Gedanken zu "Beantwortete Fragen" von Abdu'l Baha


Ziraki hat folgendes geschrieben:
Ich fände einen Thread zu "Beantwortete Fragen" von ʿAbdul-Baha' aus Sicht der katholischen Theologie sehr interessant.


Liebe Ziraki,

nicht nur aus katholischer Sicht finde ich das Thema interessant. Es wäre schön, wenn User mit den verschiedensten Weltbildern sich hier beteiligen würden.
Danke für den Tipp!

Ich beginne dann gleich mal mit dem ersten Kapitel:


DIE NATUR STEHT UNTER EINEM ALLUMFASSENDEN GESETZ

Die Natur ist jener Zustand, jene Wirklichkeit, die anscheinend Leben und Tod, oder mit anderen Worten Zusammensetzung und Auflösung aller Dinge, umfaßt.

Diese Natur ist einem vollendeten Gefüge, bestimmten Gesetzen, einer vollständigen Ordnung und einem vollkommenen Plan unterworfen, von denen sie niemals abweicht; und zwar in so hohem Maße unterworfen, daß man in ihr bei sorgfältiger Betrachtung und geistiger Wahrnehmung vom kleinsten unsichtbaren Atom bis zu solch großen Dingen der Welt des Daseins, wie der Sonne oder den anderen großen Sternen und leuchtenden Himmelskörpern, sei es in ihrer Anordnung und Zusammensetzung, sei es in ihrer Form und Bewegung, den höchsten Grad der Ordnung findet und erkennt, daß alles unter einem unausweichlichen, vollkommenen Gesetz steht.

Wenn man aber die Natur selbst betrachtet, sieht man, daß sie weder Verstand noch Willen besitzt. So liegt es zum Beispiel in der Natur des Feuers, daß es brennt, und es tut dies ohne Willen und Verstand; die Natur des Wassers ist, daß es fließt, und es tut dies ohne Willen und Verstand; die Natur der Sonne ist, daß sie leuchtet, auch sie leuchtet ohne Willen und Verstand; die Natur des Dampfes ist, aufzusteigen, und er steigt ebenso ohne Willen und Verstand auf. Damit ist klar erwiesen, daß alle natürlichen Bewegungen der erschaffenen Dinge zwangsläufige Vorgänge sind und sich nichts nach eigenem Willen bewegt, mit Ausnahme des Tieres und vor allem des Menschen. Der Mensch vermag sich der Natur zu widersetzen und von ihren Wegen abzuweichen, weil er die Struktur der Dinge entdeckt hat und damit den Kräften der Natur gebietet. Alle Erfindungen, die er gemacht hat, beruhen auf der Entdeckung der Struktur der Dinge. So hat er zum Beispiel die Telegraphie erfunden, die Ost und West verbindet. Darum sehen wir deutlich, daß der Mensch die Natur beherrscht.

#18

Kann nun, bei dieser systematischen Ordnung und Gesetzmäßigkeit, die man im ganzen Dasein erkennt, gesagt werden, dies alles sei aus dem Wirken der Natur heraus entstanden, obwohl sie selbst weder Verstand noch Wahrnehmungsvermögen besitzt? Dies zeigt uns deutlich, daß diese Natur, die weder Verstand noch Einsicht hat, in der Hand des Allmächtigen ruht und daß Er das Reich der Natur regiert und in ihr alles, was Er will, erscheinen läßt.

Eines der Dinge, welches in der Welt des Daseins erschienen ist und eine Naturnotwendigkeit darstellt, ist das menschliche Leben. So betrachtet, wird die Natur zur Wurzel und der Mensch zum Zweige. Ist es wohl möglich, daß Wille, Verstand und Vollkommenheit nur im Zweig, nicht aber in der Wurzel wären?

Daraus geht klar hervor, daß die Natur in ihrem innersten Wesen in der machtvollen Hand Gottes ruht. Der ewig Allmächtige und Eine ist es, Der die Natur in ihren ehernen Bahnen und Gesetzen hält und ihr Herrscher ist.¹


¹ Zur Idee Gottes cf. Kap.37: "Gott kann nur durch die göttlichen Offenbarer erkannt werden", p.146-215, und Kap. 59: "Menschliche Gotteserkenntnis", p.213. Der Bahá'í-Glaube vertritt keine anthropomorphe Gottesauffassung. Wenn in dieser Abhandlung die übliche Terminologie angewendet wird, erfolgt eine sorgfältige Erklärung der symbolischen Bedeutung.
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»Du sollst den Herrn, deinen Gott, lieben von ganzem Herzen, von ganzer Seele und von ganzem Gemüt«
Dies ist das höchste und größte Gebot.
Das andere aber ist dem gleich: »Du sollst deinen Nächsten lieben wie dich selbst«.
In diesen beiden Geboten hängt das ganze Gesetz und die Propheten
Zitat:
Die Natur ist jener Zustand, jene Wirklichkeit, die anscheinend Leben und Tod, oder mit anderen Worten Zusammensetzung und Auflösung aller Dinge, umfaßt.

