Staat, Recht und Homosexualität.


Es gibt Beiträge in diesem Forum, die so beknackt sind und von einer nicht für möglich gehaltenen Hirnlosigkeit zeugen, dass es sich nicht lohnt, darauf zu antworten.
Hallo,
auch deine Anwort ist Ausdruck des Grundrecht auf freie Meinungsäusserung. Pauschale annährende Beledigung ist allerdings keine Widerlegung von Argumenten, eher ein Ausweichen vor der Realität.

Gruss

Zitat Wikipedia:

Diskriminierungsverbot im Privatrecht?

Die Freiheit, bei der Wahl seines Vertragspartners und bei der Ausgestaltung des Vertragsverhältnisses auch nach den verpönten Merkmalen zu unterscheiden, wird jedoch vielfach vor allem im Bereich Beruf und Beschäftigung, bei Massengeschäften des Zivilrechtsverkehrs und bei der Versorgung mit Gütern und dem Zugang zu Dienstleistungen als anstößig empfunden. Das hat die Forderung nach staatlicher Reglementierung hervorgerufen, um Bürger vor den Diskriminierungen anderer Bürger zu schützen.

Damit ist ein Spannungsverhältnis eröffnet zwischen dem Postulat des staatlichen Schutzes vor Benachteiligungen durch andere Bürger und dem damit notwendig einhergehenden Eingriff des Staates in die Privatautonomie. Eine besondere Rolle spielen dabei die Grund- und Menschenrechte, wie zum Beispiel die Religionsfreiheit. Deren Gewährleistung macht es etwa notwendig, einer Religionsgemeinschaft zu erlauben, nach der Religionszugehörigkeit zu unterscheiden (zu diskriminieren) und z.B. die Besetzung eines religiösen Amtes durch einen Anders- oder Nichtglaubenden abzulehnen.
Ich meine, es muss einer Religionsgemeinschaft durchaus gewährleistet werden, unterscheiden zu dürfen, wer unter welchen Umständen dazu gehört. Es darf ein solcher Mensch allerdings grundsätzlich nicht allgemein diskriminiert werden.
Guten Morgen,

umgangssprachlich ist das Wort Diskriminierung wohl negativ besetzt.

Es wird vorwiegend dafür verwandt, wenn einzelne Personen oder Gruppen andere Personen oder Gruppen an der Ausübung ihrer verfassungsgemäßen oder durch Konventionen festgelegten Grundrechten oder Werten behindert werden oder sozial geächtet werden.
Die Formulierungen, die Weinberg in Bezug auf Homosexualität in seinen Beiträgen verwandt hat, tragen durchaus die Züge einer sozialen Ächtung.

Pjotr Kala
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Hüte dich vor Institutionen, die dir das Denken abnehmen wollen!
Hallo,
mag sein, als private Person darf ich sozial ächten soviel ich mag. Das Recht wird auch jedem Religiösen zugestanden wenn er Ungläubige als schlechtere verdorbende Menschen tituliert und die Meidung des Umganges auch ggf. propagiert.

Was Religiöse gegenüber Andersgläubigen privat dürfen und machen steht jedem Heterosexuellen auch gegenüber Homosexualität zu.
Hallo Weinberg,

gg, schon mal bemerkt, daß gerade auch hier im Forum jeder Form der Ächtung, die sich nicht an den im Grundgesetz oder auch anderen Verfassungen oder in Konventionen festgehaltenen Wertvorstellungen hält, oder jede neuere wissenschaftliche Erkenntnis nicht berücksichtigt, widersprochen wird?

Über das, was ich "privat" von deiner Art der "Ächtung" halte, schweige ich lieber. Das wäre wohl nicht salonfähig.

Ach ja, in den letzten Jahren halten sich viele Religionen (abgesehen von Sekten und fanatischen Anhängern) auffallend zurück, Andersgläubige als schlechtere Menschen darzustellen.

Pjotr Kala
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Hüte dich vor Institutionen, die dir das Denken abnehmen wollen!
Ich denke, mit Ächtung ist immer vorsichtig umzugehen, ob privat oder öffentlich.
Hallo,
mag eben sein, es mag auch unterschiedliche Ansichten geben. Mein Hinweis bezog sich eben auf die ZULÄSSIGKEIT privater Diskriminierung, nicht mehr, nicht weniger.

Gruss
Ich habe immer noch nicht verstanden, warum Homosexualität überhaupt strafrechtlich verfolgt, persönlich oder gesellschaftlich "geächtet", rechtlich benachteiligt wird/werden soll/werden muss, von der Verdammung der Homosexualität aus religiösen Gründen mal ganz zu schweigen. In den dieses Thema behandelnden Threads in diesem Forum findet sich diesbezüglich keine einzige akzeptable Begründung.
Wenn einer unserer vier Söhne oder meinetwegen alle mitteilen würden, er bzw. sie seien homosexuell (was bisher erkennbar nicht der Fall ist), wäre ein "aha, soso", der einzige Kommentar, den ich abzugeben wüsste.
Hallo Weingart,
Zitat:
mag eben sein, es mag auch unterschiedliche Ansichten geben. Mein Hinweis bezog sich eben auf die ZULÄSSIGKEIT privater Diskriminierung, nicht mehr, nicht weniger.


Diskriminierung ist umgangsprachlich meistens negativ besetzt. Daß du hier eine Erklärung heranziehst, die nicht dem normalen Sprachgebrauch entspricht, paßt genau in das Schema deiner früheren Argumentationen, die ebenfalls kaum der üblichen Auslegung von Gesetzestexten usw. entsprechen.
All das hat ein sehr starkes "Geschmäckle".

Diskriminierung ist im landläufigen Sprachgebrauch eine nicht zulässige Ausgrenzung in irgendeiner Form.

Und wenn du meinst, daß du deine Diskriminierungs-Versuche öffentlich machen mußt, erhälst du, so hoffe ich wenigenstens, von allen Seiten die passenden Gegenargumente.

Pjotr Kala
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