Gedanken zu "Beantwortete Fragen" von Abdu'l Baha


Burkl hat folgendes geschrieben:

Dass er ein Sünder war ist aber evident. Denn er ist im Grab geblieben und nicht auferstanden.

"Der Lohn der Sünde ist der Tod." (Röm 6,23)


Ist nach katholischem Verständnis der körperliche Tod eine Folge der Sünde?
Falls ja, wie ist das mit der Akzeptanz der Evolutionstheorie vereinbar?
Burkl hat folgendes geschrieben:
Tobias hat folgendes geschrieben:
Burkl hat folgendes geschrieben:
Tobias hat folgendes geschrieben:
Burkl hat folgendes geschrieben:
Ich bete auch für Sie, verehrter Abdul-Baha', für Ihre Arme Seele im Fegefeuer.


Zu Behaupten eine Zentralgestalt des Glaubens der Personen mit denen man diskutiert sei im Fegefeuer hilft bei einer Diskussion nicht sonderlich weiter. Ich wüsste auch nicht für was 'Abdulbaha' im Fegefeuer sein sollte.

Für seine Sünden.


Die da wären?

Das weiß ich nicht im Detail.

Dass er ein Sünder war ist aber evident. Denn er ist im Grab geblieben und nicht auferstanden.

"Der Lohn der Sünde ist der Tod." (Röm 6,23)


Du meinst also der physische Tod ist die Strafe für Sünde? Sind also Leute die besonders früh sterben oder besonders krank sind besondere Sünder? Und sind die Menschen in Ländern mit guter Krankenversorgung dann geringere Sünder? Und was passiert, wenn wir es tatsächlich einmal hinbekommen einen Körper ewig zu erhalten? Sind diese Menschen dann sündlos?
Burkl hat folgendes geschrieben:
Diese 1000 Jahre des angeketteten Satans kommen in der Offenbarung des Johannes vor. Da es sich um einen begrenzten Zeitraum handelt muss es sich um etwas Anderes als die Ewigkeit handeln. Die Lehre der Kirche sieht in diesem Zeitraum die Zeit der "streitenden Kirche" - also von der Gründung der Kirche durch den Heiligen Geist zu Pfingsten bis zum jüngsten Gericht. In der Kirche ist sozusagen der Raum des angeketteten Satans - er kann, wie ein Kettenhund, zwar immer noch beißen - sein Radius und damit seine Gefährlichkeit sind jedoch massiv eingeschränkt - insbesondere durch die Sakramente.


Der Zeitraum, den Du schilderst, dauert aber schon länger als 1000 Jahre.

Zitat:
Dass die Parusie quasi "im Geheimen" ablaufen würde lässt sich aus der Botschaft Jesu und der apostolischen Lehre so sicherlich nicht ableiten - im Gegenteil: Allen Christen war von Anfang an klar, dass die Wiederkehr Christi das Ende dieser Welt bedeutet. Und der Weltuntergang kann einleuchtenderweise nicht übersehen werden. Das Bild des Diebes dient in Bezug auf die Parusie und Weltende nicht als Bild für das Unbemerkte, sondern für das Unvorhersehbare.


Heißt das also, dass die Wiederkunft per se nicht heimlich kommen wird, sondern offenbar, der Tag dieses Geschehens aber verborgen ist und wie ein Dieb kommt?
_________________
»Du sollst den Herrn, deinen Gott, lieben von ganzem Herzen, von ganzer Seele und von ganzem Gemüt«
Dies ist das höchste und größte Gebot.
Das andere aber ist dem gleich: »Du sollst deinen Nächsten lieben wie dich selbst«.
In diesen beiden Geboten hängt das ganze Gesetz und die Propheten
Hallo Cacau,

danke für den freundlichen Beitrag. Sowas lese ich immer gern.

Zitat:
Im Grunde genommen seid ihr beide - du und Rowanny - für mich der Beweis dafür, dass man Menschen niemals nach ihrer formellen Glaubensrichtung respektive Spiritualitätslinie bewerten sollte.


Das freut mich sehr zu lesen. Es war mal eine Zeit, da bin ich auch so ähnlich aufgetreten wie Rowanny, ehrlich. Heute weiß ich, was das für Konsequenzen hat. Und weil ich schon viele "Schläge" einstecken musste, bin ich heute etwas vorsichtig und misstrauisch. Nein, man sollte lieber wachsam sagen und nicht misstrauisch.