Würde ich auch so sagen - es ist augenscheinlich, dass alles was ist dem Tod und der Vergänglichkeit unterworfen ist. Da sind sich Gott und der Teufel einig - allerdings nicht in der Einstellung zum Tod. Der Teufel will den Tod, um das, was ist - zuallererst den Menschen - in die Verdammung mitzureissen, auf die er selbst zustürzt.

Gott will den Tod nicht.

"Aber der HERR, der mächtige Gott, sagt: So gewiss ich lebe, mir macht es keine Freude, wenn ein Mensch wegen seiner Vergehen sterben muss. Nein, ich freue mich, wenn er seinen falschen Weg aufgibt und am Leben bleibt. Darum kehrt um, kehrt schleunigst um! Warum wollt ihr in euer Verderben laufen, ihr Leute von Israel?'" Hes 33,11

Zitat:
Diese Natur ist einem vollendeten Gefüge, bestimmten Gesetzen, einer vollständigen Ordnung und einem vollkommenen Plan unterworfen, von denen sie niemals abweicht;

Ein bedingtes ja. Die Natur aus Eigenem zeigt neben der Vergänglichkeit all dessen, was sie hervorbringt, gewisse "Verzerrungen" ihrer Schönheit - gewisse Hässlichkeiten, die zu sehen uns auch möglich ist: z.B. Missbildung und Entartung, Krankheit, Parasitismus, die Roheit und Erbarmungslosigkeit zwischen Fressfeinden. All das kommt uns wie ein Schatten über ihrer Vollkommenheit und Schönheit vor. Deshalb spricht die Bibel davon, dass die Schöpfung der Erlösung bedarf bzw. auf ihre eigentliche Vollendung in ihrer Neuschöpfung zugeht.

"Dann wohnt der Wolf beim Lamm, / der Panther liegt beim Böcklein. Kalb und Löwe weiden zusammen, / ein kleiner Knabe kann sie hüten.
Kuh und Bärin freunden sich an, / ihre Jungen liegen beieinander. / Der Löwe frisst Stroh wie das Rind.
Der Säugling spielt vor dem Schlupfloch der Natter, / das Kind streckt seine Hand in die Höhle der Schlange.
Man tut nichts Böses mehr / und begeht kein Verbrechen / auf meinem ganzen heiligen Berg; denn das Land ist erfüllt von der Erkenntnis des Herrn, / so wie das Meer mit Wasser gefüllt ist." Jes 11,6-9

"Die Schöpfung ist der Vergänglichkeit unterworfen, nicht aus eigenem Willen, sondern durch den, der sie unterworfen hat; aber zugleich gab er ihr Hoffnung:
Auch die Schöpfung soll von der Sklaverei und Verlorenheit befreit werden zur Freiheit und Herrlichkeit der Kinder Gottes.
Denn wir wissen, dass die gesamte Schöpfung bis zum heutigen Tag seufzt und in Geburtswehen liegt." Röm 8,20-22

"Da hörte ich eine laute Stimme vom Thron her rufen: Seht, die Wohnung Gottes unter den Menschen! Er wird in ihrer Mitte wohnen, und sie werden sein Volk sein; und er, Gott, wird bei ihnen sein.
Er wird alle Tränen von ihren Augen abwischen: Der Tod wird nicht mehr sein, keine Trauer, keine Klage, keine Mühsal. Denn was früher war, ist vergangen.
Er, der auf dem Thron saß, sprach: Seht, ich mache alles neu. Und er sagte: Schreib es auf, denn diese Worte sind zuverlässig und wahr." Offb 21,3-5

Die Natur selbst aus Eigenem weicht niemals von ihren Gesetzlichkeiten ab - ja. Allerdings gibt es Ereignisse, in denen das geschieht. Diese werden in der katholischen Theologie "Wunder" genannt. Zu sagen, dass die Annahme der Existenz derselben philosophisch zwangsläufig etwas an der Annahme einer vollkommenen Schöpfung ändern müsste oder per se unwissenschaftlich sei, ist unzutreffend. Das hat C.S. Lewis in seinem Buch über die Wunder ausführlich behandelt. Die biblischen Wunder sind demnach keine Aufhebung der Naturgesetze, sondern die "Kür" des Meisters, der die Natur erschaffen hat - und sie lassen deren Vollendung bereits jetzt "durchblitzen".

Zitat:
Damit ist klar erwiesen, daß alle natürlichen Bewegungen der erschaffenen Dinge zwangsläufige Vorgänge sind und sich nichts nach eigenem Willen bewegt, mit Ausnahme des Tieres und vor allem des Menschen.

