Staat, Recht und Homosexualität.


gg, man kann sich natürlich alles irgenwie hindrehen.

Bis in der Mitte des vorigen Jahrhunderts wurde gerade die Homosexualität als widernatürlich eingestuft, weil sie angeblich nicht im Tierreich vorkam.

Jetzt wird plötzlich eine andere Definition aus der Ecke gekramt, da sich die ursprüngliche nicht mehr halten ließ.
Allerdings ist die neue genau so schwachsinnig wie die alte. Es gibt keine eigentliche (unversehrte) Natur, sondern nur Natur in allen möglichen Variationen. Und die "wahre Natur" des Menschen gibt es auch nur in Religionen oder religiös angehauchten Philosophien.

Pjotr Kala
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Hüte dich vor Institutionen, die dir das Denken abnehmen wollen!
Pjotr Kala hat folgendes geschrieben:

Bis in der Mitte des vorigen Jahrhunderts wurde gerade die Homosexualität als widernatürlich eingestuft, weil sie angeblich nicht im Tierreich vorkam.

Kannst du eine Quelle dafür anführen, dass das in der katholischen Morallehre so vertreten wurde?
Mahlzeit

Ich habe Hinweise darauf gefunden, dass es so gewesen sein könnte.

Clemens von Alexandrien († vor 215/16) schrieb dazu:

Zitat:
Wie sich die Sodom-Thematik in der Zeit der Kirchenväter widerspiegelte sei anhand von vier Beispielen exemplifiziert.

„Nun hat aber die Natur es nicht einmal den geilsten Tieren gestattet, durch den Verdauungsgang zu begatten. … Deshalb ist es für uns ohne jeden Zweifel klar, daß man die Unzucht mit Männern und die unfruchtbaren Begattungen und die Päderastie und die von Natur unmöglichen Verbindungen der Androgynen vermeiden muß, gehorsam der Natur die selbst solches durch den Bau der Glieder verbietet, indem sie dem männlichen Geschlecht die Manneskraft verliehen hat, nicht daß es den Samen in sich aufnehme, sondern daß es ihn von sich ergieße.“


Quelle: http://glaubensbuehne.blogspot.de/2.....d-katholische-kirche.html

Wir finden auf der Seite übrigens eine ganze Menge Informationen über den nicht immer allzu netten Umgang mit Homosexuellen innerhalb der katholischen Kirche.
Man könnte behaupten dieser Verein hat gleichgeschlechtliche Liebe als wiedernatürlich und bekämpfenswert eingestuft.

Für den geneigten Leser habe ich noch das hier gefunden: http://www.kath.net/news/37933

daraus:
Zitat:
Die beiden Biologen sind der Ansicht, Begriffe wie „schwul“ und „lesbisch“ seien im Zusammenhang mit Tieren nicht angebracht, da sie sich auf das menschliche Sexualverhalten beziehen. Zu diesem gehören neben genetischen und hormonellen Faktoren auch Lebensstil, Partnerpräferenz und Kultur.


Das klingt garnicht so verkehrt.

Und jetzt noch mal die Kirche, diesmal die evangelischen...
Zitat:

Im Gemeindeblatt druckten die Pfarrer eine von ihnen mitverfasste Stellungnahme aus dem Jahr 2002 ab, in der sie unter anderem für die Homo-"Heilung" werben. Die gleichgeschlechtliche Liebe sei demnach "kein unveränderliches Schicksal, das ausgelebt werden muss". Wird sie doch ausgelebt, sei das eine "Sünde".

Auch setzten die Pfarrer Schwule und Lesben mit Menschen gleich, die sexuelle Beziehungen mit Tieren unterhalten oder sexuelles Interesse an Kindern haben: "Wenn Homosexualität als berechtigter Weg zur Sexualität anerkannt wird, besteht dann nicht die Gefahr, dass in Zukunft auch andere Arten fehlgeleiteter Sexualität (Pädophilie, Polygamie, Sodomie…) als normal anerkannt, gefördert und 'abgesegnet' werden?"


Quelle: http://www.queer.de/detail.php?article_id=25150

Wenn das alles nicht so tragisch wäre...
Leute, ihr könnt den Krieg beenden, es gibt nur Verlierer.
Auch Kirchen nehmen an einer kulturellen und spirituellen Evolution teil und werden gegebenenfalls aussortiert...

LG
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https://youtu.be/f2ROFnA4HRA
Grubi hat folgendes geschrieben:
Auch Kirchen nehmen an einer kulturellen und spirituellen Evolution teil und werden gegebenenfalls aussortiert...

Ich glaube eher, dass Gesellschaften und Kulturen, welche die göttliche Ordnung außer Acht lassen untergehen. Das Gutheißen und die Förderung von Homosexualität ist so ein Zeichen des kollektiven Niedergangs - und steht immer mit einer Gottblindheit in Zusammenhang - ohne dass dem einzelnen Homosexuellen in irgendeiner Art in Weise alleine aufgrund der Tatsache seiner Neigung Gottlosigkeit unterstellt werden könnte.

Aber wir werden sehen, vielleicht nicht zu unseren Lebzeiten, aber am Ende der Zeit wird das Urteil gefällt werden... Wichtig ist bis dahin, dass die katholische Kirche als Bastion an dem festhält, was sie immer gelehrt hat: Der Ort der Sexualität ist in der Ehe zwischen einem Mann und einer Frau - und die Sexualität hat offen zu sein für die Weitergabe des Lebens, weil sie - wenn außerhalb dieses Sinnzusammenhanges die Lust als reiner Selbstzweck angestrebt wird - entstellt wird und schlecht für den Menschen ist. Ich bin mir sicher, dass die Kirche als Verteidigerin dieser Wahrheit eine sehr wichtige Rolle hat.
gg, es wäre ja auch ein Wunder gewesen, wenn Burkl auf das berüchtigte "jüngste Gericht" als Drohung
verzichten würde (so als letztes Argument vor dem Untergang).

Pjotr Kala
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Hüte dich vor Institutionen, die dir das Denken abnehmen wollen!
http://www.zeit.de/community/2014-1.....on-glaube-homosexualitaet
Ich denke, nicht nur Bahai, auch generell Christen und andere religiöse Gruppen sollten das noch vermehrt ausbauen, mit individuellen Lebensformen offener umzugehen!
Und noch einmal der Hinweis, dass der Zeit-Artikel ohne vorherige Rücksprache mit dem Originalautor umgeschrieben und verschäft worden ist. Meine Frau hat die ursprüngliche Fassung auf ihrem Blog online gestellt:

https://wendepunkte.wordpress.com/2.....ahais-an-die-zeit-online/
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"Nicht mitzuhassen, mitzulieben bin ich da." Sophokles: Antigone, Vers 523
Das Thema betrifft den Staat und die rechtliche Situation. Ich habe keine Ahnung, warum Religion in dieses Thema eingebracht wird.
Weil in den anderen Thread damals auch der Staat und die rechtliche Situation eingeflochten wurden und viele das offenbar nur schwer trennen können, da ja letztendlich rechtliche Anpassungen an religiöse Überzeugungen gefordert werden.
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"Nicht mitzuhassen, mitzulieben bin ich da." Sophokles: Antigone, Vers 523