Auch hatte ich selbst schon heftige Auseinandersetzungen mit Gleichgesinnten (Anhängern der Gralsbotschaft) auf einer gewissen Website, vordergründig wegen meines Musikgeschmacks, daher kann ich gut nachvollziehen, dass diese Leute auch woanders Ärger bereiten können.

Ja, die Gralsbotschaft bildet die Grundlage für meine Weltanschauung schon seit vielen Jahren. Ergänzend kam in den letzten Jahren noch das Liber Al vel Legis hinzu, das mich vor allem auf emotionaler Ebene anspricht. Das dritte Buch stärkt mich für den Alltag und ist für mich eher praxisorientiert, sodass ich mit dessen mentaler Unterstützung Vorteile aus diesem Leben und aus dieser materiellen Welt, in der nunmal das Gesetz des Dschungels und des Stärkeren herrscht, ziehen kann. Doch das bleibt vorerst geheim.

LG Philipp
Tobias hat folgendes geschrieben:
Burkl hat folgendes geschrieben:
Tobias hat folgendes geschrieben:
Burkl hat folgendes geschrieben:
Tobias hat folgendes geschrieben:
Burkl hat folgendes geschrieben:
Ich bete auch für Sie, verehrter Abdul-Baha', für Ihre Arme Seele im Fegefeuer.


Zu Behaupten eine Zentralgestalt des Glaubens der Personen mit denen man diskutiert sei im Fegefeuer hilft bei einer Diskussion nicht sonderlich weiter. Ich wüsste auch nicht für was 'Abdulbaha' im Fegefeuer sein sollte.

Für seine Sünden.


Die da wären?

Das weiß ich nicht im Detail.

Dass er ein Sünder war ist aber evident. Denn er ist im Grab geblieben und nicht auferstanden.

"Der Lohn der Sünde ist der Tod." (Röm 6,23)


Du meinst also der physische Tod ist die Strafe für Sünde? Sind also Leute die besonders früh sterben oder besonders krank sind besondere Sünder? Und sind die Menschen in Ländern mit guter Krankenversorgung dann geringere Sünder? Und was passiert, wenn wir es tatsächlich einmal hinbekommen einen Körper ewig zu erhalten? Sind diese Menschen dann sündlos?

Der Tod ist die Strafe für die Sünde - da alle Sünder sind sterben auch alle und bleiben im Tod gefangen - bis eben auf Jesus Christus, der frei von Sünde ist. Der Mensch ist meines Glaubens nach eine Einheit von Leib, Geist und Seele. Stirbt der Leib, dann ist der Mensch tot. Eine Seele allein ist kein Mensch.
Und über die Sache mit dem unsterblichen irdischen Leib sprechen wir dann, wenn es soweit ist.
ziraki hat folgendes geschrieben:
Burkl hat folgendes geschrieben:

Dass er ein Sünder war ist aber evident. Denn er ist im Grab geblieben und nicht auferstanden.

"Der Lohn der Sünde ist der Tod." (Röm 6,23)


Ist nach katholischem Verständnis der körperliche Tod eine Folge der Sünde?
Falls ja, wie ist das mit der Akzeptanz der Evolutionstheorie vereinbar?

Sehr gut - weil der Sündenfall ein transzendentes Ereignis ist.
Minou hat folgendes geschrieben:

Der Zeitraum, den Du schilderst, dauert aber schon länger als 1000 Jahre.

Die Offenbarung des Johannes ist voll von Zahlenmystik - die meisten diesbezüglichen Angaben sind nicht wörtlich zu nehmen. Begrenzte und unbegrenzte Zeiträume lassen sich aber unterscheiden.
Zitat:
Heißt das also, dass die Wiederkunft per se nicht heimlich kommen wird, sondern offenbar, der Tag dieses Geschehens aber verborgen ist und wie ein Dieb kommt?