Die Zwangsläufigkeit der natürlichen Vorgänge wird, wie erwähnt durch die Wunder durchbrochen und "erhöht".
Die Tiere haben zwar "programmierte" Intelligenz, nicht jedoch Persönlichkeit und einen Willen in dem Sinne, dass ihnen moralisches Handeln in Unterscheidung von Gut und Böse offenstünde - Tiere sind in diesem Sinne aufgrund ihrer mangelnden sittlichen Unterscheidungs- und Handlungsfähigkeit nicht Person. Den Tieren in einem Atemzug mit dem Menschen Willensfähigkeit zu attestieren halte ich daher für irreführend.

Zitat:
Alle Erfindungen, die er gemacht hat, beruhen auf der Entdeckung der Struktur der Dinge. So hat er zum Beispiel die Telegraphie erfunden, die Ost und West verbindet. Darum sehen wir deutlich, daß der Mensch die Natur beherrscht.

Ja und nein. Einerseits hat alles, was der Mensch durch technischen Fortschritt der Natur "abringt" seine Schattenseiten: Umweltverschmutzung, Entfremdung von Lebensraum etc.
Auf der anderen Seite ist der Mensch nicht nur Beherrscher der Natur, sondern ist ihrer Roheit, Gewalt und Unstetigkeit immer auch hilflos ausgeliefert - z.B. durch die Naturgewalten und Naturkatastrophen.

Zitat:

Eines der Dinge, welches in der Welt des Daseins erschienen ist und eine Naturnotwendigkeit darstellt, ist das menschliche Leben. So betrachtet, wird die Natur zur Wurzel und der Mensch zum Zweige. Ist es wohl möglich, daß Wille, Verstand und Vollkommenheit nur im Zweig, nicht aber in der Wurzel wären?

Rein naturhaft gesehen ist es oftmals so, dass das Höhere aus dem Niedrigeren durch das Prinzip der "Verwandlung" hervorgeht. Als Musterbeispiel kann die Ernährung und der Stoffwechsel dienen: Aus pflanzlichen und tierischen Nährstoffen bildet der Mensch seine Körpersubstanz. Aus Getreide wird also letztlich Muskeln, Blut, Gehirn usw. Hier ist also die "Wurzel" eindeutig geringwertiger als der "Ast". Der Schluss, dass in der Natur das hervorgebrachte Höhere bereits wesentlich im Niedrigeren enthalten sein müsse, ist daher aus der Beobachtung der natürlichen Vorgänge nicht abzuleiten.

Zitat:
Daraus geht klar hervor, daß die Natur in ihrem innersten Wesen in der machtvollen Hand Gottes ruht. Der ewig Allmächtige und Eine ist es, Der die Natur in ihren ehernen Bahnen und Gesetzen hält und ihr Herrscher ist.¹

¹ Zur Idee Gottes cf. Kap.37: "Gott kann nur durch die göttlichen Offenbarer erkannt werden"

Der katholische Glaube geht davon aus, dass durch das Betrachten und Erwägen der sichtbaren Wirklichkeit, aufgrund der zu beobachtenden sich sinnvoll wechselseitig ergänzenden fein austarierten Beziehungen und Abhängigkeiten der Dinge und Lebewesen untereinander, durch den Gebrauch der menschlichen Vernunft die Existenz des unsichtbaren Schöpfers erschlossen werden kann. Dieser Teil des für die Vernunft aus eigener Kraft wahrnehmbaren Ordnungsprinzips der Wirklichkeit wird nach Thomas von Aquin theologisch als "natürliches Gesetz" bezeichnet. In diesem ist z.B. die Ehe zwischen Mann und Frau verankert, aber auch die wesentlichen sittlichen Implikationen des Dekalogs.

"Seit Erschaffung der Welt wird seine unsichtbare Wirklichkeit an den Werken der Schöpfung mit der Vernunft wahrgenommen, seine ewige Macht und Gottheit." Röm 1,20

Dazu - genauer eigentlich "darüber" - kommt nach dem Heiligen Thomas das "göttliche Gesetz", das ebenfalls Ordnungsprinzip der Wirklichkeit ist, zum Unterschied zum natürlichen Gesetz dem Menschen jedoch nicht durch eigenes vernünftiges Reflektieren zugänglich ist, sondern "von oben" offenbart werden muss. Also z.B. in Bezug auf die naturgesetzlich verankerte Ehe die Offenbarung Christi, der die unauflösliche Einehe als Abbild der göttlichen Treue zu seinem Volk kundtut.

