeben, daß Homosexuelle mindestens die gleichen Fähigkeiten wie Heterosexuelle in diesem Bereich haben und die Kinder weder in eine bestimmte sexuelle Richtung gedrängt werden, noch sonst wie Schaden nehmen. Eher sind sie toleranter eingestellt als andere Kinder.
Im Übrigen sind die Verhaltensweisen außer in der sexuellen Präferenz genau so breit gestreut wie sie im Rest der Bevökerung auftreten.

Zitat:
Von daher gibt es keinen Grund Eheprivilegien auf weitere Zusammenlebensformen auszudehnen.

Eheprivilegien sind ein "alter Zopf" der dringend abgeschnitten werden muß. Statt dessen müssen die Menschen gefördert werden, die die Fähigkeit zu einer umfassenden und guten Erziehung von Kindern fähig sind. Die Förderung der Ehe war vor allen Dingen religös oder rassistisch begründet.

Zitat:
Ps.:
Das Adoptionsargument ist auch lächerlich oder an den "Haaren herbeigezogen", in Zweitehen oder patchworkfamilien wird kaum ein Kind adoptiert weil sich keine Familie den Verzicht auf Kindesunterhalt leisten kann oder will.


Das verstehe ich nun gar nicht. Wieso sollten Zweitehen oder Patchworkfamilien, die meistens schon Kinder in die Welt gesetzt haben, noch zusätzlich Kinder adoptieren? Ausnahmen bestätigen natürlich auch hier die Regel.
Starken Kinderwunsch außerhalb des normalen sexuellen Verhaltens, äußern doch hauptsächlich nur jene Menschen, die, aus welchem Grund auch immer, nur sehr schwer oder gar nicht auf normalen Weg ein Kind bekommen können. Und willst du denen, nur damit dir deine Ideologie erhalten bleibt, den Zugang zum Kind verweigern?

Pjotr Kala
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Hüte dich vor Institutionen, die dir das Denken abnehmen wollen!
Hallo,
für Homosexuellenpaare wird gerne das Argument der Sukzessivadoption vorgebracht. In der Realität machen das kaum Paare die in Zweitehen Kinder einbringen daß der Stiefvater ( meistens ) die Kinder seines Vorgängers adoptiert, schlicht aus Unterhaaltsgründen. Der Stiefvater hat nämlich wiederum meistens auch Kinder seiner "Ex" die von ihm Unterhalt dafür möchte....

Und ich empfehle mal mit Lehrern zu sprechen, Kinder aus bestehenden EHEN machen anteilig die gerigsten sozialen Probleme, deren Funktionsfähigkeit zu fördern ist von daher sozial und volkswirtschaftlich sinnvoll.
Hallo Weinberg,

gg, es ist immer wieder schön, zu lesen, wie du Argumente verdrehen kannst!

1. Die Sukzessivadoption ist eine Kann- und keine Muß-Regelung.
2. Soweit ich weiß, muß in der Regel der biologische Elternteil einer Adoption zustimmen, da seine Rechte und Pflichten am Kind erlöschen. Ich weiß nicht, inwieweit andere rechtlich bindende vertragliche Lösungen möglich sind. Auf jeden Fall sind sie mit jeder Menge Papierkram und Kosten verbunden.
3. Um dies zu vermeiden machen auch viele heterosexuelle Patchwork-Familien keinen Gebrauch von der Adoption. Sie regeln Unterhalt und Rechtsansprüche möglichst auf Basis von freiwilligen Übereinkünften, die dann nicht unbedingt an rechtliche Vorschriften gebunden sind.

Die Öffnung der Sukzessivadoption für Homosexuelle betrifft also nur Paare, die diese Adoption wollen und die sich mit dem anderen biologischen Elternteil irgenwie geeinigt haben.
Zur Adoptionsproblematik hier nur mal 2 Seiten genannt:
https://de.wikipedia.org/wiki/Adoption
http://www.lsvd-blog.de/?p=7765


Zitat:
Und ich empfehle mal mit Lehrern zu sprechen, Kinder aus bestehenden EHEN machen anteilig die gerigsten sozialen Probleme, deren Funktionsfähigkeit zu fördern ist von daher sozial und volkswirtschaftlich sinnvoll.


Was soll der Schwachsinn jetzt wieder?
Es hat doch niemand abgestritten, daß eine gut funktionierende Ehe und erzieherisch begabte Eltern ein großes Glück für deren Kinder sind.
Von Leuten wie dir wird nur abgestritten, daß es in einer homosexuellen Partnerschaft ebenso funktionieren kann.
Wieviele dieser Partnerschaften ebenso wie die heterosexuellen Partnerschaften scheitern, wird sich wohl erst in Zukunft statistisch bemerkbar machen. Ich schätze allerdings, daß gerade bei einer homosexuellen Partnerschaft mit Kindern die Trennungsrate geringer sein wird als bei den heterosexullen Paaren, da man hier nicht gerade mal so nebenbei ein Kind erhält.

Pjotr Kala
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Hüte dich vor Institutionen, die dir das Denken abnehmen wollen!
Studien weltweit belegen, dass lesbischwule Paare Kinder genauso gut erziehen wie heterosexuelle Paare. In einer Studie wurde lediglich ein Unterschied festgestellt: Kinder, die bei gleichgeschlechtlichen Paaren aufwachsen, haben eine bessere gesundheitliche Versorgung, da sich die Eltern wohl augrund erhöhten gesellschaftlichen Drucks dazu genötigt sehen, ihre Kinder besonders gut zu versorgen.