Der Zeitpunkt des Weltendes ist unbekannt. Es wird völlig unvorhersehbar und plötzlich kommen und Viele unvorbereitet treffen. Jesus sagt mehrfach, dass wir uns nicht darüber den Kopf zerbrechen sollen, sondern so leben sollen, dass unser individueller Tod, mit dem für uns persönlich das Gericht beginnt, uns nicht unvorbereitet trifft.
Nur nochmal kurz zu Philipp:
Es ist schon über 20 Jahre her, da schenkte man mir die Gralsbotschaft "Im Lichte der Wahrheit" von Abd-Ru-Shin (Oskar Ernst Bernhardt), und ich hab mir den Wälzer auch ganz zu Gemüte geführt. Mir war der Mann schon deswegen sympathisch, weil er von den Nazis verfolgt wurde, aber bei aller Sympathie bleibe ich doch lieber ein Templer.
Burkl hat folgendes geschrieben:
ziraki hat folgendes geschrieben:
Burkl hat folgendes geschrieben:

Dass er ein Sünder war ist aber evident. Denn er ist im Grab geblieben und nicht auferstanden.

"Der Lohn der Sünde ist der Tod." (Röm 6,23)


Ist nach katholischem Verständnis der körperliche Tod eine Folge der Sünde?
Falls ja, wie ist das mit der Akzeptanz der Evolutionstheorie vereinbar?

Sehr gut - weil der Sündenfall ein transzendentes Ereignis ist.


Ich hatte gehofft, du erklärst mir das kurz, oder verlinkst wenigstens zu einer Erklärung.
ziraki hat folgendes geschrieben:
Burkl hat folgendes geschrieben:
ziraki hat folgendes geschrieben:
Burkl hat folgendes geschrieben:

Dass er ein Sünder war ist aber evident. Denn er ist im Grab geblieben und nicht auferstanden.

"Der Lohn der Sünde ist der Tod." (Röm 6,23)


Ist nach katholischem Verständnis der körperliche Tod eine Folge der Sünde?
Falls ja, wie ist das mit der Akzeptanz der Evolutionstheorie vereinbar?

Sehr gut - weil der Sündenfall ein transzendentes Ereignis ist.


Ich hatte gehofft, du erklärst mir das kurz, oder verlinkst wenigstens zu einer Erklärung.

Die Genesis liefert durch das Bild des Sündenfalls eine mythologische Erklärung für unseren jetzigen Zustand, der Folge einer grundlegenden Störung in der Beziehung Gott-Mensch ist. Am kürzesten kann man den Mangel, unter dem der Mensch leidet, mit dem Wort "Konkupiszenz" zusammenfassen - was im Kern eine natürliche Schwäche in der Erkenntnis und der Umsetzung des Guten und einen Widerstreit zwischen den Kräften von Geistseele und Leib bedeutet. Paulus umschreibt den gefallenen Zustand des Menschen so:

"Ich weiß, dass in mir, das heißt in meinem Fleisch, nichts Gutes wohnt; das Wollen ist bei mir vorhanden, aber ich vermag das Gute nicht zu verwirklichen.
Denn ich tue nicht das Gute, das ich will, sondern das Böse, das ich nicht will.
Wenn ich aber das tue, was ich nicht will, dann bin nicht mehr ich es, der so handelt, sondern die in mir wohnende Sünde.
Ich stoße also auf das Gesetz, dass in mir das Böse vorhanden ist, obwohl ich das Gute tun will." Röm 7,18-21

Die Auferstehung wird diesen Zustand des Sündenfalls endgültig beheben.

Nach dem Leviratsgesetz war der Bruder eines ohne Nachkommenschaft Verstorbenen verpflichtet, die Witwe zu heiraten, um dem Toten Nachkommenschaft zu sichern und den Namen der Familie nicht aussterben zu lassen. Wie ist es dann - so fragen sie Jesus (Evangelium nach Markus 12,18-27) - im Falle der sieben Brüder, die der Reihe nach die Frau heirateten, ohne Nachkommenschaft zu zeugen? Wessen Frau wird sie nun bei der Auferstehung sein? Alle sieben haben sie doch zur Frau gehabt. Aus einer absurden Situation ergibt sich in ihren Augen die Absurdität des Auferstehungsglaubens.

Der Herr verweist auf die Andersartigkeit des ewigen Lebens, das keine bloße Fortsetzung irdischer Zustände ist, und auf die andere Beschaffenheit des Auferstehungsleibes: Wenn nämlich die Menschen von den Toten auferstehen, werden sie nicht mehr heiraten, sondern sie werden sein wie die Engel im Himmel.

Die Kirche glaubt an die Auferstehung der Toten. Die Kirche versteht diese Auferstehung so, dass sie den ganzen Menschen betrifft, also auch den Leib.