Natürliches Gesetz und göttliches Gesetz bilden in ihrer Gesamtheit das "ewige Gesetz", das die ganze Wirklichkeit umfasst und die Grundlage für Alles ist - und das ist Gott selbst. Christus hat ja gesagt, dass er gekommen ist das "ganze Gesetz zu erfüllen". Darin ist seine Gottheit begründet. Nur Gott selbst kann das ganze ewige Gesetz in seiner unauslotbaren Tiefe erfüllen.
Das ist mir jetzt gerade zu Burkls Versen aus der Bibbel eingefallen:

Zitat:
"Dann wohnt der Wolf beim Lamm, / der Panther liegt beim Böcklein. Kalb und Löwe weiden zusammen, / ein kleiner Knabe kann sie hüten.
Kuh und Bärin freunden sich an, / ihre Jungen liegen beieinander. / Der Löwe frisst Stroh wie das Rind.
Der Säugling spielt vor dem Schlupfloch der Natter, / das Kind streckt seine Hand in die Höhle der Schlange.
Man tut nichts Böses mehr / und begeht kein Verbrechen / auf meinem ganzen heiligen Berg; denn das Land ist erfüllt von der Erkenntnis des Herrn, / so wie das Meer mit Wasser gefüllt ist." Jes 11,6-9


Zitat:
"Da hörte ich eine laute Stimme vom Thron her rufen: Seht, die Wohnung Gottes unter den Menschen! Er wird in ihrer Mitte wohnen, und sie werden sein Volk sein; und er, Gott, wird bei ihnen sein.
Er wird alle Tränen von ihren Augen abwischen: Der Tod wird nicht mehr sein, keine Trauer, keine Klage, keine Mühsal. Denn was früher war, ist vergangen.
Er, der auf dem Thron saß, sprach: Seht, ich mache alles neu. Und er sagte: Schreib es auf, denn diese Worte sind zuverlässig und wahr." Offb 21,3-5


Gebt euch nicht zufrieden mit Worten, sondern bemüht euch, die geistigen Bedeutungen, die im Herzen der Worte verborgen sind zu verstehen.....
Die göttlichen Worte dürfen nicht entsprechend ihrem äußerlichen Sinn verstanden werden.
Sie sind symbolisch und enthalten Wirklichkeiten geistiger Bedeutungen.
Nicht das Lesen der Worte nützt euch, sondern das Verstehen ihrer Bedeutungen....
Alle Texte und Lehren der Göttlichen Testamente haben innewohnende geistige Bedeutungen. Man darf sie nicht wörtlich nehmen. Darum bete ich für euch, dass ihr die Fähigkeit erhaltet, diese inneren wirklichen Bedeutungen der Heiligen Schriften zu verstehen und der Geheimnisse inne zu werden, die in den Worten der Bibel niedergelegt sind...

Abdul-Baha in New York

Liebe Grüße
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Befasst euch gründlich mit den Nöten der Zeit, in der ihr lebt, und legt den Schwerpunkt eurer Überlegungen auf ihre Bedürfnisse und Forderungen.
Bahá'u'lláh
Zitat:
Darum bete ich für euch, dass ihr die Fähigkeit erhaltet, diese inneren wirklichen Bedeutungen der Heiligen Schriften zu verstehen und der Geheimnisse inne zu werden, die in den Worten der Bibel niedergelegt sind...

Der "innere Sinn" der Bibel ist immer Gott.
Deshalb ist das vernünftige Nachdenken über die Worte der Schrift allerdings nicht unzulässig - im Gegenteil: Gott hat uns ja einen Verstand gegeben, damit wir ihn auch gebrauchen.
Der Glaube ist etwas, das Herz und Verstand gleichermaßen anspricht und fordert, wobei beides auch überfordert wird. Der Glaube ist immer "einen Schritt" voraus - er "gehört" uns nie. Es gibt in den letzten Geheimnissen des Glaubens keinen erreichbaren Zustand der "beantworteten Fragen". Der Glaube ist lebenslanger Weg während dessen man schrittweise in die Wahrheit hineingeführt wird, ohne sie jemals ganz zu besitzen.

Egal wie nahe wir Ihm gekommen sind - der unendliche Gott kann uns immer noch einen Schritt weiter in seine Wahrheit hineinführen. Verstand und Herz werden im Glauben immer mehr "geweitet", ohne jedoch Gott jemals ganz erfassen zu können. Man wird richtig "süchtig" immer tiefer in Sein Geheimnis einzudringen. Gleichzeitig bleibt Gott - obwohl Er uns durch die Menschwerdung in Christus ganz nahe ist - immer Geheimnis. Irgendwer hat einmal gesagt: "Das Geheimnis Gottes kann man nicht verstehen, wohl aber in ihm leben."

Ich bete auch für Sie, verehrter Abdul-Baha', für Ihre Arme Seele im Fegefeuer.
Burkl hat folgendes geschrieben:



Zitat:

Eines der Dinge, welches in der Welt des Daseins erschienen ist und eine Naturnotwendigkeit darstellt, ist das menschliche Leben. So betrachtet, wird die Natur zur Wurzel und der Mensch zum Zweige. Ist es wohl möglich, daß Wille, Verstand und Vollkommenheit nur im Zweig, nicht aber in der Wurzel wären?

Rein naturhaft gesehen ist es oftmals so, dass das Höhere aus dem Niedrigeren durch das Prinzip der "Verwandlung" hervorgeht. Als Musterbeispiel kann die Ernährung und der Stoffwechsel dienen: Aus pflanzlichen und tierischen Nährstoffen bildet der Mensch seine Körpersubstanz. Aus Getreide wird also letztlich Muskeln, Blut, Gehirn usw. Hier ist also die "Wurzel" eindeutig geringwertiger als der "Ast". Der Schluss, dass in der Natur das hervorgebrachte Höhere bereits wesentlich im Niedrigeren enthalten sein müsse, ist daher aus der Beobachtung der natürlichen Vorgänge nicht abzuleiten.

Falls ich das jetzt richtig auffasse, ist das nicht der Schluss den Abdul-Baha zieht.
Ich sehe es als rhetorische Frage und gerade die Verneinung führt zur Annahme einer gestalterischen Kraft.
Burkl hat folgendes geschrieben:
Man tut nichts Böses mehr / und begeht kein Verbrechen / auf meinem ganzen heiligen Berg;


Welcher Berg ist hier mit dem "heiligen Berg" gemeint, lieber Burkl?

Zitat:
"Dann wohnt der Wolf beim Lamm, / der Panther liegt beim Böcklein. Kalb und Löwe weiden zusammen, / ein kleiner Knabe kann sie hüten.
Kuh und Bärin freunden sich an, / ihre Jungen liegen beieinander. / Der Löwe frisst Stroh wie das Rind.
Der Säugling spielt vor dem Schlupfloch der Natter, / das Kind streckt seine Hand in die Höhle der Schlange.
Man tut nichts Böses mehr / und begeht kein Verbrechen / auf meinem ganzen heiligen Berg; denn das Land ist erfüllt von der Erkenntnis des Herrn, / so wie das Meer mit Wasser gefüllt ist." Jes 11,6-9


Siehst Du das tatsächlich wörtlich, genau wie es hier steht? Diesen traumhaften Zustand kann ich mir eigentlich nur in einer geistigen Welt vorstellen. Ist für Dich denn für Dich das Neue Jerusalem, das auf die Erde herabkommt, keine geistige sondern tatsächlich eine materielle Welt?
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»Du sollst den Herrn, deinen Gott, lieben von ganzem Herzen, von ganzer Seele und von ganzem Gemüt«
Dies ist das höchste und größte Gebot.
Das andere aber ist dem gleich: »Du sollst deinen Nächsten lieben wie dich selbst«.
In diesen beiden Geboten hängt das ganze Gesetz und die Propheten
BEWEISE UND ZEUGNISSE FÜR DAS DASEIN GOTTES

Ein unwiderlegbarer Beweis für das Dasein Gottes ist die Tatsache, daß sich der Mensch nicht selbst erschaffen hat. Sein Schöpfer und Bildner ist ein anderer als er selber.

Es ist gewiß und außer Zweifel, daß der Schöpfer des Menschen anders als der Mensch ist; denn ein schwaches Geschöpf kann nicht der Schöpfer eines anderen Wesens sein. Im Schöpfer müssen alle Vollkommenheiten vereint sein, damit er erschaffen kann.

Wäre es möglich, daß die Schöpfung vollkommen ist und der Schöpfer unvollkommen? Ist es denkbar, daß ein Bild ein Meisterwerk ist, und der Maler nicht in seiner Kunst vollkommen? Das Bild ist doch seine Kunst und seine Schöpfung. Nein, das Bild kann nicht einmal dem Maler gleichkommen, denn wäre es wie er, dann könnte es sich ja selber malen. Wie vollkommen das Bild auch sein mag, so bleibt es doch im Vergleich zum Maler völlig unvollkommen.

Bedingtsein ist die Quelle der Unvollkommenheit, während Gott die Quelle der Vollkommenheit ist. Die Unvollkommenheit der bedingten Welt ist an sich ein Beweis für die Vollkommenheit Gottes.

Wenn du zum Beispiel den Menschen betrachtest, so siehst du, daß er schwach ist. Diese Schwachheit des Geschöpfes ist ein Beweis für die Stärke des ewig Allmächtigen und Einen, denn wenn es keine Stärke gäbe, wäre Schwäche unvorstellbar. Daher erweist die Schwäche des Geschöpfes die Stärke des Schöpfers, denn wenn es keine Stärke gäbe, könnte auch keine Schwäche sein. Die Schwäche selbst beweist uns, daß es in der Welt Stärke geben muß. Ein anderes Beispiel ist die Armut in dieser bedingten Welt. Zweifellos muß es auch Reichtum geben, da Armut auf der Erde offensichtlich ist. Ferner gibt es in dieser bedingten Welt Unwissenheit. Deshalb muß es auch Wissen geben, denn gäbe es kein Wissen, so könnten wir auch keine Unwissenheit feststellen. Unwissenheit ist das Nichtsein von Wissen, und wenn es kein Sein gäbe, wäre auch ein Nichtsein nicht vorstellbar.