Was aber heißt >Auferstehen<? Der Katechismus der katholischen Kirche antwortet: »Im Tod, bei der Trennung der Seele vom Leib, fällt der Leib des Menschen der Verwesung anheim, während seine Seele Gott entgegengeht und darauf wartet, daß sie einst mit ihrem verherrlichten Leib wiedervereint wird. In seiner Allmacht wird Gott unserem Leib dann endgültig das unvergängliche Leben geben, indem er ihn kraft der Auferstehung Jesu wieder mit unserer Seele vereint.«

Thomas von Aquin sieht in der Seele die forma corporis, dazu bestimmt, mit dem Leib verbunden zu sein: »Homo non est anima tantum«: der Mensch, das ist nicht die Seele allein. Deswegen sagt er: »Die Seele besitzt nicht die Vollkommenheit ihrer eigenen Natur, außer in der Vereinigung mit dem Leibe.«
In einer kühnen Absage an alle übersteigerten Spiritualismen verneint Thomas die Ansicht, nach dem Tode werde die Seele, im Stande der Glückseligkeit, endgültig vom Leibe befreit sein und ebendarin Gott, dem reinen Geist, ähnlich. Nein, die Seele ist nicht allein menschlicher, sondern auch gottähnlicher, wenn sie mit dem Leibe verbunden ist.

Auferstehung ist Vollendung, »die Wiedereinsetzung der menschlichen Leiblichkeit in ihr wahres Leben, das auf Erden dem Tod unterworfen war« (Johannes Paul II., Ansprache, 2.12.1981)

Auferstehung ist auch eine, neue Seinsweise, eine Vergeistigung: sie werden sein wie die Engel im Himmel. »Man könnte auch von einem vollkommenen Kräfteverhältnis zwischen der geistigen und der körperlichen Komponente des Menschen sprechen. Der historische Mensch erfährt infolge der Erbsünde immer wieder die Unvollkommenheit dieses Verhältnisses, wie es in den bekannten Worten des heilige Paulus zum Ausdruck kommt: >Ich sehe aber ein anderes Gesetz in meinen Gliedern, das mit dem Gesetz meiner Vernunft im Streit liegt< (Röm 7,23).

Der eschatologische Mensch wird von diesem Widerstreit frei sein. In der Auferstehung kehrt der Körper in die vollkommene Einheit und Harmonie mit dem Geist zurück: der Mensch erfährt nicht mehr den Widerstreit zwischen dem, was an ihm geistig, und dem, was leiblich ist. Vergeistigung bedeutet nicht nur, daß der Geist den Körper beherrschen wird, sondern, ich möchte sagen, dass er den Körper vollkommen durchdringt und daß die Kräfte des Geistes die des Leibes vollkommen erfüllen werden.« (Johannes Paul II., Ansprache, 9.12.1981)

Im gegenwärtigen Zustand ist es dem Menschen durch beharrliche Arbeit an sich selbst möglich, daß der Geist im gegenseitigen Widerstreit dennoch dem Leib, der auf Erden bleiben wird, gebietet. Als Auferstehungsleib wird er dereinst einen ganz anderen Zustand annehmen.

»Dieser Zustand, der sich - ganz offenkundig - wesentlich und nicht nur graduell von dem unterscheidet, was wir im irdischen Leben erfahren, bedeutet jedoch kein Fleischloswerden des Leibes noch - in der Folge - eine Entmenschlichung des Menschen. Er bedeutet, im Gegenteil, seine vollkommene Verwirklichung. Denn in dem leib-geistigen Wesen, das der Mensch ist, kann die Vollkommenheit nicht im Widerstreit von Geist und Leib bestehen, sondern in einer tiefen Harmonie zwischen beiden unter gewahrtem Vorrang des Geistes. In der anderen Welt wird dieser Vorrang ganz spontan und frei von jedem Widerstreit des Leibes hervortreten. Das ist jedoch nicht als totaler Sieg des Geistes über den Körper zu verstehen. Die Auferstehung besteht in der vollkommenen Teilhabe alles dessen, was am Menschen leiblich ist, an dem, was an ihm geistig ist. Zugleich besteht sie in der vollkommenen Verwirklichung der menschlichen Persönlichkeit.« (Johannes Paul II., ebd.)

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