#20

Es ist gewiß, daß diese ganze bedingte Welt unter einer Ordnung und unter Gesetzen steht, denen sie sich nicht zu entziehen vermag. Sogar der Mensch ist dem Tode, dem Schlaf und anderen Naturgesetzen unterworfen. Er wird in mancherlei Hinsicht beherrscht, und zweifellos muß dieser Beherrschte einen Herrscher haben. Weil Abhängigkeit ein Kennzeichen für bedingte Wesen und eine wesentliche Notwendigkeit ist, muß auch ein unabhängiges Wesen existieren, zu dessen Wesen Unabhängigkeit gehört.

So erkennen wir zum Beispiel an einem Kranken, daß es Gesundheit geben muß, denn gäbe es keine Gesundheit, könnte auch keine Krankheit erwiesen werden.

Daraus geht hervor, daß es einen ewig Allmächtigen und Einen gibt, Der alle Vollkommenheiten in Sich vereint, denn besäße Er sie nicht, wäre Er Seinen Geschöpfen gleich.

So beweist auch das kleinste erschaffene Ding in dieser Welt des Daseins, daß es einen Schöpfer gibt. Zum Beispiel beweist dieses Stück Brot, daß jemand es hergestellt hat.

Gelobt sei Gott! Die geringste Veränderung in der Form des unscheinbarsten Dinges weist darauf hin, daß sie einen Urheber haben muß. Und dieses gewaltige und unendliche Weltall sollte sich selber erschaffen haben und durch die Tätigkeit der Elemente und Stoffe aus sich Selbst entstanden sein? Welch ein wunderlicher Irrtum ist eine solche Annahme. Diese handgreiflichen Beweise werden für schwache Seelen angeführt, denn wo sich das innere Auge auftut, sieht es hunderttausendfach klare Beweise. Damit soll gesagt sein, daß der Mensch, der den Geist in seinem Inneren fühlt, keines weiteren Beweises für das Vorhandensein des Geistes bedarf. Aber für jene Menschen, die der Segnungen des Geistes nicht teilhaftig sind, muß man Beweise aus der gegenständlichen Welt erbringen.


Abdu'l Baha
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»Du sollst den Herrn, deinen Gott, lieben von ganzem Herzen, von ganzer Seele und von ganzem Gemüt«
Dies ist das höchste und größte Gebot.
Das andere aber ist dem gleich: »Du sollst deinen Nächsten lieben wie dich selbst«.
In diesen beiden Geboten hängt das ganze Gesetz und die Propheten
Minou hat folgendes geschrieben:
Burkl hat folgendes geschrieben:
Man tut nichts Böses mehr / und begeht kein Verbrechen / auf meinem ganzen heiligen Berg;


Welcher Berg ist hier mit dem "heiligen Berg" gemeint, lieber Burkl?

Zitat:
"Dann wohnt der Wolf beim Lamm, / der Panther liegt beim Böcklein. Kalb und Löwe weiden zusammen, / ein kleiner Knabe kann sie hüten.
Kuh und Bärin freunden sich an, / ihre Jungen liegen beieinander. / Der Löwe frisst Stroh wie das Rind.
Der Säugling spielt vor dem Schlupfloch der Natter, / das Kind streckt seine Hand in die Höhle der Schlange.
Man tut nichts Böses mehr / und begeht kein Verbrechen / auf meinem ganzen heiligen Berg; denn das Land ist erfüllt von der Erkenntnis des Herrn, / so wie das Meer mit Wasser gefüllt ist." Jes 11,6-9


Siehst Du das tatsächlich wörtlich, genau wie es hier steht? Diesen traumhaften Zustand kann ich mir eigentlich nur in einer geistigen Welt vorstellen. Ist für Dich denn für Dich das Neue Jerusalem, das auf die Erde herabkommt, keine geistige sondern tatsächlich eine materielle Welt?

Der heilige Berg ist der Zion, der Pars pro toto das Volk Israel symbolisiert und der hier für das Neue Jerusalem, also für die neue Welt, den Himmel, das Paradies steht. Gemeint ist die neue Schöpfung, die auf diese Welt folgen wird.

Und nein - die Wirklichkeit der neuen Welt ist nicht rein geistig zu verstehen, in dem Sinne dass sie "körperlos" sein wird und dort, zugespitzt formuliert, nur mehr geisterhafte Seelen in bunten Nebeln zu sphärischen Klängen umherschwirren. Es wird allerdings auch keine Welt sein, die physikalisch, biologisch oder räumlich-zeitlich ist. Es wird eine Welt sein, die zwar völlig neu ist, gleichzeitig aber etwas mit dieser Welt zu tun hat, welche die neue bereits jetzt "keimhaft" in sich trägt. Das "Aufblitzen" dieser neuen Welt und des Prinzips der Transformation des Alten in das Neue, offenbart sich in der Erhöhung der menschlichen Existenz derjeniger, die Teil dieser neuen Welt sein werden - in und durch die Auferstehung Jesu Christi.
Die neue Welt, das Neue Jerusalem, in der Bibel auch Himmel oder Paradies genannt, ist also von ihrer Art und Gestalt her das Ergebnis einer Verwandlung der derzeitigen in eine völlig neue Gestalt, die sich in der vollzogenen Metamorphose wie der Schmetterling im Vergleich zur Raupe ausmacht, oder wie der ausgewachsene Halm samt Ähre im Vergleich zum Saatkorn. Die endgültige neue Gestalt ist also unsichtbar "keimhaft" in der alten angelegt, ohne dass sie aus der ersten Gestalt schon erkennbar wäre. Die Art des Gestaltwandels, welcher dieser Welt bevorsteht, musste offenbart werden - eben durch die Auferstehung Jesu Christi. Diese zeigt: Nichts wahrhaft Menschliches, also auch nicht unser Leib, wird durch die Verklärung dieser Welt und den Aufstieg auf die höhere Existenzebene zerstört, sondern es wird gestärkt, geläutert und erhöht.

"Und was du säst, hat noch nicht die Gestalt, die entstehen wird; es ist nur ein nacktes Samenkorn, zum Beispiel ein Weizenkorn oder ein anderes.
Gott gibt ihm die Gestalt, die er vorgesehen hat, jedem Samen eine andere.
So ist es auch mit der Auferstehung der Toten. Was gesät wird, ist verweslich, was auferweckt wird, unverweslich.
Was gesät wird, ist armselig, was auferweckt wird, herrlich. Was gesät wird, ist schwach, was auferweckt wird, ist stark.
Gesät wird ein irdischer Leib, auferweckt ein überirdischer Leib. Wenn es einen irdischen Leib gibt, gibt es auch einen überirdischen.
Aber zuerst kommt nicht das Überirdische; zuerst kommt das Irdische, dann das Überirdische.
Der Erste Mensch stammt von der Erde und ist Erde; der Zweite Mensch stammt vom Himmel.
Wie der von der Erde irdisch war, so sind es auch seine Nachfahren. Und wie der vom Himmel himmlisch ist, so sind es auch seine Nachfahren.
Wie wir nach dem Bild des Irdischen gestaltet wurden, so werden wir auch nach dem Bild des Himmlischen gestaltet werden." (1 Kor 15,37-38; 42-44; 46-49)

Du siehst - wir landen immer wieder bei der Auferstehung Jesu Christi als realem geschichtlichen Ereignis, das Leib, Geist und Seele umfasst und deren neue Wirklichkeit zeigt. Sie ist der entscheidende und zentrale "Kristallisationspunkt", durch den sich die christliche Wahrheit von allen anderen Religionen und Glaubenssystemen abhebt. Sie ist der Punkt, in dem die alte und die neue Welt - Erde und Himmel - aufeinander treffen und ihr innerstes Wesen offenbar wird.

Der Herr ist wahrhaft auferstanden - Halleluja!
Gelobt sei Jesus Christus.
In Ewigkeit - Amen.
Burkl hat folgendes geschrieben:
Der heilige Berg ist der Zion, der Pars pro toto das Volk Israel symbolisiert und der hier für das Neue Jerusalem, also für die neue Welt, den Himmel, das Paradies steht. Gemeint ist die neue Schöpfung, die auf diese Welt folgen wird.


Das verwirrt mich etwas. Sprichst Du hier von den 1000 Jahren, in denen Satan gebunden ist oder vom ewigen jenseitigen Leben?
Findet nicht bei Jesu Wiederkunft das Gericht statt? Was geschieht nach diesem Gericht mit den Ungläubigen?
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»Du sollst den Herrn, deinen Gott, lieben von ganzem Herzen, von ganzer Seele und von ganzem Gemüt«
Dies ist das höchste und größte Gebot.
Das andere aber ist dem gleich: »Du sollst deinen Nächsten lieben wie dich selbst«.
In diesen beiden Geboten hängt das ganze Gesetz und die Propheten
WIEDERKUNFT CHRISTI UND JÜNGSTES GERICHT

In den heiligen Büchern heißt es, daß Christus wiederkommen werde und daß dies von der Erfüllung gewisser Zeichen abhänge: Wenn Er kommt, wird es unter diesen Zeichen sein. Zum Beispiel "werden Sonne und Mond den Schein verlieren, und die Sterne werden vom Himmel fallen ... Und alsdann wird erscheinen das Zeichen des Menschensohns am Himmel. Und alsdann werden heulen alle Geschlechter auf Erden und werden kommen sehen des Menschen Sohn in den Wolken des Himmels mit großer Kraft und Herrlichkeit."¹ Bahá'u'lláh hat diese Verse im "Buch der Gewißheit"² ausführlich erklärt. Eine Wiederholung ist nicht nötig; halte dich daran und du wirst die Bedeutung dieser Worte verstehen.

¹ Matthäus 24:29-30

² Kitáb-i-Íqán, eines der ersten Werke Bahá'u'lláhs, geschrieben in Baghdád vor der Erklärung Seiner Offenbarung.

Aber ich habe einige weitere Worte zu diesem Thema zu sagen. Auch bei Seinem ersten Erscheinen kam Christus vom Himmel, wie es ausdrücklich im Evangelium heißt. Christus Selbst sagt: "Und niemand fährt gen Himmel, denn Der vom Himmel herniedergekommen ist, nämlich des Menschen Sohn, Der im Himmel ist."¹

¹ Johannes 3:13. Die 4 letzten Worte dieses Zitats sind in der vorliegenden Ausgabe (1956) des Neuen Testaments weggelassen.

Es ist für alle klar, daß Christus vom Himmel kam, obwohl Er augenscheinlich aus Marias Schoß geboren wurde. Wie Er zum ersten Mal aus dem Himmel kam, wenn auch augenfällig aus dem Mutterleib, so wird Er auch bei Seiner Wiederkunft aus dem Himmel kommen, obwohl sichtbar aus dem Mutterschoß. Die Umstände, die im Evangelium für die Wiederkunft Christi genannt sind, sind die gleichen, die für Sein erstes Kommen aufgeführt waren, wie Wir schon früher erklärt haben.

Das Buch Jesaja verkündet, daß der Messias den Osten und Westen erobern werde, daß alle Völker der Welt sich Seinem Schutze anvertrauen werden, daß Sein Königreich errichtet werde, daß Er von einem unbekannten Ort kommen werde, daß Gericht gehalten werde über die Sünder und daß solche Gerechtigkeit herrschen werde, daß der Wolf und das Lamm, der Leopard und das Ziegenböcklein, die Schlange und der Säugling an einer Quelle, auf einer Wiese und in einem Nest beieinander sein werden. Auch für das erste Kommen galten diese Begleitumstände, obwohl sich keiner von ihnen tatsächlich ereignete. Deshalb lehnten die Juden Christus ab und nannten Ihn - möge Gott ihnen verzeihen! -,masikh'¹, sahen in Ihm den Zerstörer des Hauses Gottes, betrachteten Ihn als Brecher des Sabbats und des Gesetzes und verurteilten Ihn zum Tod. Dennoch hatte jeder einzelne der obengenannten Begleitumstände eine Bedeutung, die aber die Juden nicht verstanden. Darum waren sie davon ausgeschlossen, die Wahrheit Christi zu erkennen.

¹ "masikh" heißt "das Ungeheuer". Im Arabischen gibt es ein Wortspiel mit den Worten Masíh, der Messias, und masikh, das Ungeheuer.

#114

Auch die Wiederkunft Christi geschieht in ähnlicher Weise: Die erwähnten Zeichen und Umstände haben alle einen inneren Sinn und dürfen nicht wörtlich genommen werden. Unter anderem heißt es, daß die Sterne auf die Erde fallen werden. Es gibt unendlich viele Sterne, und heutige Gelehrte haben festgestellt und wissenschaftlich bewiesen, daß die Sonne schätzungsweise ein und eine halbe Million mal größer als unsere Erde und jeder der Fixsterne tausendmal größer als die Sonne ist. Wenn diese Sterne auf die Erde fielen, wie sollten sie auf ihr Platz finden? Es wäre so, wie wenn tausend Millionen Berge wie der Himalaja auf ein Senfkorn fallen sollten. Nach den Maßstäben der Vernunft und der Wissenschaft ist das ganz unmöglich. Noch merkwürdiger ist, daß Christus sagte: "Vielleicht werde ich kommen, wenn ihr noch schlaft. Denn das Kommen des Menschensohnes gleicht dem Kommen des Diebes." Vielleicht ist der Dieb im Hause und der Hausherr weiß nichts davon.¹

¹ Vgl. Matthäus 24:43 , Lukas 12:40 , 1.Thessalonicher 5:2 , Offenbarung 3:3 , Markus 13:36

Es ist klar und eindeutig, daß diese Hinweise symbolische und nicht wörtliche Bedeutung haben. Sie sind im "Buch der Gewißheit" ausführlich erklärt. Halte dich daran!


Abdu'l Baha
_________________
»Du sollst den Herrn, deinen Gott, lieben von ganzem Herzen, von ganzer Seele und von ganzem Gemüt«
Dies ist das höchste und größte Gebot.
Das andere aber ist dem gleich: »Du sollst deinen Nächsten lieben wie dich selbst«.
In diesen beiden Geboten hängt das ganze Gesetz und die Propheten